Mose Elia Breuer, 12. Tischre 5567 (Mittwoch, 24. September 1806)

Foto I. Öhler: Mose Elia Breuer, 12. Tischre 5567


Keine Abschrift von Isidor Öhler vorhanden.

Anmerkungen

Die auch am Foto ziemlich gut lesbare Inschrift findet sich bei Max Grunwald in seiner Arbeit „Mattersdorf“ (Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde 1924-1925, S. 500). Siehe dazu auch Kommentar von Chaya-Bathya Markovits). Die Abschrift Grunwalds soll hier zur Gänze buchstabengetreu und zeilengerecht wiedergegeben werden:

Mose Elia Breuer 1806.

ה“ה הקצין הרך משה אלי“
ברייער י“נ ונקבר ביום ד“ י“ב
תשרי תקס“ז ל(פק)
פ“נ
משה עלה אל אלקים
שמו הלך למרחקים
השמח אלקים ואדם
אלי“ בא לקראתו
ידע לרצות קונו
בהונו ובנעים גרונו
רחום רבנין ומוליד (?)
יצתה נשמתו בסילוד
ינוח על משכבו
אראלים תרשישים סביבו.

Beachte: Grunwald gibt die Inschrift erst ab Zeile 4 zeilengerecht wieder! Oben wurde Grunwalds Inschrift daher auch in den ersten drei Zeilen zeilengerecht gesetzt, also (nur von der Form her) angepasst.

Zu den Abschreibefehlern Grunwalds siehe unten Kommentar von Chay-Bathya (Claudia) Markovits!


Zeile 1: Mose Breuer wird als קצין bezeichnet, „der Einflussreiche“, war also Gemeindevorstand.

Das Attribut הרך „zart“, ist vielleicht überraschend, kann aber nur darauf hindeuten, dass er jung war.

Zeile 2: Er wurde noch am Sterbetag begraben, also am 12. Tischre 5567 (24. September 1806) ינ ונקבר „S(eine Seele) g(ing hinweg) und er wurde begraben“.

Als Akrostychon findet sich in Zeile 5 horizontal sein Vorname „Mose“ sowie von Zeile 5 bis 14 seine beiden Vornamen und sein Nachname: „Mose Eli Breuer“ משה אלי ברייער. Horizontal: Zeile 5 und 8, Zeile 13 horizontal und Zeile 14 (offenbar) nicht am Anfang der Zeile.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg