Herskovits Edmondo - 26. September 1940



Shoa-Opfer: Luisa, Luigi, Rosa, Lilly, Tibor, Ilonka und Mano.


Übersetzung:

Zeile 1: H(ier liegt) b(egraben)
Zeile 2: David Mordechai,
Zeile 3: Sohn des Elieser Herskovits
Zeile 4: S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens).


Herskovits Edmondo - 26. September 1940


Diese alte und ursprüngliche Tafel (der obige Grabstein wurde offensichtlich neu angefertigt), liegt zerbrochen neben dem Grabstein. Die hebräische Grabinschrift ist sozusagen die Langversion der hebräischen Inschrift auf dem neuen Stein. Sie ist auf dem Foto für mich tw. nicht ganz sicher zu lesen:

Übersetzung:

Zeile 1: Der liebenswerte Jung(geselle) David Mordechai, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden), Sohn des MORENU Elieser, s(ein Licht) m(öge leuchten).
Zeile 2: Er wurde hinweggerafft in der Mitte seiner Tage wie die Sonne, die zu Mittag sich verdunkelt.
Zeile 3: All seine Tage erwies er Liebestaten.
Zeile 4: Er verstarb am 23. und wurde begraben am 24., Erev Schabbat Kodesch (Vorabend des heiligen Schabbat = Freitag) des Monats Elul
Zeile 5: des Jahres 700 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung) (= 26. September 1940).
Zeile 5: S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens).

Anmerkung:

Zeile 1: Der Segenswunsch „sein Licht möge leuchten“ nach dem Namen des Vaters zeigt, dass dieser beim Ableben seines Sohnes noch lebt. Das wird in der kurzgefassten hebräischen Inschrift des neuen Steines (oben) nicht klar.

Anmerkung: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


Personenregister jüdischer Friedhof Triest