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	<title>Koschere Melange &#187; eisenstadt</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>40 Jahre Österreichisches Jüdisches Museum</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 08:32:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[40 jahre]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Blogleserinnen und Blogleser, unser Museum startet 2012 in sein 40-Jahr-Jubiläum! Ein Jubiläum, das nicht nur für uns, sondern auch innerhalb der Jüdischen-Museen-Landschaft ein ganz besonderes ist. Daher diesmal ein Artikel in &#8220;eigener Sache&#8221;. Wir haben in diesem Jubiläumsjahr sehr viel vor und selbstverständlich halten wir Sie hier und in unserem Newsletter ständig auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Blogleserinnen und Blogleser,</p>
<p>unser Museum startet 2012 in sein 40-Jahr-Jubiläum! Ein Jubiläum, das nicht nur für uns, sondern auch innerhalb der Jüdischen-Museen-Landschaft ein ganz besonderes ist.</p>
<p>Daher diesmal ein Artikel in &#8220;eigener Sache&#8221;. Wir haben in diesem Jubiläumsjahr sehr viel vor und selbstverständlich halten wir Sie hier und in unserem Newsletter ständig auf dem Laufenden.</p>
<p class="centered"><img class="ob" src="http://www.ojm.at/blog/bilder/logoOJM.jpg" width="240" height="240" alt="Logo Österreichisches Jüdisches Museum" /></p>
<p><br class="clear" /></p>
<p>2012 feiert das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt sein 40-jähriges Bestehen. Das gesamte Jahresprogramm, das mit einer Reihe innovativer musealer Angebote aufwartet, steht im Zeichen dieses Jubiläums. Highlights des Jubiläums-Jahresprogramms 2012 sind </p>
<ul>
<li><strong>die Stadt- und Straßenausstellung &#8220;Ver-/Be-gangen&#8221;</strong> und  </li>
<li><strong>die Präsentation eines &#8220;Reiseführers durch das jüdische Burgenland&#8221;</strong> </li>
</ul>
<h3>VER-/BE-GANGEN</h3>
<p>Das Projekt &#8220;Ver-/Be-gangen&#8221; präsentiert sich als temporäre Stadt- und Straßenausstellung und damit als museales Projekt außerhalb des musealen Raums. Es soll ab Frühjahr 2012 Spuren des jüdischen Eisenstadt für EisenstädterInnen und EisenstadtbesucherInnen sicht- und begehbar machen: Schauplätze ehemaligen jüdischen Lebens sollen durch Bodenmarkierungen und Textfelder kenntlich gemacht und damit Impulse des Erinnerns in das Eisenstädter Stadtbild eingetragen werden. Ziel des Ausstellungsprojekts ist die Ver-öffentlich-ung musealer Erinnerungs-Arbeit – als Aufbereitung der jüdischen Geschichte Eisenstadts im öffentlichen Raum, außerhalb der &#8220;Laborsituation Museum&#8221;.  </p>
<h3>REISEFÜHRER DURCH DAS JÜDISCHE BURGENLAND</h3>
<p>Auch in punkto Jubiläumspublikation geht das Österreichische Jüdische Museum ungewöhnliche Wege: Anstelle einer üblichen Jubiläums-Festschrift wird ein „Reiseführer durch das jüdische Burgenland“ präsentiert. Der &#8220;Reiseführer&#8221;, der die LeserInnen durch die ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlands begleitet, will Burgenland-Besucher und alle Interessierten einladen, Spuren des traditionsreichen jüdischen Lebens in der Region vor Ort zu entdecken. Der &#8220;Reiseführer durch das jüdische Burgenland&#8221; wird in deutscher und englischer Sprache erscheinen und soll im Herbst präsentiert werden. </p>
<p>Außerdem bringt das Jubiläumsjahr unter anderem neue Kinderprogramme, Hebräischkurse, zahlreiche literarische und musikalische Veranstaltungen sowie den weiteren Ausbau des Online-Angebots, das sich schon jetzt als substantieller Teil der musealen Gesamtidentität präsentiert (<a href="http://koschere-melange.at/" title="Interner Link zur Startseite des Blogs">Blog &#8216;Koschere Melange&#8217;</a>, <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt'">Facebook</a>, <a href="https://twitter.com/JewishMuseumAT" title="Externer Link zu 'twitter.com/JewishMuseumAT">Twitter</a>).</p>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum in Eisenstadt wurde 1972 als erstes jüdisches Museum in Österreich nach 1945 gegründet und zählt zu den Pionieren unter den jüdischen Museen Europas. Die Initiative zur Museumsgründung kam vom Vorstand des Instituts für Judaistik der Universität Wien, Univ.-Prof. DDr. Kurt Schubert, unterstützt durch den damaligen Landesrat für Kultur und späteren Bundeskanzler Dr. Fred Sinowatz, der bis zu seinem Tod im Jahr 2008 als Präsident des Trägervereines des Museums fungierte. </p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[310112]" title="Das Wertheimerhaus, ca. 1921"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hausGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/haus.jpg" width="550" height="344" alt="Das Wertheimerhaus, ca. 1921" /></a></p>
</div>
<p class="centered">2011 feierte das Burgenland seine 90-Jahr-Feier. 1921 beherbergte das Wertheimerhaus noch die &#8220;Weinhandlung Leopold Wolf&#8217;s Söhne&#8221; und im Nebenhaus, im heutigen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/27/ein-entzueckendes-kleines-barockpalais/" title="Interner Link zum Artikel 'Ein entzückendes kleines Barockpalais'">Landesmuseum</a>, errichtete Sandor Wolf seine &#8220;Wolf-Sammlung&#8221; mit einem sehr großen Judaicabestand.<br />
2012 feiert das jüdische Museum in Eisenstadt sein 40-jähriges Jubiläum.  </p>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum hatte das Glück, sich im Palais des ungarischen Landesrabbiners Samson Wertheimer in der ehemaligen Judengasse von Eisenstadt einrichten zu können; somit befindet es sich an einem Ort, an dem jüdisches Leben seit dem Mittelalter belegt ist und mehr als 300 Jahre lang eine namhafte jüdische Gemeinde angesiedelt war. Das Museum mit hauseigener Synagoge ist dieser einzigartigen jüdischen Geschichte Eisenstadts und der Region inhaltlich verpflichtet. Es bietet auf rund 1000 m² Ausstellungsfläche einen informativen und ästhetischen Rahmen für die Geschichte, Religion und Kultur des österreichischen, insbesondere des burgenländischen Judentums.</p>
<p class="tipp">Quelle: <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120130_OTS0204/oesterreichisches-juedisches-museum-programmvorschau-zum-40-jahr-jubilaeum" title="Externer Link zu 'ots.at...'">ots.at vom 30. Jänner 2012</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ari Rath &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/26/ari-rath-nachlese/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 14:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
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		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz des Termins am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertages kamen über 100 BesucherInnen, um in der Arbeiterkammer Burgenland in Eisenstadt den langjährigen Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, Ari Rath, zu hören. Wenn ein Weitgereister und Wissender wie Ari Rath spricht, können natürlich 90 Minuten nicht reichen. Doch und trotz der Zeitbeschränkung: Es war ein höchst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz des Termins am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertages kamen über 100 BesucherInnen, um in der Arbeiterkammer Burgenland in Eisenstadt den langjährigen Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/10/23/kopf-und-tipp-der-woche-ari-rath/" title="Interner LInk zum Beitrag vom 23. Oktober 2011">Ari Rath</a>, zu hören.</p>
<p>Wenn ein Weitgereister und Wissender wie Ari Rath spricht, können natürlich 90 Minuten nicht reichen. Doch und trotz der Zeitbeschränkung: Es war ein höchst informativer Abend, ein brillanter Ari Rath faszinierte das Publikum: von der Landesrätin bis zu einer großen Anzahl Jugendlicher sowie BesucherInnen aus Eisenstadt, dem Burgenland und dem angrenzenden Niederösterreich konnten begrüßt werden.</p>
<div id="mittig3d">
<ul id="bildchen5">
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Ari Rath am 25. 10. 2011 in der AK Burgenland"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath01.jpg" width="150" height="150" alt="Ari Rath am 25. 10. in der AK Burgenland" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Etwa 100 BesucherInnen bei der Veranstaltung"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath02.jpg" width="150" height="150" alt="Etwa 100 BesucherInnen bei der Veranstaltung" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Veranstalter Thomas Lehner (AK) bedankt sich bei Ari Rath"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath03.jpg" width="150" height="150" alt="Veranstalter Thomas Lehner (AK) bedankt sich bei Ari Rath" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Selbstverständlich wollen wir Sie auch diesmal online ein wenig teilhaben lassen an diesem außergewöhnlichen Abend:</p>
<p>Meine zweite Frage bezog sich auf den bekanntesten und berühmtesten Eisenstädter Juden Alexander (Sandor) Wolf, der – wie Ari Rath – 1938 über Triest nach Haifa geflohen war, wo Wolf am 2. Jänner 1946 starb. Einige Monate vor seinem Tod, im Sommer 1945, ersuchten ihn in Triest lebende Verwandte, doch nach Österreich zurückzukehren. Sandor Wolfs Antwort war: </p>
<blockquote><p>Ich beabsichtige nicht zurückkehren, weil man uns die Heimatliebe ausgebläut hat.</p></blockquote>
<p>Diese Worte Wolfs haben sich in mir nicht nur sehr tief eingeprägt, sondern sie fielen mir wieder ein, als ich las, dass Ari Rath einmal schrieb: </p>
<blockquote><p>Ich konnte nie verstehen, dass ein Teil ehemaliger österreichischer Juden gerne ihre deutsch-österreichische Sprache über all die Jahre weiter pflegte und einen österreichischen Pass annahm.
</p></blockquote>
<p><cite>Ari Rath, Von Wien nach Jerusalem. Lebensstationen, in: Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten, Berlin 2005, S. 39</cite></p>
<p>Ich fragte also Ari Rath, wie es um seine &#8220;Heimatliebe&#8221; steht und wie er seine Beziehung zu Österreich hier und heute sieht?<br />
Ari Raths Antwort war lange, im Kern sehr deutlich und sehr berührend, hören Sie selbst:</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:420px; height:315px" data="http://www.youtube.com/v/aBMaLNNsU6c?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aBMaLNNsU6c?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p>Ich danke sehr herzlich den Veranstaltern, insbesondere dem Initiator des Abends, Thomas Lehner sowie Frau <abbr>Mag.<sup>a</sup></abbr> Claudia Kreiner-Ebinger, dass mir die Ehre zuteil wurde, mit Ari Rath sprechen zu dürfen. Ebenso bedanke ich mich bei Lukas Lehner, dass er sich spontan bereit erklärt hat, uns film- und fototechnisch unter die Arme zu greifen. </p>
<div class="pagenavi">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/10/16/bild-und-kopf-der-woche-ausmal-ben-gurion/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Kopf der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen 'Kopf'">  Kopf der Woche &#8220;Ausmal-Ben-Gurion&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/11/27/koepfe-der-woche-rubinstein-zweig/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Kopf der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten 'Kopf'"> Köpfe der Woche &#8220;Rubinstein / Zweig&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Kopf und Tipp der Woche &#8211; Ari Rath</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/23/kopf-und-tipp-der-woche-ari-rath/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 09:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf der Woche]]></category>
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		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu Erzählungen eines Zeitzeugen. Ari Rath im Gespräch mit Johannes Reiss Wann: Dienstag, 25. Oktober, 18.00 – 21.00 Uhr Wo: Arbeiterkammer (AK) Burgenland, Wiener Straße 7, 7000 Eisenstadt, Festsaal Die Veranstaltung wurde von der AK Burgenland initiiert, in Kooperation mit unserem Museum, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller &#038; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu</p>
<p><strong>Erzählungen eines Zeitzeugen. Ari Rath im Gespräch mit Johannes Reiss</strong></p>
<p>Wann: <strong>Dienstag, 25. Oktober, 18.00 – 21.00 Uhr</strong><br />
Wo:  <strong>Arbeiterkammer (AK) Burgenland,<br />
Wiener Straße 7, 7000 Eisenstadt, Festsaal</strong></p>
<p>Die Veranstaltung wurde von der <acronym>AK</acronym> Burgenland initiiert, in Kooperation mit<br />
unserem Museum, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller &#038; KünstlerInnen&#8221;, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und Aktiver Antifaschist/Inn/en&#8221;, dem &#8220;Sozialdemokratischen LehrerInnenverein Burgenland&#8221;, der &#8220;Österreichischen Gewerkschaftsjugend Burgenland&#8221; und der &#8220;Sozialistischen Jugend&#8221;.</p>
<p>Ich freue mich außerordentlich mit einem der wohl berühmtesten und weitestgereisten Zeitzeugen sprechen zu dürfen. </p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[231011]" title="Titelbild 'Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten', Berlin, 2005" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRathGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRathGR.jpg" width="200" height="162" alt="Titelbild 'Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten', Berlin, 2005" /></a></p>
</div>
<p>Ari Rath wurde 1925 in Wien geboren, besuchte daselbst das Wasa-Gymnasium und wanderte im November 1938 mit der Jugendalija nach Palästina aus. Schon seit Oktober 1958 politischer und diplomatischer Berichterstatter bei der Jerusalem Post, war er von 1975 – 1989 deren Chefredakteur und Herausgeber, berichtete mehrere Jahrzehnte sozusagen aus dem Allerheiligsten der Arbeiterpartei und porträtierte die Großen in Israels Staatsgeschichte: Golda Meir, Moshe Dayan, Shimon Peres und viele andere. Legendär ist sein erster großer journalistischer &#8220;<span lang="en" xml:lang="en">Scoop</span>&#8221; 1960, als es ihm gelang, in <span lang="en" xml:lang="en">New York</span> dem inoffiziellen Treffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer beizuwohnen.<br />
Das große Lebensthema Ari Raths ist die Rolle Israels in der Welt und die Zukunft des jüdischen Staates.</p>
<p><cite>Bildquelle: Titelbild &#8220;Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten, Berlin, 2005</cite></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sukkot 5772</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/12/sukkot-5772/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/10/12/sukkot-5772/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 07:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[sukkot]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Abend beginnt das Laubhüttenfest (Sukkot). Wir wünschen allen schöne Feiertage! &#8211; Happy Sukkot! חג שמח ומועדים לשמחה Ein Blick zurück in die Eisenstädter Judengasse am Beginn des 20. Jahrhunderts: Noch am selben Abend [Ausgang des Jom Kippur] wird zum Aufbau der Laubhütten geschritten, welche Arbeit hier freilich den Namen &#8220;Abbau&#8221; verdienen würde. In vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="centered"><strong>Heute Abend beginnt das Laubhüttenfest (Sukkot). Wir wünschen allen schöne Feiertage! &#8211; Happy Sukkot!</strong></p>
<p class="centered"><span class="hebr" dir="rtl">חג שמח ומועדים לשמחה</span></p>
<p>Ein Blick zurück in die Eisenstädter Judengasse am Beginn des 20. Jahrhunderts:</p>
<blockquote><p>Noch am selben Abend [Ausgang des Jom Kippur] wird zum Aufbau der Laubhütten geschritten, welche Arbeit hier freilich den Namen &#8220;Abbau&#8221; verdienen würde. In vielen Häusern befinden sich nämlich noch &#8220;gebaute Szukko&#8217;s&#8221;, d.h. Wohngeschoße, deren Dach aufhebbar ist und die, nachdem ihre Decke mit Tannenreisig belegt worden, sieben Tage hindurch als Laubhütten dienen. Fast von jedem Hausboden sah man früher diese Dachflügel, wie zwei Riesenschwingen in die Höhe ragen, um sich vor jedem Regen, wie auf Kommando schließen. Unten aber regen sich hundert tätige Hände, die die Dekorationen der Festeshütten fertig stellen wollen. Nach buntem Papier, nach Gold- und Silberflitter, nach Nüssen, Kastanien, Blumen und leeren Kürbissen ist große Nachfrage: die Kinder sind die kleinen Künstler des Tages, die weitgewanderten Talmudjünger aber meist ihre Lehrmeister. – Das Szukkothfest [Laubhüttenfest] tritt ein: schöne Tage für die sorglose Jugend. Es ist die Zeit der Nüssespiele. In allen Ecken und Hofwinkeln siehst du Gruppen von Kindern, die sich mit &#8220;Droges&#8221; vergnügen, &#8211; ein Spiel, bei dem mit einer Nuss auf eine Nusspyramide von vier Nüssen geworfen wird, &#8211; oder es wird &#8220;Bechoreles&#8221; gespielt, wobei auf den am Anfang einer liegenden Nussreihe aufrechtstehenden &#8220;Bechor&#8221; (wörtlich &#8220;Erstgeborener&#8221;) geschoben wird. [...]</p>
<p>Hoschanna-rabbo (heuer am 19. Oktober) entbehrt hier fast ganz jenes sagenreichen, gespensterhaften Charakters, den dieser Tag im Osten besitzt: der Eisenstädter ist im allgemeinen für die Mystik nicht zugänglich. Man wacht zwar bis Mitternacht, aber kein Mensch denkt daran, aus dem Mondesschatten seine Zukunft zu lesen; abends werden die &#8220;Schaines&#8221; (Hoschano&#8217;s) [Sträußchen aus fünf Weidenzweigen] in der Szukko sorgsam direkt beim Lichte der Jomkippurkerze gebunden, &#8211; die alten Lulowblätter [Palmzweige] zum Binden werden im Tempel gratis verteilt, &#8211; aber wer gedenkt des schönen, alten Nationalfestes der &#8220;Wasserschöpfe&#8221;, dem die Wasserweide ihre Bedeutung verdankt? Man weiß soviel, dass dieser 10. Tag nach Jomkippur als allerletzter Sühntag in der Reihe der &#8220;furchtbaren Tage&#8221; gilt und dies gibt dem Gottesdienste einen feierlichen Anstrich: der Vorbeter betet im Kittel [Totenhemd] und man klopft nicht, sondern ruft &#8220;in Schul&#8221; – darin besteht sein ganzer Vorzug.</p></blockquote>
<h3>Schlussfeiertage</h3>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[121011]" title="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Eisenstadt 1934"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/sukkot01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/sukkot01.jpg" width="430" height="411" alt="Obstauswerfen zu Simchat Tora, Eisenstadt 1934" /></a></p>
<p class="center">Obstauswerfen zu Simchat Tora, Eisenstadt 1934<br />
<cite>Bild-&copy;: Burgenländisches Landesmuseum</cite></p>
</div>
<blockquote><p>Der Vormittag des Sch’mini Azereth [der erste Schlussfeiertag des Laubhüttenfestes, heuer der 20. Oktober] ist noch weniger fröhlicher Natur: Die Totenerinnerung, das &#8220;Maskir Neschomes&#8221; [Seelengedächtnis] und das mit den Allüren der hohen Feiertage belegte &#8220;Geschembenschen&#8221; (Gebet um Regen) stimmen ernst.[...]</p>
<p>Heute erweisen die Jünglinge selbst der Tora ihren Tribut, indem sie ebenso wie die Kinder mit ihren Papierfahnen, an den &#8220;Hakofoth&#8221; [Rundgängen mit den Torarollen in der Synagoge] unter fliegendem Banner, teilnehmen.<br />
Und doch hat die Jugend keine Tugend. Kaum ist es Nacht geworden, so wird der getreue Eckart, der Nachtwächter, unter irgendeinem Vorwande aus der Gasse entführt oder berauscht. Die geschlossenen Haustore öffnen sich, Kisten, Leitern, Bänke werden sichtbar, bald erheben sich mitten in der Gasse Barrikadenwälle, auf denen herabgeholte Firmentafeln, Auslagenschilder, Plakate prangen. Auch sonst spukt es in den Häusern: manch schöne Gänsebrust, Obst oder Gebäck hat sich anderen Tages an fremden Orten aufgefunden; an den Gassenfronten der Häuser aber erscheinen morgens geheimnisvolle Inschriften, zu deren Deutung es jedoch selten eines Daniels bedarf.</p></blockquote>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[121011]" title="Tortenabholen in Eisenstadt 1934"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/sukkot02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/sukkot02.jpg" width="430" height="307" alt="Tortenabholen in Eisenstadt 1934" /></a></p>
<p class="center">Tortenabholen in Eisenstadt 1934<br />
<cite>Bild-&copy;: Burgenländisches Landesmuseum</cite></p>
</div>
<blockquote><p>Die größere Jugend hat inzwischen ihrer Pflicht, vor der Tora zu erscheinen, Genüge geleistet und versammelt sich nun in der Gasse. Die schon vorgestern gedungene Musikkapelle zieht an, der Rabbiner, als &#8220;Bräutigam der Tora&#8221; (so wird derjenige Honoratior benannt, mit dem das Verlesen der Bibel beendet wird) wird mit klingendem Spiel aus dem Tempel abgeholt und unter dem Trauhimmel nach Hause begleitet. Dann folgt die Kontribution. Alte Eisenstädter Sitte erheischt es, dass jede Familie, in der sich ein Bräutigam oder Braut, resp. ein dieses Jahr neuvermähltes Ehepaar befindet, den jungen Leuten am Szimchath-Thora (&#8220;Freudenfest der Tora&#8221;, heuer der 21. Oktober) eine Torte überreichte, &#8211; wohl als Lösegeld dafür, dass sie dem ledigen Stande Ade gesagt. Die Torten werden deputativ von jedem einzelnen abgeholt und mit Musiktusch begrüßt. Interessant aber ist es zu sehen, wie die ärmsten Klassen mit den reichsten wetteifern, je Geschmackvolleres, Besseres zu liefern. Die schönste Torte wird dem Rabbiner übermittelt, zu den übrigen versammelt sich nachmittags die Jugend in einem Saale. </p></blockquote>
<p><cite>Fürst A., Sitten und Gebräuche einer Judengasse, Székesfehérvar 1908</cite></p>
<div class="centered">
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</div>
<p class="centered">Sukkot: <span lang="en" xml:lang="en">Back to Basics</span></p>
<p class="tipp">Zum Brauch mit den Nüssen usw. lesen Sie bitte unseren <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/bild-der-woche-versoehnungsstangerl/" title="Interner Link zum Beitrag vom 22.11.09">Beitrag über das &#8220;Versöhnungsstangerl&#8221;</a> und insbesondere auch den <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/bild-der-woche-versoehnungsstangerl/#comment-102" title="Inerner Link zum Kommentar von Yoav Sapir">2. Kommentar unseres Gastautors Yoav Sapir</a>!</p>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Rabbiner Schlesinger</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 08:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[strassbourg]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstagnachmittag besuchte Rabbiner Samuel (Akiva) Yaffe-Schlesinger mit seiner Familie (aus Frankreich, Israel, USA) unser Museum. Geboren 1939, ist er der Sohn des letzten Rabbiners Eisenstadts, Markus (Mordechai) Yaffe-Schlesinger (1931 &#8211; 1938), der wiederum seinem Vater, Karl (Akiba) Klein als Rabbiner gefolgt war. Rabbiner Samuel Schlesinger ist Oberrabbiner in Strassbourg (F). Der Besuch kam unangemeldet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstagnachmittag besuchte Rabbiner Samuel (Akiva) Yaffe-Schlesinger mit seiner Familie (aus Frankreich, Israel, USA) unser Museum. Geboren 1939, ist er der Sohn des letzten Rabbiners Eisenstadts, Markus (Mordechai) Yaffe-Schlesinger (1931 &#8211; 1938), der wiederum seinem Vater, Karl (Akiba) Klein als Rabbiner gefolgt war. Rabbiner Samuel Schlesinger ist Oberrabbiner in Strassbourg (F).</p>
<p>Der Besuch kam unangemeldet und Herrn Rabbiner Schlesinger zu begegnen, gehörte für mich zu einem der erhebensten und schönsten Momente in fast 30 Jahren Dienstzeit im jüdischen Museum.<br />
Daher nach langem wieder einmal ein – ganz besonderer – Gästebucheintrag &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210811]" title="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger01.jpg" width="550" height="322" alt="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger" /></a></p>
</div>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210811]" title="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger02.jpg" width="550" height="365" alt="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger" /></a></p>
</div>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210811]" title="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger03.jpg" width="550" height="298" alt="Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger" /></a></p>
</div>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[210811]" title="Gästebucheintrag der Tochter von Rabbiner Samuel Schlesinger"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/schlesinger04.jpg" width="550" height="418" alt="Gästebucheintrag der Tochter von Rabbiner Samuel Schlesinger" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Gästebucheintrag von Rabbiner Samuel Schlesinger sowie seiner Familie</p>
<div class="pagenavi">
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Eisenstädter Hakoah</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/07/14/die-eisenstadter-hakoah/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/07/14/die-eisenstadter-hakoah/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 08:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine sport-geschichtliche Fußnote Im Februar 1924 wird der Wiener Hakoah ein kleines Schwesterchen geboren &#8211; tief im Osten, in der gerade erst österreichisch gewordenen burgenländischen Provinz: die Eisenstädter Hakoah (&#8220;haKoah&#8221; = hebr. &#8220;die Kraft&#8221;). Es ist (nach allem, was wir wissen) ein Geschwisterchen mit vergleichsweise bescheidenem sportlichem Potential, das da im jüdischen Eisenstadt das Licht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine sport-geschichtliche Fußnote </h3>
<p>Im Februar 1924 wird der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SC_Hakoah_Wien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Wiener Hakoah</a> ein kleines Schwesterchen geboren &#8211; tief im Osten, in der gerade erst österreichisch gewordenen burgenländischen Provinz: die Eisenstädter Hakoah (&#8220;haKoah&#8221; = hebr. &#8220;die Kraft&#8221;). Es ist (nach allem, was wir wissen) ein Geschwisterchen mit vergleichsweise bescheidenem sportlichem Potential, das da im jüdischen Eisenstadt das Licht der (Vereins-)Welt erblickt, und doch &#8211; ausgestattet mit hehren Ambitionen und einigem regional-sportlichem Engagement: Im Dienst der</p>
<blockquote><p>[k]örperliche[n] und geistige[n] Ertüchtigung der Eisenstädter jüdischen Jugend</p></blockquote>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140711]" title="Brief von Hakoah-Obmann Karl Schlesinger - mit Briefkopf und Siegel des Vereins (mit dem - inoffiziellen - Gründungsjahr 1923)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball02.jpg" width="250" height="327" alt="Brief von Hakoah-Obmann Karl Schlesinger - mit Briefkopf und Siegel des Vereins (mit dem - inoffiziellen - Gründungsjahr 1923)" /></a>
</p>
</div>
<p>soll der neue Verein stehen und sich außerdem der <em>&#8220;Pflege der Kultur durch Veranstaltungen von gesellschaftlichen Zusammenkünften&#8221;</em>  widmen, so bestimmen es die Gründungsstatuten der Hakoah, mit vollem Titel: &#8220;Eisenstädter Sport- und Geselligkeitsverein &#8216;Hakoah&#8217;&#8221;. Zu diesem Zweck sollen &#8220;Athletische Wettkämpfe&#8221; arrangiert werden, ebenso &#8220;gesellschaftliche Zusammenkünfte, Unterhaltungen und Theateraufführungen&#8221;; und natürlich (und wohl an erster Stelle) soll auch gekickt werden in der Eisenstädter Hakoah (<cite>zitiert aus den &#8220;Statuten des Eisenstädter Sport- und Geselligkeitsvereines &#8216;Hakoah&#8217;&#8221;, Burgenländisches Landesarchiv</cite>).</p>
<p class="tipp2">Bild: Brief von Hakoah-Obmann Karl Schlesinger &#8211; mit Briefkopf und Siegel des Vereins (mit dem &#8211; inoffiziellen &#8211; Gründungsjahr 1923; <em>Burgenländisches Landesarchiv</em>)</p>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Der große Namensvetter, die Wiener Hakoah (die <abbr>u.a.</abbr> auch in Graz und Innsbruck <a href="http://books.google.at/books?id=fPBav3dZm_4C&#038;pg=PA37&#038;dq=Hakoah+eisenstadt&#038;hl=de&#038;ei=TFgbTp7FKMep8QOSksQE&#038;sa=X&#038;oi=book_result&#038;ct=result&#038;resnum=1&#038;ved=0CCkQ6AEwAA#v=onepage&#038;q=Hakoah%20eisenstadt&#038;f=false" title="Externer Link zu 'books.google.at...'">Ableger</a> hatte), taugte da zweifellos als respektables, wiewohl unerreichbares Vorbild, krönte sie sich doch Mitte der 20er Jahre zum österreichischen Fußballmeister &#8211; da steckte der burgenländische Fußball und mit ihm die Eisenstädter Hakoah freilich noch in den Kinderschuhen &#8230;</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140711]" title="Meisterschaftstabelle 'Eisenstädter Kreis' (13. Juli 1924) - mit einem für die Hakoah allerdings eher unerfreulichen Tabellenstand ..."  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball03.jpg" width="250" height="157" alt="Meisterschaftstabelle 'Eisenstädter Kreis' (13. Juli 1924) - mit einem für die Hakoah allerdings eher unerfreulichen Tabellenstand ..." /></a></p>
<p>Meisterschaftstabelle &#8220;Eisenstädter Kreis&#8221;<br />
 mit einem für die Hakoah allerdings eher<br />
unerfreulichen Tabellenstand &#8230;<br />
(Neue Eisenstädter Zeitung, 20. 07. 1924, 6)
</p>
</div>
<p>Tatsächlich war das Burgenland (auch) in fußball-technischer Hinsicht ein Nachzügler: Erste ( mehr oder minder offizielle) Vereinsgründungen sind zwar schon ab 1907 (SC Eisenstadt) überliefert, ein burgenländischer Landesverband konstituierte sich aber erst 1923/24 &#8211; mit an Bord, ab der ersten Generalversammlung im März 1924, auch die eben erst gegründete Hakoah, die organisatorisch (klarerweise) dem &#8220;Kreis Eisenstadt&#8221; zugewiesen wurde, wo man sich <abbr>u.a.</abbr> mit dem SV Mattersdorf/Mattersburg und dem Lokalrivalen SC (&#8220;Freiheit&#8221;) Eisenstadt matchte &#8230;<br />
<cite>(Vgl. Franz Just (Hg.): Der Fußballsport im Burgenland. (Von den Anfängen bis zur Jetztzeit) Eisenstadt 1970. S. 13-18, 231f., 429. Zur Übersicht auch: &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball_im_Burgenland" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Fußball im Burgenland</a>&#8220;.)</cite></p>
<p class="tipp">Bemerkenswert auch: Mehrfach belegt ist ein &#8220;kombiniertes&#8221; Antreten der beiden Eisenstädter Klubs &#8211; die Eisenstädter &#8220;Freiheit&#8221; und die Hakoah fanden sich also, so scheint es, zu einer Eisenstädter &#8220;Stadt-Auswahl&#8221; zusammen, und das durchaus mit Erfolg:</p>
<div id="mittig2h">
<ul id="bildchen5">
<li><a rel="lightbox[140711]" title="'Kombinierte' Erfolge der Eisenstädter Klubs" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball04.jpg" width="250" height="37" alt="'Kombinierte' Erfolge der Eisenstädter Klubs" /></a>
<p class="tipp3">&#8220;Kombinierte&#8221; Erfolge der Eisenstädter Klubs,<br />
Neue Eisenstädter Zeitung, 15. Juni 1924, S. 6;<br />
ebd., 25. Mai 1924, S. 4.</p>
</li>
<li><a rel="lightbox[140711]" title="'Kombinierte' Erfolge der Eisenstädter Klubs" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball05GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball05.jpg" width="250" height="423" alt="'Kombinierte' Erfolge der Eisenstädter Klubs" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Und auch abseits des Fußballplatzes scheint sich die Hakoah nach Kräften in den gerade erst anlaufenden burgenländischen Sportbetrieb eingebracht zu haben &#8211; so etwa bei den ersten burgenländischen Leichtathletik-Meisterschaften im Juni 1926 &#8230;</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140711]" title="'Pollitzer ('Hakoah' Eisenstadt) 5,13 m' (Weitsprung) - Ergebnisse der ersten burgenländischen Leichtathletik-Meisterschaften 1926" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball06GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball06.jpg" width="250" height="273" alt="'Pollitzer ('Hakoah' Eisenstadt) 5,13 m' (Weitsprung) - Ergebnisse der ersten burgenländischen Leichtathletik-Meisterschaften 1926" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8220;Pollitzer (&#8216;Hakoah&#8217; Eisenstadt) 5,13 m&#8221; (Weitsprung) &#8211; Ergebnisse der ersten burgenländischen Leichtathletik-Meisterschaften 1926, Neue Eisenstädter Zeitung, 27. Juni 1926, <abbr>S.</abbr> 5 </p>
<p>Allerdings: Langes sportliches Glück war der Eisenstädter Hakoah nicht beschieden. Schon im Mai 1933, keine 10 Jahre nach Vereinsgründung, musste die Vereinsführung – Obmann Karl Schlesinger, Schriftführer Isidor Benedikt und Kassier Eugen Schneider (Vgl. auch Just a.a.O. S. 232) – die freiwillige Selbst-Auflösung der Hakoah vermelden: „Grund der freiwilligen Auflösung war Mitgliedsmangel. – Vereinsvermögen war nicht vorhanden“, heißt es lapidar in der entsprechenden Meldung des Hakoah-Vorstands an die Behörden (<cite>Brief vom 2. Mai 1933 an das Bundespolizeikommissariat Eisenstadt; Burgenländisches Landesarchiv</cite>).</p>
<p>Weiter verwundern muss der Mitgliedermangel nicht – immerhin zählte Eisenstadt in den 20er und 30er Jahren im Ganzen bereits weniger als 500 jüdische Einwohner&#8230; (<cite>vgl. Fritz Zimmermanns Übersicht zur Bevölkerungsentwicklung in Hugo Gold: Gedenkbuch der untergegangenen Judengemeinden des Burgenlandes. Tel Aviv 1970. S. 133ff.</cite>)</p>
<p>Doch auch wenn damit die Tage der Hakoah gezählt waren: Gekickt jedenfalls wurde &#8211; das Foto beweist&#8217;s &#8211; bei der &#8220;Eisenstädter jüdischen Jugend&#8221; auch weiterhin &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140711]" title="Kicken in der Eisenstädter Haydngasse: Fred Poll (rechts) und Heinrich Trebitsch, 1935"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussballGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/fussball.jpg" width="550" height="335" alt="Kicken in der Eisenstädter Haydngasse: Fred Poll (rechts) und Heinrich Trebitsch, 1935" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Kicken in der Eisenstädter Haydngasse: Fred Poll (rechts) und Heinrich Trebitsch, 1935; Fred Poll (eigentlich: Politzer), geboren 1921 in Eisenstadt, emigrierte 1939 nach England, später nach New York; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/02/27/praesentation-oe-bild-nachlese/" title="Interner Link zu 'Präsentation OE-Bild-Nachlese'">Heinrich Trebitsch</a> ist einer der wenigen jüdischen Rückkehrer nach Eisenstadt und lebt heute ebendort (<cite>vgl. und entnommen aus: Gert Tschögl u.a. (Hg.): Vertrieben. Erinnerungen burgenländischer Juden und Jüdinnen. Wien 2004. S. 155, 157</cite>).</p>
<p><strong>Besten Dank an STANDARD-Redakteur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Weisgram" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Wolfgang Weisgram</a> für den Hinweis auf die Eisenstädter Hakoah sowie an das Burgenländische Landesarchiv!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Er führte mich in einen Ort der Gelehrsamkeit &#8230;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/06/26/er-fuhrte-mich-in-einen-ort-der-gelehrsamkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 09:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=784</guid>
		<description><![CDATA[Zur &#8220;Jahrzeit&#8221; von Rabbi Meir Eisenstadt &#8211; MaHaRaM ASCH Das bedeutendste Grab am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt und wohl auch das bekannteste aller jüdischen Friedhöfe des heutigen Burgenlandes, ist jenes des ersten Rabbiners der Gemeinde Eisenstadt: Meir ben Isak, der später den Namen seiner Wirkungsstätte annahm und &#8211; in der hebräischen Abkürzung &#8211; MaHaRaM [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Zur &#8220;Jahrzeit&#8221; von Rabbi Meir Eisenstadt &#8211; MaHaRaM ASCH</h3>
<p>Das bedeutendste Grab am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt und wohl auch das bekannteste aller jüdischen Friedhöfe des heutigen Burgenlandes, ist jenes des ersten Rabbiners der Gemeinde Eisenstadt: Meir ben Isak, der später den Namen seiner Wirkungsstätte annahm und &#8211; in der hebräischen Abkürzung &#8211; MaHaRaM ASCH genannt wird. </p>
<div class="centered">
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</div>
<p class="centered">Älterer jüdischer Friedhof mit dem Grab von Rabbi Meir Eisenstadt<br />
<em>Um das Panorama auf Vollbild zu vergrößern, klicken Sie bitte auf das 2. Symbol von rechts</em></p>
<p>Der erste Träger des Namens &#8220;Eisenstadt&#8221; bzw. &#8220;Asch&#8221; war zugleich die herausragendste rabbinische Persönlichkeit der Judengasse. Über sein Leben ist nur wenig bekannt: Meir ben Isak wurde um 1670 in Polen geboren und verbrachte mehrere Jahre seiner Jugend in Sochaczew, wo er im Haus seines Schwiegervaters, der Vorsteher des Kreises von Posen war, lebte und sich ganz dem Studium widmen konnte. 1693 finden wir den noch jungen Meir im Rabbinatskollegium von Sochaczew, einige Zeit später mußte er beginnen, für sich selbst zu sorgen und nahm eine Rabbinerstelle in Szydlowiec an. Dort jedoch fühlte er sich nicht recht wohl, doch lernte er glücklicherweise Samson Wertheimer kennen, der ihm sehr schnell ein Gönner wurde und ihn nach Worms, seiner Geburtsstadt, brachte. 1702 besorgte Wertheimer seinem Schützling eine Rabbinerstelle in Proßnitz, wo auch der erste Teil seines berühmten Responsenwerkes entstand. Aus unbekannten Gründen verließ Meir nach 10 Jahren Proßnitz und kehrte merkwürdigerweise wieder nach Szydlowiec zurück. Von dort berief ihn Wertheimer im Jahr 1717 nach Eisenstadt, wo er am 3. Dezember eintraf und über 26 Jahre bis zu seinem Tod verblieb. Auch das Grab seiner ersten Gattin, Finkel, die 1730 starb, befand sich in Eisenstadt, ist aber leider nicht erhalten geblieben. Aus der Konskriptionsliste vom 6. Dezember 1735 wissen wir, dass er ein zweites Mal verheiratet war; als Mitglieder seines Hausstandes werden angegeben: Gattin, zwei erwachsene Kinder, zwei Diener, ein Dienstbote, zusammen sieben Personen. </p>
<p>Meirs Ruf reichte bald weit über die Grenzen der Stadt hinaus: Schüler aus allen umliegenden Ländern kamen an seine Jeschiva. Er selbst war offenbar ausgesprochen dankbar für sein Amt in der Gemeinde Eisenstadt, denn zehn Jahre nach seinem Amtsantritt kleidete er in der Vorrede zu seinen in Eisenstadt vollendeten &#8220;Novellen zum Traktat Bava Kama&#8221; die Erreichung seines Lebenszieles in die Worte: </p>
<blockquote><p>Danken will ich Gott und ihn weit vernehmlich preisen, dass er mich Dürftigen aus der Niederung erhoben und unter vornehme, rühmenswerte Menschen gesetzt. Er hat mich in einen würdigen Ort, wo Gelehrsamkeit anzutreffen ist, d. i. unsere würdige Gemeinde Eisenstadt, gebracht. Dort fand ich viele gelehrte und scharfsinnige Männer. Auch haben die Vornehmen der Gemeinde für die Erhaltung einer Schule, in welcher ich vor lernbegierigen Jünglingen ständige Vorträge hielt, Sorge getragen. Mit ihnen versenkte ich mich in die Tiefen der Halacha (Religionsgesetz) und zeichnete alles auf &#8230;
</p></blockquote>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[260611]" title="Titelseite Panim Me'irot (Leuchtendes Antlitz)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/panimMeirotGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/panimMeirot.jpg" width="150" height="220" alt="Titelseite Panim Me'irot (Leuchtendes Antlitz)" /></a></p>
</div>
<p>Sein berühmtestes Werk ist die Responsensammlung &#8220;<a href="http://www.hebrewbooks.org/1302" title="Externer Link zu 'hebrewbooks.org...'">Panim Me&#8217;irot</a>&#8221; (Leuchtendes Antlitz), dessen erster Teil schon in Proßnitz entstanden und 1715 in Amsterdam erschienen ist. Die beiden restlichen Teile wurden 1733 und 1738 in Sulzbach gedruckt. Auffällig bei allen Urteilen ist die strenge Sachlichkeit, von der seine Entscheidungen getragen sind. Weil für ihn die Quellenlage dagegen sprach, wandte sich Meir beispielsweise einmal gegen die modernen Gewandstoffe, die die vorgeschriebenen Lederschuhe am Jom Kippur und am Tischa be-Av ersetzen sollten, oder erlaubte den von Christen am Schabbat zubereiteten Kaffee nicht, obwohl dieser vor allem für Christen bestimmt war und demnach die Arbeit nicht auf Veranlassung eines Juden unternommen wurde. Andererseits sah er in der Benützung einer Kutsche mit gepolsterten Bezügen, die mit Zwirnsfäden genäht sind, kein Vergehen gegen das &#8220;Schatnes&#8221;- (Mischungs) Verbot aus dem 3. Buch Mose 19,19 &#8220;<em>Du sollst kein aus zweierlei Fäden genähtes Kleid anlegen</em>&#8220;, da jeglicher Hinweis auf irgendeine Art von Bekleidung fehlte. </p>
<p>Obwohl Meir sich der Gemeinde Eisenstadt stets verbunden fühlte und tiefe Dankbarkeit ihr gegenüber empfand (s. o.), mußte er 1723 die Stadt möglicherweise unfreiwillig verlassen. Darauf weisen sowohl die Tatsache, dass die Gehaltsüberweisungen längere Zeit aussetzen, als auch einzelne Passagen in seinem Responsenwerk hin, in denen es einmal heißt: </p>
<blockquote><p>Dies die Worte dessen, der in tiefster Sorge mit gebrochenem Herzen betet, dass Er uns vor falscher, lügnerischer Zunge behüten möge und in Erfüllung gehe, was von den Bösewichtern gesagt wurde &#8230;,</p></blockquote>
<p>und an einer anderen Stelle wird er deutlicher, wenn er allgemein von &#8220;lügnerischer Zunge&#8221; und von &#8220;Verleumdern und Denunziation&#8221; redet. Der genaue Vorfall liegt bis heute im dunklen, doch scheint sich die Gemeinde bis ins 20. Jahrhundert hinein dieses peinlichen Vorfalls bewusst gewesen zu sein: Montag und Donnerstag wurde in der Synagoge jeweils nach der Toralesung ein eigenes &#8220;Eisenstädter Gebet&#8221; eingeschaltet, als &#8220;trauriges Andenken und nicht leidenschaftloses Memento an jene schaudervolle Zeit, da der weltberühmte Neubegründer der Gemeinde, MaHaRaM ASCH, wegen niederträchtiger Angeberei aus Eisenstadt flüchten mußte&#8221;. Das Gebet enthielt die Bitte, Gott möge die Zwietrachtstifter und hinterlistigen Verleumder, die seinerzeit sogenannten Mosserer aus Israels Mitte verbannen. Fluch und Vernichtung sollte deren Los sein, die den Bestand so mancher Gemeinde gefährdeten, das übrige Volk aber sollte sich der Wiedererbauung Jerusalems freuen können.</p>
<p>Berühmt und bis in jüngere Zeiten bekannt sind verschiedenste von Rabbi Meir erlassene Takkanot, also lokale Regelungen, die, auch wenn in keinem Gesetzeskodex enthalten, für die jeweilige Gemeinde verpflichtend sind:</p>
<p>So erließ Rabbi Meir am 17. April 1730 seine &#8220;Verordnungen zur Verbesserung der Sitten&#8221;, deren genauer Wortlaut hier teilweise wiedergegeben werden soll: </p>
<blockquote><p>Mit Hilfe Gottes. Da wir gesehen haben, dass sich ein göttliches Strafgericht über unsere Gemeinde verbreitet, haben wir beschlossen &#8230; eine Rückschau über unsere öffentlichen Angelegenheiten zu halten. Zuerst muß die neumodische Kleidung erwähnt werden, wie man da in frecher Gewandung einhergeht, in Reifröcken, einer fremden Tracht, die unsere Eltern und Voreltern nicht gekannt haben. Es wurde daher von der Gemeindeverwaltung und vom Rabbinate beschlossen, den Bann zu verkünden (!!) gegen alle, auch junge und kleine Mädchen inbegriffen, die dieses aufreizende Kleid tragen &#8230; Dann wurde mit der Strafe des Banns das Kartenspiel verboten. Bei Wöchnerinnen jedoch dürfen Frauen spielen. Während der Chanukkatage ist auch Männern das Spiel erlaubt, keineswegs aber Männern mit Frauen oder Jünglingen mit Mädchen, auch dann nicht, wenn sie miteinander verwandt sind. Dieses Verbot gilt eine Meile weit im Umkreise unserer Gemeinde &#8230;
</p></blockquote>
<p>Selbstverständlich waren schon in talmudischer Zeit Glücksspiele, bei denen es um Geld ging, verpönt und insbesondere in mittelalterlichen Responsen finden wir vielfach Regelungen bezüglich des Kartenspiels. Am diesbezüglich strengsten sind die &#8220;Takkanot Mähren&#8221;, die zwischen 1658 und 1748 erlassen wurden. Diese dürften denn auch Meir als Vorbild für seine Verordnungen gegolten haben. Auffällig ist jedoch, dass Meir alle Verordnungen unter dem Aspekt der Sittenverbesserung erließ. Äußerer Grund für die Verordnungen scheint die zu dieser Zeit erhöhte Kindersterblichkeit in der Gemeinde gewesen zu sein. Bezüglich der Kleidung darf angemerkt werden, dass die Damen der Gemeinde Eisenstadt ihrer Zeit weit voraus waren, denn die Reifröcke (Krinoline) hatten erst Mitte des 18. Jahrhunderts weite Verbreitung gefunden und vor allem in Galizien noch in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts die Gemüter orthodoxer Kreise stark erregt. Insbesondere das Verbot des Kartenspielens führte zu paradoxen Situationen und nährte den Erfindungsgeist Einzelner. Vor allem Frumet Frau Chajim Halevi Wolf (Babe Frumet), war als wahrhaft Süchtige verrufen. Sie soll sich von armen Wöchnerinnen oft die Wohnungsschlüssel geben haben lassen, wenn selbige schon längst ihren Geschäften nachgingen. Natürlich revanchierte sie sich durch Mahlzeiten und Geldspenden. An Feiertagen oder Halbfeiertagen, wird mehrfach berichtet, ließ sie es sich nicht nehmen, mit ihren Freundinnen ins nächste Dorf &#8211; wo der Bann nicht mehr galt! &#8211; zu gehen, um dort den Tag mit Kartenspiel zuzubringen. </p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[260611]" title="Grab von Rabbi Meir Eisenstadt am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/maharamAschGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/maharamAsch.jpg" width="233" height="409" alt="Grab von Rabbi Meir Eisenstadt am älteren jüdischen Friedhof in Eisenstadt" /></a></p>
</div>
<p>Genauso selbstverständlich war es aber auch, dass die Erlässe immer wieder zu Nichteinhaltung und Protesten in der Gemeinde führten. Noch Jahrhunderte später bot das Verbot des Kartenspielens Anlass zu Zwistigkeiten und Uneinigkeiten unter den Bewohnern des Viertels: 1840 entstand ein Konflikt zwischen Rabbiner Isak Mose Perles und dem Gemeindevorstand Löb Wolf in Angelegenheit des von Rabbi Meir seinerzeit erlassenen Verbots des Kartenspiels. Als nämlich der Rabbiner nach Ablauf der zum Spielen erlaubten Zeit in der Synagoge wie üblich ausrufen ließ, dass das Spielen wieder verboten sei, ließ besagter Gemeindevorstand, dem diese Bekanntmachung nicht zusagte, öffentlich durch den Synagogendiener verkünden, dass das Spiel noch weiterhin gestattet sei. Verlierer des Konflikts war damals der Rabbiner, der diese Niederlage nicht verkraften konnte und seine Gemeinde verließ. </p>
<p>Trotzdem ging man in der Gemeinde nicht sorglos mit dem Verbot um, denn bei neuerlicher Übertretung kam es bis zur Aberkennung des Heimatrechtes. Zwar konnte man auch in einem solchen Fall, der urkundlich öfters belegt ist, beim Vorstand um Nachsicht ansuchen, eine Gewährung war aber an die Bedingung geknüpft, hinkünftig einen tadellosen Lebenswandel zu führen. In jedem Fall zog eine Übertretung des Verbotes erhebliche Schwierigkeiten und Peinlichkeiten nach sich.</p>
<p>Bei allem &#8211; besonders aus heutiger Sicht sicher legitimen &#8211; Unverständnis über solch rigorose Verordnungen, scheint es nicht ganz unbedeutsam, dass sich sogar noch in den Jahren vor 1938 auch jene Bewohner des jüdischen Viertels von Eisenstadt, die es sonst nicht so genau mit dem Einhalten der Gebote nahmen, des Verbots des Kartenspielens wohl bewusst waren und sich, zumindest bis zu einem gewissen Grad, daran hielten; denn in der Synagoge wurde, so wie Jahrhunderte zuvor, einige Tage nach dem Chanukkafest vom Rabbiner feierlich ausgerufen: </p>
<blockquote><p>Das Spielen ist osser kivme kedem<br />
(Das Spielen ist verboten wie in alten Zeiten).
</p></blockquote>
<p><strong>MaHaRaM ASCH starb am 27. Siwan 5504 in Eisenstadt (07. Juni 1744; heuer ist das kommender Mittwoch, der 29. Juni 2011). </strong></p>
<p>Sein Grab auf dem älteren jüdischen Friedhof ist noch heute &#8211; vor allem in diesen Tagen, zu seiner &#8220;<a href="http://www.ojm.at/artikel/jahrzeit/" title="Interner Link zu Artikel auf unserer statischen Website">Jahrzeit</a>&#8221; &#8211; das Ziel von orthodoxen Juden aus aller Welt, die das Gedächtnis an diesen großen Lehrer aufrechterhalten.<br />
In diesen Tagen wird mir immer der oft gehörte Satz bewusst, dass nämlich das kleine Eisenstadt weltbekannt wurde aufgrund von zwei Berühmtheiten: Joseph Haydn und Meir Eisenstadt &#8230; wenn auch Letzterer (leider) nur in der jüdischen Welt bekannt ist &#8230;</p>
<p class="tipp">PS: Und sogar auf <a href="http://www.facebook.com/pages/Meir-Eisenstadt/103192266403258" title="Externer Link zu 'facebook.com...'">Facebook</a> ist Meir Eisenstadt zu finden &#8230;</p>
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		<title>Wenn Würmer in den Kirschen nisten &#8230;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/06/12/wenn-wuermer-in-den-kirschen-nisten/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 09:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[koscher]]></category>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist Kirschenzeit. Hier im Burgenland, nahe Eisenstadt, gibt es den wunderschönen Kirschblüten-Radweg, die Bäume blüh(t)en prächtig (die eigentliche Kirschblüte ist schon vorüber) und auch auf den Märkten erhält man allerorts die leckeren Früchte aus der Familie der Rosengewächse. Nun mag aber etwas die Freude des Kirschenessens trüben, nämlich die Würmer, die sich nur allzu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist Kirschenzeit. Hier im Burgenland, nahe Eisenstadt, gibt es den wunderschönen Kirschblüten-Radweg, die Bäume blüh(t)en prächtig (die eigentliche Kirschblüte ist schon vorüber) und auch auf den Märkten erhält man allerorts die leckeren Früchte aus der Familie der Rosengewächse.</p>
<div id="mittig3c">
<ul id="bildchen4">
<li><a rel="lightbox[110611]" title="Dienstliche Radtour zum Kirschblütenweg ;)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen01.jpg" width="150" height="150" alt="Dienstliche Radtour zum Kirschblütenweg ;)" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[110611]" title="Noch: Kirschen ohne Würmer ..."  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen02.jpg" width="150" height="150" alt="Noch: Kirschen ohne Würmer ..." /></a></li>
<li><a rel="lightbox[110611]" title="Kirschen am Markt ..."  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kirschen03.jpg" width="150" height="150" alt="Kirschen am Markt ..." /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Nun mag aber etwas die Freude des Kirschenessens trüben, nämlich die Würmer, die sich nur allzu gern in den Kirschen einnisten …<br />
Und genau diese Würmer sind es auch, die eine Kirsche im Judentum zum verbotenen Lebensmittel machen (<span lang="en" xml:lang="en">Update, 13.06.2011</span>: so sie nicht aufgemacht und untersucht werden, <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/06/12/wenn-wuermer-in-den-kirschen-nisten/#comment-1781" title="Interner Link nach unten zu den Kommentaren">siehe Kommentare</a>). Mit anderen Worten: Kirschen gelten nur so lange als rituell in Ordnung und im weiteren Sinn als koscher, solange sie wurmfrei sind (Mit Ausnahme von vier Heuschreckenarten sind alle Reptilien, Amphibien, Würmer und Insekten unreine Tiere)!</p>
<p>Ein sehr schöner Merksatz hat sich mir dabei gut eingeprägt: </p>
<p class="centeredGR"><strong>Kirschen bis Korach</strong></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.hagalil.com/judentum/torah/wochenabschnitt/korach.htm" title="Externer Link zu 'hagalil.com...'">Korach</a>&#8221; (4. Buch Mose &#8211; Numeri &#8211; 16,1-18,32) ist jener Leseabschnitt der Tora (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parascha" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Parascha</a>), der heuer am Schabbat, dem 25. Juni, also in knapp 2 Wochen, gelesen wird! Bis zu diesem Datum also dürfen Sie noch gefahrlos Kirschen genießen, danach müssten Sie die Kirschen schon genau untersuchen, um zu klären, ob es sich Würmer in ihnen wohnlich gemacht haben ;)</p>
<p>Ob der Spruch &#8220;Kirschen bis Korach&#8221; in der jüdischen Gemeinde Eisenstadt früher auch bekannt war, vermag ich nicht zu beurteilen, die Würmer in den Kirschen waren jedenfalls sehr wohl schon ein Thema kurz nach Schavu&#8217;ot:</p>
<blockquote><p>Bald nach <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/06/07/schavuot-57712011/" title="Interner Link zum Artikel Schavu'ot 5771/2011">Schowuoth</a> ist das Schuljahr zu Ende: die Gasse wird leerer, denn die Kinder vom Lande fahren nach Hause. Noch eine Pflicht haben sie sozusagen zu erfüllen: den ersten Wurm in den Kirschen zu suchen und zu finden. Wer die erste wurmige Kirsche zum Rabbiner bringt, erhält vom Tempelvorsteher 10 kr. ausbezahlt; in der Gasse aber wird verrufen, dass unaufgemachte Kirschen von nun an &#8220;osser wie cahser&#8221; (verboten wie Schweinefleisch) sind [...]</p></blockquote>
<p><cite>Fürst A., Sitten und Gebräuche einer Judengasse, Székesfehérvar 1908</cite></p>
<p>PS: Heißt es im Judentum &#8220;Kirschen bis Korach&#8221;, so hört man &#8211; zumindest in unserer Region &#8211; oft den Spruch: &#8220;Die Maikirschen (also die ersten Kirschen) haben keine Würmer&#8221;.</p>
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		<title>Schavu&#8217;ot 5771/2011</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/06/07/schavuot-57712011/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 08:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>

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		<description><![CDATA[Du sollst das Wochenfest feiern, das Fest der Erstlingsfrüchte von der Weizenernte und das Fest der Lese an der Jahreswende. 2. Buch Mose (Exodus) 34,22 Am 06. Tag des Monats Sivan (heuer Mittwoch, 08. Juni) wird Schavu&#8217;ot gefeiert. In der Diaspora dauert das Fest zwei Tage, also heuer 08. und 09. Juni. Das hebräische Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Du sollst das Wochenfest feiern, das Fest der Erstlingsfrüchte von der Weizenernte und das Fest der Lese an der Jahreswende.</p></blockquote>
<p><cite>2. Buch Mose (Exodus) 34,22</cite></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[220511]" title="Aus unserer Dauerausstellung: Emmanuel Levy, Rabbiner mit Torarollen" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/eLevyGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/eLevy.jpg" width="180" height="236" alt="Aus unserer Dauerausstellung: Emmanuel Levy, Rabbiner mit Torarollen" /></a></p>
</div>
<p>Am 06. Tag des Monats Sivan (heuer Mittwoch, 08. Juni) wird Schavu&#8217;ot gefeiert. In der Diaspora dauert das Fest zwei Tage, also heuer 08. und 09. Juni. Das hebräische Wort &#8220;Schavu&#8217;ot&#8221; bedeutet &#8220;Wochen(fest)&#8221;, weil es auf den 50. Tag (<abbr>ca.</abbr> 7 Wochen) nach dem Pesachfest fällt. Andere meinen, dass das Wort nicht &#8220;Wochen(fest)&#8221; bedeutet, sondern &#8220;Gelübde&#8221;, weil mit diesem Fest zwei Gelübde verbunden sind: das Gelübde, das das Volk Israel am Fuß des Sinai ablegte &#8211; <em>&#8220;Wir wollen tun, wir wollen gehorchen&#8221;</em> (2. Buch Mose 24,7) -, und das Gelübde, das der Herr ablegte, als er versprach, das erwählte Volk durch kein anderes zu ersetzen. Ein weiterer Name für das Fest ist &#8220;das Fest der Gesetzgebung&#8221;, weil der Auszug aus Ägypten (Pesach) nur die Vorbereitung für die Gesetzgebung am Fuße des Berges Sinai war.<br />
<br class="clear" /></p>
<p>Schon in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/06/05/bild-der-woche-die-beruehmte-kette/" title="Interner Link zu 'Bild der Woche - Die berühmte Kette'">ersten Beitrag zu Schavu&#8217;ot</a> lesen wir, dass zuweilen Fehler passierten beim (rituellen) Zählen der 49 Tage zwischen Pesach und Schavu&#8217;ot. ;) </p>
<p>Und unser <a title="Nach unten zum Tipp'" href="#tipp">Tipp</a>, den herrlichen schavu&#8217;ot-typischen Topfen-/Käsekuchen zu genießen, gilt übrigens auch nur, wenn Sie richtig gezählt haben:</p>
<blockquote><p>Zu Schowuoth gilt es den Tempel recht hübsch herzurichten. Grünende Triumphbögen, blühende Kronen, duftendes Heu gestalten den Aufenthalt im Gotteshause wirklich zum Naturgenuß. Die erste Nacht wird trotzdem nicht hier, sondern im Beth-hammidrasch [Lehrhaus] &#8211; Lokal zugebracht (siehe unten); dort wird auch schwarzer Kaffee serviert und bei Morgengrauen das Morgengebet verrichtet. In der Frühe steht Jüdelein dann auf wie ein &#8220;Goj&#8221;, d.h. er setzt sich, ohne früher zu beten, zum Frühstück, zu den lachenden &#8220;Zworachdelkel&#8221;, Topfenkuchen, die nur demjenigen gebühren, der alle 49 Tage ohne Fehler gezählt hat [...]
</p></blockquote>
<p><cite>Fürst A., Sitten und Gebräuche einer Judengasse, Székesfehérvar 1908</cite></p>
<p>Schavu&#8217;ot ist der Festtag der Tora schlechthin. Im Mittelpunkt steht die Erwählung Israels, die Verkündung der 10 Gebote und die Übergabe der Bundestafeln. In der Liturgie wird das Fest &#8220;Fest der Gabe unserer Tora&#8221; <span class="hebr" dir="rtl">זמן מתן תורתנו</span> genannt.</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:259px" data="http://www.youtube.com/v/kq4h3Opy-Xc?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kq4h3Opy-Xc?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered"> Lyrics und Musik im Video von der großartigen <a href="http://www.naomiless.com/" title="Externer Link zu 'naomiless.com'"><span lang="en" xml:lang="en">Naomi Less</span></a>, Songschreiberin und Musikerin, die vor allem mit ihrem Projekt &#8220;<a href="http://www.jewishchicksrock.com/" title="Externer Link">Jewish Chicks Rock</a>&#8221; große Bekanntheit erlangte, ein Projekt, mit dem sie jüdische Mädchen auf ihre Zukunft vorbereiten möchte. </p>
<p>Der Abend von Schavu&#8217;ot ist ganz dem Torastudium gewidmet und um das Verhalten der Vorfahren zu &#8220;korrigieren&#8221; und ihre fehlende Wachsamkeit wiedergutzumachen (das Volk hatte trotz rechtzeitiger Ankündigung der Gesetzgebung am Sinai geschlafen und musste von Mose aufgeweckt werden), wird diese Nacht der Wache als &#8220;Tikun&#8221;, als Korrektur des Abends des Wochenfestes, bezeichnet (s.o. Bericht von Fürst). Man bleibt daher meist die ganze Nacht über wach und verbringt die Zeit mit dem gemeinsamen Torastudium, hört Vorträge, singt und tanzt und studiert wieder &#8230; bis zum Morgengrauen, daher gilt für heute Abend:</p>
<p class="centered"><strong>Stay Up All Night!</strong></p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:345px" data="http://www.youtube.com/v/qFG_2iT-Lm4?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qFG_2iT-Lm4?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered"> Danke unserem Kommentator Meir Deutsch für den Videolink!</p>
<p class="centered">
<strong>Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern unserer Koscheren Melange ein fröhliches Schavu&#8217;ot!</strong></p>
<p class="centered"><span class="hebr" dir="rtl">חג שבועות שמח!</span></p>
<p class="tipp"><a id="tipp" name="tipp"></a>Wir dürfen auch nochmals auf unsere beiden Beiträge über die 10 Gebote hinweisen: <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/19/die-10-gebote-i/" title="Interner Link zum ersten Beitrag">&#8220;Die 10 Gebote I&#8221;</a> und <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/26/die-10-gebote-ii/" title="Interner Link zum zweiten Beitrag">&#8220;Die 10 Gebote II&#8221;</a> sowie auf die schon vergangenes Jahr verlinkte ausführlichere <a href="http://www.talmud.de/cms/Schawuot_Fest_der_Torah.175.0.html" title="Externer Link zu 'talmud.de...'">Einführung zu Schavu&#8217;ot von Michael Rosenkranz</a> und wünschen guten Appetit mit dem herrlichen <a href="http://buecher.hagalil.com/sonstiges/kochen.htm" title="Externer Link zu 'buecher.hagalil.com...'">schavu&#8217;ot-typischen Käsekuchen</a> :)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Die berühmte Kette</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/06/05/bild-der-woche-die-beruehmte-kette/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 09:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kette, die zur Absperrung des Eisenstädter Judenviertels am Schabbat und an jüdischen Feiertagen diente, ist wohl mittlerweile allseits bekannt. Sie diente zur Kreierung eines sogenannten &#8220;Eruv&#8221; zum Tragen, d. h. dazu, die Judengasse am Schabbat zu einem Gebiet zu machen, in dem ein Jude Gegenstände mit sich tragen darf. Diesen &#8220;Eruv&#8221; beschreibt Esther Calvary [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kette, die zur Absperrung des Eisenstädter Judenviertels am Schabbat und an jüdischen Feiertagen diente, ist wohl mittlerweile allseits bekannt. Sie diente zur Kreierung eines sogenannten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eruv" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Eruv</a>&#8221; zum Tragen, <abbr>d. h.</abbr> dazu, die Judengasse am Schabbat zu einem Gebiet zu machen, in dem ein Jude Gegenstände mit sich tragen darf. Diesen &#8220;Eruv&#8221; beschreibt Esther Calvary in ihren Memoiren. Esther war eine in Eisenstadt geborene Tochter des damals (bis 1869) dort tätigen Rabbiners <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Esriel_Hildesheimer" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Esriel Hildesheimer</a>, der später in Berlin die orthodoxe Separatgemeinde &#8220;Adass Jisroel&#8221; und das <a href="http://www.rabbinerseminar.de/index.php?option=com_content&#038;view=article&#038;id=90&#038;Itemid=78" title="Externer Link zu 'rabbinerseminar.de...'">orthodoxe Rabbinerseminar</a> gründete (siehe auch unseren Artikel &#8220;<a href="http://www.ojm.at/artikel/beruehmtheiten01/#hildesheimer">Berühmtheiten in und aus Eisenstadt</a>&#8220;).</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[050611]" title="Die Schabbat-Kette am unteren Ende der Judengasse, ca. 1920"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette01.jpg" width="550" height="351" alt="Die Schabbat-Kette, ca. 1920" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Die Schabbat-Kette am unteren Ende der Judengasse, ca. 1920<br />
Links im Bild das Wertheimerhaus, damals die Weinhandlung &#8220;Leopold Wolf&#8217;s Söhne&#8221;, heute unser jüdisches Museum</p>
<blockquote><p>Am Freitagabend wurden die Ketten und Eisengitter zugemacht, so daß für die Zeit von Anfang bis Ende von Schabbat kein Wagen durch die Gasse fahren konnte. Die eine Kette lag gerade gegenüber von der &#8220;Traube&#8221;, die andere vor der Einfahrt in die Stadt. Es waren dadurch zwei Gassen für Wagen gesperrt, denn die sogenannte Obere Gasse hatte an ihrem Ende eine Mauer, und da war auch der Eingang zum Beth Hakworaus [Friedhof], das natürlich auch von Mauern eingefaßt war. </p>
<p>Am Ende der Kette der unteren Gasse wohnten auch noch Leute. Da waren die großen Kellereien und Wohnhäuser von der bedeutenden Weinfirma Leopold Wolf&#8217;s Söhne. Wolf hatte von dem Fürsten Esterhazy einen großen Meierhof gekauft, worin früher die Milchwirtschaften gewesen. Dort haben die Wolfs Böttchereien und Kellereien erbaut. Sie zogen dann aber auch eine Mauer, die sich bis an das Beth Hakworaus hinzog, so daß man auch hier am Schabbat tragen durfte. In der Weinlese kamen die Bauern aus Rust und den kroatischen Dörfern mit ihren Maisch-Bottichen angefahren; sie kamen manchmal am Freitagabend, wenn man eben nach Schul [in die Synagoge] ging, und durften nicht mehr abladen, so daß Wagen an Wagen meilenweit auf der Landstraße stehen musste, bis nach Nacht [am Schabbat-Ausgang] die Ketten gelöst wurden und sie abladen durften.
</p></blockquote>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[050611]" title="Der Zaun am oberen Ende der Gasse, ca. 1920"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette02GR.jpg" width="550" height="342" alt="Der Zaun am oberen Ende der Gasse, ca. 1920" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Der Zaun am oberen Ende der Gasse, ca. 1920<br />
Dass an dieser Stelle statt des Zauns einmal eine Kette war, können wir leider durch kein Bild belegen. Links im Bild das koschere Restaurant Hess, ehemals das Gasthaus &#8220;Traube&#8221;</p>
<p>Am Wochenfest braucht man zwar keinen &#8220;Eruv&#8221;, die Kette wurde jedoch vorgelegt, um die Durchfahrt zu verhindern und somit eine feierliche Atmosphäre zu schaffen. In diesem Zusammenhang erinnert sich Esther Calvary an die folgende Begebenheit:</p>
<blockquote><p>Einmal am zweiten Tag Schwuauss [Schawuot, Wochenfest], als die Ketten vorlagen, kam plötzlich ein Junge von 15 bis 16 Jahren aus einem benachbarten Dorfe, wo seine Eltern als einzige Juden lebten, angefahren und bekam, als er die geschlossene Gasse sah, einen großen Schreck [denn er hatte den Festtag entweiht]. Der Vater [Hildesheimer] wurde gerufen und er gebot dem Knaben, der schrecklich heulte, ausspannen zu lassen und den Tag bis zum Abend im Gasthaus &#8220;Traube&#8221; zu bleiben. Weinend erzählte er [der Junge] auch, daß seine Mutter zu waschen begonnen habe. Vater schickte gleich einen Boten an die Eltern, sie sollten den Laden schließen und aufhören zu waschen, es sei noch Jom Tow [Feiertag], sie hätten bloß falsch geaumert [falsch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Omer-Z%C3%A4hlen" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Omer gezählt</a>].</p></blockquote>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[050611]" title="Der Rest der Kette heute (vor dem jüdischen Museum)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kette03.jpg" width="150" height="200" alt="Der Rest der Kette heute (vor dem jüdischen Museum)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp"><em>Leider findet man auch heute noch, selbst in der (halb)wissenschaftlichen Literatur, immer wieder die vollkommen falsche Darstellung, dass die Kette heute ein Symbol dafür sei, dass die &#8220;Mauern hinter dieser Kette den Juden jahrhundertelang zum Gefängnis geworden sind&#8221;! Dabei hatte die Schabbat-Kette nicht nur die obgenannte innerjüdische Bedeutung, sondern war auch ein Zeichen der politischen Autonomie, eine Autonomie, die sich die jüdische Gemeinde Eisenstadt als einzige jüdische Gemeinde bis 1938 erhalten konnte!</em></p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/04/27/bild-der-woche-wenn-die-obstbaeume-bluehen/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bilder der Woche &#8220;Wenn die Obstbäume blühen &#8230;&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/08/21/bild-der-woche-rabbiner-schlesinger/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Rabbiner Schlesinger&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im jüdischen Viertel &#8211; fast live</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/02/16/im-juedischen-viertel-fast-live/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/02/16/im-juedischen-viertel-fast-live/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 10:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Online-Panorama-Rundgang So lange haben wir sie uns gewünscht und nun ist es endlich soweit. We proudly present 12 Panoramen, die Sie &#8220;fast live&#8221; durch die Wertheimersynagoge das jüdische Viertel Eisenstadt und auf die beiden jüdischen Friedhöfe Eisenstadts führen. Tatsächlich ist beim aktuell nasskalten Wetter hierzulande der virtuelle Rundgang durch die spätherbstlichen Panoramen wahrscheinlich angenehmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein Online-Panorama-Rundgang</h3>
<p>So lange haben wir sie uns gewünscht und nun ist es endlich soweit. <span lang="en" xml:lang="en">We proudly present</span> 12 Panoramen, die Sie &#8220;fast live&#8221; durch die </p>
<ul>
<li>Wertheimersynagoge</li>
<li>das jüdische Viertel Eisenstadt</li>
<li>und auf die beiden jüdischen Friedhöfe Eisenstadts</li>
</ul>
<p>führen.</p>
<p>Tatsächlich ist beim aktuell nasskalten Wetter hierzulande der virtuelle Rundgang durch die spätherbstlichen Panoramen wahrscheinlich angenehmer als der reale Besuch des ehemaligen jüdischen Viertels ;)<br />
Obwohl wir uns selbstverständlich sehr freuen würden, wenn Ihnen die Panoramen Lust machen auf einen &#8220;Live-Besuch&#8221; in Eisenstadt!</p>
<p><a title="Nach unten - beim wem wir uns bedanken..." href="#credits">Credits</a>:</p>
<div class="centered">
<script type="text/javascript" src="http://www.ojm.at/blog/media/AC_ActiveX.js"></script><br />
<script type="text/javascript" src="http://www.ojm.at/blog/media/AC_RunActiveContent.js"></script><br />
<script type="text/javascript" src="http://www.ojm.at/blog/media/CSScriptLib.js"></script><br />
<script type="text/javascript">
AC_AX_RunContent( 'width','425','height','319','src','http://www.ojm.at/panorama/panorama05/panorama05.swf','allowfullscreen','true' ); 
</script>
</div>
<p class="centered">Älterer jüdischer Friedhof mit dem Grab von Rabbi Meir Eisenstadt<br />
<em>Um das Panorama auf Vollbild zu vergrößern, klicken Sie bitte auf das 2. Symbol von rechts</em></p>
<h3>Die weiteren Panoramen:</h3>
<div id="mittig2f">
<ul id="bildchen3">
<li><a title="Panorama 1: Die Wertheimer-Synagoge" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama01/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama01.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 1: Die Wertheimer-Synagoge" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama01/">Wertheimer-Synagoge</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 2: Vom Museum zu den jüdischen Friedhöfen" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama02/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama02.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 2: Vom Museum zu den jüdischen Friedhöfen" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama02/">Vom Museum zu den jüdischen Friedhöfen</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 3: Älterer jüdischer Friedhof: Standort A" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama03/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama03.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 3: Älterer jüdischer Friedhof: Standort A" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama03/">Älterer jüdischer Friedhof: Standort A</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 4: Älterer jüdischer Friedhof: Standort B" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama04/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama04.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 4: Älterer jüdischer Friedhof: Standort B" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama04/">Älterer jüdischer Friedhof: Standort B</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 5: Älterer jüdischer Friedhof: Standort C" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama05/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama05.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 5: Älterer jüdischer Friedhof: Standort C" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama05/">Aktuell: Älterer jüdischer Friedhof: Standort C</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 6: Älterer jüdischer Friedhof: Standort D" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama06/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama06.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 6: Älterer jüdischer Friedhof: Standort D" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama06/">Älterer jüdischer Friedhof: Standort D</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 7: Älterer jüdischer Friedhof: Standort E" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama07/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama07.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 7: Älterer jüdischer Friedhof: Standort E" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama07/">Älterer jüdischer Friedhof: Standort E</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 8: Älterer jüdischer Friedhof: Standort F" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama08/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama08.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 8: Älterer jüdischer Friedhof: Standort F" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama08/">Älterer jüdischer Friedhof: Standort F</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 9: Jüngerer jüdischer Friedhof: Eingang" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama09/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama09.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 9: Jüngerer jüdischer Friedhof: Eingang" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama09/">Jüngerer jüdischer Friedhof: Eingang</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 10: Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort A" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama10/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama10.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 10: Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort A" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama10/">Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort A</a></p>
</li>
<li><a title="Panorama 11: Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort B" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama11/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama11.jpg" width="254" height="111" alt="Panorama 11: Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort B" /></a>
<p><a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama11/">Jüngerer jüdischer Friedhof: Standort B</a></p>
</li>
</ul>
</div>
<div class="centered"><a title="Panorama 12: Rundgang" href="http://www.ojm.at/panorama/panorama12/"><img src="http://www.ojm.at/panorama/panorama12.jpg" width="300" height="228" alt="Panorama 12: Rundgang" /></a><br />
<a href="http://www.ojm.at/panorama/panorama12/" title="Panroama 12">Rundgang Synagoge &#8211; j&uuml;disches Viertel und Friedh&ouml;fe</a><br />
Im Rundgang können Sie bequem von einem Standort zum nächsten &#8220;spazieren&#8221;.<br />
<strong>Achtung: Längere Ladezeit!</strong>
</div>
<h3><a id="credits" name="credits"></a>Credits</h3>
<p>Wir danken ganz herzlich <strong>Brigitte und Herbert Schlosser</strong> von der Firma <a href="http://www.digi-tel.at/" title="Externer Link">digi-tel.at</a>, die für die Herstellung der Panoramen verantwortlich zeichnen.<br />
Ebenso herzlich danken wir dem <a href="http://www.eisenstadt-tourism.at/" title="Externer Link zu 'eisenstadt-tourism.at'">Tourismusverband Eisenstadt</a> und insbesondere Herrn Kommerzialrat <strong>Dieter Graschitz</strong>, der die Panoramen in Auftrag gab und sie uns großzügig zur Verfügung stellt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Die Gedenktafel</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/11/14/bild-der-woche-die-gedenktafel/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/11/14/bild-der-woche-die-gedenktafel/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 09:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[shoa]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>

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		<description><![CDATA[In der vergangenen Woche fanden die Gedenkfeiern anlässlich der Novemberpogrome 1938 statt. In Eisenstadt, schräg gegenüber von unserem jüdischen Museum, befand sich die 1832 im Stil der französischen Revolutionsarchitektur erbaute Gemeindesynagoge. In den 1950er Jahren verkaufte die Israelitische Kultusgemeinde Wien das Gebäude zuerst an die Gewerkschaft, später kam das Grundstück (die Synagoge war schon vollständig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Woche fanden die Gedenkfeiern anlässlich der Novemberpogrome 1938 statt.<br />
In Eisenstadt, schräg gegenüber von unserem jüdischen Museum, befand sich die 1832 im Stil der französischen Revolutionsarchitektur erbaute <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/07/04/bild-der-woche-judisches-viertel-eisenstadt/" title="Interner Link zum Beitrag 'Jüdisches Viertel Eisenstadt'">Gemeindesynagoge</a>. In den 1950er Jahren verkaufte die Israelitische Kultusgemeinde Wien das Gebäude zuerst an die Gewerkschaft, später kam das Grundstück (die Synagoge war schon vollständig abgerissen), in den Besitz einer Versicherungsgesellschaft.<br />
Gleich neben dem Eingang dieser findet sich heute die unten abgebildete Gedenktafel.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/gtafelEsynGR.jpg" width="550" height="413" alt="Gedenktafel an die Gemeindesynagoge in Eisenstadt" class="centered" /></p>
<p>Von einem langjährigen Museumsbesucher erfuhren wir vor kurzem, dass die Inschrift auf dieser Tafel nicht ganz richtig ist.<br />
Der Zeitzeuge, ein älterer Herr aus einem kleinen Ort in der Nähe Eisenstadts, war als Kind in Eisenstadt im Internat, da es damals noch keine Busverbindungen zwischen seinem Heimatort und Eisenstadt gab. Und er erinnert sich genau daran, dass sie, die Schüler, nachts im Bett lagen und erzählt wurde, dass </p>
<blockquote><p>oben in der Judengasse die Menschen knöcheltief durch das Glas gewatet sind. </p></blockquote>
<p><strong>Es war Mai/Juni 1938!</strong> Diese Version, dass also die Zerstörung der Gemeindesynagoge nicht erst im November 1938 erfolgte, bestätigen auch andere Zeitzeugen!</p>
<p>Auch der Text in der einzigen vollständigen Monografie über die Juden in Eisenstadt (<em>Josef Klampfer, Das Eisenstädter Ghetto, 1966</em>) muss daher wohl korrigiert <abbr>bzw.</abbr> ergänzt werden. Dort heißt es nämlich auch (Seite 39): </p>
<blockquote><p>In Eisenstadt zog in der Nacht vom 9. zum 10. 11. 1938 eine mit Hacken versehene Menge in den Temel (sic!) und machte aus der Einrichtung Kleinholz. Der große Luster wurde auch nicht verschont. Die unterirdische Schatzkammer, 15 Tempelvorhänge, 7 Paar Aufsätze auf Thorarollen, eine Krone, eine Glasschatulle, ein kostbarer Trinkbecher, ein Kasten voll talmudistischer (sic!) Bücher fielen <abbr>u.a.</abbr> der Zerstörung zum Opfer (Angabe des <abbr>H.</abbr> Moritz Gabriel).
</p></blockquote>
<p>Moritz Gabriel, geboren 1887, war einer der wenigen Juden, die nach 1945 nach Eisenstadt zurückkehrten und die 1966 noch in Eisenstadt lebten, so dass Klampfer sie/ihn befragen konnte. Im November 1938 war jedoch auch Moritz Gabriel, wie alle anderen Juden Eisenstadts, nicht mehr in der Stadt. (Die burgenländischen Juden waren 1938 die ersten Juden in Österreich, die von den Ausweisungsbefehlen der Nazis betroffen waren. Schon wenige Tage nach dem Anschluss im März 1938 begann die systematische Ausweisung der Juden aus ihren Gemeinden.)<br />
Wann genau Moritz Gabriel Eisenstadt verlassen musste, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Seine Angaben über das Novemberpogrom konnte er jedenfalls nur vom Hörensagen machen, fraglich ist, ob er bei der (ersten) Zerstörung der Synagoge im Mai/Juni 1938 noch in Eisenstadt war.</p>
<p>Am Gewerkschaftsgebäude war übrigens auch schon eine Gedenktafel angebracht, deren Text etwas ausführlicher und deutlicher, aber wohl auch nicht ganz korrekt war:</p>
<blockquote><p>An dieser Stelle stand der Tempel der jüdischen Gemeinde Eisenstadt, bis Rassenwahn und nationale Überheblichkeit ihn am 11. November 1938 in Brand steckten. Der Österreichische Gewerkschaftsbund erwarb das Grundstück und erbaute 1951 bis 1952 dieses Haus. Es soll den arbeitenden Menschen in ihrem Kampf um soziale und wirtschaftliche Besserstellung dienen. In ihm soll stets der Geist menschlicher Verbundenheit und brüderlicher Zusammengehörigkeit wirken.
</p></blockquote>
<p>Alle Augenzeugen bestätigen nämlich, dass in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 die Synagoge nicht in Brand gesteckt wurde (was schon alleine deshalb glaubhaft ist, weil das Gebäude der Synagoge nicht freistehend, sondern ein Bau in der geschlossenen Häuserreihe war).<br />
In den Jahren 1938/39 &#8211; 1945 diente der Innenraum der Synagoge den Nazis als Depotraum der Wehrmacht.</p>
<p>Bleibt schließlich noch anzumerken, dass es möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich ist, dass es in der Novembernacht 1938 tatsächlich wieder zu Zerstörungen an/in der Synagoge kam, dass aber die erste Zerstörung bereits Monate vorher stattgefunden hat.</p>
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</div>
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</div>
</div>
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WER isst WAS</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 09:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=634</guid>
		<description><![CDATA[Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: WER isst WAS &#8211; Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam Wann: Sonntag, 07. November 2010, 11.00 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum, 7000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>WER isst WAS &#8211; Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam</strong></p>
<p>Wann: <strong>Sonntag, 07. November 2010, 11.00 Uhr</strong><br />
Wo: <strong>Österreichisches Jüdisches Museum</strong>,<br />
7000 Eisenstadt, Unterbergstraße 6</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<ul>
<li>Ist Cola eigentlich koscher?</li>
<li>Warum untersagt der Islam Alkoholgenuss? </li>
<li>Und: Gibt es koschere und halal-Varianten von Schnitzel und Apfelstrudel?</li>
</ul>
<p class="tipp">Diesen und weiteren kulinarischen Fragen widmet sich der letzte Teil unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: in drei Vorträgen über die Grundregeln des Essens und Trinkens in Judentum, Christentum und Islam und ihre Anwendung im religiösen Alltag &#8211; mit Praxis-Teil am koscheren und halal-Buffet! </p>
<p class="tipp">Es referieren:</p>
<ul>
<li><abbr>Univ.-Lektorin Dr.<sup>in</sup></abbr> <strong>Tirza Lemberger</strong>, Institut für Judaistik, Wien</li>
<li><abbr>Hon.-Prof. Dr.</abbr> <strong>Michael Bünker</strong>, Bischof der Evangelischen Kirche <abbr>A.B.</abbr> in Österreich </li>
<li><strong>Halid Akpinar</strong> <abbr>M.A.</abbr>, Assistent am Institut für Bildungswissenschaft/Islamische Religionspädagogik, Wien</li>
</ul>
<p>Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Eine Anmeldung wird erbeten:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lange Nacht der Museen 2010 &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/lange-nacht-der-museen-2010-nachlese/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/lange-nacht-der-museen-2010-nachlese/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 12:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=618</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die &#8220;Lange Nacht&#8221; stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8220;. Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/14/lange-nacht-der-museen-absage/" title="Interner Link zum Beitrag 'Lange Nacht der Museen - Absage'">pausierte</a>, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die &#8220;Lange Nacht&#8221; stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Übersichtsbeitrag">Schalom – Salam – Grüß Gott</a>&#8220;.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010; schon um 18h, als die Lange Nacht begann, kamen die ersten Kinder zu uns"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201001GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201001.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></p>
</div>
<p>Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel führte die Kleinen durch die 3 monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und unsere Mitarbeiterinnen Kati und Anja freuten sich nicht nur über das Engagement der Kinder beim Spiel, sondern waren auch erstaunt über das teils große Wissen der Kinder über die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen. </p>
<p>Selbstverständlich gewannen alle Kinder auch Preise und wir werden das von uns eigens für die &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; kreierte Spiel sicher hinkünftig gelegentlich bei Schulklassen verwenden.</p>
<div id="mittig3a">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201002GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201002.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201003GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201003.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201005GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201005.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201006GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201006.jpg" width="150" height="150" alt="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'" /></a></p>
</div>
<p>Während die ersten beiden Stunden der &#8220;Langen Nacht&#8221; bei uns eher gemächlich begannen, herrschte kurz vor 20 Uhr ein regelrechter BesucherInnen-Ansturm auf unser Museum und binnen weniger Minuten war das Auditorium zum Bersten gefüllt. Unser Programmhighlight &#8220;Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt&#8221; sollte gleich beginnen. <a href="http://www.maerchenerzaehler.at/" title="Externer Link zu 'maerchenerzaehler.at'">Helmut Wittmann</a>, <a href="http://www.saltiel.at/" title="Externer Link zu 'saltiel.at'">Aron Saltiel</a> und David Raphael Katz boten dann 2 Stunden lang ein wirklich sensationelles Programm:</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201007GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201007.jpg" width="150" height="150" alt="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'" /></a></p>
</div>
<p>Tatsächlich, schon die erste Geschichte war wirklich total verrückt! Wir erfuhren nämlich, wie Jesus und Petrus  durchs Mühlviertel marschierten, Hunger bekamen und bei einer Bäuerin 3 (!) Krapfen erhielten. Petrus wollte daraufhin den Herrn Jesus reinlegen, was ihm freilich nicht gelang &#8230;<br />
Jedenfalls, nur so viel sei hier verraten, wissen wir jetzt, dass und wie Jesus die Eierschwammerl erschaffen hat ;).</p>
<p>Und die BesucherInnen bekamen sogar, passend zur Geschichte, ein Stück warmen Krapfen!</p>
<p>Warum das Programm übrigens <strong>&#8220;Aufräumen bei Gott!&#8221;</strong> hieß, erfuhren wir dann ganz am Schluss (<em>der 2. Teil, nach einer kurzen Pause, endete um 22 Uhr</em>) und möchten Ihnen die sehr eindrucks- und humorvolle Erklärung nicht vorenthalten:</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/gAKRLrxHW-E?hl=de&#038;fs=1"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gAKRLrxHW-E?hl=de&#038;fs=1" /></object>
</div>
<p>Um 22.30h führte Kollege Christopher noch durch die Synagoge und durfte mehr als 30 begeisterte (!) Interessierte (<em>und das bei einer Schwerpunktführung, die sich mit dem für eine &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; vielleicht etwas schwierigen Thema der Heiligkeit von Synagoge, Kirche und Moschee auseinandersetzte!</em>) begrüßen :).</p>
<p>Für unser Museum ging um 01h nachts eine großartige &#8220;Lange Nacht der Museen 2010&#8243; zu Ende. Knapp 600 BesucherInnen, viele neue Gesichter, aber auch viele unserer &#8220;StammbesucherInnen&#8221;, nahmen unsere Angebote wahr. </p>
<p>Nach der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; ist vor der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; – die Überlegungen beginnen schon jetzt und wir versprechen, auch 2011 wieder weniger neuen Besucherrekorden nachzujagen, sondern uns wirklich zu bemühen, auch nächstes Jahr ein attraktives und zu unserem Haus passendes Programm zu bieten &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lange Nacht der Museen 2010</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/09/22/lange-nacht-der-museen-2010/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 09:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Schalom – Salam – Grüß Gott &#8230; in der &#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu einer verspielten, märchenhaften &#038; musikalischen &#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243; &#8211; ganz im Zeichen unseres Jahresschwerpunkts &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann &#038; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Schalom – Salam – Grüß Gott &#8230; in der &#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu einer verspielten, märchenhaften &#038; musikalischen <strong>&#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243;</strong> &#8211;  ganz im Zeichen unseres Jahresschwerpunkts <strong>&#8220;Schalom &#8211;  Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</strong>: mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann &#038; Freunden, Kinderprogramm und Spezialführung durch die Wertheimer-Synagoge.</p>
<p>Wann: <strong>Samstag, 2. Oktober 2010, 18.00 bis 01.00 Uhr</strong><br />
Wo: <strong><a href="http://ojm.at/kontakt/" title="Interner Link zur Kontaktseite">Österreichisches Jüdisches Museum</a> </strong></p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[110810]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<h4>Unser Programm im Detail</h4>
<p>18.00 Uhr: <strong>&#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; für unsere jungen BesucherInnen</strong> – ein spielerisches Kennenlernen von Judentum, Christentum und Islam</p>
<p>20.00 Uhr: <strong>Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt</strong> &#8211; mit Märchenerzähler <strong><a href="http://www.maerchenerzaehler.at/" title="Externer Link zu 'maerchenerzaehler.at'">Helmut Wittmann</a></strong> und chassidischen Liedern von <strong><a href="http://www.saltiel.at/Aron/Willkommen.html" title="Externer Link zu 'saltiel.at'">Aron Saltiel</a></strong> und <strong>David Raphael Katz</strong> (Klarinette, Gitarre, Hang).<br />
Alpenländische Zaubermärchen, orientalische Schelmengeschichten und pfiffige Überlieferungen aus der jüdischen Tradition, mitreißend erzählt von Helmut Wittmann &#038; Aron Saltiel wechseln mit chassidischen Liedern. Dazwischen improvisiert David Raphael Katz meisterhaft auf der Klarinette, der Gitarre und dem Hang. </p>
<div id="mittig2200">
<ul id="bildchen2">
<li><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/saltiel.jpg" width="200" height="150" alt="Aron Saltiel" /></li>
<li><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wittmann.jpg" width="200" height="150" alt="Helmut Wittmann" /></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/saltielwittmannGR.jpg" width="550" height="334" alt="Aron Saltiel und Helmut Wittmann" /></p>
</div>
<p class="centered">Aron Saltiel (links) und Helmut Wittmann</p>
<p class="tipp">22.30 Uhr: <strong>Synagoge &#8211; ein heiliger Ort?</strong> Oder: Über Eigenheiten und Gemeinsamkeiten von Synagoge, Kirche und Moschee. Schwerpunktführung in der ehemaligen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/17/rosch-haschana-5770-wertheimersche-schul/" title="Interner Link zum Blogbeitrag 'Rosch Haschana 5770...'">Privatsynagoge Samson Wertheimers</a></p>
<p><strong>Eintritt mit dem &#8220;Lange Nacht&#8221;-Ticket: 	</strong></p>
<ul>
<li><strong>regulär EUR 13</strong></li>
<li><strong>ermäßigt EUR 11</strong></li>
<li><strong>frei für Kinder bis 12 Jahre</strong></li>
</ul>
<p>Das Ticket berechtigt zum Besuch aller an der &#8220;Langen Nacht&#8221; teilnehmenden Museen.</p>
<p><strong>Tickets erhalten Sie</strong>	</p>
<ul>
<li>im Österreichischen Jüdischen Museum (Vorverkauf &#038; Abendkasse)</li>
<li>in allen weiteren <a href="http://langenacht1.orf.at/allgemeine-infos/" title="Externer Link zu 'langenacht1.orf.at...'">teilnehmenden Museen</a> </li>
<li><a href="http://tickets.orf.at/home/stories/lange_nacht_d_m" title="Externer Link zu 'tickets.orf.at...'">online</a></li>
</ul>
<p>Weitere Informationen zur &#8220;Langen Nacht&#8221; erhalten Sie auf <a href="http://langenacht.orf.at/" title="Externer Link">langenacht.orf.at</a>.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/orflndm.jpg" width="350" height="75" alt="Credit: ORF-Design - Logo Lange Nacht der Museen" class="centered" /></p>
<p>Das Programm der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; finden Sie in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zu 'Schalom - Salm - Grüß Gott'">Übersichtsartikel</a>.</p>
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	</channel>
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