Mayer Schischa / Meir Schischa Segal, 18. Elul 5664 (Montag, 29. August 1904)

  • Foto: Grabstein von Mayer Schischa / Meir Schischa Segal, 18. Elul 5664
  • Datenblatt Isidor Öhler: Mayer Schischa / Meir Schischa Segal, 18. Elul 5664


Anmerkungen

Laut hebräischer Inschrift (Zeile 1) wird Meir Schischa Segal am 19. Elul (Dienstag, 30. August) begraben.

Das Sterbejahr wird in der hebräischen Inschrift (Zeile 2) angegeben mit „Das Ende des Menschen“ אחרית אדם. Es handelt sich dabei um ein Zitat aus dem Kommentar von Nachmanides zu Numeri 23,10b „Oh, könnte ich den Tod der Gerechten sterben und wäre mein Ende dem seinen gleich“ תמת נפשי מות ישרים ותהי אחריתי כמהו. Vgl. dazu bBerakhot 17a „Das Ende des Menschen ist das Sterben“ סוף אדם למות. Der Zahlenwert der Buchstaben von אחרית אדם ergibt 664.

Many thanks to Professor J. David Bleich of the Cardozo School of Law / Yeshiva University, who visited with his wife both our museum and the older jewish cemetery of Eisenstadt some weeks ago (Jahrzeit of Rabbi Meir Eisenstadt). After his return to the States he helped me to find the comment of Nachmanides!

Öhler verrechnet sich bei beim Zahlenwert der Buchstaben um 1 Jahr.

Zeile 3: Der Nachname (Stammesname) „Segal“ סגל, oft auch als Zusatz nach dem Nachnamen, ist eigentlich ein Akronym für סגן לויה לוים, etwa „Führer der Leviten“.
Zum Symbol von Krug und Becken siehe unseren Lexikoneintrag.


Biografische Notizen

Sterbematriken: Mayer (Meir) Schischa (Segal), geb. in Mattersdorf, verheiratet, wh. Mattersdorf 321, Hausierer, gest. 29. August 1904, mit 73 Jahren an Altersschwäche, in Mattersdorf


Vater: Schischa Lazar, Hausierer, Mattersdorf
Mutter: Schischa Johanna, geborene Rosenberger



Ehefrau: Sarolta / Charlotte Hilfreich

Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg