Bild der Woche – Jüdisches Viertel Eisenstadt

Das Eisenstädter jüdische Viertel hat die Form eines spiegelverkehrten Dalet ד – so die hübsche Beschreibung von Meir Ayali. Seit dem späten 17. Jahrhundert war dieser Ort Sitz der jüdischen Gemeinde, ab den 1870er Jahren (und bis 1938) als autonome Großgemeinde Unterberg-Eisenstadt mit eigenem Bürgermeister und Amtmann.

Modell jüdisches Viertel Eisenstadt, um 1900, Modell: Ewald F. Decker, Wien

Modell des Eisenstädter jüdischen Viertels (um 1900), Dauerausstellung des Museums – klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht!

Im Wertheimerhaus mit seiner privaten Synagoge befindet sich heute das Jüdische Museum; davor ist die (heute noch – in un-gespanntem Zustand – zu besichtigende) Schabbatkette befestigt. Schräg gegenüber lag die Eisenstädter Gemeindesynagoge, die 1938 verwüstet und in den 1950ern, nach Verkauf des Grundstücks durch die Israelitische Kultusgemeinde Wien, abgetragen wurde; heute befindet sich ebendort die Geschäftsstelle einer Versicherung. Am oberen Ende des Viertels liegt der ältere jüdische Friedhof, der vom späten 17. Jahrhundert bis ins Jahr 1875 belegt wurde.

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