Bild der Woche – Yad Vashem
Im “Tal der Gemeinden”, Teil der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, finden sich die Namen tausender zerstörter jüdischer Gemeinden in Stein geschrieben.

Die Namen der ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlands sind in geographischer Ordnung (von Norden nach Süden) gereiht.
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Abgelegt in: Bild der Woche, Burgenland
Schlagwörter: israel, shoa | Kommentare (7)
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Interessanterweise lautet die jüdische Bezeichnung von Deutschkreu[t]z צלם, was wohl “Zelem” zu lesen ist, sprich: Götzenbild.
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Johannes schreibt am 12. September 2009 um 09:01
Absolut richtig! Wir haben das auch auf der Seite der Gemeinde Deutschkreutz angemerkt:
http://ojm.at/gemeinden/deutschkreutz/
Die Geschichte
dahinterwie ich draufkam, ist auch recht witzig. Ich selbst bin kein Burgenländer und kenne daher viele (regioinale) Traditionen im Burgenland nicht so gut, oder zumindest nicht von Schulzeiten her.Und als ich vor vielen Jahren einmal in Deutschkreutz einen Vortrag hatte, kam der Pfarrer von Deutschkreutz auf mich zu und begrüßte mich mit “Ich bin der Pfarrer von Kreu(t)z.”
Just in diesem Moment fiel bei mir der Groschen, denn mir wurde blitzartig klar, dass Juden natürlich genau das nicht sagen konnten/wollten und vielleicht wegen diesem in der Umgangssprache üblichen “Kreu(t)z” צלם wählten.
Beste Grüße Johannes
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Yoav Sapir schreibt am 12. September 2009 um 23:41
Danke für den Link!
Weißt du vielleicht, ob es für das siebenbürgische Deutschkreuz ebenfalls eine jüdische Bezeichnung gibt?
Beste Grüße, Yoav
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Johannes schreibt am 13. September 2009 um 11:02
Guten Morgen Yoav,
ehrlich gesagt, wir hatten keine Ahnung ;-) Aber doch etwas Aufschlussreiches gefunden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cri%C5%A3
Ganz unten, unter “Weblinks und Quellen” findest du unter 2) den Link zu einer pdf-Datei. Und dort, auf Seite 17, liest man, dass im siebenbürgischen Deutschkreuz – zumindest ab 1850 – keine Juden lebten.
Wir meinen daher, dass צלם wirklich nur hier für “unser” Deutschkreutz innerhalb der שבע קהלות gebräuchlich war ..?
Schönen Sonntag noch,
Johannes
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…komischerweise kann man da nicht mehr “direkt antworten”. Hier ist jedenfalls die Antwort, die ich von Christine Chiriac bekommen habe, einer Freundin aus Siebenbürgen, die für die “Deutsche Zeitung für Rumänien” arbeitet:
“ich hab mich heute mit dem direktor des hiesigen archivs getroffen und habe mit ihm ueber deutschkreuz gesprochen. er meint, es habe dort keine juden gegeben, vor allem nicht vor 1900. eventuell nachher, vielleicht 1-2 familien, wenn ueberhaupt, aber keine gemeinde. daher gaebe es auch keinen alternativen namen fuer das dorf. auf dem lande gab es hier sowieso kaum juedische gemeinden, die allermeisten waren/sind in den staedten. und deutschkreuz ist ein ganz kleines dorf.”
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Johannes schreibt am 26. September 2009 um 22:18
Das würde ja tatsächlich auch unsere “Kurzrecherchen” bestätigen … danke für deinen Kommentar!
Wir haben die Direkt-Antwortmöglichkeit auf 3 Ebenen beschränkt, das ist der Grund. Habs jetzt mal auf 5 Ebenen erhöht,
schönen Abend noch
Johannes
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[...] Eine Spur des Namenswechsels Mattersdorf/Mattersburg findet sich auch in unserem aktuellen Bild der Woche, eine Ansicht der Namen der burgenländischen Gemeinden in Yad Vashems “Tal der [...]