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Auch in der Dauerausstellung unseres Museums gibt es einen Raum mit einer Schultafel, einer Schulbank und Büchern, den wir (intern) „Cheder“ nennen. Dieser Raum wird einerseits bei jeder Führung mit Schulklassen genutzt, um über die hebräische Sprache zu erzählen und den Schülerinnen und Schülern die Buchstaben ein wenig näherzubringen, andererseits fanden in diesem Raum schon viele Hebräischkurse und Fachvorträge statt.

Tatsächlich war der Cheder (wörtlich bedeutet das hebräische Wort „Zimmer“) die Bezeichnung für die traditionellen, religiös geprägten Schulen, in die die Burschen mit ca. drei Jahren eintraten und zunächst die hebräische Sprache erlernten.

So finden sich auch hier, im virtuellen Cheder, in erster Linie Transkriptionen und Übersetzungen von hebräischen Grabinschriften, Amuletten, Briefen usw., die meist via E-Mail angefragt wurden.

Einer der Hauptpunkte der besonders innerjüdischen Kritik am Chedersystem war die oft mangelhafte Ausbildung der Lehrer ‒ diese möchte ich hier einmal außen vor lassen ;-) ‒ und dass die Lehrer meist schlecht bezahlt waren…

Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen, um insbesondere unsere Arbeit auf den jüdischen Friedhöfen und die Erfassung der jüdischen Matriken-Indizes weiter effizient betreiben zu können.
Abgesehen davon, dass diese Arbeiten nicht in der musealen Normalarbeitszeit bewältigt werden können, werden sämtliche dafür anfallenden Kosten für Fahrten, Fotos, Software und Server nicht über Museumsgelder, also nicht mit öffentlichen Geldern, finanziert.
Insbesondere Anfragen, die sich nicht direkt auf die o.g. Arbeiten beziehen (und hier in der Kategorie „Cheder“ publiziert werden), sprengen darüber hinaus deutlich die musealen Kernaufgaben und selbstredend die musealen Zeitressourcen.

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Johannes Reiss, Eisenstadt, am 10. November 2018


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