Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Johannes Reiss

Chanzia Katz – 22. Oktober 1847

Chanzia Katz, 12. Marcheschwan 608 (= Freitag, 22. Oktober 1847) Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine). Die Grabinschrift Inschrift Chanzia Katz: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung…

Chanzia Katz, 12. Marcheschwan 608 (= Freitag, 22. Oktober 1847)

Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine).

Grabstein Chanzia Katz, 12. Marcheschwan 608 = 22. Oktober 1847, jüdischer Friedhof Salischtschyky, Foto: Dr. Hania Fedorowicz

Grabstein Chanzia Katz, 12. Marcheschwan 608 = 22. Oktober 1847, jüdischer Friedhof Salischtschyky, Foto: Dr. Hania Fedorowicz



Die Grabinschrift

Inschrift Chanzia Katz: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Im Jahr 608 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). שנת תרח לפק
[2] H(ier liegt) b(egraben) פנ
[3] eine Frau, die Bedeutende, אשה החשובה
[4] Frau Chanzia, Tochter des מרת חנציא בת
[5] MORENU Elijahu Katz. מוה אליהו כץ
[6] Sie ver(starb) am 12. Marcheschwan. נפ יב מרחשון
[7] I(hre Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 1: Das Sterbejahr in der 1. Zeile ist mit kleinem Vorbehalt zu lesen, da der letzte Buchstabe nicht ganz sicher zu lesen ist. Wenn der linke horizontale Strich des ח, was ich vermute, nur „verrutscht“ ist, dann stimmt oben angegebenes Sterbedatum. Ohne diesen linken Strich wäre es ein ד und das Sterbedatum der 12. Marcheschwan 604 = 05. November 1843. Auch ein ה käme in Frage, dann wäre das Sterbedatum der 12. Marcheschwan 605 = 25. Oktober 1844. Ohne den Grabstein vor Ort zu sehen, ist die Frage nicht sicher zu beantworten.

Zeile 5: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


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Simon, Sohn des Menachem – 28. Jänner 1846

Simon, Sohn des Menachem, 01. Schvat 606 (= Mittwoch, 28. Jänner 1846) Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine). Die Grabinschrift Inschrift Simon 1846: Zeilengerechte Transkription…

Simon, Sohn des Menachem, 01. Schvat 606 (= Mittwoch, 28. Jänner 1846)

Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine).

Grabstein Simon, Sohn des Menachem 01. Schvat 606 = 28. Jänner 1846, jüdischer Friedhof Salischtschyky, Foto: Dr. Hania Fedorowicz

Grabstein Simon, Sohn des Menachem, 01. Schvat 606 = 28. Jänner 1846, jüdischer Friedhof Salischtschyky, Foto: Dr. Hania Fedorowicz


Die Grabinschrift

Inschrift Simon 1846: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] 606. תרו
[2] H(ier liegt) b(egraben) der unverheiratete Mann, der MORENU, Herr פנ הבחור מוהרר
[3] Simon, S(ohn des) MO(RENU) Menachem. שמעון במו מנחם
[4] Er verstarb a(m) N(eumond)t(ag) Schvat. נפטר ברח שבט
[5] S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תנצבה


Anmerkungen

Zeile 2 und 3: MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).


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Ester Rebekka, 31. Oktober 1915

Ester Rebekka, Tochter oder Ehefrau von Salomon Nehemia, 23. Cheschwan 676 (= Sonntag, 31. Oktober 1915) Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine). Die Grabinschrift Inschrift…

Ester Rebekka, Tochter oder Ehefrau von Salomon Nehemia, 23. Cheschwan 676 (= Sonntag, 31. Oktober 1915)

Der Grabstein befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Salischtschyky (Ukraine).

Grabstein Ester Rebekka, 23. Cheschwan 676 = 31. Oktober 1915

Grabstein Ester Rebekka, 23. Cheschwan 676 = 31. Oktober 1915, jüdischer Friedhof Salischtschyky, Foto: Dr. Hania Fedorowicz


Die Grabinschrift

Inschrift Ester Rebekka: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] Hier ist geborgen die vornehme und edle Frau, Frau פה נטמנה אשה צנועה ויקרה מרת
[2] Ester Rebekka, אסתר רבקה
[3] [Tochter / Ehefrau des] Salomon Nehemia. [ב(ת) \ א(שת) שלמה נהמיה
[4] Sie verstarb am 23. Cheschwan נפ“ כג חשון
[5] 676. I(hre Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). תרעו תנצבה


Anmerkungen

Zeile 3: Das erste Wort ist verderbt und nicht mehr zu lesen. Es muss dort aber entweder „Frau des“ אשת oder „Tochter des“ בת gestanden sein. In jedem Fall wohl abgekürzt, also entweder א, was ich ein wenig bevorzuge, oder vielleicht ב.


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Wirth Eduard / Wirth Karoline – 23. April 1892 / 18. Juli 1917

Eduard (Menachem) Wirth / Karoline (Ginendel) Wirth, 26. Nisan 652 / 28. Tammus 677 (= Schabbat, 23. April 1892 / Mittwoch, 18. Juli 1917) Der Grabstein befindet sich auf dem…

Eduard (Menachem) Wirth / Karoline (Ginendel) Wirth, 26. Nisan 652 / 28. Tammus 677 (= Schabbat, 23. April 1892 / Mittwoch, 18. Juli 1917)

Der Grabstein befindet sich auf dem Zentralfriedhof Wien, Tor 1.

  • Grabstein Wirth Eduard / Karoline - 23. April 1892 / 18. Juli 1917
  • Grabstein Wirth Eduard / Karoline - 23. April 1892 / 18. Juli 1917


Die Grabinschrift

Inschrift wirth: Zeilengerechte Transkription und Übersetzung
[1] H(ier ist) g(eborgen). פט
[2] Zeugin sei diese Stele und Zeuge dieser Hügel, dass unter ihnen ruhen sie, unsere guten עד המצבה ועד הגל הזה השוכבים תחתיו הם אבותינו
[3] Väter (= Eltern). הטובים
[4] Unser guter Vater mühte und plagte sich zu tun אבינו הטוב יגע וטרח לעשות
[5] Gutes für die Armen und Bedürftigen. E(s ist) d(er) Weise, טובות לעניים ודלים הה החכם
[6] der Gepriesene, המהולל
[7] d(er ehrbare) H(err) Menachem Wirth. כ“ה מנחם ווירטה
[8] Am h(eiligen) Sch(abbat), dem 26. Nisan 652 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ביום ש“ק כ“ו ניסן תרנב לפ“ק
[9] ———— —————
[10] Und unsere gute Mutter streckte (ihre Hände) nach dem (Spinn)-Rocken und ihre Hand fasst ואמינו הטובה שלחה בכישור וכפה תמכה
[11] die Spindel um zu erziehen die Kinder ihres Hauses mit großer Ehre, sie, פלך לפרנס את בי ביתו בכבוד גדול היא
[12] die Bescheidene, הצנועה
[13] Frau Ginendel Wirth. מרת גנענדל ווירטה
[14] Am Tag 4 (= Mittwoch), 28. Tamus 677 n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). ביום ד’ כ“ח תמוז תרעז לפ“ק
[15] I(hre) S(eelen) m(ögen eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). ת’נ’צ’ב’ה’


Anmerkungen

Zeilen 10 und 11: S. Sprüche 31,13 und 31,19.


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