Isak Schischa Segal, 17. Tevet 5688 (Dienstag, 10. Jänner 1928)

  • Foto: Grabstein von Isak Schischa Segal, 17. Tevet 5688
  • Datenblatt Isidor Öhler: Isak Schischa Segal, 17. Tevet 5688
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Isak Schischa Segal, 17. Tevet 5688


Anmerkungen

Zeile 1: Das Jahr des Sterbedatums wird ermittelt, in dem die Zahlenwerte jener Buchstaben, die superlinear Punkte aufweisen, zusammengezählt werden. Die Zahlenwerte der Buchstaben מ, מ, ת, יצחק ergeben in Summe 688, also 1928.
(עקדת יצחק, die „Bindung Isaks“, also das sogenannte Abrahamsopfer in Genesis 22,9)

Zeile 3 nennt den Verstorbenen הבחור „Junggeselle“. Isak war also noch unverheiratet.

Zeile 3 nennt auch die Mutter des Verstorbenen: „Gütl Zippora, a(uf ihr sei der) F(rieden)“. Die Mutter ist also zum Zeitpunkt des Ablebens ihres Sohnes ebenfalls schon verstorben (sie starb 1904).

Die Eulogie, von Zeile 4 – 15/16, ist augesprochen lang, schön und engagiert geschrieben.

In Zeile 7 dieser Eulogie (Gesamtzeile 10) wird das Alter genannt, mit dem Isak verstarb: „Oh weh! Wie bei der Bindung unseres Erzvaters Isak (s. Genesis 22,9) entstieg deine reine Seele (Zeile 8) im Alter von 36 Jahren zu den oberen (königlichen) Schatzkammern (s. Ester 3,9 u. 4,7)“ אהה! כעקדת יצחק אבינו בן לו שנים בעלות נשמתך הטהורה לגנזי מרומים.

Als Akrostychon finden sich von Zeile 4 bis 16 sein Vorname, der Vorname des Vaters sowie sein Nachname und Namenszusatz:
(4) bis (7): „Isak“
(8) bis (9): „Sohn von“
(10) bis (14): „Abraham“
(15) horizontal: „Segal“
(16) horizontal: „Schischa“
יצחק בן אברהם סגל שישא.

Anmerkung zu Zeile 15: Der Nachname (Stammesname) „Segal“ סגל, oft auch als Zusatz nach dem Nachnamen, ist eigentlich ein Akronym für סגן לויה לוים, etwa „Führer der Leviten“.

Obwohl der Namenszusatz „Segal“ (Zeile 15) im Akrostychon vor dem Nachnamen „Schischa“ (Zeile 16) geschrieben wird, wird der Verstorbene als „Isak Schischa Segal“ geführt (und nicht „Segal Schischa“). Der Vater, Abraham Schischa, wird auch in der Grabinschrift der Mutter als „Abraham Schischa Segal“ geführt.

Zeile 17 schließlich nennt das vollständige Sterbedatum, nun also auch mit Tag und Monat, wobei die Jahreszahl wiederum durch supralineare Punkte über Buchstaben der letzten 3 Wörter angezeigt wird. Zeile 16 und 17: „Wir gossen aus ein Meer von Tränen und Trauer (17) am 17. Tevet; es schied hin und verstarb Isak, n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung)“ שפכנו ים של דמעות ואבל ביום י“ז טבת ויגוע וימת יצחק ל“.
Die Zahlenwerte der Buchstaben ע, י, ת, יצחק ergeben wieder 688, also 1928.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg