Salman (Salomon ben David) Breuer, 07. Kislew 5668 (Mittwoch, 13. November 1907)

  • Foto: Grabstein von Salman (Salomon ben David) Breuer, 07. Kislew 5668
  • Datenblatt Isidor Öhler: Salman (Salomon ben David) Breuer, 07. Kislew 5668
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Salman (Salomon ben David) Breuer, 07. Kislew 5668


Anmerkungen und biografische Notizen

Laut hebräischer Inschrift ist Salman (Salom ben David) wohl (Update 11. 07. 2011: siehe Kommentar von Carole Vogel!) der Bruder von Mendl (Menachem ben David) Breuer. Auch die hebräische Inschrift besticht ähnlich der seines Bruders durch eine sehr schöne Komposition, sowohl im Reim als auch im Inhalt.
So lesen wir etwa in Zeile 15, angelehnt an Nachum 2,1 „Die Schritte des Freudenboten werden kommen! Er wird den Frieden verkünden -“ רגלי מבשר יבאו! וישמיע שלום .

Salman Breuer wird – obwohl der Inschrift (Zeile 1) der Sterbeort nicht zu entnehmen ist (wie bei seinem Bruder) – zwei Tage später bestattet, nämlich am 9. Kislev ונקבר ט לחודש.

Isidor Öhler liest als Sterbedatum den 07. Kislew 5648. Das ist sicher falsch, weil der vorletzte Buchstabe der Jahreszahl kein Final-Mem (Zahlenwert 40) sein kann.

Eventuell könnte statt „Samech“ (Zahlenwert 60 und umgerechnet eben 668) ein „Kaf“ (Zahlenwert 20) כ gelesen werden. Das ergäbe den 07. Kislev 5628 (umgerechnet 04. Dezember 1867). Lesen wir statt „Samech“ ein „Pe“ (Zahlenwert 80) פ, ergäbe dies den 07. Kislew 5688 (umgerechnet 01. Dezember 1927).

Vergleichen wir aber die beiden Grabinschriften der Brüder, so fällt uns die Ähnlichkeit des aufwändig gestalten Textes (des Lobes) auf, die Nennung des Vaters und der Mutter sowie beide Male der Rahmen um den Ruf-Vornamen (Mendl und Salman), was m.E. zumindest ein Hinweis darauf sein könnte, dass die beiden Brüder tatsächlich in nicht allzu großen zeitlichem Abstand voneinander gestorben sind (1907 und 1910), daher die wahrscheinlichste Lesung eben 07. Kiselv 5668 (13. November 1907) ist.

Dass Salman der Sohn von David Breuer ist, lesen wir in Zeile 4 בן כה“ר דוד ברייער.

In Zeile 5 wird der Name seiner Mutter „Schwarzl“ genannt ושם אמו שווארצל.

Als Akrostychon findet sich in Zeile 6 (horizontal) der Vorname „Salomon“ sowie von Zeile 6 – 15 „Salomon Breuer“ שלמה ברייער und in Zeile 16 der Segenswunsch (auch ausgeschrieben) „Dein Andenken möge bewahrt werden“ זכרונך לברכה. Update 13. 07. 2011: Siehe Weiteres dazu im Kommentar von Meir Deutsch!


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