Bild der Woche – Fußnote
Seit Anfang Mai 2010 gibt es in Hamburg ein bemerkenswertes Projekt: Fußnote* will, 65 Jahre nach der Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands, mit temporär angebrachten Texten die vielschichtigen Dimensionen von Täterschaft, Beteiligung, Widerstand, Gewalt und Ausgrenzung vergegenwärtigen und sichtbar machen.
2009 gab es in Linz bereits eine ähnliche Initiative mit Bodenmarkierungen im öffentlichen Raum: “IN SITU, ZEITGESCHICHTE FINDET STATT: NATIONALSOZIALISMUS IN LINZ”.

Diese Fußnote* wurde von Susanne Hermes vor etwa einem Monat an den St. Pauli Landungsbrücken in Hamburg fotografiert. Vielen Dank für die Zurverfügungstellung des Bildes!
Schließlich sei schon – wenn auch noch sehr leise, da nur in unseren Köpfen – angemerkt, dass wir für 2011 ein Projekt planen, das zwar ähnlich den beiden genannten Projekten, aber doch auch ganz anders sein soll ;)
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Schlagwörter: hamburg, shoa | Kommentare (2)
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Das ist eine sehr gute Aktion -
sie lässt im Alltag innehalten, nachdenken, spüren -
ich hoffe, es gelingt auch in Eisenstadt so eine Aktion gegen das Vergessen durchführen zu können.
Leopold
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Just to know that there is not only one footnote but a few more at the following addresses. Not all of them concern Jews.
Übersicht der Fußnoten
1 – Am Weiher 23 (ehemalige Praxis Dr. Bruno)
2 – Edmund-Siemers-Allee (ehemalige Hansische Universität)
3 – Gänsemarkt/Büschstraße (ehemalige Verwaltung der Deutschen Arbeitsfront)
4 – Reeperbahn 110 (ehemaliges Lokal Alkazar)
5 – Besenbinderhof 41 (ehemaliges Gesundheitspassarchiv)
6 – Neuer Pferdemarkt 36 (ehemaliges Freizeitheim der Hitlerjugend)
7 – Dammtordamm (Denkmal für das Infanterie-Regiment Nr. 76)
8 – Övelgönne (Parkhafen)
9 – Martinistraße/Curschmannstraße
10 – Neuer Jungfernstieg 16
11 – Budapester Straße
12 – Koreastraße (ehemaliger Fruchtschuppen C)
13 – Altmannbrücke
14 – Bundesstraße/Hohe Weide (ehemaliges Zwangsarbeiterlager)
15 – An den St. Pauli Landungsbrücken
16 – Spielbudenplatz (Tiefbunker/Parkplatz unter dem Spielbudenplatz)
17 – Bieberhaus
18 – Schanzenstraße 105 (ehemalige Volksschule)
19 – Feldstraße (ehemaliger Gefechtsturm)
20 – Am Born/Nöltingstraße
21 – Neuhöfer Straße 7 (ehemaliger Flugabwehrbunker)
22 – Veddeler Bogen 2 (ehemaliges Kriegsgefangenenlager)
23 – Stresemannstraße/Bei der Schilleroper (ehemaliges Zwangsarbeiterlager in der Amselstraße)
24 – St. Pauli Hafenstraße 27 (ehemaliges KZ-Außenlager Blohm & Voss)
25 – Schmuckstraße/Große Freiheit (ehemaliges Chinesenviertel)
26 – Grossneumarkt
27 – Olbersweg (ehemaliges Umschulungswerk Nordmark)
28 – Auf dem Heiligengeistfeld
29 – Sievekingplatz (Hanseatisches Oberlandesgericht)
30 – Reeperbahn (ehemalige Panzersperre)
31 – Alte Süderelbbrücke
32 – Vorsetzen (Turmbunker)
33 – Rathausmarkt
For instance here is another one (sorry cannot paste picture but it is in the same style)
7 – Dammtordamm (Denkmal für das Infanterie-Regiment Nr. 76)
Dieses von den Nazis errichtete Denkmal hätte auf Anweisung der Alliierten nach dem Krieg abgerissen werden sollen. Die Denkmalbehörde verhinderte dies. 1958 wurde es sogar um einen Gedenkstein ergänzt.
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