Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Johannes Reiss

Deutsch Mendl Menachem – 15. Februar 1849

Menachem Mendl Deutsch, 23. Schvat 5609 (Donnerstag, 15. Februar 1849) Anmerkungen Die hebräische Inschrift ist im oberen Teil sehr kreativ angeordnet. Menachem Mendl wird in der 1. (bzw. 2. –…

Menachem Mendl Deutsch, 23. Schvat 5609 (Donnerstag, 15. Februar 1849)

  • Foto: Grabstein von Menachem Mendl Deutsch, 23. Schvat 5609
  • Datenblatt Isidor Öhler: Menachem Mendl Deutsch, 23. Schvat 5609


Anmerkungen

Die hebräische Inschrift ist im oberen Teil sehr kreativ angeordnet.

Menachem Mendl wird in der 1. (bzw. 2. – je nach Zählung) Zeile als „der Vornehme, der Toragelehrte, überaus erhaben“ bezeichnet האלוף התורני מאוד נעלה.

Er ist der Sohn des ebenfalls schon verstorbenen Meir „F“K“ (für Frauenkirchen) ב“ה מאיר פ“ק.

Zu Frauenkirchen siehe die Anmerkung im Blogbeitrag „Deutsch Simon Hersch“ sowie besonders den Kommentar von Carole Vogel dazu.

Menachem Mendl Deutsch starb am Beginn (bei Tagesanbruch, also am Vorabend) des 5. Tages (Donnerstag) … und wurde (auch) am Donnerstag begraben (Zeile 2 bzw. 3 – je nach Zählung): ינ אור ליום ה … ונקבר ביום ה.

Sein Vorname „Menachem“ findet sich als Akrostychon von Zeile 5-8: מנחם.

Zu Menachem Mendl Deutsch siehe auch den Kommentar von Carole Vogel!


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


10 Kommentare zu Deutsch Mendl Menachem – 15. Februar 1849

Sommer Philip / Sommer Pinchas – 13. Juni 1884

Philip Sommer / Pinchas Sommer, 20. Siwan 5644 (Freitag, 13. Juni 1884) Keine Abschrift von Isidor Öhler vorhanden. Anmerkungen Pinchas Sommer wird in der 2. Zeile der hebräischen Inschrift als…

Philip Sommer / Pinchas Sommer, 20. Siwan 5644 (Freitag, 13. Juni 1884)

  • Foto: Grabstein von Philip Sommer / Pinchas Sommer, 20. Siwan 5644
  • Keine Abschrift von Isidor Öhler vorhanden.


Anmerkungen

Pinchas Sommer wird in der 2. Zeile der hebräischen Inschrift als „ausgezeichneter Gelehrter“ bezeichnet הרבני המופלג und trägt den Titel MORENU (Zeile 3).

Er ist der Sohn des „überragenden Gelehrten, des MORENU Samuel Sommer“ (Zeile 4) הגאון מוה שמואל זאממער, der „Oberrabbiner (wörtlich „Vorsitzender des Rabbinatsgerichts“) der heiligen jüdischen Gemeinde Pápa (in Ungarn) war“ (Zeile 5) שהי“ אבדקק פאפא.

MORENU bedeutet wörtlich „u(nser) L(ehrer), H(err)“. Den MORENU-Titel erhielten nur besonders gelehrte Männer, Bernhard Wachstein bezeichnet ihn als „synagogaler Doktortitel“ (siehe Bernhard Wachstein, Die Inschriften des Alten Judenfriedhofes in Wien, 1. Teil 1540 (?)-1670, 2. Teil 1696-1783, Wien 1912, 2. Teil, S. 15).

Das Sterbelater wird in Zeile 6 angegeben: „Er verstarb mit 38 Jahren“ נפטר בן לח. Das korresponiert mit dem in den Matriken angegebenen Sterbealter.

Der Grabstein von Pinchas (Philip) Sommer befindet sich heute noch – eingesetzt in die Mauer – auf dem jüdischen Friedhof in Mattersburg (siehe Group 1/6)


Biografische Notizen

Sterbematriken: Philip (Pinchas) Sommer, geb. in Güssing, verheiratet, Buchhändler, gest. 13. Juni 1884, mit 38 Jahren an Tuberkulose, in Pöttleinsdorf (bei Mattersburg), Ludwiggasse 4


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


24 Kommentare zu Sommer Philip / Sommer Pinchas – 13. Juni 1884

Breuer Lazar / Breuer Elasar Chajim – 15. April 1903

Lazar Breuer / Elasar Chajim Breuer, 18. Nisan 5663 (Mittwoch, 15. April 1903) Anmerkungen In Zeile 5 der hebräischen Inschrift heißt es wörtlich: „Er verstarb in gutem Ruf und ward…

Lazar Breuer / Elasar Chajim Breuer, 18. Nisan 5663 (Mittwoch, 15. April 1903)

  • Foto: Grabstein von Lazar Breuer / Elasar Chajim Breuer, 18. Nisan 5663
  • Datenblatt Isidor Öhler: Lazar Breuer / Elasar Chajim Breuer, 18. Nisan 5663


Anmerkungen

In Zeile 5 der hebräischen Inschrift heißt es wörtlich: „Er verstarb in gutem Ruf und ward gepflückt in seiner Blüte am 2. Zwischenfeiertag von Pesach“ (18. Nisan) נבשט ונקטף באבו ב דחהמפ.
Die Formulierung „gepflückt in seiner Blüte“ wird gewöhnlich verwendet, wenn die Verstorbenen jung oder sehr jung sind, im konkreten Fall verwundert die Formulierung ein wenig, da Elasar Breuer laut Matriken mit 57 Jahren verstarb.

Die Datumsdifferenz zwischen hebräischem Datum (18. Nisan = 15. April) und dem Datum in den Matriken (14. April) kommt dadurch zustande, dass Elasar Breuer um 19h (siehe Matriken) und somit zwar noch am 14. April, aber bereits am 18. Nisan verstorben ist.

Dass Öhler auch das Datum als unlesbar bezeichnet, ist nicht nachvollziehbar.

Als Akrostychon findet sich in der Inschrift von Zeile 6-10 der Vorname „Elasar“ אלעזר.

Ein Fragment des Grabsteines von Elasar Chajim Breuer befindet sich heute noch – eingesetzt in die Mauer – auf dem jüdischen Friedhof in Mattersburg (siehe Group 5/6)


Biografische Notizen

Sterbematriken: Lazar (Eleazar Chajim) Breuer, wh. Mattersdorf 336, verheir mit , Händler, verstorben am 14. April 1903 um 19h, mit 57 Jahren an Herzschlag, in Mattersdorf


Vater: David Breuer, Händler (weiland)
Mutter: Zsofia Deutsch (weiland)


Ehefrau: Franziska Deutsch, gest. 01. Mai 1925


Sohn: Isidor (Israel) Breuer, gest. 21. Juni 1905


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


6 Kommentare zu Breuer Lazar / Breuer Elasar Chajim – 15. April 1903

Hilfreich Simon – 15. August 1862

Simon Hilfreich, 19. Av 5622 (Freitag, 15. August 1862) Anmerkungen Laut hebräischer Inschrift (Zeile 4) ist der Vater von Simon „Jona Löb Hilfreich“ יונה ליב הילפרייך. Als Akrostychon finden sich…

Simon Hilfreich, 19. Av 5622 (Freitag, 15. August 1862)

  • Foto: Grabstein von Simon Hilfreich, 19. Av 5622
  • Datenblatt Isidor Öhler: Simon Hilfreich, 19. Av 5622
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Simon Hilfreich, 19. Av 5622


Anmerkungen

Laut hebräischer Inschrift (Zeile 4) ist der Vater von Simon „Jona Löb Hilfreich“ יונה ליב הילפרייך.

Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 5-9 sein Vorname „Simon“ שמעון, in Zeile 10 und 11 „Sohn (von)“ בן, in den ersten Buchstaben des jeweils ersten und vierten Worts von Zeile 12 und 13 der erste Vorname des Vaters „Jona“ יונה und von Zeile 14-16 der zweite Vorname des Vaters „Löb“ ליב.
Das erste Wort von Zeile 15 sowie die geamte Zeile 16 kann am Foto nicht mehr gelesen werden, Öhler musste also entweder ein anderes, besseres Foto gehabt haben oder aber er hat diese Inschrift vor Ort angefertigt?


Biografische Notizen

Sterbematriken: Simon Hilfreich, geb. in Mattersdorf, verwitwet, gest. 15. August 1862, mit 73 Jahren an Scharlach, in Mattersdorf


Ehefrau: Resl (Theresia) Hilfreich, gest. 06. Juni 1851


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


2 Kommentare zu Hilfreich Simon – 15. August 1862

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