Schemaja Löb ben Salomo, 24. Schvat 505 (= Mittwoch, 27. Jänner 1745)

O-1 (Wachstein 164)

  • Grabstein Schemaja Löb ben Salomo, 24. Schvat 505
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor O


Die Grabinschrift

פ“נ
הקדו’ הר“ר
שמעי’ ליב
ב“ה שלמה
הי“ד נקבר
כ“ד שבט
תק“ה ל’


Anmerkungen

Der Verstorbene wird mit dem Epitheton ‚ha-Qadosch‘, Märtyrer, bezeichnet. Er ist vielleicht Breuer von Nr. 162 (Moses ben Salomo), in dessen Nähe er begraben liegt. Da jedoch beide Grabstätten demselben Jahre angehören, kann aus der Nähe kein Schluss gezogen werden.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 94

Dieser Schluss kann mittlerweile wohl besser gezogen werden, da die Grabsteine/Grabstätten offensichtlich irgendwann verlegt wurden. Die Steine sind eben heute so eng aneiandner gestellt (siehe Foto oben), dass die Vermutung einer engen Verwandtschaft naheliegend ist.

Zeile 2: הקדו(ש) „Der Märtyrer“.

Zeile 4: Auch der Segenswunsch nach dem Namen des Verstorbenen הי“ד, ausgeschrieben: השם ינקם דמו „Gott möge sein Blut rächen“, ist typisch für einen Märtyrer.


Biografische Notizen

Bruder (vielleicht): Moses ben Salomo, gest. 08. Dezember 1744


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