Babad Gerschon - 30. November 1907



Ehefrau: Sara Babad

Übersetzung:

Zeile 1: In der Nacht d(es heiligen) Sch(abbat, 24. Kislew 668 (= 30. November 1907).
Zeile 2: Er schied hin und wurde eingesammelt zu seinem Volk und es starb
Zeile 3: ein ehrsamer Greis, Sohn von Großen.
Zeile 4: Er fürchtete G(ott) von seiner Jugend an. Fromm
Zeile 5: und demütig wirkte er in Redlichkeit und
Zeile 6: und freute sich an seiner Hände Tätigkeit. Der Ausgezeichnete, der MORENU
Zeile 7: Gerschon, S(ohn des) e(hrbaren) H(errn), des Scharfsinnigen MORENU
Zeile 8: Chaim BABA“D, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden), aus Brodi.
Zeile 9: S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).

Anmerkungen:

Zeile 2: Vgl. Genesis 49,33 u.a. „(Jakob) verschied und wurde mit seinen Vorfahren vereint“ (wörtl.: „…zu seinen Vorfahren eingesammelt“) …ויגוע ויאסף אל עמיו.

Zeile 6 und 7: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Zeile 8: BABA“D ist so geschrieben, dass der Nachname auch als „Vorsitzender des Gerichtshofes“ gelesen werden kann!


Personenregister jüdischer Friedhof Triest