Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Johannes Reiss

Lackenbacher Netti / Lackenbacher Nachama – 10. Jänner 1867

Netti Lackenbacher / Nachama Lackenbacher, 04. Schvat 5627 (Donnerstag, 10. Jänner 1867) Anmerkungen In der hebräischen Inschrift (Zeile 4) findet sich der Nachname „Lackenbacher“ abgekürzt: „Ehefrau des ehrbaren Herrn Elasar…

Netti Lackenbacher / Nachama Lackenbacher, 04. Schvat 5627 (Donnerstag, 10. Jänner 1867)

  • Foto: Grabstein von Netti Lackenbacher / Nachama Lackenbacher, 04. Schvat 5627
  • Datenblatt Isidor Öhler: Netti Lackenbacher / Nachama Lackenbacher, 04. Schvat 5627
  • Datenblatt Isidor Öhler, Rückseite: Netti Lackenbacher / Nachama Lackenbacher, 04. Schvat 5627


Anmerkungen

In der hebräischen Inschrift (Zeile 4) findet sich der Nachname „Lackenbacher“ abgekürzt: „Ehefrau des ehrbaren Herrn Elasar L“B“ אשת הרר אלעזר ל“ב.

Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 5-8 der Vorname „Nachama“ נחמה, in Zeile 9 die ersten beiden Buchstaben für „F(rau) d(es Herrn)“ אה und der erste Buchstabe des zweiten Wortes für den ersten Buchstaben des Vornamens des Ehemanns „E(lasar)“ א und von Zeile 10-13 die restlichen Buchstabens des Vornames „(E)lasar“ לעזר.


Biografische Notizen

Sterbematriken: Netti (Nachama) Lackenbacher, geb. in Mattersdorf, verheiratet, Handelsmannsgattin, gest. 10. Jänner 1867, mit 60 Jahren an „Zu Tode gefallen“, in Sigless (nahe Mattesdorf)


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


2 Kommentare zu Lackenbacher Netti / Lackenbacher Nachama – 10. Jänner 1867

Hirschl Löwy / Segal Levi – 26. April 1871

Löwy Hirschl / Levi Segal, 05. Ijjar 5631 (Mittwoch, 26. April 1871) Anmerkungen Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 5-7 der Vorname „Levi“ ליו, Zeile 8 und…

Löwy Hirschl / Levi Segal, 05. Ijjar 5631 (Mittwoch, 26. April 1871)

  • Foto: Grabstein von Löwy Hirschl / Levi Segal, 05. Ijjar 5631
  • Datenblatt Isidor Öhler: Löwy Hirschl / Levi Segal, 05. Ijjar 5631


Anmerkungen

Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 5-7 der Vorname „Levi“ ליו, Zeile 8 und 9 „Sohn (von)“ בן, in Zeile 10 der Vorname des Vaters „Zvi“ צבי, von Zeile 11-13 der Nachname „Segal“ סגל und in Zeile 15 und 16 der Segenswunsch „s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden)“ ז“ל.

Angemerkt sei, dass die Bedeutung des hebräischen Vornamens des Vaters „Zvi“ צבי „Gazelle“, irrtümlich aber oft „Hirsch“ bedeutet, daher der bürgerliche Nachname „Hirschl“ nicht verwunderlich ist.

Der Nachname (Stammesname) „Segal“ סגל, oft auch als Zusatz nach dem Nachnamen, ist eigentlich ein Akronym für סגן לויה לוים, etwa „Führer der Leviten“.

Zum Symbol von Krug und Becken siehe unseren Lexikoneintrag.


Biografische Notizen

Sterbematriken: Löwy (Levi Segal) Hirschl, geb. in Mattersdorf, verwitwet, ohne Beruf, gest. 26. April 1871, mit 78 Jahren an Wasserfraisen (Krampfanfälle), in Mattersdorf Nr. 350


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


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Pollak Alexander David – 18. Juni 1871

Alexander David Pollak, 29. Siwan 5631 (Sonntag, 18. Juni 1871) Anmerkungen Das Sterbedatum wird in der hebräischen Inschrift angegeben mit „am Sonntag, dem Vorabend von Rosch Chodesch Tammus 631“ ביום…

Alexander David Pollak, 29. Siwan 5631 (Sonntag, 18. Juni 1871)

  • Foto: Grabstein von Alexander David Pollak, 29. Siwan 5631
  • Datenblatt Isidor Öhler: Alexander David Pollak, 29. Siwan 5631


Anmerkungen

Das Sterbedatum wird in der hebräischen Inschrift angegeben mit „am Sonntag, dem Vorabend von Rosch Chodesch Tammus 631“ ביום א ערב רח תמוז תרלא. Der 1. Rosch Chodesch Tammus ist der 30. Siwan, im Jahr 1871 der 19. Juni. Daher starb Alexander David auf jeden Fall am 29. Siwan (18. Juni), der auch tatsächlich – wie in der Inschrift angegeben – ein Sonntag war.
Öhler gibt fälschlicherweise als Todesdatum den 1. Tammus an, das wäre aber der 2. Rosch Chodesch und der 20. Juni.
In den Matriken steht als Sterbedatum der 19. Juni, aus welchem Grund auch immer (war das Amt am Sonntag nicht besetzt?).

Öhler liest in der 4. Zeile der Inschrift die Vornamen als „Eljakum Ander David“. Tatsächlich steht da aber „Alexander David“ אלעקסאנדער דוד. Das ist wirklich auffällig und außergewöhnlich, da sonst weder auf dem jüdischen Friedhof in Mattersburg noch auf den anderen jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes in den hebräischen Inschriften nicht-hebräische bürgerliche Namen zu finden sind!


Biografische Notizen

Sterbematriken: Alexander David Pollak , geb. in Mattersdorf, gest. 19. Juni 1871, mit 1 Jahr und 11 Monaten an Ausschlag, in Mattersdorf


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


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Schischa Ignatz / (Schischa) Isak – 19. Mai 1885

Ignatz Schischa / Isak, Sohn des David (Schischa), 05. Siwan 5645 (Dienstag, 19. Mai 1885) Anmerkungen Das Sterbedatum wird in der hebräischen Inschrift mit „Dienstag, Erev Schawuot (Vorabend von Schawuot)“…

Ignatz Schischa / Isak, Sohn des David (Schischa), 05. Siwan 5645 (Dienstag, 19. Mai 1885)

  • Foto: Grabstein von Ignatz Schischa / Isak, Sohn des David (Schischa), 05. Siwan 5645
  • Datenblatt Isidor Öhler: Grabinschrift Ignatz Schischa / Isak, Sohn des David (Schischa), 05. Siwan 5645


Anmerkungen

Das Sterbedatum wird in der hebräischen Inschrift mit „Dienstag, Erev Schawuot (Vorabend von Schawuot)“ ביום ג ערב שבועות angegeben und das ist der 05. Siwan (und nicht der 06. Siwan, wie Öhler schreibt! Abgesehen davon, dass der 06. Siwan ein Mittwoch wäre).

In der hebräischen Inschrift lesen wir in der 3. Zeile (groß geschrieben) bloß „Itzik, Sohn des e(hrbaren) H(errn) David, s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden)“ איצק בן כ“ה דוד ז“ל. „Itzik“ ist die jiddische Form des hebräischen Namens „Jitzchak/Isak“, den wir im Akrostychon (s.u.) finden.

Der Nachname Schischa wurde aus den Matriken ergänzt.

Als Akrostychon finden sich in der Inschrift von Zeile 5-8 sein Vorname „Isak“ יצחק und in Zeile 9 und 10 der Segenswunsch „s(ein Andenken) m(öge bewahrt werden)“ ז“ל.

Zum Symbol von Krug und Becken siehe unseren Lexikoneintrag.


Biografische Notizen

Sterbematriken: Ignatz (Isak) Schischa, geb. in Mattersdorf, Handelsmann, gest. 19. Mai 1885, mit 59 Jahren an Heftika (sic!, gemeint ist wohl „Hektika“ (Nervenkrankheit?)), in Forchtenau (bei Mattersburg)

Ehefrau: Pessl Schischa, gest. 09. September 1917

Sohn: Samuel Schischa, gest. 18. Februar 1927, siehe dazu den Kommentar von Carole Vogel!


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


4 Kommentare zu Schischa Ignatz / (Schischa) Isak – 19. Mai 1885

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