Bild der Woche – Jagdszene

In der vergangenen Woche erhielten wir eine sehr nette Anfrage vom Autor einer Dalmatiner-Chronik, dem im Zuge seiner Recherchen Darstellungen von Jagdszenen (mit Dalmatinern) in jüdischen Handschriften aufgefallen sind.

Das aus dem 14. Jahrhundert stammende Blatt (fol. 29v) aus einer spanischen Pesach-Haggada (John Rylands Universitätsbibliothek in Manchester) zeigt am unteren Bildrand einen Hasenjäger, dessen schwarz-weiß gefleckter Hund einen Hasen jagt. Der gefleckte Hund symbolisiert die Inquisition, die einen Juden (Hasen) verfolgt. Repräsentanten der Inquisition waren die Dominikaner, deren Ordenskleid schwarz-weiß ist.

Jagdszene in der John Rylands Haggada

Die Jagdszenen sind ein Symbol für die Verfolgung der Juden, die Hunde und Jäger daher das Symbol für die christliche Kirche. Da solche Jagdszenen auch in der christlichen Kunst ohne ideologische Hintergründe verbreitet waren, konnten auf diese Weise antijüdische Haltungen zum Ausdruck gebracht werden.


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