Wolf Asriel (Israel) – 01. Dezember 1859

Asriel ha-Levi Wolf, 05. Kislew 620 (= Donnerstag, 01. Dezember 1859)

E-4 (Wachstein 951)

  • Grabstein Asriel ha-Levi Wolf, 05. Kislew 620
  • Scan Wachstein Grabstein Asriel ha-Levi Wolf
  • älterer jüdischer Friedhof Eisenstadt, Sektor E


איש נכבד לבית הלוי הרבני המופלג החכם השלם כש“ת מו“ה עזריאל סג“ל
וואלף י“נ בטהרה יום ה’ ה’ כסלו שנת תר“ך לפ“ק

פ“נ

עדה המצבה הזאת לעולמים
זכרון לבנים ולאחרית הימים
רב טוב אשר עשה בנעימים
יפה נוף מושבו בין החכמים
אור תורה ויראה בו היו מושלמים
לחכמה קרא אחתי ומודע למדעים
סגלת מעשיו הישרים והנעימים
ימליצו טוב פני אדון האדונים

תנצב“ה



Vater: Joachim Wolf

Mutter: Franziska (Frumet) Wolf

Brüder: Leopold Wolf und (Halbbruder) Meir Wolf

Schwestern: Ruchama Reitlinger, Edel Klaber, Gütel Spitzer, Rösel Schlesinger und Chana Mitzker

Ehefrau: Chana Wolf

Asriel Wolf ist neben seinem Vater und seinem Bruder begraben, auch seine Mutter ist in der Nähe begraben.

Töchter:
Adelheid (Edel) Schiff, gest. 23. Februar 1910

Fanny (Fradel) Schiff, gest. 24. März 1900

Sali Klaber, gest. in Ödenburg (Sopron) 27. Jänner 1908, war Ehefrau ihres Cousins Moritz Klaber

Leni Bunzlau, lebte in Neudörfl und starb 10. März 1903, siehe mehr Informationen bei ihrem Ehemann Samuel Bunzlau, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt

Rösl Schönberger, in Ödenburg gestorben

Lotti (Chaila) Schönberger, gest. 09. August 1860

Söhne:
Mayer Wolf, gest. 13. April 1884, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt

Abraham Wolf, gest. 25. September 1884, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt

Wilhelm Wolf, gest. 29. Mai 1901, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt

Viktor (Avigdor) Wolf, lebte in Neudörfl und starb am 08. November 1906 ebendort, begraben am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt

Israel Wolf, der älteste Sohn von Joachim und Frumet Wolf, der Namensträger seines 1744 in Wien verstorbenen Urgroßvaters Asriel Brilin, ist, wie wir schon aus dem Testamente seiner Mutter wissen, ein Mann von Gelehrsamkeit. Die Grabschrift bedenkt ihn mit Titulaturen, wie sie nur einem besonders gelehrten Manne zukommen, und erzählt von ihm, dass das Licht der Tora und der Gottesfurcht ihn durchdrang.

‚Ein Freund des Wissens, nannte er die Weisheit Schwester.‘

Er scheint weniger politische Ambitionen gehabt zu haben als sein tatkräftiger Bruder Leopold. Auch mag die Beschäftigung mit dem Wissen seine Energie für das wirtschaftliche Leben einigermaßen abgeschwächt haben. So sehen wir denn, wie die Mutter durch Bevorzugung ihres erstgeborenen, dem Studium der Tora ergebenen Sohnes einen Ausgleich der materiellen Kräfte ihrer Söhne zu schaffen sucht. Am Gemeindeleben nimmt natürlich auch er regen Anteil.

Wachstein B., Die Grabinschriften …, a.a.O., 273f

Wachstein übersetzt Zeile 6 der Eulogie.

Laut Mohelbuch, so Wachstein in einer Fußnote, ist Asriel Wolf am 12. Siwan 547 (= Dienstag, 29. Mai 1787) geboren.


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