Nicht ganz koscher? – Das Video

Über das Essen der alten Hebräer könnte ich weitläufig mich aussprechen und bis auf die jüdische Küche der neuesten Zeit herabgehen … ich könnte auch anführen, wie human sich viele Berliner Gelehrte über das Essen der Juden geäußert, ich käme dann auf die anderen Vorzüglichkeiten und Vortrefflichkeiten der Juden …

Heinrich Heine, 1825 in einem Brief an seinen Freund Moses Moser

Am kommen Sonntag geht unsere Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ mit der kulinarisch-religiösen Sonntagsmatinee „WER isst WAS“ ins Finale.
Wir laden Sie nochmals sehr herzlich dazu ein!

Mit den Grundregeln des Essens und Trinkens in allen drei monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) werden wir uns am Sonntag das erste Mal beschäftigen, das Thema der „Kaschrut“ (wörtl. „Tauglichkeit“, „rituelle Eignung“), also die Betrachtung der Gesamtheit jüdischer Speisegesetze, hat jedoch in unserem Museum schon eine lange (Ausstellungs)-Tradition.

Ein kurzer Rückblick:

Nach der sehr erfolgreichen Ausstellung „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ im Jahr 1998 war es für uns naheliegend, auch eine Ausstellung über die religiöse Bedeutung des Essens im Judentum zu zeigen („Nicht ganz koscher?„, 2000/01). Ausschlaggebend für den Entschluss, sowohl eine Ausstellung über das Trinken als auch eine über das Essen zu realisieren, war vor allem die Tatsache, dass es zwar eine Unzahl an koscheren Kochbüchern, aber (damals) kaum eine neuere nennenswerte Arbeit gab, die auch den traditionsgeschichtlichen Hintergrund der Kaschrut beleuchtete.

In der Tat, die jüdische und näherhin die koschere Küche gehört – obwohl kein eigener Kochstil – nicht nur zu den ältesten, sondern auch heute wieder zu den bekanntesten und beliebtesten Küchen der Welt. Allein in den USA beträgt der jährliche Umsatz an koscheren Produkten mehr als 150 Milliarden Dollar!

Koscher bedeutet – auf Speisen bezogen – „tauglich“, „gemäß der Vorschrift“. Wie kaum eine andere Vorschrift prägen die jüdischen Speisegesetze sowohl Alltag aus auch Gemeindeleben.

Neben einem großen, eigens eingerichteten koscheren Supermarkt konnten in der Ausstellung vor allem auch historisch ausgesprochen wertvolle Objekte aus der Gross Family Collection, Tel Aviv, gezeigt werden.

Und in einem als Kinosaal adaptierten Medienraum wurde ein Video gezeigt, in dem eine unserer Referentinnen des kommenden Sonntags, die Judaistin Frau Dr.in Tirza Lemberger und der Toraschreiber Herr Salomon Kohn aus Wien (dem heuer verstorbenen Journalisten Mag. Robert Heger) Fragen zum koscheren Alltag in Österreich beantworteten.
Dieses Video wollen wir Ihnen, als Vorgeschmack auf und Einstimmung für den kommenden Sonntag, hier und auf unserer YouTube-Seite gerne präsentieren:

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