Islam-Knigge
Ein Gastbeitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”
Etwa 1,4 Milliarden Menschen bekennen sich weltweit zum Islam. Damit ist der Islam nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion. Im Zentrum der islamischen Lehre stehen die “fünf Säulen”:
- Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist der Gesandte Gottes
- Das Ritualgebet
- Das Fasten im Monat Ramadan
- Die Almosensteuer
- Die Pilgerfahrt nach Mekka
Das heilige Buch des Islam, der Koran, gilt nach islamischer Tradition als das geoffenbarte Wort Gottes.
Im Folgenden seien einige wichtige Informationen für die Begegnung mit Muslimen angeführt:
Allgemeines
- Allah ist kein Eigenname für den Gott der Muslime sondern nur das arabische Wort für Gott. Für Muslime ist es nicht nachvollziehbar und kann manchmal als kränkend empfunden werden, wenn zwischen Gott und Allah unterschieden wird.
- Der Koran gilt den Muslimen als heilig. Versuchen Sie daher respektvoll mit dem Koran umzugehen, besonders in der Anwesenheit von Muslimen. Legen Sie ihn (auch Koranübersetzungen) z.B. nicht auf den Boden und stellen Sie ihn am besten an einen etwas hochgelegenen Platz ab.
- Gelegentlich werden Muslime auch als “Mohammedaner” bezeichnet. Das stößt bei Muslimen meist auf Ablehnung, denn die “Ergebenheit zu Gott” (arab. Islam) ist der Mittelpunkt des islamischen Glaubens.
Beim Besuch einer Moschee
- Schuhe müssen grundsätzlich ausgezogen werden.
- Achten Sie darauf, dass Sie keine kurze oder enge Kleidung tragen.
- Je nach Gemeinde wird darauf bestanden, dass auch nichtmuslimische Frauen ihren Kopf bedecken.
- Verhalten Sie sich im Allgemeinen ruhig und reden Sie nicht laut, besonders wenn der Gebetsruf (Azan) ertönt oder das Gebet verrichtet wird.
Speisevorschriften
- Servieren Sie kein Schweinefleisch und keinen Alkohol; auch keine Speisen oder Süßigkeiten, die Alkohol enthalten.
- Viele Muslime essen nur nach islamischem Ritus geschächtetes Fleisch (Halal).
- Viele Muslime sehen auch davon ab, Produkte mit tierischen Fetten und Gelatine zu essen, wie z.B. Gummibärchen.
- Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie nichts falsch machen, dann bieten Sie ihren muslimischen Gästen Fisch oder vegetarische Speisen an.
Der Islam kennt zwei große Feste
- Opferfest ( im Rahmen der Pilgerfahrtszeit nach Mekka).
- Fest des Fastenbrechens (nach dem Fastenmonat Ramadan).
In der Regel freuen sich Muslime, wenn Ihnen von Andersgläubigen zu diesen Anlässen gratuliert wird. Wenn Sie Muslimen ein “frohes und gesegnetes Fest” wünschen, dann können Sie eigentlich nicht viel falsch machen. - In islamischen Kulturkreisen nimmt die Gastfreundschaft einen enormen Stellenwert ein. Das macht sich besonders an den Festtagen bemerkbar. Scheuen Sie sich daher nicht, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, sofern Sie eingeladen sind.
Alltag
- Bei vielen Muslimen ist es nicht üblich, dass sich Frauen und Männer, die einander fremd sind, die Hand geben oder sich umarmen. Achten Sie vor allem bei Kopftuchtragenden Frauen darauf. Empfehlenswert hierbei ist, die Muslima oder den Muslim, den Sie begegnen, den ersten Schritt machen zu lassen.
- Muslime sind dazu angehalten, fünf Mal am Tag zu beten. Wenn Sie bei Veranstaltungen den Muslimen entgegenkommen möchten, dann stellen Sie Ihnen einen Gebetsraum zur Verfügung und planen Sie die Gebetszeiten ein.
Dies ist nur eine kleine Auswahl von Tipps, die Ihnen die Begegnung mit Muslimen erleichtern sollen. Das Ausleben religiöser Praktiken kann sich natürlich von Muslim zu Muslim unterscheiden. Ich bin hierbei hauptsächlich von meiner persönlichen Erfahrung (Beobachtungen und Fragen, die mir oft gestellt werden) ausgegangen.
Allgemeine Literaturempfehlungen
- Halm, Heinz: Der Islam. München 2007.
- Bobzin, Hartmut. Der Koran. Eine Einführung. München 2007.
- Khoury, Adel Theodor/ Heine, Peter/ Oebbecke, Janbernd: Handbuch Recht und Kultur des Islams in der deutschen Gesellschaft. Gütersloh 2000. (Besonders hilfreich: Teil IV “Aus der Alltagspraxis” u.a. mit Bezug auf Speisevorschriften, Kleiderordnung, Situationen in der Schule und am Arbeitsplatz).
Hussein Hamdan ist Islam- und Religionswissenschaftler – und bloggt auf “Der Islam“.
Der Beitrag von Hussein Hamdan eröffnet eine Blog-Mini-Serie, die unsere aktuelle Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” begleiten und ergänzen soll: Jüdische, christliche und muslimischen Autoren wurden gebeten, “eine Handreichung für interreligiöse Begegnungen aus jüdischer/christlicher/muslimischer Perspektive” anzufertigen, die, “quasi als interreligiöser Survival Kit, (…) Orientierung in der interreligiösen Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern” kann. Weitere Beiträge folgen in den kommenden Wochen.
Schlagwörter: schalom-salam-grüß-gott | Kommentare (28)
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Danke für den spannenden und lesenswerten Artikel. Es sind solche kleinen Schritte, die das gegenseitige Verständnis und ein besseres Zusammenleben fördern können (und nicht die undifferenzierte Angstmacherei, der man so oft v.a. in den Medien begegnet).
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“Für Muslime ist es nicht nachvollziehbar und kann manchmal als kränkend empfunden werden, wenn zwischen Gott und Allah unterschieden wird.”
Mit anderen Worten: Aus der oben geschilderten Perspektive gibt es für Juden (z. B.) keine Möglichkeit, sich als Gläubige in einem jüdischen Sinne zu identifizieren, ohne sich damit (aus der obigen Perspektive) auch gleich zu “Allah” und somit zu islamischen Gottesvorstellungen zu bekennen, geschweige denn, diese ganz bewusst für sich abzulehnen. Und wenn das keine Entmündigung und Usurpation wäre…
Die Logik dahinter ist klar: Der Islam baut (u. a.) auf dem Jüdischen auf, daher kann er jüdische Gottesvorstellungen und jüdische Bibelerzählungen mühelos vereinnahmen. So wird Israel schließlich zu einem überholten Vorläufer des Islam, die Juden sogar oft als “Schriftfälscher” angesehen.
Doch in dieser Konstellation, wo einem Andersgläubigen nicht einmal die Erlaubnis zur einfachsten Differenzierung im Sinne von “auch wenn wir uns beide als gläubig verstehen, dein Gott ≠ mein Gott” zuerkannt wird, lässt sich der notwendige Respekt vor dem Recht des anderen, sich nicht mit “Allah = Gott = notwendigerweise auch dein Gott, sonst bin ich beleidigt” subsumieren zu lassen, auch im Zeitalter des “Dialogs” vermissen.
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Christopher schreibt am 16. Juni 2010 um 15:51
Mit Verlaub – schon ein bisschen arg weit hergeholt dieser Schluss, nicht? (nämlich: “Aus der oben geschilderten Perspektive gibt es für Juden (z. B.) keine Möglichkeit, sich als Gläubige in einem jüdischen Sinne zu identifizieren, ohne sich damit (aus der obigen Perspektive) auch gleich zu “Allah” und somit zu islamischen Gottesvorstellungen zu bekennen, geschweige denn, diese ganz bewusst für sich abzulehnen.”) Allah ist eben “das arabische Wort für Gott”, wie Hussein schreibt – dass an diesen GottesBEGRIFF unterschiedliche GottesKONZEPTE (oder: -bilder) anschließen können ist klar & selbstverständlich; keineswegs selbstverständlich, ja auch nur einleuchtend ist es dagegen, warum du anzunehmen scheinst, dass kraft der bloßen Verwendung des Wortes “Gott” alle faktisch vorkommenden Gotteskonzepte jedenfalls affirmiert sind (ich affirmiere eben nur ein bestimmtes, eben mein jüdisches, christliches etc. Konzept, ohne dass ich anderen absprechen müsste oder könnte oder wollte, mit “Gott” ein ganz anderes Konzept zu verbinden).
Die Schwierigkeit kehrt im Übrigen auch inner-jüdisch wieder: auch inner-jüdisch werden verschiedene Gotteskonzepte mit dem Wort “Gott” belegt, ohne dass du, wenn du “Gott” sagst, all diese Konzepte auch (in gleichem Maße) affirmieren wirst.
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Yoav Sapir schreibt am 16. Juni 2010 um 16:11
Okay, dann nennen wir es “Gottesbegriff”. Was haben wir dadurch gewonnen? Es bleibt ja bei der Forderung, dass mein Gott (z. B.) notwendigerweise derselbe Gott wäre wie jener, den diese oder jene Muslime anbeten.
Das Ergebnis einer solchen Denkweise ist dann: “Du magst andere Gottesvorstellungen zu Eigen haben, doch sie laufen alle auf denjenigen hinaus, den man bei uns auf Arabisch mit ‘Allah’ bezeichnet.”
Sicherlich kann ein anderer Jude eine andere Gottesvorstellung haben als ich, wobei sowohl er wie auch ich normalerweise davon ausgehen, dass wir uns trotz unterschiedlicher Sichtweise zu einem gemeinsamen Gott – dem Gott Israels – bekennen. Die Freiheit, ein auf diese Weise halbwegs “gemeinsames” Glaubensbekenntnis abzulegen, steht natürlich auch Juden und Muslimen oder etwa Muslimen und Christen zu, sofern sie es wollen. Nur muss es eben bei dieser *Freiheit* auch bleiben.
Wenn man der anderen Seite jedoch von vornherein (mit der Warnung, ein anderer Standpunkt würde “als kränkend empfunden”) zu diktieren versucht, dass sie zwar ihre eigene Gottesvorstellung haben mag, sich aber quasi per definitionem zu Allah bekennt, dann kann von der Freiheit des Glaubensbekenntnisses keine Rede mehr sein, geschweige denn vom Dialog.
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Yoav Sapir schreibt am 16. Juni 2010 um 17:22
Anders formuliert: Wenn man sich sogar auf einen “Dialog” einlassen sollte, in dem zwischen “Allah” und “Gott” nicht differenziert wird – wie soll man dann auf eine ähnliche Forderung aus christlicher Seite reagieren, nämlich, dass man gefälligst nicht zwischen “Jesus” und “Gott” differenziert, da dies etwa nach katholischer Dogmatik “nicht nachvollziehbar” sei und “als kränkend empfunden” werden könne?
Oder würdest du meinen, dass man sich auch auf so etwas einlassen sollte?
Ich zumindest habe bislang keinerlei Probleme gehabt, vor Christen über Jesus zu reden und dabei ganz eindeutig zwischen den Vorstellungen von Jesus und jenen von Gott zu differenzieren. Ich weiß, dass sich in den verschiedenen Publika auch Leute fanden, die unter “Jesus” eben Gott verstanden bzw. verstehen, aber gegen meine Differenzierung hat keiner protestiert. Wozu auch? Wenn sie nur sich selbst hätten hören wollen, hätten sie mich als Andersgläubiger und -denkender ja von vornherein nicht eingeladen. Denn es kann ja kein wahrhaftiger Dialog stattfinden, wenn sogar der Sprachgebrauch a priori diktiert und somit verzerrt wird.
Eine ähnliche Aufgeschlossenheit gegenüber Andersgläubigen ist nun, wie ich finde, auch Muslimen zumutbar; jedenfalls muss sie es sein, wenn auf islamischer Seite Interesse an einem *wahrhaftigen* Dialog besteht.
Für mich kann ich sagen, dass ich mich von einem Sprachgebrauch, der meinen Vorstellungen nicht entspricht, auch nicht beleidigen lasse. Wenn auf dem Podium Atheisten sitzen, die nicht von “Gott”, auch nicht von einem “Gott Israels”, sondern bestenfalls von “Jahwe” o. Ä. sprechen wollen, ist es für mich kein Problem. Jedenfalls wäre ich nie auf die Idee gekommen, ihnen meinen Sprachgebrauch aufzuzwingen, weil ihre Differenzierungen mich “kränken” o. Ä. Eine solche Rhetorik gehört sich in einem wahrhaftigen Dialog, in dem man die andere Seite und ihre Sichtweise ernst nimmt, schlichtweg nicht.
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PS.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Dasselbe gilt natürlich auch für Christen. Ich behalte mir (etwa als Gelegenheitsdialogiker) das Recht vor, zwischen Gott einerseits und dem Juden Jesus andererseits zu differenzieren. Wenn mir ein Christ sagen würde: “Ich will mit dir ins Gespräch kommen, aber wenn du dabei auch weiterhin differenzieren und Jesus nicht mit Gott identifizieren würdest, wäre ich beleidigt”, dann würde ich mich natürlich erst gar nicht auf einen solchen Pseudo-Dialog einlassen.
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Und noch etwas:
“Dies ist nur eine kleine Auswahl von Tipps, die Ihnen die Begegnung mit Muslimen erleichtern sollen.”
Das ist wichtig, könnte einem Zufallsleser aber auch so klingen, als ob das einem Reiseführer nach Ägypten entnommen wäre. Mich würde daher weiters interessieren, welche Tipps Muslimen zu geben sind, um ihnen die Begegnung mit den hierzulande bereits verwurzelten Völkern und Religionen zu erleichtern.
Schließlich wollen die meisten Muslime sicherlich der Mehrheitsbevölkerung näher kommen, von der sie akzeptiert zu werden und in deren Mitte sie zu leben und zu gedeihen wünschen.
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Lieber Yoav, wie oben klar zu lesen ist, haben wir die – auch dir bekannten – Vorgaben gegeben, insofern empfinde ich/empfinden wir diesen deinen Kommentar als recht polemisch.
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Yoav Sapir schreibt am 16. Juni 2010 um 16:13
Ich halte von Polemik sehr viel ;-)
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Kurze Klärung: Auch arabische Christen benutzen den Begriff Allah wenn sie über Gott reden. In arabischen Bibelübersetzungen stößt man sehr oft auf das Wort Allah. Es hat also nichts mit Konzepten zu tun; Allah ist nur das arabische Wort für Gott, wie God das englische Wort für Gott ist. Demnach kann man nicht zwischen Allah und Gott differenzieren. Man spricht ja auch nicht über Allah als Gottheit der arabischen Christen.
Vielleicht darf ich bei dieser Gelegenheit auf meinen Artikel (auf dem Blog “Der Islam”) “Allah ist Gott” aufmerksam machen. Dort äußere ich mich etwas ausführlicher zu dieser Frage.
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Christopher schreibt am 17. Juni 2010 um 13:45
Danke, Hussein, für deinen Kommentar – vielleicht noch eine klärende Rückfrage zum möglichen “Gekränkt”-Sein von Muslimen, wenn zwischen Gott und Allah unterschieden wird: Liegt die Kränkung genauer vielleicht darin, dass man durch eine solche Unterscheidung gewissermaßen den Muslimen implizit Gott “entzieht” (und sie damit zu “Götzendienern” degradiert – also nach der Art: “WIR haben Gott, IHR (Muslime) habt (irgendein anderes höchstes Wesen namens) Allah” – Subtext: “WIR haben Gott, IHR habt etwas anderes und damit jedenfalls nicht Gott”), oder anders gesagt: dass eine solche Unterscheidung als eine Bestreitung der “Gottheit” Gottes (wie er im Islam verehrt wird) aufgefasst werden kann?
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Yoav Sapir schreibt am 17. Juni 2010 um 17:50
Man kann es doch genauso gut auch umgekehrt schildern: “Wir haben Allah, also Gott, den man aufgrund unserer Empfindlichkeit gar nicht anders (d.h. differenziert) bezeichnen soll, und ihr koennt schon verstehen, was euch uebrig bleibt, wenn der neutrale Signifikant “Gott” und der ideologisch beladene Signifikant “Allah (im Sinne der islamischen Gottheit)” notwendigerweise auf ein und dasselbe Signifikat hinweisen.” Mit anderen Worten: Eine Bestreitung der ebenbuertigen Eigenstaendigkeit vorislamischer Voelker, Kulturen etc., deren Mitglieder heutzutage in einem Dialog mit Muslimen zwar von Gott reden wollen, aber ohne sich von den ideologischen Anspruechen des ziemlich direkt auf ihnen aufbauenden Islam vereinnahmen zu lassen.
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Hussein Hamdan schreibt am 20. Juni 2010 um 19:24
Danke dir, Christopher, für deine Rückfrage. Was du schreibst, also dass den Muslimen durch diese Unterscheidung implizit Gott entzogen wird, ist sicherlich mit ein Grund für das mögliche Gekränkt-Sein. In dieser Unterscheidung erkennen Muslime aber auch, wie viel Unwissenheit über ihre Religion vorherrscht. Das ist besonders ärgerlich, weil zurzeit sehr viel über den Islam geredet wird, teilweise fehlen aber noch Grundkenntnisse.
Ein weiterer wichtiger Grund liegt darin, dass das Wort Allah oft gebraucht wird, wenn abwertend über den Islam und die Muslime gesprochen wird. Titel wie „Allahs Krieger“ (über Islamisten) oder „Allahs Töchter“ (in Bezug auf die Stellung der Frauen im Islam) werden nach meiner Erfahrung von Muslimen nicht so verstanden, als würde man hier über die islamische Gottesvorstellung sprechen, sondern werden vielmehr als Provokation empfunden. Da ja, wie angesprochen Allah oft noch als die islamische Gottheit (also ein anderes höheres Wesen) wahrgenommen bzw. verkauft wird, entsteht durch solche Titel bei Muslimen der Eindruck, als würde man damit zwischen einem guten Gott und Allah, einer bösen Gottheit unterscheiden.
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Yoav Sapir schreibt am 20. Juni 2010 um 20:38
Haha, großartig! Wenn das nicht implizieren würde, dass Andersdenkenden, deren Meinung von Husseins persönlicher Sichtweise abzuweichen wagt, pauschalisiert “Unwissenheit” usw. zu unterstellen sei…
Hussein: Kannst du – also wirklich du, als Privatperson und Zufallsmuslim – akzeptieren, dass es auf Erden Menschen gibt, die sich als gläubig verstehen und dennoch ihren Glauben – aus welchen Gründen auch immer – von der durch Muslime propagierte Gottheit distanzieren? Oder haben diese Menschen aus deiner Sicht – ganz egal, was sie meinen – notwendigerweise mit jener Gottheit zu tun, die (allgemein gesehen) Muslime anbeten, also mit einem einzig bestehenden Allah/Gott?
Es geht hier notabene nicht um Metaphysik, sondern um Phänomenologie. Ich frage dich also nicht, ob es in deiner persönlichen Glaubenswelt noch Gottheiten gibt außer “Allah/Gott” (wahrscheinlich nicht), sondern, ob du die Glaubensbekenntnisse anderer Menschen auch dann ernst nehmen kannst, wenn sie deinem persönlichen Bild des “wahren” Gottes widersprechen.
Die meisten Muslime (wenn auch nicht alle), die ich kenne, würden hier entweder sagen: “Sie sind Gläubige, weil sie Gott/Allah anbeten (manchmal mit der Fotsetzung: ….aber besser werden sie Muslime)” oder “Da sie nicht Gott/Allah anbeten, sind sie eigentlich Ungläubige”. Einmal habe ich auch eine kennen gelernt, die mir gesagt hat (kein genaues Zitat): “Auch wenn sie sich bewusst von Allah/Gott distanzieren, sind sie trotzdem Gläubige”, aber sie war keine richtige Gläubige mehr, d.h. damals schon ziemlich vom Islam abgefallen.
Nicht, dass du im Namen der Muslime oder “des Islam” sprechen könntest; ich möchte vielmehr gerne wissen, wie du als Hussein Hamdan ganz persönlich an diese Problematik herangehst.
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Yoav Sapir schreibt am 17. Juni 2010 um 17:39
Ja, das war schon in deinem obigen Text eindeutig klar. Und dennoch ist Arabisch die Kernsprache des Islam (es gibt ja auch Juden, die kein Hebraeisch sprechen, aber das macht Englisch nicht zu einer juedischen Sprache).
Wenn Beobachter, die nicht als Insider in diesem islamischen Diskurs stehen, von Allah sprechen, meinen sie also so viel wie “die (allgemein gesehen) islamische Gottheit” bzw. die Gottheit, die im islamischen Raum / von Muslimen angegebetet wird, notabene OHNE darueber zu urteilen, ob dies “zu Recht” geschehe, “sinnvoll” sei oder Aehnliches. Selbstverstaendlich deutet das auf eine Differenzierung hin, denn es ist ja nicht zu bestreiten, dass wir auf der Welt schon aus phaenomenologischen Gruenden mit sehr unterschiedlichen Gottheiten zu tun haben – ganz abgesehen von der Frage nach einer auch transzendenter Existenz derselben.
Ich verstehe ja schon, dass ueberzeugte Anhaenger der religioesen Weltanschauung, die “Islam” heisst, diesen differenzierten Standpunkt nicht akzeptieren koennen, weil ja nicht sein koenne, was nicht sein duerfe, naemlich dass es neben der islamischen Gottheit auch noch andere, und zwar ebenbuertige, gaebe. Unter dieser religioes-ideologischen Praemisse gebe es nur Gott/Allah im islamischen Sinne, sodass selbst Andersglaebige “notwendigerweise” bestenfalls zur islamischen Gottheit, schlimmstenfalls zu Goetzen beten. Der Grund, weshalb differenzierte Sichtweisen auf ideologische Empfindlichkeit unter Muslimen stossen koennen, ist also voellig klar.
Jedoch bin ich der Meinung, dass ein auferzwungener Neusprech nach mittelalterlichem Muster, in dem nicht einmal differenziert werden duerfte, uns keineswegs weiterhelfen koennte und einen wahrhaftigen Dialog geradezu verunmoeglichen wuerde.
Es bleibt also bei den bereits gestellten und erlaeuterten Fragen:
1. Warum sollten wir bei ideologischer Empfindlichkeit auf islamischer Seite nachgeben, wo wir es mit Nichtmuslimen doch nicht tun?
2. Wenn wir hier nachgeben und nicht mehr differenzieren wuerden, wie sollten wir mit ideologischer Empfindlichkeit auf – zum Beispiel – christlicher Seite umgehen? Sollte man, wenn man die islamische Gottheit nicht mehr mit einer charakterisierenden Bezeichnung, sondern nur noch schlichtweg “Gott” nennen sollte, fortan auch Jesus als Teil der christlichen Gottheit “Gott” nennen und selbst als Andersdenkender hier nicht differenzieren?
Wo wuerden wir ankommen, wenn wir selbst dem religioesen Dialog einen PC-Neusprech auferlegen wuerden? Und wozu dann ueberhaupt noch mitienander diskutieren, wenn alles von vornherein diktiert zu sein scheint?
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Christopher schreibt am 20. Juni 2010 um 15:02
Nu – einen hübschen Monolog hast du da fabriziert, Yoav, Kompliment…;)
Diese ganze weitschweifige Argumentation deinerseits lebt doch davon, aus einem einzigen Halbsatz einen prinzipiellen, freilich böswillig verschleierten Hegemonie-Anspruch abzuleiten – das aber ist, kurz gesagt, eine keineswegs zwingende Über-Interpretation deinerseits.
Insofern nicht bös sein, wenn ich dich hier weiter monologisieren lasse…
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Yoav Sapir schreibt am 20. Juni 2010 um 16:21
Meine Antwort galt doch Hussein, nicht dir.
Und bei etwas vorsichtiger, weniger emotionaler Wortauswahl hättest du dich doch auch in ernster Weise mit den obigen Fragen auseinandersetzen können.
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R. Bauer schreibt am 13. November 2011 um 00:16
In der Kürze liegt die Würze, gerade wenn man Recht hat. Der Punkt geht an Christopher.
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“. Es hat also nichts mit Konzepten zu tun; Allah ist nur das arabische Wort für Gott, wie God das englische Wort für Gott ist. Demnach kann man nicht zwischen Allah und Gott differenzieren. Man spricht ja auch nicht über Allah als Gottheit der arabischen Christen.´”
Und dennoch trifft man doch gerade bei muslimischen Meinungsäußerungen auf eben solche Differenzierungen, dass der muslimische G’tt “ALLAH”(Allah nicht als simples, übersetzbares arabisches Wort, sondern als unumstößliches Eigenwort) nicht mit “G’tt” gleichzusetzen ist.
Das Problem scheint also viel mehr darin zu liegen, dass gerade Muslime mit zwei eigentlich identischen Begriffen unterschiedliche Konzepte verbinden, und es ihnen wichtig ist, diese zu betonen, um sich tatsächlich, wie Yoav es erwähnte, von den Schriftverfälschern abzugrenzen.
Hand auf’s Herz: Nahezu alles, was man im Koran liest, findet man nach nur wenig intensiver Suche auch irgendwo in der hebräischen Bibel. Inhaltlich hat Mohammed eigentlich kaum etwas neues gebracht und die einzige Legitimation des Korans besteht daher in dem Vorwurf und der Annahme, dass die vorangegangene Schrift, die Bibel, verfälscht sei. Das bringt ein Toleranzdefizit bei Koran-Gläubigen automatisch mit sich – und dies sage ich aus eigener Erfahrung im jüdisch-muslimisch-christlichen Dialog(täglich!).
Die Differenzierung an sich ist nicht schlecht. Schlecht und giftig wird sie, wenn man damit a priori eine Wertigkeit verbindet, was nach meiner Erfahrung gerade bei Muslimen und evangelikalen Christen der Fall ist.
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Es ist auch aus sprachlicher Sicht nicht gerechtfertigt, “Gott” und “Allah” als identisch zu betrachten oder die exakte Gleichheit der Begriffe zu fordern. Wären die beiden Begriffe exakt gleichbedeutend, wäre einer der Begriffe vollkommen überflüssig in der Sprache und würde von den Sprechern entweder eliminiert oder spezialisiert werden. Das heißt, gerade die Abgrenzung zu “Gott” ist die Daseinsberechtigung von “Allah” in der deutschen Sprache. Dass man mit “Allah” hier ein deutsches(!) Wort hat, das arabischen Ursprungs ist, scheint vielen nicht klar zu sein. Das deutsche “Allah” entspricht nicht dem arabischen “Allah”. Etwas anderes zu fordern ist nicht nur realitätsfremd, sondern auch unglaublich anmaßend. Dann müsste man gleich die meisten Wörter fremdsprachlichen Ursprungs bekämpfen, da sie meistens nicht dasselbe wie in der Ursprungssprache bedeuten.
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Christopher schreibt am 30. Juni 2010 um 12:59
Es sei dahingestellt, ob diese Darstellung überhaupt korrekt ist, an der obigen Sache geht es mMn jedenfalls massiv vorbei bzw. ist – abermals – eine über-interpretierende Verrenkung erster Klasse, die bei mir schon fast den Verdacht aufkommen lässt, dass hier eher so eine Art “Reflexbeißen” am Werk ist…Nichts für ungut, C.
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Yoav Sapir schreibt am 1. Juli 2010 um 00:33
Genau. Es ist der Versuch, hier eine Art (politisch “korrekter”?) Neusprech zu etablieren, der wohl nur zufälligerweise eng mit dem islamischen “Es gibt keinen Gott außer [selbstverständlich dem von uns propagierten] Gott” zusammenhängt.
Und dass solche Social-Engineering-Versuche noch unter dem Deckmantel von “Dialog” erfolgen… Man fragt sich, ob Sprache hier überhaupt noch zu irgendwas taugt oder inzwischen schon völlig missbraucht wird.
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[...] Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern” kann. Bereits erschienen ist der “Islam-Knigge” von Hussein Hamdan, weitere Beiträge folgen in den kommenden Wochen. [...]
[...] erschienen sind der “Islam-Knigge” von Hussein Hamdan sowie “Schwierige Freundschaft” von Chajm Guski, weitere [...]
(Kommentar wurde hierher verschoben)
I understand that “Salam” is only between Muslims. I do not think that according to Islam there can be “Salam” between a Moslem and a Gentile or a Jew. Therefore “Salam” is not Peace as meant in the other languages. A moslem will not greet you (the non-beliver) with “Salam”, as against “Grüß Gott” or “Shalom” which are used to greet anyone.
If I am correct, then “Salam” has no place here.
I WOULD APPRECIATE YOUR COMMENTS.
Here are just a few examples of the greeting “Salam” or “Salaam”:
If a non-Muslim greets a Muslim by saying ‘Salaam’ he will not be rewarded in the Hereafter for this act. If a disbeliever greets you with Salaam, then you should limit your reply to saying: “Wa ‘Alaykum” and not the full response of Salaam.
Allaah Knows best.
Similarly it is not permissible to initiate a greeting such as Ahlan wa sahlan (welcome) and the like, because that is a kind of honouring them. But if they say something like that to us, then we should say something similar to them, because the greeting should be returned in like manner and each person should be given his due. It is well known that the Muslims are higher in status before Allaah, so they should not humiliate themselves in front of non-Muslims by greeting them first.
In a program on Al-Jazeera Channel, Al-Shari’ah Wal-Hayah (Islamic Law and Life), dated Sunday May 9th 1999, Shaikh (scholar) Yusuf Al-Qaradawi noted that the concept of Dar Al-Harb (Abode of War) was introduced in the Fiqh Hanafi. Al-Imam (the legislator and scholar) Abu Hanifa divided the Muslim role into two categories: Dar Al-Islam (Abode of Islam) and Dar Al-Harb (Abode of War). He would refer to any non-Muslim domain as Dar Al-Kufr (Abode of Unbelief) or Dar Al-Harb even if there is no current war between them and the Muslims.
For much of Islamic history, the preferred term used to describe non-Islamic societies has been dar al-Harb, emphasizing various Islamic countries’ aspirations to conquer such territories and render them part of dar al-Islam.
Direkt antworten
Does SALAM go together with Shalom and Gruss Gott?
I asked this question earlier, but have had no response from you Bloggers.
If you open a dictionary you might well find SALAM traslated into English as PEACE. But it is peace only between Muslims, not between infidels and Muslims.
Just to continue and point out what is meant by a statement or obligation made by a Muslim to a non-Muslim. Enclosing below part of an article from the internet: http://www.meforum.org/2066/war-and-peace-and-deceit-in-islam
This was presented to Congress on February 12, 2009.
I pointed out earlier the difference of greeting of Moslem by another Moslem, and a Moslem greeting an Infidel. The article below goes further, and I bring it to you as it is on the Internet.
“The standard view has been that, since in the early years of Islam, Muhammad and his community were far outnumbered by the infidels and idolaters, a message of peace and coexistence was in order (sound familiar?). However, after he migrated to Medina and grew in military strength and numbers, the violent and intolerant verses were “revealed,” inciting Muslims to go on the offensive — now that they were capable of doing so. According to this view, quite standard among the ulema, one can only conclude that the peaceful Meccan verses were ultimately a ruse to buy Islam time till it became sufficiently strong to implement its “true” verses which demand conquest. Or, as traditionally understood and implemented by Muslims themselves, when the latter are weak and in a minority position, they should preach and behave according to the Meccan verses (peace and tolerance); when strong, they should go on the offensive, according to the Medinan verses (war and conquest). The vicissitudes of Islamic history are a testimony to this dichotomy.
A Muslim colleague of mine once made this clear during a casual, though revealing, conversation. After expounding to him all those problematic doctrines that make it impossible for Muslims to peacefully coexist with infidels — Jihad, loyalty and enmity enjoying the right and forbidding the wrong — I pointedly asked him how and why he, as a Muslim, did not uphold them. He kept prevaricating, pointing to those other, abrogated verses of peace and tolerance. Assuming he was totally oblivious of such arcane doctrines as abrogation, I (rather triumphantly) began explaining to him the distinction between Meccan (tolerant) and Medinan (intolerant) verses, and how the latter abrogate the former. He simply smiled, saying, “I know; but I’m currently living in Mecca” — that is, like his weak and outnumbered prophet living among an infidel majority in Mecca, he too, for survival’s sake, felt compelled to preach peace, tolerance, and coexistence to the infidel majority of America.”
“The fact that Islam legitimizes deceit during war cannot be all that surprising; as the saying goes, all’s fair in love and war. Moreover, non-Muslim thinkers and philosophers, such as Sun Tzu, Machiavelli, and Hobbes, all justified deceit in war. The crucial difference, however, is that, according to all four recognized schools of Sunni jurisprudence, war against the infidel goes on in perpetuity — until “all chaos ceases, and all religion belongs to Allah” (Koran 8:39). In its entry on jihad, the definitive Encyclopaedia of Islam simply states:
The duty of the jihad exists as long as the universal domination of Islam has not been attained. Peace with non-Muslim nations is, therefore, a provisional state of affairs only; the chance of circumstances alone can justify it temporarily. Furthermore there can be no question of genuine peace treaties with these nations; only truces, whose duration ought not, in principle, to exceed ten years, are authorized. But even such truces are precarious, inasmuch as they can, before they expire, be repudiated unilaterally should it appear more profitable for Islam to resume the conflict.
The obligatory jihad is best expressed by Islam’s dichotomized worldview that pits Dar al-Islam (the “realm of submission,” i.e., the Islamic world), against Dar al-Harb (the “realm of war,” i.e., the non-Islamic world) until the former subsumes the latter. Internationally renowned Muslim historian and philosopher Ibn Khaldun (d. 1406) articulates this division thusly: “In the Muslim community, holy war [jihad] is a religious duty, because of the universalism of the Muslim mission and the obligation to convert everybody to Islam either by persuasion or by force. The other religious groups [specifically Christianity and Judaism] did not have a universal mission, and the holy war was not a religious duty for them, save only for purposes of defense. … But Islam is under obligation to gain power over other nations.”
“This concept is highlighted by the fact that, based on the ten-year treaty of Hudaibiya (628), ratified between Muhammad and his Quraish opponents in Mecca, ten years is, theoretically, the maximum amount of time Muslims can be at peace with infidels. Based on Muhammad’s example of breaking the treaty after two years (by citing a Quraish infraction), the sole function of the “peace treaty” (or hudna) is to buy weakened Muslims time to regroup before going on the offensive once more.
After negotiating a peace treaty criticized by Muslims as conceding too much to Israel, former PLO leader and Nobel Peace Prize winner Yasser Arafat, speaking to Muslims in a mosque and off the record, justified his actions by saying, “I see this agreement as being no more than the agreement signed between our Prophet Muhammad and the Quraish in Mecca.” In other words, like his prophet, the “moderate” Arafat was giving his word only to annul it once “something else better” came along — that is, once Palestinians became strong enough to renew the offensive.
Most recently, a new Islamic group associated with Hamas called Jaysh al-Umma (Islam’s army) stated clearly, “Muslims all over the world are obliged to fight the Israelis and the infidels until only Islam rules the earth.” Realizing their slip, they quickly clarified: “We say that the world will not live in peace as long as the blood of Muslims continues to be shed.”
If Muslims are permitted to lie and feign loyalty, amiability, even affection to the infidel, simply to further their war efforts — what does one make of any Muslim overtures of peace, tolerance, or dialogue?
If any nation closely follows Sharia — including, but not limited to, the division of the world into two perpetually warring halves, Islam and infidelity — it is Saudi Arabia, a.k.a. America’s “friend.” According to Sharia, for instance, the Saudis will not allow the construction of a single church or synagogue on their land; Bibles are banned and burned; Christians engaged in any kind of missionary activity are arrested, tortured, and sometimes killed; Muslim converts to Christianity are put to death.”
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[...] Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern” kann. Bereits erschienen sind der “Islam-Knigge” von Hussein Hamdan, Chajm Guskis “Schwierige Freundschaft” und Christopher [...]
Ein Nachtrag aus aktuellem Anlass -
Gast-Kommentator Hussein Hamdan hat ein Buch herausgebracht, das auch online zur Verfügung steht und auf das wir gerne hinweisen:
Muslime in Deutschland. Geschichte – Gegenwart – Chancen. [Schriften des Zentrums für interkulturelle Kommunikation. Bd. 1.] Heidelberg 2011.
Online unter:
http://www.zikk.eu/Ver%C3%B6ffentlichungen.html
“Der Islam ist mit rund vier Millionen Anhängern nach den beiden großen christlichen Kirchen mittlerweile die drittgrößte Religion in Deutschland, gilt aber bis heute noch zum Teil als unbekannt. Dieser Band ist der Versuch, einen Überblick über muslimisches Leben in Deutschland in Geschichte und Gegenwart zu verschaffen und damit eine Grundlage an Informationen zu verschiedenen zentralen Themen zu bieten und ist sowohl für Kenner als auch für Laien gut geeignet.”
(aus dem Ankündigungstext)
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