Sara Kohn, 09. Cheschvan 5674 (Sonntag, 09. November 1913)

  • Foto: Grabstein von Sara Kohn, 09. Cheschvan 5674
  • Datenblatt Isidor Öhler: Sara Kohn, 09. Cheschvan 5674


Anmerkungen

Zeile 2: Sara wird als „Rabbinersgattin“ הרבנות bezeichnet.

Zeile 4: „Witwe des Rabbiners, H(errn) Josef Löb Hakohen, d(as Andenken) d(es Gerechten) m(öge bewahrt werden)“ אלמנות הרב הגאון ר“ יוסף לוב הכהן זצ“ל.
Öhler hat Probleme mit רוב. Ich lese, wenn auch nicht mit letzter Sicherheit, „Löb“. Meist wird zwar ליב geschrieben, jedoch gibt es auch für diese Schreibung zumindest einen Beleg, z.B. 1685.
Die Lesung der 3 Buchstaben als Abküzrung für „Rosenberger“ schließe ich aus, da das Waw deutlich erkennbar ist und Rosenberger Süssl oder Rosenberger Noach Meir als ר“ב bzw. רב geschrieben wird.

Zeile 5: „Tochter des Rabbiners, H(errn) Salman Spitzer, d(as Andenken) d(es Gerechten) m(öge bewahrt werden)“ ובת הרב הגאון ר“ זלמן שפיטצער זצ“ל. Der Vater war also zum Zeitpunkt ihres Ablebens ebenfalls schon vestorben.

Zeile 6 nennt den Herkunftsort: „aus der R(esidenz)s(tadt) Wien, G(ott möge) d(ie Stadt) a(ufbauen)“ מע“מ וויען יע“א.

Zeile 7 erwähnt als Sterbeort „Wien“ und Zeile 8, dass sie zwei Tage später, am Dienstag, 11. Cheschwan, in Mattersdorf begraben wurde.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg