Archiv jüdischer Friedhof Fiume/Rijeka

Mirjam Judit, 23. Marcheschwan 698 = 28. Oktober 1937



Die hebräische Grabinschrift

Inschrift Mirjam Judit: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier liegt) b(egraben) פ“נ
[2] die überaus bedeutende und edle Frau. אשה חשובה מאד ויקרה
[3] Unter den Frauen im Zelt sei sie gepriesen, F(rau) מנשים באהל תבורך מ
[4] Mirjam Jehudit, a(uf ihr sei) F(riede), מרים יהודית ע“ה
[5] Tochter d(es Herrn) Löb Zvi, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden). בת ליב צבי ז“ל
[6] Sie verstarb am 23. Marcheschwan 698. נפטרה כ“ג מרחשון תרצ“ח
[7] I(hre Seele) m(öge) e(ingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 3: Vgl. Richter 5,24 „…gepriesen (sei Jael) unter den Frauen im Zelt…“ תברך מנשים יעל…. Im Targum zur Stelle wird die Frau als eine interpretiert, die im Bet ha-Midrasch (im Lehrhaus) dient; im Kommentar des Raschi zur Stelle wird die Frau mit den Frauen der Patriarchen, Sara, Rebekka und Lea, gleichgesetzt. Wohl auch als Anspielung auf das „Zelt der Tora“ (vgl. Genesis 25,27) zu verstehen; s. auch Babylonischer Talmud, Traktat Nasir 23b.

Biografische Notizen

Mirjam Judit, gest. 23. Marcheschwan 698 = 28. Oktober 1937

Vater: Löb Zvi (weiland)

Leider findet sich in der hebräischen Inschrift kein Nachname. Wir konnten den Grabstein auch niemandem am jüdischen Friedhof in Cosala eindeutig zuordnen. Das hebräische Sterbedatum scheint mir jedoch eindeutig zu sein.


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