Schlinger Jetel – 11. Juni 1915
Jetel Schlinger, 29. Siwan 5675 (Freitag, 11. Juni 1915)
Einer jener Grabsteine, die Öhler wohl vor Ort, also am Friedhof direkt gelesen haben muss. So kann ich etwa das Datum am Foto nicht verifizieren. Warum Öhler die Inschrift dann aber (wenn vor Ort gelesen) als “Fast ganz unleserlich” bezeichnet, kann ich nicht nachvollziehen (hatte Öhler auch andere Quellen verwendet wie etwa Matriken?). Der 29. Siwan jedenfalls ist nicht der 12., sondern der 11. Juni!
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Vom Text konnten anhand der Fotografie Prof. Spitzer und Rabbiner Kinstlicher und meine Wenigkeit entziffern:
פ”נ א”ח (אשת חיל) עטרת בעלה/ יטל שלינגער/ בת(?) האשה(?) נכבדה/ מרת חיה דבורה זייפערט …/ שנפטרה פתאום כ”ט סיון/תמוז
תרעד
Die nachfolgenden Zeilen ergeben das Akrostychon:
יטל שלינגר בת מר חיים
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Jetel Schlinger war die Mutter von Frau Keila Seifert. Beide Frauen waren grosse Expertinnen darin, beim Stopfen zu ersticken drohende Gaense zu retten. Sie werden von S. Hirsch als ueberhaupt als ueberaus hilfsbereit geschildert.
(Nach: Samuel Hirsch, Erinnerungen, S. 20 und 108.)
Der vollstaendige Titel des hebraeischen Buches lautet:
שמואל הירש, זכרונות מקהילת מטרסדורף וחורבנה, בני ברק: מכון זכרון – מפעל להנצחת יהדות הונגריה, תש”ס
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[...] über die Martinigans bringen … den Grund dafür hat uns Claudia selbst in ihrem Kommentar zum Grabstein von Jetel Schlinger geliefert! [...]