Mordechai Ödenburg?, 08. Schvat 5610 (Montag, 21. Jänner 1850)

  • Foto: Grabstein von Mordechai Ödenburg?, 08. Schvat 5610
  • Datenblatt Isidor Öhler: Mordechai Ödenburg?, 08. Schvat 5610


Anmerkungen

Öhler transkribert 5 Zeilen und bezeichnet den Rest der Inschrift als „unleserlich“. Das stimmt nicht, die Inschrift ist bis auf eine kleine Unsicherheit beim Namen des Vaters durchwegs sehr gut lesbar, auch am Foto!

Zeile 6 (ab dieser Zeile hält Öhler alles für unleserlich): „Er genoss seiner Hände Mühe (siehe Psalm 128,2) bis zum Tag seines Todes“ ונהנה מיגיע כפו ועד יום מותו.

Zeile 7: „D(er) e(hrbare) H(err) Mordechai, Sohn d(es Herrn) David Löb? AB (= Ödenburg), s(ein Licht leuchte) i(n Ewigkeit)“ ההה“ מרדכי בן ה“ דוד ליב א“ב י“ל.

Die Abkürzung י“ל steht für (נרו) יאיר לנח. Der Vater lebt also noch zum Zeitpunkt des Ablebens seines Sohnes.

Die Abkürzung א“ב steht für Ödenburg (= Sopron „oder auch Auerbach“, laut Grunwald, Mattersdorf, Grabstein Nr. 37, Bibliografie siehe Kommentar von Chaya-Bathya Markovits).
Die Abkürzung finden wir auch bei Meir ben Jüdel, gestorben 1831.

Zeile 8: Ganz am Schluss der Inschrift findet sich noch die übliche Schlusseulogie ת“נ“צ“ב“ה „S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens)“.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg