Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Massengrab 127 ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter, Zurndorf

Standortnummer: 101

  • Massengrab Zurndorf

    Foto 1993

  • Massengrab Zurndorf

    Foto 2016


Die Grabinschrift

Inschrift Massengrab 101: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier) l(iegen begraben) פ“נ
[2] AUS EINEM MASSENGRAB 3 KM AUSSERHALB ZURNDORFS
[3] UND AUS EINEM MASSENGRAB VOR DER
[4] AUSSENMAUER DES FRIEDHOFES IN ZURNDORF
[5] WURDEN DIE STERBLICHEN ÜBERRESTE VON
[6] 127 UNBEKANNTEN UNGARISCHEN ZWANGSARBEITERN
[7] VON DER ISRAELITISCHEN KULTUSGEMEINDE WIEN ENTERTDIGT
[8] UND IN DIESEM GRABE ZUR EWIGEN RUHE BESTATTET.
[9] SIE STARBEN WÄHREND DER MACHTHERRSCHAFT
[10] DES NATIONALSOZIALISMUS
[11] DEN MÄRTYRERTOD FÜR IHREN GLAUBEN.



Anmerkungen

Die zum Ostwallbau gezwungenen Juden starben an den Strapazen am Weg nach Mauthausen. Die Toten wurden exhumiert und am 23. November 1967 in Anwesenheit von Oberrabbiner, Erstem Kantor und Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hier wieder beigesetzt (s. Gold H., Gedenkbuch der untergegangen Judengemeinden des Burgenlandes, Tel Aviv 1970, 35f).

Literatur (online):


Material und Maße des Grabsteins

Kunststein, 170/180/40

Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt