Meir Zvi Schön (Jafe), 25. Kislew 5614 (Montag, 26. Dezember 1853)

  • Foto: Grabstein von Meir Zvi Schön (Jafe), 25. Kislew 5614
  • Datenblatt Isidor Öhler: Meir Zvi Schön (Jafe), 25. Kislew 5614
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Meir Zvi Schön (Jafe), 25. Kislew 5614


Anmerkungen

Zeile 6: Nach der sehr ausführlichen Einleitung ist gleich unter dem hebräischen/jüdischen Vornamen des Verstorbenen der Vater genannt: „Chajim Jafe, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden)“. Der Vater war also zum Zeitpunkt des Ablebens seines Sohnes ebenfalls schon verstorben.

Der bürgerliche Nachname „Schön“ findet sich etwa bei der namensgleichen (verwandten?) Amalia Schön (Malka Jafe) in den Matriken, was freilich bloß die Übersetzung des hebräischen Wortes „jafe“ יפה ist. Daher wird hier für den Verstorbenen Meir Zvi der bürgerliche Nachname „Schön“ ebenfalls für die Indizierung verwendet.

Als Akrostychon finden sich von Zeile 8 bis 15 seine beiden Vornamen sowie sein Nachname:
(8) horizontal: „Meir Zvi Jafe“ (siehe Psalm 48,3 יפה נוף „schön erhoben warst du …“)
(8) bis (11): „Meir“
(12) bis (14): „Zvi“
(15) horizontal: „Jafe“
מאיר צבי יפה.

In Zeile 16, nach der Eulogie und vor der Schlusseulogie, finden wir das Sterbedatum: 25. Kislew 614 n(ach der kleinen Zeitrechnung).
Vielleicht ein wenig erstaunlich, dass der 1. Chanukkatag (25. Kislew) als solcher nicht extra vermerkt ist, was ich angesichts der engagiert geschriebenen Eulogie erwartet hätte.

Meir Zvi starb „mit gutem Namen“ (in gutem Ruf) בשם טוב.

Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg