Bild der Woche – Gedenkstein Mattersburg
Heute gibt es im Burgenland keine jüdischen Gemeinden mehr, 1938 bedeutete das endgültige Aus einer mehr als 300-jährigen Geschichte der Juden in dieser ehemals westungarischen Region.
Außer der Privatsynagoge von Samson Wertheimer in unserem Museum existieren heute nur mehr das Gebäude der Synagoge von Stadtschlaining (in dem die Bibliothek der Friedensuniversität untergebracht ist) sowie die baufällige Synagoge in Kobersdorf. Im Unterschied zu anderen Orten, in denen es einst blühende jüdische Gemeinden gab, finden wir in Mattersburg seit einigen Jahren einen Gedenkstein, der an die Synagoge erinnert.

Vergangene Woche besuchte uns die 2. Klasse des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg und die Schülerinnen und Schüler boten spontan an, diesen Gedenkstein zu fotografieren und uns als “Bild der Woche” zu schicken.
Es ist das erste “Bild der Woche” einer Schulklasse und wir hoffen, es folgen bald weitere Schulklassen diesem Beispiel. ;)
Herzlichen Dank an die Lehrerin Mag.a Gertraud Tometich sowie an alle Schülerinnen und Schüler des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg!
Schicken Sie uns Ihr Bild der Woche …
Schlagwörter: mattersburg | Kommentare (4)
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[...] This post was mentioned on Twitter by Jörn Brunotte, Jörn Brunotte and J-Comm, Öst.Jüdisches Museum. Öst.Jüdisches Museum said: Eine Mattersburger Schule hat uns das Bild der Woche geschickt (Gedenkstein Synagoge): http://ojm.at/gsmb – bitte mehr davon! ;) [...]
Sirs,
I can read on the memorial stone to the Mattersburg Synagogue that it was destroyed on Crystal night.
In Dr Hans Paul’s book “Mattersburg, 50 Jahre Stadtgemeinde Mattersburg” he says that it was not destroyed at that night and writes (page 204) as follows:
” Nach dem Bericht eines Augenzeugen kam es Im Monat September 1940 zum Sprengung des Tempels… Im besagten Monat September erschien eines Tages ein Pionierzug von ca. 30 Mann unter der Fuhrung eines Leutnants.
Sie nahmen die Sprengung der einsturzgefarendeten Gebaude vor und fuhrten anschlissend daran auch die Sprengung des Tempels durch.”
Is Dr. Hans Paul date correct or the inscription on the stone?
Would appreciate to get your comment.
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Johannes schreibt am 13. Mai 2010 um 10:54
Dear Mr. Deutsch,
The inscripiton on the stone is not quite correct!
Dr. Franz Forstik agrees with Dr. Hans Paul and writes in his book “Vergessen?”:
“Im September 1940 kam ein Zug der Organisation Todt, einer paramilitärischen Einrichtung des nationalsozialistischen Systems … zusammen mit einer Pioniereinheit nach Mattersburg, um die baufällig gewordenen Judenhäuser abzureißen und den Judentempel zu sprengen…”
Forstik’s book is a novel, but he is a historian and his book is based on facts!
Like in Mattersburg, in Eisenstadt the memorial plaque at the building, where the former synagoge stood, is not quite correct.
So, these problems are unfortunately not unusal.
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[...] Mattersburger Tempel wurde im September 1940 gesprengt (s. den Bericht von Hans Paul). Fotografische (Innen-)Ansichten der Synagoge sind rar, umso wertvoller ist die ausführliche [...]