Bild der Woche – Jüdisches Viertel Eisenstadt
Das Eisenstädter jüdische Viertel hat die Form eines spiegelverkehrten Dalet ד – so die hübsche Beschreibung von Meir Ayali. Seit dem späten 17. Jahrhundert war dieser Ort Sitz der jüdischen Gemeinde, ab den 1870er Jahren (und bis 1938) als autonome Großgemeinde Unterberg-Eisenstadt mit eigenem Bürgermeister und Amtmann.
Modell des Eisenstädter jüdischen Viertels (um 1900), Dauerausstellung des Museums – klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht!
Im Wertheimerhaus mit seiner privaten Synagoge befindet sich heute das Jüdische Museum; davor ist die (heute noch – in un-gespanntem Zustand – zu besichtigende) Schabbatkette befestigt. Schräg gegenüber lag die Eisenstädter Gemeindesynagoge, die 1938 verwüstet und in den 1950ern, nach Verkauf des Grundstücks durch die Israelitische Kultusgemeinde Wien, abgetragen wurde; heute befindet sich ebendort die Geschäftsstelle einer Versicherung. Am oberen Ende des Viertels liegt der ältere jüdische Friedhof, der vom späten 17. Jahrhundert bis ins Jahr 1875 belegt wurde.
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Schlagwörter: eisenstadt | Kommentare (5)
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You can see the SHABAT chain, but where is the ERUV עירוב ?
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Johannes schreibt am 4. Juli 2010 um 16:11
Da war nicht mehr, was den Eruv bezeichnet hätte, am einen Ende die Kette, am anderen Ende der Zaun.
Mattersburg konnte sich etwa – im Unterschied zu Eisenstadt – die Autonomie und somit auch das äußere Zeichen dieser nur bis Anfang 20. Jahrhundert erhalten (aus Kostengründen).
Mit anderen Worten: Die Funktion der Kette (und des Zaunes) war einerseits das Zeichen für eine politische (Autonomie), auf die man enorm stolz war, andererseits repräsentierte sie (innerjüdisch) den Eruv.
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Uhh, sehr interessant, diese Formbeschreibung des Eisenstädter Jüdischen Viertels (schreib ich groß als Eigenname, ist das richtig?)
Ja, ich muss doch bald hebräisch lernen, das fehlt mir einfach
danke für den kontinuierlichen Beitragsfleiß im Blog
LG
E.P.
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Johannes schreibt am 4. Juli 2010 um 15:29
Hallo Elise,
das Dalet hätten wir ja dann schon einmal ;) übrigens und nur für alle Fälle: oben ist es korrekt und nicht spiegelverkehrt!
Und danke fürs Lob, tut uns gut :)
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[...] jüdischen Museum, befand sich die 1832 im Stil der französischen Revolutionsarchitektur erbaute Gemeindesynagoge. In den 1950er Jahren verkaufte die Israelitische Kultusgemeinde Wien das Gebäude zuerst an die [...]