Moses Löb Schneider, 02. Nisan 613 (= Sonntag, 10. April 1853)

Y-10 (Wachstein 892)

  • Grabstein Moses Löb Schneider, 02. Nisan 613
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor Y


ה“ה איש ישר כש“ת הר“ר משה ליב שניידער
י“נ יום ב’ ניסן שנת תרי“ג לפ“ק

פ“נ

יגע ועמל מנעוריו עד יום מותו
ויזרח לו שמש הצלחה בימי עליתו
אבל שקעה באה שמשו בימי ירידתו
חיצי ופגעי הזמן רדפו אותו
ובכל זאת היתה האמונה חתולתו

תנצב“ה


Anmerkungen

Die Inschrift ist bei diesem Stein am Foto noch schlechter zu lesen als vor Ort am Stein. Die hebräische Nummer ist zwar auf der Rückseite noch vorhanden, aber da der Stein mit seiner Rückseite an einem anderen Stein – nur mit minimalem Zwischenraum – steht, kann diese mehr geraten als gelesen werden. Jedenfalls konnte der Grabstein eindeutig identifiziert werden.

Biografische Notizen

‚Mühte sich von seiner Jugend bis zu seinem Tode. Die Sonne des Glückes schien ihm in den Tagen seines Aufstieges, sank jedoch in den Tagen seines Abstieges. Die Pfeile der Zeit suchten ihn zu erreichen, aber der Glaube war seine schützende Hülle‘.
Totenregister nennt ihn ב“ק. Er war demnach Bruder von Nr. 890 (Leser Schneider). Nach dem Mohelbuche ist er 69 Jahre alt geworden.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 266

Wachstein übersetzt (ausnahmsweise) die gesamte Eulogie.

Vater: Kalman Schneider, gest. 03. Dezember 1803


Ehefrau: Zirl Schneider, gest. 03. Dezember 1847


Brüder:
Todros Schneider, gest. 24. März 1844

Leser Schneider (wahrscheinlich), gest. 02. April 1853

Die Ehefrau ist unmittelbar neben ihrem Ehemann begraben.

Archiv älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt