Lea Steinhof, 11. Cheschvan 5671 (Schabbat, 12. November 1910)

  • Foto: Grabstein von Lea Steinhof, 11. Cheschvan 5671
  • Datenblatt Isidor Öhler: Lea Steinhof, 11. Cheschvan 5671
  • Datenblatt Isidor Öhler, Doublette: Lea Steinhof, 11. Cheschvan 5671


Anmerkungen

Öhler bezeichnet die Inschrift als „Zum größten Teil unleserlich“. Besonders am Foto ist sie auch wirklich schwer zu lesen.

Zeile 1: „I(hre Seele) g(ing hinweg) und sie wurde zu ihrer Ruhe gebracht am 11. Marcheschvan 671 n(ach der kleinen Zeitrechnung)“ י“נ והובלה למנוחתה יא מרחשון תרעא לפק.
Da sie laut Matriken am (Schabbat), 12. November (= 10. Cheschvan), um 22h abends/nachts verstarb und dies aber bereits Sonntag, 11. Cheschvan war, stimmen die Angaben in den Matriken mit jenen in der hebräischen Inschrift exakt überein.

Zeile 7: Der Vorname ist eindeutig, danach der Segenswunsch: „Lea, i(hr Andenken) m(öge bewahrt werden)“ לאה ז“ל.
Öhler verliest sich offenbar beim Segenswunsch und vermeint, einen 2. Vornamen „Resl“ zu erkennen, wenn auch mit Fragezeichen (siehe Doublette oben).

In der 2. Zeile unterhalb des Namens (Gesamtzeile 9) wird auch die Angabe in den Matriken bestätigt, dass sie jung verstarb: „sie wurde gepflückt in ihrer Blüte“ (s. Hiob 8,12) נקטפה באבה.

In der letzten Zeile wird der „Name ihrer Mutter“ genannt: „Rebekka“ רבקה.

Biografische Notizen

Sterbematriken: Steinzhof Lea, wohnhaft in Mattersdorf 327, verstorben am 12. November 1910, mit 32 Jahren, an organischem Herzleiden;


Vater: Steinhof Izidor
Mutter: Gellis Roza


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg