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Schalom – Salam – Grüß Gott

Eine Veranstaltungsreihe des Österreichischen Jüdischen Museums

Judentum, Christentum & Islam – das ist eine Familiengeschichte im großen Stil: Eine Geschichte von Verwandtschaft und Entfremdung, Einfluss und Abgrenzung, Streit und Dialog; eine Geschichte von Verbunden- und Verschiedenheit, die Jahrtausende zurück und bis in die Gegenwart hinein reicht.
Die Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott” begibt sich auf die Spur dieser Beziehungen: Von jüdischem Boden aus fragt sie nach dem Selbstverständnis der drei Religionen sowie nach Verbindendem und Trennendem, Ähnlichkeiten und Eigenheiten im Leben und Glauben von Juden, Christen und Muslimen.

Wir laden Sie ein, mit uns im Rahmen dieser Reihe der Geschichte und Gegenwart der drei Religionen und ihrem wechselseitigen Verhältnis nachzuspüren, Verwandtes zu entdecken, Fremdes kennen und verstehen zu lernen, Eigenes zu hinterfragen – und auf diese Weise die Beziehungsgeschichte von Juden, Christen und Muslimen fortzuschreiben.

Dieser Beitrag dient als erste Übersicht, damit Sie schon die einzelnen Termine vormerken können. Selbstverständlich werden wir Sie jeweils rechtzeitig vorher über jede Veranstaltung nochmals ausführlich informieren.

Die Veranstaltungen

  1. WER glaubt WAS – Eine kurze Selbstvorstellung von Judentum, Christentum und Islam

    Der Kick-Off zur Veranstaltungsreihe “Schalom – Salam – Grüß Gott”: 3 Religionen, 3 Referenten und eine (Selbst-)Vorstellung von Judentum, Christentum und Islam in insgesamt 60 Minuten.

    Was: Matinee – Vorträge & Diskussion
    Wann: Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr
    Wo: Österreichisches Jüdisches Museum
    Eintritt frei

    Es referieren:

    • Mag. Schlomo Hofmeister, Gemeinderabbiner, Wien
    • Dr. Peter Zeillinger, Wissenschaftlich-pädagogischer Assistent der Theologischen Kurse, Wien
    • Univ.-Prof. Dr. Ednan Aslan, Professor für Islamische Religionspädagogik, Wien
  2. Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und im Islamischen Zentrum

    3 Religionen, 3 Orte religiöser Praxis: eine Begegnung mit Religion vor Ort im Wiener Stadttempel und seiner ungleichen Nachbarin St. Ruprecht (zugleich Wiens älteste Kirche) sowie der Moschee des Islamischen Zentrums in Wien-Floridsdorf.
    Es führen u.a. Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Mag. Ruth Pucher MC.

    Was: Exkursion mit Führungen
    Wann: Donnerstag, 3. Juni 2010
    Wo: Wien – es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Bus-Anreise aus Eisenstadt, Abfahrt vor dem Österreichischen Jüdischen Museum, 12.45 Uhr;

    Treffpunkt in Wien: Eingang zum Stadttempel (Seitenstettengasse 4, 1010 Wien), 13.50 Uhr

    Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung eine Anmeldung bis spätestens 26. Mai 2010 nötig ist (maximal 40 Personen) erforderlich ist. Es ist nur mehr 1 Platz frei (Stand 02. Mai 2010) kein Platz mehr frei (Update 02. 05. 2010, 15h)! Wir haben aber eine Warteliste erstellt, siehe unseren Beitrag “Religion vor Ort“.
    Unkostenbeitrag für Busfahrt (Eisenstadt – Wien – Eisenstadt) und Eintritte/Führungen: Euro 9
    Unkostenbeitrag für Eintritte/Führungen (exklusive Busfahrt, also für alle, die gleich zum Stadttempel kommen): Euro 5
    Bitte Ausweis mitnehmen.


  3. Eisenstadt x 3 – Ein interreligiöser Stadtspaziergang

    Ein Rundgang auf den Spuren religiöser Vielfalt in Eisenstadt – mit Besuch des Martinsdoms und der evangelischen Auferstehungskirche sowie einem Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel samt Friedhof und Synagoge.

    Was: Stadtrundgang mit Besichtigungen
    Wann: Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr
    Wo: Eisenstadt
    Führung & Eintritte frei


  4. Schalom – Salam – Grüß Gott … in der “Langen Nacht der Museen 2010”

    Eine verspielte, märchen-hafte & musikalische “lange Nacht” – mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann & Freunden; zuvor: ein Nachmittagsprogramm im Zeichen des spielerischen Kennenlernens von Judentum, Christentum und Islam für unsere jungen BesucherInnen.

    Was: Interreligiöses Kinder-Programm und Erzähl-/Musikabend
    Wann: Anfang Oktober 2010 (Samstag)
    Wo: Österreichisches Jüdisches Museum
    Eintritt mit dem “Lange Nacht”-Ticket


  5. WER isst WAS – Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam

    Über die Grundregeln des Essens und Trinkens in den drei Religionen und ihre Anwendung im religiösen Alltag – mit kulinarischem Praxis-Teil am koscheren und halal-Buffet.

    Was: Matinee – Vorträge & Diskussion, mit anschließendem Buffet
    Wann: Sonntag, 7. November 2010, 11.00 Uhr
    Wo: Österreichisches Jüdisches Museum
    Eintritt frei

    Es referieren:

    • Univ.-Lektorin Dr. Tirza Lemberger, Institut für Judaistik, Wien
    • Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich
    • Halid Akpinar M.A., Assistent am Institut für Bildungswissenschaft/Islam. Religionspädagogik, Wien

Alle Veranstaltungen werden mit Texten, Bildern und/oder Videos auch online dokumentiert – und bleiben offen für interaktive Fortschreibungen.
Ergänzt wird die Reihe außerdem durch eine Mini-Serie hier im Blog, zu der auch fachkundige Gastautoren, u.a. Yoav Sapir (un/zugehörig), Chajm Guski (Chajms Sicht) und Hussein Hamdan (Der Islam), beitragen werden.

Anmeldung

Eine Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen wird erbeten:

Bitte beachten Sie: Jedenfalls erforderlich ist eine Anmeldung für die Teilnahme an der Wien-Exkursion (3. Juni), da die TeilnehmerInnen-Zahl in Rücksicht auf die Sicherheitsbestimmungen im Stadttempel auf maximal 40 Personen beschränkt ist.


Veranstaltungen

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Bild der Woche – Versöhnungsstangerl

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Name Versöhnungsstangerl an den höchsten jüdischen Feiertag, den Jom Kippur (Versöhnungstag), erinnert.

Das Versöhnungsstangerl, ein Gebäck mit Nussfüllung, ist unseres Wissens nur hier in Eisenstadt und in einigen Orten in Niederösterreich erhältlich. Für die Nussfülle wird zunächst Milch und Honig bis knapp an den Siedepunkt erhitzt. Die geriebenen und eingerührten Nüsse werden dann kurz aufgekocht …

Versöhnungsstangerl

Von Rosch haSchana, dem jüdischen Neujahr, bis Jom Kippur (10 Tage später) richtet Gott die Welt. Es werden keine Nüsse gegessen, weil der Zahlenwert des hebräischen Wortes für Nuss (אגוז) der gleiche ist wie jener des hebräischen Wortes für Sünde (חט), nämlich 17. Nach Ende des Versöhnungstages dürfen aber auch wieder Nüsse gegessen werden.

Der Honig wiederum begleitet die Tage von Rosch haSchana bis zum Laubhüttenfest und symbolisiert ein gutes und süßes Neues Jahr (siehe z.B. Blogeintrag auf hamantaschen).

Wir können das Gerücht, dass der Name des Gebäcks an den Versöhnungstag erinnert, leider weder bestätigen noch dementieren ;-)


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