Ahron Singer, 12. Cheschvan 5629 (Mittwoch, 28. Oktober 1868)

  • Foto: Ahron Singer, 12. Cheschvan 5629
  • Datenblatt Isidor Öhler: Ahron Singer, 12. Cheschvan 5629


Anmerkungen

Leider gibt uns die hebräische Inschrift keine Auskunft darüber, welche der widersprüchlichen Angaben bzgl. des Familienstandes (ledig/verheiratet) stimmt.

Ahron Singer wird in der hebräischen Inschrift (Zeile 1 – 3) mit einer Fülle von innergemeindlichen Titeln bedacht: „(1) Der überragende Gelehrte, der Heilige, fromm und demütig, der Scharfsinnige und überaus Kundige, ein erhabener Gerechter, (2) der in seinen Taten weithin Bekannte, MORENU Aaron Singer a(us) S(ankt) G(eród;), (3) Richter d(er heiligen) G(emeinde) M(at)t(ters)d(orf), d(as Andenken) d(es Gerechten) u(nd) H(eiligen) m(öge bewahrt werden)“ הגאון הקדוש חסיד וענו החריף ובקי צדיק נשגב המפורסם במדותיו מהו אהרן זינגר מסג דיין דק“ק מ“טד זצ“וק“ל.

MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

St. Krot bzw. Gorot (im Hebräischen „Sankt Geród“) ist Szent-Grót, das heutige Zalaszentgrót, eine der ältesten Siedlungen (Marktort) Ungarns, am Fluss Sala.

Update 21. 07. 2010: Blogbeitrag über Ahron Singer!


Biografische Notizen

Sterbematriken: Ahron Singer, geb. in St. Krot (Sopron), St. Gorot (Wien), Rabbinatsverweser (Sopron); Alt-Rabbi (Wien), ledig (Sopron), verheiratet (Wien), gest. 28. Oktober 1868, mit 63 Jahren an Herzlähmung, in Neudörfl


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg