Kopf der Woche – Leonard Nimoy

Der Vater Inhaber eines Frisörsalons, die Mutter Hausfrau – der Sohn ein weltberühmter Raumschiffoffizier mit grünem Blut und spitzen Ohren. So kann’s gehen, zumindest wenn man Leonard Nimoy heißt und als Mister Spock Fernsehgeschichte schreibt.

In 79 „Enterprise“-Folgen (von 1966 bis 1969) verkörperte Nimoy, der aus einer orthodox-jüdischen Bostoner Familie stammt, den super-rationalen Wissenschaftsoffizier, halb Mensch, halb Vulkanier; zahllose Film- und Fernsehrollen folgten, vom „Columbo“-Mörder bis zum Gastauftritt bei den „Simpsons“.

Live long and prosper“ – Grüße von Mister Spock

Sein Judentum hat Nimoy bekanntlich auch für sein „Star Strek“-Alter-Ego Spock fruchtbar gemacht: Der von Spock vollführte „vulkanische Gruß“ (s. den obigen Ausschnitt) variiert die Handhaltung der Kohanim (hebr. Priester) beim priesterlichen Segen (Birkat haKohanim), wie er Nimoy aus den Gottesdiensten seiner Kindheit geläufig war. Der Kohen segnet die Gemeinde, die Finger beider Hände in Spock-Manier gespreizt, und spricht dabei die Worte aus 4 Mose 6,24ff.:

Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.

Wie jüdisch ist das „Star Trek“-Universum? Mister Spock gibt Auskunft – und erklärt sehr anschaulich Herkunft und Hintergründe des Vulkanier-Grußes …

Leonard Nimoy feiert am 26. März seinen 80. Geburtstag.

Übrigens: Wer sich eher für Captain Kirk als für Mister Spock begeistern kann, hat dieser Tage gleichfalls Grund zu feiern – William Shatner (der aus einer kanadisch-jüdischen Familie stammt) feierte seinen 80er am vergangenen Dienstag.

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