Bilder der Woche – Der Wilde Westen

Sommeredition

„Bild der Woche“ goes on holiday – und begibt sich in den nächsten Wochen auf eine sommerliche Bilder-Reise zu jüdischen Museen, Synagogen und Schauplätzen jüdischen Lebens in aller Welt!

Und Sie sind herzlich eingeladen, sich mit Ihren Urlaubsbildern an unserer Reise zu beteiligen – zum Koschere-Melange-Sommergewinnspiel.

Weiter geht’s auf unserer Reise: Und diesmal reisen wir sogar durch die Zeit, nämlich in den Wilden Westen vor 1900. Wolf-Erich Eckstein, der uns schon ein Foto eines Grabsteins auf dem jüdischen Friedhof in Brody geschickt hat, ermöglicht es uns diesmal mit seinen Bildern an einem interessanten und außergewöhnlichen Vortrag von Dr. Lewis Holzman bei der Internationalen Konferenz für Jüdische Genealogie teilzuhaben.

Vielen herzlichen Dank an Herrn Mag. Wolf-Erich Eckstein, Wien, für diese tollen Fotos!

Ankündigung von Dr. Lewis Holzmans Vortrag

Die Ankündigung von Holzmans Vortrag bei der Internationalen Konferenz für Jüdische Genealogie im Juli 2010 in Los Angeles, Kalifornien, verspricht eine unterhaltsame Vorlesung über jüdische Persönlichkeiten, die vor 1900 in den Westen der Vereinigten Staaten auswanderten.
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Dr. Lewis Holzman bei seinem Vortrag

Hier sehen wir Dr. Lewis Holzman während seines Vortrags, selbstverständlich passend zum Thema gekleidet. Wenn man sich dieses Bild ansieht, überrascht es schon, dass die ersten Google-Treffer für „Dr. Lewis Holzman“ nichts mit Genealogie zu tun haben … weil er nämlich im Zivilberuf Orthopäde ist ;)
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Links: Josephine Sarah Marcus Earp, die Frau von Wyatt Earp, rechts: Anne Solomon

Die linke Fotografie zeigt Josephine Sarah Marcus Earp, Tochter von deutsch-jüdischen Immigranten und Frau des amerikanischen Revolverhelden Wyatt Earp. Die Ehe der beiden bestand über 40 Jahre bis zum Tode Earps im Jahr 1929. Während ihrer gemeinsamen Zeit bereisten sie den Westen auf der Suche nach Gold, Silber und Kupfer.
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Tipp: Wer gerne mehr über Wyatt Earp sehen möchte, hat am Freitag, den 20. 08. 2010 die Gelegenheit dazu. The History Channel zeigt eine Dokumentation über sein Leben und seine Persönlichkeit.

Charles Strauss und sein Sohn, beide mit Gewehr

Hier sehen wir Tucsons ersten jüdischen Bürgermeister Charles Strauss mit seinem Sohn. Er war maßgeblich beteiligt beim Aufbau der Universität von Arizona in Tucson, startete ein Programm zur Verbesserung der Straßen und war auch Mitglied der Regierung von Arizona.
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Zum Abschluss noch ein Zitat, das uns zeigt, wie vielfältig und (nahezu) skurril die Möglichkeiten für jüdische Immigranten damals waren, Karriere zu machen:

Solomon Bibo folgte seinen Brüdern in den 1860ern nach Amerika und begann bei den Spielbergs in Santa Fe zu arbeiten. Bald zog er nach Acoma, New Mexico, in ein Indianerreservat südlich von Albuquerque. Bibo baute ein Geschäftszentrum auf, welches für ehrlichen und fairen Handel bei den Indianern respektiert wurde. Unverheiratete jüdische Frauen waren schwer zu finden an der Grenze. Die meisten Immigranten waren ledige, junge, jüdische Männer. Wenn ein Mann eine Ehefrau suchte, musste er dies im Osten oder sogar in Europa versuchen. Für viele jüdische Männer war dies nicht real. Für Solomon Bibo ebenso – er heiratete eine Frau des Indianerstammes der Acoma, ihr Name war Juanna. Ungleich den anderen Stämmen, wählten die Acoma ihre Stammesoberhäupter um ihre Interessen gegenüber den Eingriffen der Außenwelt zu vertreten. Sie wählten die Person, die ihrer Meinung nach diese Aufgabe am besten erfüllen konnte. Die Acoma wählten Solomon Bibo zu ihrem Verwalter, im Jahr 1885 zu ihrem Oberhaupt. Es war eine außergewöhnliche Wahl. Ein Mann, der Yiddish, Spanisch und Queres – ihre Sprache – sprach. Ein Mann, der Talmud und Tora studiert hatte, stand nun am Dorfplatz der Acoma, blickte über das Land der Acoma Indianer und war nun ein amerikanischer Indianerhäuptling.

Das Originalzitat (in englischer Sprache) und mehr zu diesem Thema finden sie hier.

Das Koschere-Melange-Sommergewinnspiel

Schicken Sie uns Ihre Urlaubsfotos – gesucht sind Bilder von jüdischen Museen, Synagogen, historischen und aktuellen Schauplätzen jüdischen Lebens in aller Welt!
Die hübschesten, originellsten oder „weitestgereisten“ Fotos werden als „Bild der Woche“ hier im Blog veröffentlicht.

Unter allen Einsendern verlosen wir 3 Exemplare des Buches „… weil man uns die Heimatliebe ausgebläut hat … Ein Spaziergang durch die jüdische Geschichte Eisenstadts“, 3 Exemplare des Buches „Aus den Sieben-Gemeinden. Ein Lesebuch über Juden im Burgenland“ sowie eine Jahreskarte für das Österreichische Jüdische Museum.

Einsendungen bitte an bildderwoche@ojm.at. Einsendeschluss ist der 31. August 2010.

Bitte beachten Sie: Mit der Übermittlung Ihres Bildes erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung auf koschere-melange.at einverstanden. Bitte schicken Sie das Bild in möglichst hoher Auflösung. Pro Absender nimmt nur eine Einsendung an der Verlosung teil.

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