Jüdel Schlesinger, 12. Kislew 630 (= Dienstag, 16. November 1869)

Z-46 (Wachstein 1056)

  • Grabstein Jüdel Schlesinger, 12. Kislew 630
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Z
  • Großformat: Gräber Schlesinger 1995


Die Grabinschrift

ה“ה הנעלה כ“ה יידל שלעזינגער י“נ יום ג’
י“ב כסלו תר“ל לפ“ק

פנ
יהלך לפניו צדקת טובו וישרו
ידע ללחום ולעמוד נגד יצרו
דעת נבונים הי’ חשקו להבינם
לשון למודים אהב מאד להאזינם
עד כי יקיצו שוכני עפר יחד
הוא ינוח בטח ושאנן בלי פחד
תנצב“ה


Anmerkungen

Der Grabstein konnte nur aufgrund der noch vorhandenen hebräischen Nummer תתקטו identifiziert werden, die Abschrift enstpricht damit im Wesentlichen der Abschrift Wachsteins. Allerdings darf die Zeilengerechtigkeit (die Wachstein wie meist nicht berücksichtigt) als gesichert gelten, da wir zufällig ein Foto aus 1995 besitzen, auf dem die Inschrift noch besser zu lesen ist als heute (siehe oben).
Außerdem sind die korrekten Zeilenenden durch die Reimformen und die Zeilenanfänge durch das Akrostychon יידל עה (Vorname und Segenswunsch) sehr wahrscheinlich.


Biografische Notizen

Ehefrau: Scheva Schlesinger, gest. 21. Juni 1865

Das Ehepaar ist nebeneinander begraben (siehe Foto oben).

In den Matriken findet sich Jüdel Schlesinger als „Josef Schlesinger“ und starb am 23. November 1869 an Lungentuberkulose in Eisenstadt.


Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt