Koschere Melange

Le blog du Musée juif autrichien - ISSN 2410-6380

Mots-clés: vienna

Entre parc, sanctuaire d'oiseaux et d'une chambre de l'éternité '

Jüdischer Friedhof Währing Links zum Projekt Zur Übersichtsseite des Projekts „Jüdischer Friedhof Währing“ Die Grabsteine (The Gravestones) (work in progress) Personenregister Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es…

cimetière juif Währing

Links zum Projekt


Über die Geschichte des jüdischen Friedhofs Währing gibt es mittlerweile umfangreiche, zum großen Teil auch online verfügbare Literatur. Wir beschränken uns daher in dieser Hinsicht nur auf die nötigsten Informationen.

Der jüdische Friedhof Währing ist der zweitälteste jüdische Friedhof Wiens. Die Sanitätsverordnung Kaiser Josefs II. von 1784 hatte aus hygienischen Gründen Friedhöfe innerhalb des Linienwalls verboten und zur Auflösung des ältesten jüdischen Friedhofes von Wien, dem in der Seegasse, geführt. Der nun angelegte jüngere Friedhof in Währing wurde zwischen 1784 und 1879 belegt. Nach der Schließung des Friedhofes in Währing fanden die meisten Begräbnisse auf dem alten israelitischen Friedhof beim 1. Tor des Zentralfriedhofs, ab 1917 auch beim 4. Tor, statt (mehr Informationen zum Friedhof etwa auf „geschichtewiki.wien.gv.at„.

Der heute noch erhaltene älteste Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Währing ist der von Simon Salomon Sinzheim. Er starb am 13. April 1784 an Auszehrung und Erschöpfung (!) und war der Neffe von Löb Sinzheim, einem der bedeutendsten Hoffaktoren und Wiener jüdischen Finanzmänner des 18. Jahrhunderts.

Die Belegung des Währinger Friedhofs spiegelt die gesamte soziale Breite der jüdischen Bevölkerung Wiens im 19. Jahrhundert wider: Bedeutende, sogar geadelte Familien wie Arnstein, Wertheimstein und Todesco sind hier begraben, und am anderen Ende der Leiter Hausierer, Bettler und die verachteten Schnapsbrenner und Schankwirte, die „Branntweiner“, wie sie in Wien genannt wurden. Ihre Herkunftsorte umfassen die gesamte Landkarte der habsburgischen Monarchie sowie viele deutsche Städte.

Keil Martha, Von Baronen und Branntweinern (Original: Martha Keil, Elke Forisch, Ernst Scheiber (Hg.): Denkmale – Jüdische Friedhöfe in Wien, Niederösterreich und Burgenland . Hg. von Club Niederösterreich, Institut für Geschichte der Juden in Österreich, Wien 2006, S. 54-59.)

Der Plan der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, um 1900 den jüdischen Friedhof Währing in einen öffentlichen Park umzugestalten, dürfte Mitarbeiter der Kultusgemeinde dazu veranlasst haben, alle Grabinschriften abzuschreiben. Die etwa 9.500 Abschriften wurden in den Central Archives of the Jewish People in Jerusalem wieder gefunden.
Die Abschriften wurden einige Jahre später vom Archivar der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Pinkas Heinrich (geb. 25. Oktober 1865 in Iași (dt.: Jassy, viertgrößte Stadt Rumäniens), zuständig nach Wien, gest. 02. Dezember 1932 in Wien) überarbeitet. Und zwar wirklich akribisch überarbeitet: Denn Heinrich korrigierte nicht nur die Abschreibefehler auf den Blättern, sondern auch die Fehler, die die Steinmetze auf den hebräischen Grabinschriften verursachten. Dass diese Vorgangsweise bald zu Unstimmigkeiten mit der Leitung der Kultusgemeinde führen musste, liegt auf der Hand, waren doch insbesondere die entstehenden Kosten durch die von Heinrich aufgetragenen Korrekturen der Steinmetze und, falls erneut Fehler passierten, wiederholte Korrekturen, bald zu hoch…
Für uns heute sind die Überarbeitungen Heinrichs von unschätzbarem Wert, weil er nicht nur die Abschriften auf Fehler hin korrigierte und der Zeilengerechtigkeit Rechnung trug, sondern zusätzlich viele biografische Hinweise, v.a. auf Grundlage des Totenbuchs, auf den Blättern nachtrug.
Sie finden bei jedem von uns online gestellten Grabstein auch den Scan der Abschrift (so vorhanden) mit den Korrekturen / Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich.

Nota bene: Ohne die Abschriften und die Korrekturen und Ergänzungen von Dr. Pinkas Heinrich wäre es bei sehr vielen Gräbern heute unmöglich, sie korrekt zuzuordnen!


Der unscheinbare Grabstein von Dr. Pinkas Heinrich befindet sich auf dem Zentralfriedhof, Tor IV, Gruppe 14a, Reihe 9, Stein 44 (übrigens nur wenige Meter entfernt von den Gräbern der aus dem jüdischen Friedhof Währing Exhumierten und am Zentralfriedhof Wiederbestatteten, s.u.). Dr. Heinrich war unverheiratet, das Begräbnis wurde durch seine Versicherung bezahlt. Die hebräische Inschrift ist sehr kurz, trotzdem wird sie dem Gelehrten gerecht:

Der vollkommene Weise, der Forscher,
MORENU (unser Lehrer und Meister) Pinkas Heinrich.
E(r starb) am 3. Kislew 693 (= 02. Dezember 1932).
S(eine Seele) m(öge eingebunden sein) i(m Bündel) d(es Lebens).


Jüdischer Friedhof Währing und Eisenstadt

Viele Grabsteine des jüdischen Friedhofs Währing führen uns nach Eisenstadt. Familien von Wien zogen nach Eisenstadt, die nächste oder übernächste Generation dieser Familien und andere Familien von Eisenstadt nach Wien. So wird etwa Heinrich (Zwi Hirsch) Janowitz am 18. März 1838 in Eisenstadt geborgen, war Kleinhändler in Wien, starb dort am 26. Juli 1866 und ist am jüdischen Friedhof in Währing begraben. Seine rein hebräische Grabinschrift gibt den Herkunftsort an:

S(ohn des) wundervollen Rabbinischen, unseres Lehrers und Meisters Jakob Janowitz von den Einwohnern der heiligen jüdischen Gemeinde Eisenstadt.

Vater Jakob ben Mendel Janowitz, gest. 1872, ist, so wie drei seiner Schwestern und zwei seiner Brüder, am älteren jüdischen Friedhof, Mutter Johanna Lea Chana Janowitz, gest. 1902, sowie Schwester Katharina, verh. Austerlitz, gest. 1921, sind am jüngeren jüdischen Friedhof in Eisenstadt begraben.
Ebenfalls am älteren jüdischen Friedhof begraben sind die Großeltern väterlicherseits, Mendel Janowitz, gest. 1832, und Katharina Gütel Janowitz, gest. 1841, sowie die Großeltern mütterlicherseits, Alexander Süßkind ben Rafael Pollak Mühlendorf, gest. 1853 und Maria Mirl Pollak, gest. 1873.

Nach Eisenstadt führt uns der jüdische Friedhof Währing aber auch ab dem Jahr 1939. Denn im Frühjahr dieses Jahres hatte Dr. Richard Pittioni als Leiter des „Burgenländischen Landschaftsmuseums“ in Eisenstadt seinen Wunsch an die anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien herangetragen, zum Zwecke „rassenkundlicher“ Forschungen Grabungen an jüdischen Friedhöfen, darunter insbesondere auf dem jüdischen Friedhof Währing, durchzuführen. Im August 1939 wurde ein entsprechender Antrag von Direktor Hans Kummerlöwe beim Ministerium eingebracht.

Siehe vor allem: Teschler-Nicola Maria und Berner Margit, Die Anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in der NS-Zeit; Berichte und Dkumentation von Forschungs- und Sammlungsaktivitäten 1938-1945, Seite 5.

Bild links: Im Bombentrichter finden sich unzählige Inschriftenfragmente, die nur sehr mühsam zusammengesetzt bzw. zugeordnet werden können.


Exkurs: Dr. Richard Pittioni

Unter besonderer Berücksichtigung Eisenstadts, des ehemaligen jüdischen Viertels, des Landesmuseums, der Wolfsammlung und unserer privaten Synagoge

Der Prähistoriker Richard Pittioni war prägend für die Urgeschichtsforschung des 20. Jahrhunderts in Österreich. Unzählige Publikationen sprechen für sein wissenschaftliches Schaffen, Auszeichnungen und Ehrungen für sein fachliches Ansehen. […] Abgesehen von fachlichen Publikationen erscheint der Name Pittioni in Texten, die sich im relevanten Kontext mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen. Einerseits findet Pittioni darin Erwähnung als Opfer des NS-Regimes, dem die Lehrbefugnis aberkannt und das in die Provinz abgeschoben wurde, andererseits scheint Pittionis Name immer wieder in Publikationen auf, die sich mit anthropologischen Grabungen zur Gewinnung von Skeletten als Forschungsmaterial auf jüdischen Friedhöfen während der NS-Zeit sowie mit der Verwendung von geraubten Judaica auseinandersetzen.

Pittioni versuchte, den privaten Tempel Wolfs, den „Wertheimertempel„, unter Denkmalschutz stellen zu lassen, was von der Zentralstelle für Denkmalschutz nicht genehmigt wurde, da dieser für künstlerisch und kulturell zu wenig wertvoll befunden wurde. […] Der Grund für Pittionis Bemühungen war, dass das gesamte jüdische Ghetto Eisenstadts zerstört und neu erbaut werden sollte. Am 4. April 1939 fand eine Begehung des Ghettos zur Klärung des weiteren Verfahrens mit den Gebäuden statt, bei der neben Vertretern verschiedener Stellen auch Pittioni zugegen war. Die Häuser des Ghettos wurden als verwahrlost und zur Bewohnung nicht geeignet bezeichnet, Sanierungsmaßnahmen wären zu teuer. Auch Überlegungen, den offiziellen Eisenstädter Tempel zu schützen und als jüdisches Museum einzurichten, wurde aufgrund der Lage verworfen. Allein der jüdische Friedhof und die zur Weinhandlung Wolf sowie zum privaten Museum Wolfs gehörigen Gebäude wurden von der geplanten Zerstörung ausgenommen.

Friedmann Ina, Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik, Wien 2013, Seite 9; 46.


Intensive Kontakte hatte Pittioni unter anderem mit dem Orientalisten der Universität Wien, Dr. Viktor Christian, der gemeinsam mit anderen Professoren schon seit 1924 als „Hakenkreuzprossor“ bezeichnet wurde (und übrigens Lehrer von Prof. Kurt Schubert war, der Christian als „philosemitischen Nazi“ bezeichnete), und mit Josef Wastl, dem Leiter der Anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums. Dieser hatte 1939 die Ausstellung „Das körperliche und seelische Erscheinungbild der Juden“ initiiert. Wastl war 1932 der NSDAP beigetreten und hatte eine illegale Betriebszelle am Naturhistorischen Museum gegründet, hielt einen Schulungskurs für Parteifunktionäre zum Thema Rassen- und Vererbungslehre und führte Vermessungen an Kriegsgefangenen sowie an im Wiener Stadion inhaftierten „staatenlosen“ polnischen Juden, die danach ins KZ Buchenwald deportiert wurden, durch. Wastl war auch an der Hebung und Inventarisierung von Skeletten des jüdischen Friedhofs Währing beteiligt.

Siehe Friedmann Ina, a.a.O., Seite 47; bes. Fußnote 365.

Zwischen Sommer 1941 und Frühjahr 1943 erfolgten drei Phasen von Grabzerstörungen und Exhumierungen. […]

Um insbesondere die Gründungsväter und verdiente Mitglieder der IKG vor Leichenschändung zu bewahren, exhumierte eine Gruppe von Juden unter dem Leiter des Friedhofsamts, Dr. Ernst Feldsberg, in mehreren Etappen ab Juni 1941 die Angehörigen von dreizehn prominenten Familien, darunter Nathan Arnstein, Michael Lazar Biedermann und Isak Löw Hofmann von Hofmannsthal. Die Gebeine wurden in Einzelgräber am neueren jüdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs, Viertes Tor, umgebettet.

Keil M., a.a.O.

1941 wurden insgesamt 127 Personen exhumiert und auf beiden jüdischen Abteilungen des Wiener Zentralfriedhofes wiederbestattet, siehe dazu besonders Wolf-Erich Eckstein, Historische Recherche zur Vorbereitung der Restaurierung von Gräbern der 1941/42 aus dem Währinger Israelitischen Friedhof Exhumierten und am Zentralfriedhof, 4. Tor, Gruppe 14a 1941/42 und 1947 Wiederbestatteten, Wien 2015 (pdf).


Bild links: Hermann Todesko, Großhändler, Bankier, Direktor der Gloggnitzer Eisenbahn, geb. 21.11.1791 Wien, gest. 23.11.1844, Wien, 53 J., exhumiert 10. Dezember 1941, wiederbestattet am Zentralfriedhof, Tor IV, 16. Dezember 1941. Das (nicht belegte) Grab auf dem jüdischen Friedhof Währing wurde jüngst renoviert.

Bild Mitte: Grab Hermann Todesko am Zentralfriedhof Tor IV.


Am 8. Jänner 1942 beschlossen die Wiener Ratsherren […] die Auflassung aller jüdischen Friedhöfe Wiens. Der Währinger Friedhof wurde durch die umsichtige Intervention von Robert Kraus, einem Beamten des Wiener Kulturamts, in eine Grünanlage und ein Vogelschutzgebiet umgewidmet.

Keil M., a.a.O.


Bild links: Grabinschrift Moses Aron Hönig (damals noch nicht „Hönigsberg“): In deutscher Sprache, aber mit hebräischen Buchstaben: „… Tabak- und Siegel-Gefäll Direktor…“.

Bild Mitte: Franciska (Fradl) Sulzer, geb. Hirschfeld, aus Hohenems, Ehefrau des Kantors Salomon Sulzer, gest. in Wien Stadt 494 mit 46 Jahren am 10. Juni 1855, begraben am 11. Juni 1855. Text: „Der unvergesslichen Gattin und Mutter“ und „Die dankbaren Kinder“ (immerhin 16!).


Was ist geschehen und was ist nicht geschehen?

Seit vielen Jahren laufen Initiativen und Projekte, um den jüdischen Friedhof Währing zu sanieren und aufzuarbeiten. Wir haben darüber auch immer wieder berichtet, etwa ici.

Zwischen 1992 und 1998 lief das Projekt „Der jüdische Friedhof Währing als Quelle zur Sozialgeschichte der Juden Wiens 1784-1874 am Institut für jüdische Geschichte Österreichs„:

Als Ergebnis eines Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den Jahren 1992–1998 wurde eine umfangreiche Datenbank erstellt.

Sie enthält in 8.600 Einträgen Namen, Herkunftsort, Adresse, Beruf, Lebensdaten, Todesursache und Grabnummer von denjenigen Jüdinnen und Juden, die am Währinger Jüdischen Friedhof beerdigt sind. In einem Kooperationsprojekt mit der Bar Ilan Universität Tel Aviv werteten Shlomo Spitzer und sein Team die Grabsteininschriften aus.

Leider sind die Ergebnisse nur zum Teil publiziert und damit keinem größeren Publikum zugänglich.
Darüber hinaus ist bis auf einzelne Publikationen und regelmäßig veranstaltete Freiwilligentage bis heute nicht viel passiert.

Mit einer erwähnenswerten Ausnahme:
Schon 2012 indizierte Traude Triebel alle Sterbebücher der IKG (übrigens ohne öffentlichen Auftrag und ohne Fördergelder!), die den jüdischen Friedhof Währing (Wien) betreffen, siehe dazu unseren Blogartikel „Neue Datenbank mit ca. 29.000 Einträgen von 1784 – 1879„.

Eine dringend notwendige seriöse und umfassende Aufarbeitung des jüdischen Friedhofs Währing lässt weiter auf sich warten.

Ein neu gegründeter Verein gibt nun Anlass zur Hoffnung:

2017 gründete Günther Havranek den Verein „Rettet den jüdischen Friedhof Währing„. Sprecherin des Vereins ist Dr.in Jennifer Kickert. In der Grundsatzerklärung heißt es unter anderem:

Der Verein „Rettet den jüdischen Friedhof Währing“ hat sich das Ziel gesetzt, die Israelitische Kultusgemeinde Wien bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Dafür werden Spenden gesammelt, ein kleines Museum eingerichtet, Freiwilligenarbeit zur Reduktion des Pflanzenwuchses organisiert und regelmäßig Führungen veranstaltet, um das öffentliche Bewusstsein für diesen so bedeutsamen Ort in Wien stärken.

Das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt unterstützt gerne den Verein, insbesondere wenn es neben den geplanten Sanierungsmaßnahmen auch um eine wirklich seriöse und längst fällige, gründliche Aufarbeitung dieses berühmten Friedhofes, der ein einzigartiges Dokument der Wiener Kultur, Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft in der Zeit des Biedermeier ist, geht.

Konkret ist gemeint, dass wir sukzessive die hebräischen Grabinschriften (es gibt tausende davon), transkribieren und möglichst auch übersetzen, jedenfalls aber die wichtigsten Daten auslesen werden, digitalisieren und vor allem online publizieren.

Projektbeginn: Schawu’ot 5779 / Juni 2019.



Links zum Projekt


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Pierres de mémoire

ORF, religions du monde, « Pierres du Souvenir », diffusé le 17 Mars 2018 pierres et plaques de volonté du souvenir à la volonté de ses initiateurs sur les histoires de vie de l'ex-juive ...

ORF, religions du monde, « Pierres du Souvenir », diffusé le 17 Mars, 2018


Les pierres et plaques commémoratives doivent se référer aux histoires de vie des anciens habitants juifs par la volonté de ses initiateurs. Certains membres veulent construire avec une pierre tombale leurs parents morts - alors au lieu de la pierre tombale non-existante du souvenir de l'endroit où les membres du Kaddish, la prière traditionnelle pour parler les morts.

Le spectacle est encore 6 jours Bibliothèque de l'ORF disponible.

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« Au nom du peuple allemand »

Journée internationale du souvenir des victimes de l'Holocauste en 2017 marquer le jour du Souvenir, le 27 Janvier, nous fournissons un document temps poignant de Septembre 1938 en ligne (source: privé). Le juif ...

Journée internationale du souvenir des victimes de l'Holocauste en 2017

À l'occasion de Le jour du Souvenir, le 27 Janvier nous fournissons un document temps poignant de Septembre 1938 en ligne (Source: privé).
L'homme d'affaires juif Leo Palace a réussi à fuir avec sa famille en Amérique du Sud, les descendants aujourd'hui vivent au Chili.

Hofstattgasse 7, Wien XVIII

Hofstattgasse 7, Vienne XVIII, source: initiative-denkmalschutz.at


  • Wohnungsaufkündigung 1938, Seite 1

    page 1

  • Wohnungsaufkündigung 1938, Seite 2

    page 2

  • Wohnungsaufkündigung 1938, Seite 3

    page 3

  • Wohnungsaufkündigung 1938, Seite 4

    page 4


transcription

Au nom du peuple allemand!

Le tribunal de district a Döbling par le juge de district Dr. Lutz en tant que juges dans le cas de

Le demandeur: Hermione Hawlik, privée, Vienne 18, Hofstattgasse 7,
contre la
Partie défenderesse: Château Leo, homme d'affaires, Vienne 18, 7 Hofstattgasse

reconnu en raison de la résiliation à droite:

Le hg. La résiliation K 1464-1438 est déclarée valide et l'accusé est coupable, Hofstattgasse 7 appartement loué non. 9 laissé vacant pour faire passer (1938), le demandeur dans une suite forcée à la date Novembre, le 18 dans la maison de Vienne. Une déclaration de coût omis.

motifs:

Signalant que le défendeur Juif (non-Aryens) a, a eu lieu la fin de sujet, étaient contre lesquels des objections sont soulevées en ce sens que l'appartement est soumis à la loi du loyer, partie défenderesse aurait pas eu la décence ou, et la cohabitation avait été quelqu'un gâté. Soit dit en passant défendeur ne peut pas obtenir un autre appartement.

Le demandeur a cité la dépendance de louer cet appartement de règlement de ce différend, tout accusé a admis être un Juif d'avoir actuellement impliqué dans l'émigration en général, ce qui exclut toutefois pas les formalités durée inconnue.

La Cour est parvenue en raison des considérations suivantes Stattgebung de résiliation. Les motifs de résiliation de la loi sur les loyers ne sont pas exhaustives. Selon le § 19, par. 1, MG. le bail peut être résilié pour une bonne cause. Dans ce contexte, le commentaire Swoboda mène à ces lois soulignent que la reconnaissance d'une raison particulière de résiliation est plus facile si la question pourrait répondre par l'affirmative, que la recevabilité de la résiliation se trouve également dans l'intérêt public (p 208).
Tel est le cas pour plusieurs raisons. Tout d'abord, les besoins urgents de logement de logement de ses confrères est connu à la cour; la loi n'est pas pour elle-même, mais pour assurer la communauté nationale, nécessaire pour leurs besoins de protection des personnes qui sont au centre des services juridiques. Au sommet d'un tel système de valeur à l'individu et les personnes dont la vie a besoin, en particulier l'objectif des besoins de logement et sa satisfaction, ce qui est une condition essentielle de la prospérité actuelle et future du peuple. souffrent Insolange garçon avec une grande pénurie de logements et par ce moyen le gagne-pain des gens sont touchés de manière significative, l'avis doit comme dans ce cas, se voir accorder un intérêt public important pour cette seule raison (contrôle et recharge la vie familiale allemande).

Sieht man von dieser materiellen Seite jedoch ab, so muss auf Grund nachstehender grundsätzlicher Erwägungen die Wichtigkeit der vorliegenden Kündigung anerkannt werden: nach dem nationalsozialistischen Umsturz strebt die Staatsführung eine reinliche und durchgreifende Scheidung zwischen Volksgenossen deutschen oder artverwandten Blutes einerseits und den Angehörigen jüdischen Blutes andererseits an. Dass ein Jude nicht Volksgenosse sein kann, vielmehr aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen ist, liegt in der Natur der Sache begründet und ist im Reichsbürgergesetz vom 15. 9. 1935 verankert, welches nunmehr auch auf das Land Österreich Anwendung zu finden hat. In einer Reihe besonderer gesetzlicher Bestimmungen wird dahin Sorge getragen, dass die Angehörigen des jüdischen Volkes von jenen des deutschen Volkes abgesondert werden, indem das jüdische Volk in seine eigenen Lebensbezirke verwiesen und ihm die bisherigen Möglichkeiten enger und engster Beziehungen und Verbindungen mit dem deutschen Volke genommen werden. Es soll in alle Zukunft das jüdische Gastvolk in politisch kultureller und biologischer Beziehung vom deutschen Volk getrennt und geschieden werden. Der Grundsatz, dass zwischen Juden und Deutschen keine wie immer geartete Gemeinschaft, und zwar weder eine Volksgemeinschaft noch Haus- oder Gastgemeinschaft bestehen dürfe, ist im politischen wie sonstigen Leben des deutschen Volkes führend geworden, weshalb dem einzelnen Hauseigentümer in Beobachtung dieser Grundsätze ein weiteres Belassen eines jüdischen Mieters nicht zugemutet werden kann, wenn, wie hinzu kommt, die Wohnung für Angehörige deutschen oder artverwandten Blutes dringlich benötigt wird. Hierin liegt nicht der Kündigungsgrund des § 19/2,Pkt. 3, MG., sondern ein solcher eigener Art, erwachsen aus der öffentlich geforderten Trennung der bisher vermengten Volksangehörigen in allen Belangen des Lebens.

Cependant, ce fait est une raison importante au sens du § 19.1 MG. question était donc de décider comme ci-dessus.
Étant donné que les coûts ne sont pas enregistrés, ont représenté une remarque à ce sujet.

Tribunal de district Döbling, Abt. 4
Vienne, 9.9. 1938e


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, Du Burgenland dans le monde « - lancement du livre et lecture

Le Musée juif autrichien vous invite cordialement à « Du Burgenland au monde entier » présentation du livre Georg Gaugusch et conférence avec des photos jeudi, 15 Décembre 2016 19:00 Musée juif autrichien Durée: ...

Le Musée juif autrichien vous invite cordialement à

« Du Burgenland au monde entier »

Georg Gaugusch

Présentation du livre et lecture avec des images

Jeudi, 15 Décembre 2016 19:00

Musée juif autrichien

Durée: environ 60 minutes

En raison du grand intérêt que nous demandons la réservation des places au 9 Décembre 2016:

  • téléphone: +43 (0) 2682 65145
  • par E-Mail: info@ojm.at


Jeudi dernier était à Vienne, le deuxième volume de l'œuvre monumentale de l'historien Georg Gaugusch « qui était autrefois. La haute bourgeoisie juive de Vienne 1800-1938, LR « présenté (voir ORF Poste celle-ci).
Avance par le Musée juif autrichien, la index complet de nom (Au moins 34.000 noms!) Y compris l'enregistrement de tous les associés aux noms des lieux (20 000) en ligne.

Bien sûr, en particulier les relations avec le judaïsme Burgenland pour nous particulièrement dignes d'intérêt. En fait, la recherche par Georg Gaugusch offrent la possibilité intrigante l'histoire des Juifs dans le Burgenland et continuer à Eisenstadt et extrapole. Parce que, enfin, les noms des cimetières juifs du Burgenland enterrés retrouver leurs histoires.
Nous sommes très heureux que l'auteur donnera une conférence dans notre musée sur la base des portraits individuels de la famille au sujet de la mise en réseau et de l'importance mondiale des Juifs Burgenland.

Reitlinger-Mausoleum, Montparnasse, Paris

Reitlinger-mausolée, Montparnasse, Paris

Millions de touristes visitent Paris chaque année, et parmi eux pas quelques pas du célèbre cimetière Montparnasse. Flânant à travers cela, vous venez inévitablement dans deux des plus grands mausolées dans la capitale française - ceux de la famille Reitlingermembres dont rencontrés sur l'ancien cimetière juif de Eisenstadt. L'une des personnalités les plus influentes de Hongrie émergentes a également été à l'origine de Eisenstadt Bernhard Rust - sans lui et sa famille de nombreux bâtiments dans la capitale hongroise aurait probablement jamais venu. Les descendants de Eisenstadt famille Pollak apparaissent également dans les endroits les plus inattendus: Alors Alice Strauss était le seul héritier du roi de la valse viennoise de Johann Strauss, comme descendant de cette dynastie Eisenstadt comme une grande partie de la classe Berlin et Munich supérieur juif. La plupart des testeurs représentant a DH (David Heinrich) PollakQui a fondé l'industrie de la chaussure en Autriche et dont le nom comme une marque est toujours présent (Humanic).

Ou qui, dans la mayonnaise Kuner au Eisenstadt juif? Toute personne qui pense que la Maison Loos à Reichenau au Eisenstadt juif? le Eisenstädterin Julia Rosenfeld a été mariée au fondateur du Khunerwerke Emanuel Khuner et avait 13 enfants. Le Mattersburger Rabbi Ehrenfeld a supervisé la production casher. Et Emanuel Khuner était également le propriétaire de la maison Loos ...

Mais non seulement Eisenstadt, mais aussi les autres communautés juives dans le Burgenland ont produit des personnalités de la vie internationale. Vers 1800, était originaire de Vienne grossistes Kittsee Isaac Figdor de loin le plus gros exportateur de laine en Angleterre. Son petit-fils Albert créé à Vienne une impressionnante collection d'art et d'artisanat - il a été vendu aux enchères après sa mort en 1927 et dispersée aux vents. La étroitement liée à Lackenbach famille Schey Construit dans l'un des palais de Vienne Ringstrasse, les descendants maintenant dispersés en direct à travers le monde. Edmund de Waal dans son best-seller international « Le lièvre yeux d'ambre » et la famille pensée.


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conclusion:

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