Archiv jüngerer jüdischer Friedhof Eisenstadt

Gütel Rosenberg, 07. Tischre 692 (= Freitag, 18. September 1931)

Standortnummer: 724



Die Grabinschrift

Inschrift Gütel Rosenberg: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen) פט
[2] eine bedeutende Frau, אשה חשובה
[3] F(rau) Gütel, Tochter der Fradel, a(uf ihr sei) F(riede), מ’ גיטל בת פראדל ע“ה
[4] Ehefrau d(es) CH(AVER) Isak אשת הח יצחק
[5] Rosenberg, s(ein Licht) m(öge leuchten). ראזענבערג נ“י
[6] I(hre Seele) g(ing hinweg) am 7. Tischre 692 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). י“נ ז תשרי תרצב לפק
[7] I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה
[8] Hier ruht
[9] Frau
[10] Ignatz Rosenberg
[11] [..1]931.
[12] [Friede ih]rer Asche[…]



Anmerkungen

Zeile 2: Babylonischer Talmud, Traktat Schabbat 59b אשה חשובה u.a.

Zeile 4: Der CHAVER ist ein verliehener Ehrentitel. Die Taxe für die Verleihung betrug 1803 in Eisenstadt 9 fl. für einen Höchstbesteuerten, für einen der mittleren Kategorie 4 fl. 30 kr., für einen der niedrigen Kategorie nur 2 fl. Der Graduierte wurde am Schabbat nach der Verleihung zur Tora aufgerufen. Verliehen wurde der CHAVER-Grad von der Gemeinde, der Rabbiner musste jedoch seine Zustimmung geben.


Biografische Notizen

Ich kann Gütel Rosenberg nicht zuordnen, es findet sich in Eisenstadt kein Matrikeneintrag.
Der einzige „Ignatz Rosenberg“ findet sich in Oggau, geb. 13. April 1873 in Eisenstadt, Sohn von Adolf Rosenberg und Kathi. Die Mutter von Gütel ist Fradel (s.o. Grabinschrift Zeile 3) und es muss offen bleiben, ob „Fradel“ die erwähnte Kathi, Ehefrau von Adolf, sein kann. Ignatz Rosenberg aus Oggau gilt als verschollen.

Matriken Geburt Ignatz Rosenberg

Matriken Geburt Ignatz Rosenberg


Material und Maße des Grabsteins

Kalksandsein, 164/56/25

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