Ein Licht unterm Dach

Zwei-Stufen-Programm zur Erhaltung unserer
Freundschaft, lieber Heinz,
Ganz einfach und nix dabei:
Ich sag‘ dir, was du tun sollst (Stufe Eins),
Und du, du tust es (Stufe Zwei).

Mit solch hübschen Versen hat US-Autor und -Musiker Shel Silverstein (1930-1999) ein ganzes Büchlein gefüllt – „Ein Licht unterm Dach“ heißt es, und ist dieser Tage in einer neuen und um 12 Gedichte erweiterten Ausgabe bei Kein & Aber erschienen (und mir wiederum als Geschenk von Freundin Iris H. in die Hände gefallen – danke!).

„Ein Licht unterm Dach“ (das englische Original „A Light in the Attic“ stammt aus 1981, ebenfalls noch in den 80ern folgte eine erste deutsche Übersetzung), grandios verdeutscht von Harry Rowohlt, ist eine Sammlung von gereimten Miniaturgeschichten, die zumeist in der Kombination von Bild- und Wortwitz funktionieren. Dabei schillert der ganze Band irgendwo zwischen witzig und aberwitzig: Auf rund 200 Seiten erzählt Silverstein von (nicht-)fliegenden Nilpferden, von der bedenklichen Beziehung zwischen Eisbären & Kühlschränken und weiteren Absonderlichkeiten aller Art.

Und damit nur noch eins: Zur Lektüre von „Ein Licht unterm Dach“ kann Ihnen nur geraten werden, wenn Sie es mit dem „vom Hersteller empfohlenen“ Lesealter nicht allzu genau nehmen (wozu Ihnen nun wiederum schwer geraten sei!) – das liegt nämlich bei 8-9 Jahren …

Und für den Fall schließlich, dass Sie die zu Anfang zitierte Werkprobe noch nicht überzeugt hat – von Shel Silverstein stammt auch der Text des folgenden Country-Klassikers

Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir die animierte Variante von Silversteins Gedicht „Eight Balloons“, gelesen vom Autor.

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Abgelegt in: Kunst und Kultur

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