Eine Nachlese.

Eigentlich reicht ein Satz, um den gestrigen Nachmittag und Abend zu beschreiben: Es war ein großes, würdiges und wirklich gelungenes Fest für die Familie Eisenstadt/Aizenshtat, die aus aller Welt nach Eisenstadt gekommen ist, für die Stadt Eisenstadt, für unser Museum, für alle Besucherinnen und Besucher und nicht zuletzt natürlich für den berühmten Rabbi Meir Eisenstadt, der gestern seinen 274. Jahrzeittag hatte (wir berichteten).

Hochkarätig war die rabbinische Prominenz: gekommen sind (u.a.) aus Moskau Oberrabbiner und Präsident der Conference of European Rabbis (CER) Pinchas Goldschmidt und der Dayan im europäischen Bet Din, Rabbi Moshe Lebel. Aus Wien Oberrabbiner Arie Folger, Gemeinderabbiner und Landesrabbiner von Burgenland, Shlomo Hofmeister, der Rosh Av Beit Din von Österreich und Rabbiner der georgischen Synagoge, Rabbi Yaakov Hotoveli, sowie der Rosh Yeshiva der Or Sorua Yeshiva in Wien, Rav Gaber Sender.

Neben den Spitzen der politischen Prominenz – Staatssekretärin im Bundesministerium für Inneres, Mag.a Karoline Edtstadler, Nationalratsabgeordnete Gaby Schwarz und Bürgermeister und Landtagsabgeordenter Mag. Thomas Steiner – kam als Vertreter der evangelischen Kirche Eisenstadts Seniorpfarrer Herbert Rampler.

Aus den USA angereist sind der Chairman of the US Commission for the Preservation of America’s Heritage Abroad, Mr. Paul Packer, aus Moskau der Präsident der jüdischen Religionsgemeinschaft Moskaus, Dr. Grigory Roytberg, der in Erinnerung an seine Mutter Clara Chaja Aizenshtat, gemeinsam mit Mr. Paul Packer und Jechiel Aizenshtat die Renovierung des Grabsteins von Meir Eisenstadt möglich gemacht hatte.

Am beeindruckensten aber wohl war, dass ca. 60 Mitglieder der weltweiten Familie Eisenstadt / Aizenshtat gestern nach Eisenstadt kamen (besonders aus Russland, Israel und den USA), um den Jahrzeittag ihres Ahnen, Rabbi Meir Eisenstadt, feierlich zu begehen.

Wir bedanken uns ausdrücklich:

  • bei der Freistadt Eisenstadt für die so schöne und gute Zusammenarbeit und die Unterstützung
  • bei allen Besucherinnen und Besuchern, die gestern trotz Vatertag, Eisenstädter Stadtfest, Formel-I-Rennen, Fußball- (Österreich-Brasilien) und Tennisspiel (Thiem-Nadal) auf den älteren jüdischen Friedhof und ins Museum gekommen sind.
  • beim Erich Schneller vom ORF-Burgenland für die tolle Berichterstattung (z.B.: hier und hier)

Die Ausstellung von Alexander Aizenshtat, einem direkten Nachkommen von Rabbi Meir Eisenstadt, ist noch bis 24. Juni 2018 bei uns im jüdischen Museum zu besichtigen. Wir möchten Ihnen den Besuch sehr ans Herz legen, die Bilder sind höchst beeindruckend und wenn Sie in nächster Zeit nicht das Puschkinmuseum in Moskau besuchen können, sollten Sie die Gelegenheit in Eisenstadt ergreifen ;-)

Aber sehen Sie selbst:
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