Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Johannes Reiss

Friedmann Luise / Friedmann Levia – 22. Mai 1926

Luise Friedmann / Levia Friedmann, 09. Siwan 5686 (Schabbat, 22. Mai 1926) Biografische Notizen Sterbematriken: Luise (Levia) Friedmann, wh. in Mattersdorf, Winkelgasse 13, Haushalt, gest. 22. Mai 1926 um 09h,…

Luise Friedmann / Levia Friedmann, 09. Siwan 5686 (Schabbat, 22. Mai 1926)

  • Foto: Grabstein von Luise Friedmann / Levia Friedmann, 09. Siwan 5686
  • Datenblatt Isidor Öhler: Grabinschrift Luise Friedmann / Levia Friedmann, 09. Siwan 5686


Biografische Notizen

Sterbematriken: Luise (Levia) Friedmann, wh. in Mattersdorf, Winkelgasse 13, Haushalt, gest. 22. Mai 1926 um 09h, mit 74 Jahren an Gehirnblutung


Vater: Löwy Anton
Mutter: Philipp Katharina



Ehemann: Pinchas Friedmann


Archiv jüdischer Friedhof Mattersburg


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Bild der Woche – Wolf-Mausoleum

Touristen weitgehend unbekannt und selbst viele Eisenstädter kennen diese Grabstätte nicht: Hoch über den Dächern von Eisenstadt, am Abhang des Leithagebirges, mitten im Wolfgarten, befindet sich das sogenannte Wolf-Mausoleum. Vieles…

Touristen weitgehend unbekannt und selbst viele Eisenstädter kennen diese Grabstätte nicht: Hoch über den Dächern von Eisenstadt, am Abhang des Leithagebirges, mitten im Wolfgarten, befindet sich das sogenannte Wolf-Mausoleum.

Vieles erinnert in Eisenstadt an die berühmte Familie Wolf. Neben Alexander (Sándor) ist es vor allem sein Bruder Leopold, der besondere Erwähnung verdient:

Leopold Wolf wurde 1866 geboren und wurde 1883 Gesellschafter der Firma „Leopold Wolf’s Söhne“ und später Firmenvorstand der Weingroßhandlung (deren Sitz im Wertheimerhaus, in dem heute unser jüdisches Museum untergebracht ist, war).

1896 heiratete er Ottilie Laschober. Für die Gemeinde Eisenstadt brach beinahe eine Welt zusammen, denn Ottilie war Christin, die auch nie zum Judentum konvertierte. Der Rabbiner – so heißt es – soll über diese Heirat derart erbost gewesen sein, dass er schwor, nie mehr die Schwelle der Synagogentür zu überschreiten, durch die das Ehepaar Wolf-Laschober gegangen sei. Was sollte man also tun? Man brach für den Rabbiner eine zweite Türe in der Synagoge aus, um ihn nicht zu zwingen, sein Wort zu brechen und dadurch noch größeres Unheil über die Gemeinde zu bringen.
Immerhin, die Kinder des Ehepaares, so hatten sich die Eltern vor dem Bürgermeister protokollarisch verpflichtet, wurden jüdisch erzogen.
Leopold Wolf starb 1926 und wurde auf dem jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt beigesetzt.

Ottilie Wolf jedoch durfte nach ihrem Tod im Jahr 1927 weder auf dem christlichen noch auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt werden. Die Familie Wolf baute daraufhin auf eigenem Grundbesitz ein Urnenmausoleum, in dem neben Ottilie Wolf-Laschober weitere Angehörige der Familie Wolf, die zwischen 1938 und 1988 verstorben sind, ihre letzte Ruhe fanden.
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WER glaubt WAS – Nachlese

Am Sonntag fand bei uns im Museum die Eröffnungs-Matinee „WER glaubt WAS“ unserer Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ statt. Obwohl wir bei der Terminwahl jüdische, christliche und islamische…

Am Sonntag fand bei uns im Museum die Eröffnungs-Matinee „WER glaubt WAS“ unserer Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ statt. Obwohl wir bei der Terminwahl jüdische, christliche und islamische Feiertage sowie viele Veranstaltungen in unserer Region bedacht hatten, den Wiener City-Marathon und die damit verbundenen Verkehrshindernisse haben wir übersehen. Trotzdem konnten sowohl die Referenten als auch die BesucherInnen aus Wien rechtzeitig eintreffen und die Matinee fast pünktlich beginnen. Etwa 60 Interessierte waren nach Eisenstadt gekommen, unser Birnbaum-Auditorium war voll besetzt.

Die Referenten schafften tatsächlich das schier Unmögliche, oder – wie es Rabbiner Hofmeister ausdrückte, die Quadratur des Kreises -, nämlich ihre eigene Religion in knapp 20 Minuten vorzustellen, das Selbstverständnis ihrer Religion zu erläutern und auf das Verhältnis zu den jeweils beiden anderen Religionen einzugehen. Das Publikum wiederum nützte die Präsenz der geballten Kompetenz in Person unserer Referenten zu angeregten Diskussionen. Bloß die Schlussrunde geriet ein bisschen zu kurz, aber wir werten es als gutes Zeichen, wenn nach 90 Minuten das Interesse ungebrochen ist ;)

Auch hier nochmals ein herzliches Dankeschön den Referenten und allen BesucherInnen!

Um Sie ein wenig teilhaben zu lassen an unserer Matinee, im Folgenden 3 2 Videos mit Ausschnitten aus den Impulsreferaten. Am Tisch die Referenten und mein Mitarbeiter Christopher Meiller, der die Veranstaltungsreihe kuratiert und die Matinee moderiert hat.
(Bitte um Entschuldigung für die amateurhafte Qualität, es war mein erster Versuch überhaupt mit einer Videokamera.)

Bitte besuchen Sie (hinkünftig) auch unseren neu eingerichteten YouTube-Kanal.


Ausschnitt aus dem Impulsreferat von Dr. Peter Zeillinger, Wien.


Ausschnitt aus dem Impulsreferat von Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan, Wien.


Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“: Exkursion am 03. Juni:

Wir besuchen den „Wiener Stadttempel“ (es führt uns Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg), die Ruprechtskirche und das Islamische Zentrum.

Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung eine Anmeldung bis spätestens 26. Mai 2010 nötig ist (maximal 40 Personen). Es sind derzeit noch Plätze frei.


Mehr Informationen finden Sie auf der Überblicksseite der Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott„.

Anmeldungen:


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