Katalin Leitner / Mirjam Chaja Leitner, 21. Av 5665 (Dienstag, 22. August 1905)

  • Foto: Grabstein von Katalin Leitner / Mirjam Chaja Leitner, 21. Av 5665
  • Datenblatt Isidor Öhler: Katalin Leitner / Mirjam Chaja Leitner, 21. Av 5665
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Katalin Leitner / Mirjam Chaja Leitner, 21. Av 5665


Anmerkungen

Der Ehemann von Mirjam Chaja war (auch) laut hebräischer Inschrift (Zeile 5) „MORENU Ascher Falk Leitner, er möge lange, gute Tage erleben“ מו“ה אשר פלק לייטנער שילאי“ט, wobei שילאיט eine (vielleicht etwas ungewöhnliche) Abkürzung für שיחיה לאורך ימים טובים ist.

Anmerkung: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Die Datumsdifferenz zwischen hebräischem Datum (21. Av = 22. August) und dem Datum in den Matriken (21. Oktober) kommt dadurch zustande, dass Mirjam Chaja Leitner um 22h (siehe Matriken) und somit zwar noch am 21. August, aber bereits am 21. Av verstorben ist.

Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 6 – 12 ihre beiden Vornamen „Mirjam Chaja“ מרים חיה und in Zeile 13 (die ersten beiden Wörter) der Segenswunsch „i(hr Andenken) m(öge bewahrt werden) ז“ל.


Biografische Notizen

Sterbematriken: Katalin (Mirjam Chaja) Leitner, Hausfrau, geb. in Mattesdorf, wh. Mattersdorf 315, gest. 21. August 1905 um 22 Uhr, mit 68 Jahren an Magenkrebs


Vater: Henrik Lazalo (sic!) Brandweiner (weiland)
Mutter: Netti (Ester) Breuer (weiland)



Ehemann: Albert Leitner


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg