Mose Steinhof, 12. Kislew 5669 (Sonntag, 06. Dezember 1908)

  • Foto: Grabstein von Mose, 12. Kislew 5669
  • Datenblatt Isidor Öhler: Mose und Mirl, 12. Kislew u. 14. Tischre 5669
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Mose und Mirl, 12. Kislew u. 14. Tischre 5669


Anmerkungen

Da es sich um ein Doppelgrab handelt, erhalten beide Verstorbene einen eigenen Beitrag. Bitte beachten Sie auch bei beiden Beiträgen das Bild des gemeinsamen Grabsteins!

Dass Öhler die Inschriften als „Fast zur Gänze unleserlich“ bezeichnet, ist nicht ganz nachvollziehbar, zumindest jene von Moses ist auch auf dem Foto recht gut lesbar.

Begraben sind Mutter (rechte Inschrift) und Sohn (linke Inschrift), siehe vor allem auf dem Bild des gemeinsamen Grabsteins ganz oben: rechts: „Mutter“ אם, links: „und ihr Sohn“ ובנה.

Da die Zeilenzählung sonst missverständlich sein könnte, beginnt sie diesmal ausnahmsweise unter der Einleitung „H(ier liegt) g(eborgen)“ פ“ט als Zeile 1!

Zeile 5: Vor dem Vornamen des Verstorbenen lese ich „der Junggeselle“ הב? Bedeutet, dass Mose unverheiratet starb, was freilich auch mit

Zeile 9 übereinstimmen würde: „Er wurde gepflückt in seiner Blüte“ נקטף באבו (s. Hiob 8,12), dass er also noch jung starb.

Update 15. 12. 2014: Siehe dazu auch unten den Kommentar von Carole Vogel!

Zeile 10: Begraben wurde Mose „am nächsten Tag ‚unter schwere Trauer‘ (Genesis 50,11)“ ונקבר למחרתו באבל כבד.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg