Gedenken, Erinnern, Gestalten

Vor einigen Wochen noch zeichnete ich in einem Beitrag ein eher tristes Bild des heutigen Frauenkirchen, in dem es einst eine namhafte jüdische Gemeinde gab. Der vorsichtige Optimismus am Schluss jedoch zeigt sich schon jetzt als goldrichtig: Es tut sich etwas in Frauenkirchen und wir begleiten hier auf der Koscheren Melange gerne die vielversprechenden Aktivitäten.

Einladung
zum Gedenken an die Ereignisse des 11. März 1938

An jenem Abend vor 75 Jahren begann die Verfolgung der jüdischen Ortsbewohner von Frauenkirchen durch die Nationalsozialisten. Zur Errichtung eines “Gartens der Erinnerung” wird ein symbolischer Grundstein gelegt

Am Montag, den 11. März 2013 um 19:00 Uhr
am Tempelplatz Frauenkirchen

  • Synagoge von Frauenkirchen 1938

    Synagoge Frauenkirchen 1938

  • Tempelplatz in Frauenkirchen, Status quo

    Tempelplatz, Status quo



Ein paar Worte zur Entstehung des Projekts:

Schon seit dem Erscheinen der Erstauflage des Buches “Die jüdische Gemeinde von Frauenkirchen” von Dr. Herbert Brettl vor 10 Jahren gibt es Bestrebungen, am Standort der Synagoge eine Gedenktafel anzubringen.

Erste konkrete positive Signale vom Bürgermeister gab es jedoch erst vor 2 Jahren, in Kooperation mit dem Verein erinnern.at konnte Herbert Brettl bald einen neuen Anlauf nehmen, Vorgespräche führen und im Dezember 2011 ein erstes Treffen organisieren. Schon zum kurz danach stattfindenden zweiten Treffen kamen unter anderem sowohl Vertreter der IKG als auch GemeindepolitikerInnen folgten gerne der Einladung. Finanzielle Unterstützung von Landeshauptmann und Bürgermeister wurde zugesagt und bald konstituierte sich um den Initiator Herbert Brettl ein perfektes Team mit dem Architekten Martin Promintzer und der Künstlerin Dvora Barzilai. Aus der Idee, eine Gedenktafel zu errichten, wurde ein Gedenkpark – mit dem Anspruch, Gedenken, Erinnern, Informieren und Verweilen zu ermöglichen.

Projekt Gedenkgarten

Projekt “Gedenkgarten” Frauenkirchen, geplante Realisierung: 2014

Der neugegründete Verein unter der Obmannschaft von Herbert Brettl versucht nun die Finanzierung zu sichern und baurechtliche Fragen/Auflagen zu klären. 2014 soll – so der ehrgeizige Plan – das Konzept des Gedenkgartens in die Realität umgesetzt sein.

Wir wünschen für das Vorhaben alles Gute!

nach oben

Abgelegt in: Leben und Glaube

Schlagwörter: | Kommentare (0)
RSS 2.0 feed. | Kommentar schreiben | trackback

Einen Kommentar zu ›Gedenken, Erinnern, Gestalten‹ schreiben

(erforderlich)

(erforderlich; wird nicht angezeigt)