Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Autor: Österreichisches Jüdisches Museum

Tora Total

Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2017 Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag von Christopher Meiller „Tora Total“ Wann: Sonntag, 03. September 2017, 10-10.45 Uhr. Bitte Uhrzeit beachten…

Europäischer Tag der jüdischen Kultur 2017

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag von Christopher Meiller

„Tora Total“


Wann: Sonntag, 03. September 2017, 10-10.45 Uhr. Bitte Uhrzeit beachten (nicht um 13 Uhr)!

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum, Synagoge

Die Tora spielt eine Hauptrolle sowohl im synagogalen Gottesdienst als auch im religiösen Denken des Judentums.
Wie kommt es zu dieser enormen Bedeutung? Was ist der Inhalt der Tora? Wie ist das mit der hebräischen Bibel und der Torarolle? Und gibt es in den anderen monotheistischen Religionen wie Christentum und Islam Vergleichbares?


Gesamtprogramm des Europäischen Tags der jüdischen Kultur 2017 im Burgenland (gesamtprogramm.pdf, 284KB)


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Vilma Steindling

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Lesung „Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand“ Claudia Erdheim Wann: Sonntag, 27. August 2017, 10.30 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum Das…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Lesung

„Vilma Steindling. Eine jüdische Kommunistin im Widerstand“

Claudia Erdheim

Wann: Sonntag, 27. August 2017, 10.30 Uhr

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum


Das bewegte und bewegende Leben der Vilma Steindling, geborene Geiringer, beginnt unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und endet 1989, als sie siebzig ist. Dazwischen liegen Ereignisse, die an Dynamik, Spannung, aber auch an Tragik kaum zu übertreffen sind. Als Mitglied des Kommunistischen Jugendverbands geht Vilma 1937 nach dem Verbot dieser Organisation nach Paris. Dort schließt sie sich der Résistance an und engagiert sich in der „Mädelarbeit“. Sie ist „jung, fröhlich und voll Lebenslust.“
1942 in Paris verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt meint sie:

Das ist mir wurscht, wie viele Jahre Sie mir geben, wenn der Krieg aus ist, da gehe ich nach Hause.

Doch es kam anders: Vilmas Leidensweg führte sie von 1943 bis Jänner 1945 nach Auschwitz und schließlich bis April 1945 nach Ravensbrück.

Nach Wien zurückgekehrt fand sie ein Österreich vor, das „weitgehend in Trümmern“ liegt. Viele Freunde, besonders ihren geliebten Lebensgefährten Arthur Kreindel, hatte sie verloren, er wurde am 28. März 1945 in Dachau ermordet.

Der Neuanfang gestaltete sich schwierig. Eheprobleme mit Adolf Steindling sowie die Enttäuschung über die KPÖ, die kein Interesse für KZ-Überlebende zeigt, sowie ständiges Unverständnis und Misstrauen belasten sie so sehr, dass sie sich in den 1950er Jahren entschließt, die in Auschwitz tätowierte Nummer wegoperieren zu lassen „um endlich nicht mehr den Blicken, und den unangenehmen Fragen ausgesetzt zu sein.

Steindlings und Erdheims Buch sprengt den Rahmen der Biografie und malt ein breiteres historisches, gesellschaftliches und politisches Panorama. In seiner sachlichen, präzisen und die Ereignisse doch anschaulich und einfühlsam erzählenden Art gibt es eindrücklich die Atmosphäre Wiens nach dem Ersten Weltkrieg, den erstarkenden Antisemitismus, die Ankunft der Nazis, die Tätigkeit der KPÖ, das Leben in den Lagern wieder. Wir treten mit Vilma Steindling auf ihrem Weg durch diese Orte des Schreckens dem berüchtigten Dr. Mengele gegenüber, erleben mit ihr viel Grausamkeit und zugleich viel Menschlichkeit.

Die „wandelnden Leichen“ von Auschwitz auf der einen Seite und Vilma Steindlings mutiger Widerstand auf der anderen sind eine Anklage gegen all diejenigen, die eine „Rasse“ erfinden mussten, „damit sie ausgesondert, beraubt, vertrieben, ausgemordet werden konnte„, so der Politikwissenschaftler Anton Pelinka im Nachwort zum Buch. Ruth Steindlings und Claudia Erdheims Buch beschwört die „erdrückenden Schatten der Vergangenheit“ (Pelinka) noch einmal herauf, um uns von ihnen zu befreien.

Mehr zum Buch auf der Website von Claudia Erdheim.


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‚Vom Burgenland in alle Welt‘ – Buchpräsentation und Vortrag

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu „Vom Burgenland in alle Welt“ Georg Gaugusch Buchpräsentation und Vortrag mit Bildern Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19.00 Uhr Österreichisches Jüdisches Museum Dauer:…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu

„Vom Burgenland in alle Welt“

Georg Gaugusch

Buchpräsentation und Vortrag mit Bildern

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 19.00 Uhr

Österreichisches Jüdisches Museum

Dauer: ca. 60 Minuten

Aufgrund des großen Interesses ersuchen wir um Sitzplatzreservierung bis 9. Dezember 2016:

  • telefonisch: +43 (0)2682 65145
  • per E-Mail: info@ojm.at


Am vergangenen Donnerstag wurde in Wien der 2. Band des monumentalen Werkes des Historikers Georg Gaugusch „Wer einmal war. Das jüdische Großbürgertum Wiens 1800-1938, L-R“ präsentiert (siehe ORF-Beitrag dazu).
Vorab stellte das Österreichische Jüdische Museum den kompletten Namensindex (immerhin 34.000 Namen!) samt Erfassung aller mit den Namen assoziierten Orte (20.000) online zur Verfügung.

Selbstverständlich waren besonders die Beziehungen zum burgenländischen Judentum für uns von besonderem Interesse. Tatsächlich bieten die Forschungsergebnisse von Georg Gaugusch die faszinierende Möglichkeit, die Geschichte der Juden im Burgenland und in Eisenstadt weiter- und fortzuschreiben. Weil nun endlich die Namen der auf den jüdischen Friedhöfen des Burgenlandes Begrabenen ihre Geschichten zurückbekommen.
Wir freuen uns wirklich sehr, dass der Autor in unserem Museum anhand von einzelnen Familienporträts über die Vernetzung und weltweite Bedeutung der burgenländischen Juden referieren wird.

Reitlinger-Mausoleum, Montparnasse, Paris

Reitlinger-Mausoleum, Montparnasse, Paris

Millionen Touristen besuchen jedes Jahr Paris, und unter diesen nicht wenige den berühmten Friedhof Montparnasse. Schlendert man über diesen, stößt man unweigerlich auf zwei der größten Mausoleen der französischen Hauptstadt – jene der Familie Reitlinger, deren Mitglieder man auch auf dem alten jüdischen Friedhof in Eisenstadt antrifft. Eine der prägendsten Persönlichkeiten des aufstrebenden Ungarns war der ebenfalls aus Eisenstadt stammende Bernhard Rust – ohne ihn und seine Familie wären viele Bauwerke der ungarischen Hauptstadt vermutlich nie entstanden. Die Nachkommen der Eisenstädter Familie Pollak erscheinen auch an den unerwartetsten Stellen: So war Alice Strauss, die einzige Erbin des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß, ebenso Nachkommin dieser Eisenstädter Dynastie wie große Teile der Berliner und Münchner jüdischen Oberschicht. Bekanntester Vertreter war D. H. (David Heinrich) Pollak, der die Schuhindustrie in Österreich begründete und dessen Name als Marke immer noch präsent ist (Humanic).

Oder wer denkt bei der Kuner-Mayonaise an das jüdische Eisenstadt? Wer denkt beim Looshaus in Reichenau an das jüdische Eisenstadt? Die Eisenstädterin Julia Rosenfeld war mit dem Gründer der Khunerwerke Emanuel Khuner verheiratet und hatte 13 Kinder. Der Mattersburger Rabbiner Ehrenfeld beaufsichtigte die koschere Produktion. Und Emanuel Khuner war auch der Bauherr des Looshauses …

Aber nicht nur Eisenstadt, sondern auch die anderen jüdischen Gemeinden des Burgenlands haben Persönlichkeiten des internationalen Lebens hervorgebracht. Um das Jahr 1800 war der aus Kittsee stammende Wiener Großhändler Isak Figdor der mit Abstand größte Wollexporteur nach England. Sein Enkel Albert schuf in Wien eine beeindruckende Sammlung an Kunst und Kunsthandwerk – sie wurde nach seinem Tod 1927 versteigert und in alle Winde zerstreut. Die mit Lackenbach eng verbundene Familie Schey erbaute eines der größten Wiener Ringstraßenpalais, die Nachkommen leben heute über den ganzen Globus verstreut. Edmund de Waal hat in seinem Weltbestseller „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ auch dieser Familie gedacht.


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Zur Geschichte des Wertheimerhauses

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag „Zur Geschichte des Eisenstädter Wertheimerhauses (1696-1875)“ von Dr. Felix Tobler Wann: Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18.00 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum…

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Vortrag

„Zur Geschichte des Eisenstädter Wertheimerhauses (1696-1875)“

von Dr. Felix Tobler

Wann: Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18.00 Uhr

Wo: Österreichisches Jüdisches Museum

Dauer: 50-60 Minuten.

 

Das Wertheimerhaus war eines der bedeutendsten Gebäude im ehemaligen Jüdischen Viertel von Eisenstadt. Wer war Samson Wertheimer und welche Rolle spielte der Oberhoffaktor und Landesoberrabbiner für die Eisenstädter Judengemeinde am Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts? Der Vortrag spannt einen Bogen über zweihundert Jahre Besitz- und Kulturgeschichte des Hauses, in dem heute das Österreichische Jüdische Museum untergebracht ist.

Wertheimerhaus, ca. 1920

Dr. Felix Tobler wurde am 9. Mai 1948 in Draßburg geboren, maturierte am Bundesrealgymnasium in Mattersburg 1967, studierte von 1968-1975 Germanistik und Geschichte an der Universität Wien und war dort von 1971-1974 Mitglied des 53. Ausbildungskurses am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, den er mit der Staatsprüfung 1974 mit gutem Erfolg abschloss. Promotion zum Dr. phil. 1975 mit der Dissertation „Studien zur Ortsgeschichte von Draßburg 1403-1848“. Seit Dezember 1974 an der damaligen Abteilung Landesarchiv-Landesbibliothek des Amtes der Burgenländischen Landesregierung (Abt. XII/2) beschäftigt, zuletzt von 1998-2009 als Leiter des Referates Landesarchiv des Hauptreferates Landesarchiv- Landesbibliothek.

Dr. Tobler verfügt als langjähriger Graphik-Sammler über zahlreiche Blätter mit Ansichten von burgenländisch-westungarischen Orten, desgleichen über Karten, Porträts und Trachtenblätter. Daraus wurde 2004 die Ausstellung „Preßburg auf alten Ansichten“ mit über hundert Ansichten der Stadt im Ethnographischen Museum in Kittsee gestaltet und zuletzt 2014 die Ausstellung „Gestochen scharf“ im Landesmuseum.

In seinen wissenschaftlichen Forschungen beschäftigte sich Dr. Tobler vor allem mit folgenden Forschungsfeldern:

  • Siedlungs- und Kulturgeschichte der Burgenländischen Kroaten
  • Verwaltungs- und Kulturgeschichte des Majorats der Fürsten Esterházy
  • Geschichte der jüdischen Siebengemeinden im Majorat der Fürsten Esterházy
  • Kartographiegeschichte des burgenländisch-westungarischen Raumes


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