Debora Lackenbacher, 16. Nisan 5665 (Freitag, 21. April 1905)

  • Foto: Grabstein von Debora Lackenbacher, 16. Nisan 5665
  • Datenblatt Isidor Öhler: Debora Lackenbacher, 16. Nisan 5665
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Debora Lackenbacher, 16. Nisan 5665


Anmerkungen

Zeile 1: „I(hre Seele) g(ing hinweg) am Tag 6 (= Freitag), 2. Tag von Pesach 665 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung)“ י“נ ביום ו ב של פסח תרסה ל“ .

Der 2. Tag von Pesach ist immer der 16. Nisan. Öhler unterläuft wieder sein üblicher Fehler, dass er den Wochentag mit dem Tagesdatum verwechselt (6. Nisan; obwohl dann noch das „2.“ ב überbleiben würde).

Zeile 5 erwähnt den Vater mit Segenswunsch: „Aaron Lackenbacher, s(ein Licht) m(öge leuchten)“ אהרן לאקענבאכער נ“י. Der Vater lebt also zum Zeitpunkt des Todes seiner Tochter noch.

Als Akrostychon finden sich von Zeile 6 (hier auch horizontal) – 10 (in der Eulogie) ihr Vorname: „Debora“ דבורה.

Schließlich wird noch in der vorletzten Zeile, über der üblichen Schlusseulogie, „d(er Name) i(hrer Mutter)“ genannt: „Peierl/Paierl“ פייערל.
Öhler schreibt „Baierl (Bayrl)“ בייערל. Für die Lesung eines „P“ spricht, dass die überlange untere Linie des Bet ב zu fehlen scheint, für ein „B“ spricht natürlich, dass פייערל jiddisch „Feierl“ gelesen werden würde und „Feuer“ bedeutet.
Ich konnte bei Wachstein (Bernhard Wachstein, Die Grabinschriften des alten Judenfriedhofes in Eisenstadt, Wien 1922) allerdings nur Belege für den weiblichen Vornamen „Paierl“ פייערל finden.


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg