Josef Samuel Rosenthal, 23. Siwan 5697 (Mittwoch, 02. Juni 1937)

  • Foto: Grabstein von Josef Samuel Rosenthal, 23. Siwan 5697
  • Datenblatt Isidor Öhler: Josef Samuel Rosenthal, 23. Siwan 5697


Anmerkungen

Öhler bezeichnet die Inschrift als „zum Teil unleserlich“, was ohne heutige technische Hilfsmittel, also nur auf Basis des Schwarz-Weiß-Fotos, stimmen mag. Die Inschrift ist aber doch recht gut und sicher lesbar.

Zeile 1: Die Inschrift beginnt mit einem Bibelzitat aus Genesis 31,52: (Laban sagte zu Jakob) „Zeuge sei dieser Steinhügel“ עד הגל הזה.

Ob Zeile 3 den Vater des Verstorbenen nennt, ist fraglich, siehe Kommentare unten: „Jakob Rosenthal, s(ein Licht) m(öge leuchten)“. Der aus Deutschkreutz stammende Vater lebt also noch zum Zeitpunkt des (frühen) Ablebens seines Sohnes.

Zeile 4: Öhler liest als Sterbejahr „696“. Ich halte „697“ für wahrscheinlicher. Die ganze Zeile: „E(r starb) u(nd) w(urde begraben) am 23. Siwan 697 n(ach der kleinen Zeitrechnung)“ נונ כג סיון תרצז ל.

Zeile 5/6 erwähnt – mit Bibelzitaten – dass Josef Samuel offensichtlich relativ jung verstarb: בן פורת יוסף נקטף באביב שנותיו „Als junger Fruchtbaum wurde Josef im Frühling (6) seiner Jahre gepflückt“ (siehe Genesis 49,22 und Hiob 8,12).

Obwohl es auf den ersten Blick gut zu passen scheint, dass die Tatsache, dass Josef Samuel jung verstarb, auch gut zum Sterbealter seiner Mutter Julia (Jentel) Rosenthal passt, die nur wenige Jahre vor ihm, 1932, starb, bleibt mehr als fraglich, ob es sich wirklich um seine Mutter handelt, siehe siehe Kommentare unten.


Biografische Notizen

Mutter: Julia (Jentel) Rosenthal, gest. 07. November 1932


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg