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	<title>Koschere Melange &#187; israel</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>Der Golfkrieg 1991</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2012/01/22/der-golfkrieg-1991/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 08:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus meinen Memoiren Vor 21 Jahren begann hier der wohl eigenartigste Krieg in der Geschichte des Staates Israel: der Golfkrieg. Dieser, im Westen Zweiter Golfkrieg genannt, bezeichnet den Krieg im Nahen Osten, der 1990 mit dem Einmarsch des Iraks in Kuwait begann und 1991 durch eine von den USA geführte Koalition beendet wurde. Am 24. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3> Aus meinen Memoiren</h3>
<p>Vor 21 Jahren begann hier der wohl eigenartigste Krieg in der Geschichte des Staates Israel: der Golfkrieg. Dieser, im Westen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Golfkrieg" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Zweiter Golfkrieg</a> genannt, bezeichnet den Krieg im Nahen Osten, der 1990 mit dem Einmarsch des Iraks in Kuwait begann und 1991 durch eine von den USA geführte Koalition beendet wurde. Am 24. Dezember 1990 drohte der irakische Präsident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saddam_Hussein" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Saddam Hussein</a>, dass Israel das erste Ziel eines Angriffs sein werde, sollten die Koalitionsstreitkäfte angreifen. Soweit ich mich erinnern kann, wurde hier in Israel damit gerechnet, dass er Raketen mit Giftgas hierher schießen könne. Saddam Hussein spielte hier ganz sicher absichtlich psychologisch mit dem jüdischen Trauma vom Giftgas. Seine Drohungen wurden ernst genommen; schließlich hatte er in der Vergangenheit schon Giftgas eingesetzt: gegen den Iran und gegen die Kurden.<br />
Die USA stationierten daraufhin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MIM-104_Patriot" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Patriot</a>-Raketen (gegen Raketenangriffe) in Israel und anderen gefährdeten verbündeten Ländern.</p>
<h4>Kriegsvorbereitungen in Israel</h4>
<p>Angesichts dieser Drohungen musste die israelische Regierung entscheiden, wie sie sich verhalten sollte. Es wurde heftig über einen Vergeltungsschlag auf etwaige Angriffe diskutiert. Die Charedim (Ultra-Orthodoxe) waren eindeutig dagegen. </p>
<blockquote><p>Die Gojim machen lassen und sich nur ja nicht einmischen, so wie es heißt &#8216;Gott wird für euch kämpfen, und ihr sollt stillsitzen&#8217; </p></blockquote>
<p><cite>Exodus 14,14</cite>,</p>
<p>verlautete es aus Kreisen von charedischen Rabbinern, darunter von dem auch politisch einflussreichen Raw <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Elazar_Shach" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Schach</a> aus Bnei-Brak. Die Regierung schloss sich dieser Linie an, vor allem auch, weil die Amerikaner Israel sehr darum gebeten hatten, nur ja nichts zu unternehmen: eine Reaktion Israels hätte nur die ohnehin sehr fragile Koalition der USA mit Ägypten und Saudi-Arabien zunichte gemacht. </p>
<p>Armee und Verteidigungsministerium arbeiteten inzwischen an Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung, die ja diesmal den militärischen Schlag abkriegen würde. Es gab nicht genug Bunker für die gesamte Bevölkerung, und schon gar keine, die gegen chemische und biologische Angriffe ausgerüstet waren. Auch gab es damals noch keine betonverstärkten Sicherheits-Zimmer in Wohnungen, wie sie heute gebaut werden (und zwar als Folge des Golfkrieges).</p>
<p>Es wurde daher Folgendes beschlossen:<br />
Als persönliches Verteidigungsmittel erhält jeder israelische Bürger, und auch jeder Tourist, vom Staat eine Gasmaske. Asthmakranke und kleine Kinder erhalten zusätzlich eine batteriebetriebene Luftpumpe dazu, damit sie genug Luft bekommen.<br />
Mit der Maske erhält außerdem jeder eine Atropin-Spritze. Atropin ist ein Gegengift gegen Nervengas. </p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/gasmaske.jpg" width="550" height="416" alt="Gasmaske mit Atropin-Spritze" class="centered" /></p>
<p class="centered"><a href="http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Gas_mask.jpg" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
<p>Weiters soll jeder Haushalt ein Zimmer bereitstellen, das im Notfall abgedichtet werden kann. Es soll so wenige Fenster und Türen wie möglich haben. Etwaige Scheiben sind mit dicken Plastikfolien als Splitterschutz zu bekleben. Die Spalten aller Zimmeröffnungen müssen, nachdem sich im Falle eines Angriffs alle Anwesenden in das Zimmer begeben haben, mittels eines breiten Klebebandes (manchmal wird übrigens ein solches bis heute als &#8220;Kriegs-Klebeband&#8221; bezeichnet) abgedichtet werden – damit kein Giftgas eindringen kann. Aus demselben Grund ist die untere Türspalte mit einem in Chlorbleiche getränkten Tuch abzudichten. (Ein schönes G&#8217;rucherl war das!)</p>
<p>Die Verteilung von Masken mit batteriebetriebenen Luftpumpen, von denen es anfangs nur eine beschränkte Anzahl gab, verursachte kuriose Debatten, wie es sie wohl nur in Israel geben kann: Politiker der orthodoxen Partei &#8220;Agudat Israel&#8221; ereiferten sich darüber, dass Bartträger keine Gasmasken mit Luftpumpe bekämen, so wie Asthmatiker. Dies sei ein Schlag gegen das torahtreue Judentum, denn religiöse Juden dürften sich ja unter keinen Umständen den Bart abscheren. Dadurch sei ihr Leben bedroht. Einige Rabbiner erklärten zwar, dass die Kahlrasur im Falle von Lebensgefahr nicht nur erlaubt, sondern sogar religiöse Pflicht sei, wie der Oberrabbiner von Ra&#8217;anana, Raw <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Yitzhak_Peretz_(politician_born_1938)" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Jitzchak Perez</a>, der mit eigenem Beispiel voranging und sich bartlos der Öffentlichkeit präsentierte, doch in weiten Kreisen der Orthodoxen blieb eine solche Haltung extrem unpopulär. Für meinen Mann Schmuel ergab sich ein derartiges Problem nicht, da er als chronisch Asthma-Kranker eine Luftpumpe erhielt. Aber auch die glücklicherweise gesunden Charedim mussten ihr Leben nicht wegen des Barttragens opfern, denn der Staat verschaffte schließlich auch ihnen Pumpen.</p>
<h4>Der Krieg beginnt</h4>
<p>Am 1. Sch&#8217;wat (17. Jänner 1991), dem Tag vor dem Jahrzeittag meines seligen Schwiegervaters, den ich nie kennengelernt habe, begann der Luftangriff der amerikanischen Luftwaffe auf den Irak. Schmuel war in einem Dilemma: das Grab des Vaters auf dem Friedhof in Cholon aufsuchen oder nicht? Die Entscheidung wurde ihm dann schließlich durch den Verlauf der Dinge abgenommen.</p>
<p>Ich habe immer noch die triumphierenden Worte von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ezer_Weizmann" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Ezer Weizmann</a> in den Ohren, damals Knesset-Abgeordneter und seinerzeit der Errichter der israelischen Luftwaffe, dem dieser massive Luftschlag offenbar gewaltig imponierte: <em>&#8220;Den Irakern werden die Hände zittern, ehe sie wagen, uns anzugreifen!&#8221;</em> Nun, die Hände der Iraker werden wohl gezittert haben, aber das hielt sie nicht davon ab, einen Tag später ihre Drohungen wahr zu machen.</p>
<p>In der Nacht auf den 2. Sch&#8217;wat (18. Jänner) war stürmisches Wetter; über Tel-Aviv und Umgebung tobte ein Gewitter. Da ertönten plötzlich die Sirenen. Auf und ab, auf und ab. Dann krachte es, in einiger Entfernung zwar, aber doch deutlich vernehmbar. Aus dem Radio tönte die Stimme des nachmals legendären Sprechers der israelischen Streitkräfte,<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nachman_Shai" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'"> Nachman Schai</a>: </p>
<blockquote><p>Ist es eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scud" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Rakete</a> oder ist es Donner? Inzwischen gehen Sie bitte ins &#8216;abgedichtete&#8217; Zimmer und legen die Gasmasken an, bis die Sache geklärt ist. Bleiben Sie ruhig und trinken Sie Wasser!
</p></blockquote>
<p>Inzwischen klatschten schwere Regentropfen aufs Dach.<br />
Ich war mir absolut sicher, dass das kein Donner war. So hört sich kein Donner an! Wir eilten also mit den Kindern ins &#8220;abgedichtete&#8221; Schlafzimmer. Mein Herz begann zu rasen; Kurzatmigkeit, Schwindelgefühl und Schweißausbrüche folgten. Das war eine Giftgasrakete, das sind die Anzeichen einer Nervengasvergiftung!!! Oder etwa doch nicht? Vielleicht doch nur ein Adrenalinschub mit all den bekannten Begleiterscheinungen? <em>&#8220;Man muss prüfen, ob die Pupillen verengt sind!&#8221;</em>, schoss es mir durch den Kopf. Aber halt, vielleicht sind sie das bei Aufregung auch? Während mir das alles durch den Kopf schoss, legte ich mir die Gasmaske an und zurrte sie fest. Dazu musste ich natürlich die Brille ablegen, ohne die ich, als stark kurzsichtige Person, nicht viel sehe, und ganz sicher keine verengten Pupillen von Mann und Kindern. </p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[220112]" title="Die Autorin mit Gasmaske"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/gasmaskeCGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/gasmaskeC.jpg" width="550" height="270" alt="Die Autorin mit Gasmaske" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Die Autorin mit aufgesetzter Gasmaske neben dem &#8220;Zelt&#8221; fürs Baby. Die grauen Flächen sind die Filter und an der runden Öffnung auf der Vorderseite war innen ein Plastikärmel mit Handschuh befestigt, damit man das Baby versorgen kann.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[271111]" title="Die beiden ältesten Töchter der Autorin, die Größere (Tamar) mit Gasmaske" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/gasmaskeKGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/gasmaskeK.jpg" width="250" height="509" alt="Die beiden ältesten Töchter der Autorin, die Größere (Tamar) mit Gasmaske" /></a></p>
</div>
<p>Bild: Die beiden ältesten Töchter der Autorin. Die Große, Tamar, hat hier eine Gasmaske auf, auf der der Filter aber noch nicht aufgeschraubt ist. Auch sie hätte, wie ihre jüngere Schwester, eine Kapuze bekommen sollen. Allerdings gab es damals nicht genug von diesen und so mussten auch 5jährigen it einer Gasmaske für Kinder vorlieb nehmen.</p>
<p class="tipp2">Gemäß den Anweisungen sollte jeder, der dazu imstande war, zuerst selbst die Maske anlegen und dann erst den Kindern oder Hilflosen. Nachdem ich mir das Ding also aufgesetzt hatte (kurzer Test: alles dicht? Jawohl!), schob ich unseren damals 4 Monate alten Sohn Motti (= Mordechai, so benannt nach meinem oben erwähnten Schwiegervater) in sein Zelt, legte dann der bald 5-jährigen Tami ihre Gasmaske an und schließlich der 2 ½-jährigen Dina ihre speziell für Kinder konstruierte Kapuze mit batteriebetriebener Luftzufuhr. <a href="http://www.israelimages.com/see_image_details.php?idi=2394" title="Externer Link zu 'israelimages.com...'">Beispiel für so eine Kapuze</a>. Fertig. </p>
<p>Da fiel mein Blick auf Schmuel. Der saß gerade im Bett und zog sich umständlich die Socken an.<br />
<em>&#8220;Was tust du denn?!&#8221;</em>, rief ich entsetzt aus. <em>&#8220;Warum setzt Du dir nicht die Gasmaske auf?!&#8221;</em> Er warf mir einen konfusen Blick zu und murmelte etwas wie: <em>&#8220;Ich habe gehört, dass das Gas auch durch die Ohren in den Körper eindringen kann.&#8221;</em> Diese Antwort – das muss ich gestehen – hat mich sogar in dieser Situation äußerst belustigt und die unerträgliche Spannung etwas gelöst. Was haben wir alle noch später darüber gelacht! Dann hat auch Schmuel schließlich seine Maske aufgesetzt.</p>
<p>Wir hatten inzwischen auch die Eingangstür zum Schlafzimmer mit Plastikplanen und breiten Klebebändern zugeklebt. Dina fragte interessiert, warum wir denn die <em>&#8220;Tür in ein Plastiksackerl stecken&#8221;</em>, und phantasierte etwas über einen &#8220;Gas-Schnuller&#8221;. Damit meinte sie wohl die Gasmasken. Ich hatte ihr nämlich erzählt, dass sich innen in der Maske ein Trinkrohr befinde, so etwas &#8220;wie ein Schnuller&#8221;. Sie selbst trug, wie bereits erwähnt, eine Gas-Kapuze. Ihren heißgeliebten Schnuller hatte sie darunter in ihrem Mund. Als er ihr einmal herausgefallen ist, war es eine ziemliche Prozedur, das Ding durch die Plastikschicht hindurch wieder in ihr Mäulchen zu bugsieren.<br />
Inzwischen hatte sich herausgestellt (wie ich ohnehin schon von Anfang an vermutet hatte), dass der Krach, den wir gehört hatten, tatsächlich von einer Scud-Rakete stammte – und zwar von einer konventionellen.<br />
Ein paar Leute hatten sich in Panik die Atropin-Spritzen injiziert und wurden daraufhin im Spital behandelt. Da die Giftmenge aber nur gering war und sowieso nur als Erste Hilfe gedacht war, so ist dadurch niemandem etwas Ernstes passiert.</p>
<h4>Raketenangriff!</h4>
<p>Weitere Raketen folgten im Laufe der kommenden Tage (insgesamt wurden 40 Scuds auf Israel abgefeuert). Abwechselnd tönte es dann: &#8220;Nachasch Zefa&#8221; (= Vipernschlange; Code zum Betätigen der Sirenen)</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:420px; height:315px" data="http://www.youtube.com/v/treKFYMbNQ4?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/treKFYMbNQ4?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p>oder &#8220;Scharaw kawed&#8221; (= schwerer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chamsin" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Chamsin</a>; Zeichen dafür, dass die Gefahr vorbei ist) aus dem jetzt immer laufenden Radio. </p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/shelter.jpg" width="369" height="265" alt="Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Gulfwar_1991_in_Israeli_shelter.jpg" /><br />
<a href="http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Gas_mask.jpg" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Keine einzige Scud enthielt Giftgas, doch fuhren wir, gemäß den Anweisungen des Verteidigungsministeriums, mit dem Aufsetzen der Gasmasken und dem Abdichten der Räume weiterhin fort. Die nächste Rakete könnte ja doch Giftgas enthalten!</p>
<p>Nachman Schai wurde zum &#8220;Beruhiger der Nation&#8221; und provozierte mit seinem mantra-artigen Ratschlag <em>&#8220;Wasser trinken!&#8221;</em> viel Spott und Parodien.<br />
In den ersten Tagen des Krieges kam es bei Raketenalarm beinahe zum Zusammenbruch des Stromnetzes, weil man im ganzen Land fast gleichzeitig den Strom in nicht benützten Zimmern abschaltete. Die Elektrizitäts-Gesellschaft bat die Bevölkerung inständig, doch die Lichter brennen zu lassen.<br />
Eine andere Begleiterscheinung der Angriffe waren Plünderungen von Wohnungen.  Wegen der Anweisung, die Türen im Alarmfall unverschlossen zu lassen (für die Rettungskräfte), hatten kriminelle Zeitgenossen leichtes Spiel und bedienten sich schamlos am Besitz anderer, während die Hauseigentümer zitternd im &#8220;abgedichteten&#8221; Zimmer hockten. </p>
<p>Nicht alle folgten übrigens den Anweisungen: nicht wenige Wagemutige steckten nicht nur den Kopf aus dem Fenster (&#8220;Raketen schauen&#8221;), sondern stiegen sogar aufs Dach, um besser sehen zu können. Einige haben das Schauspiel, das sich ihnen darbot, sogar fotografiert oder gefilmt: </p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:420px; height:315px" data="http://www.youtube.com/v/LlOi6Gl25Lg?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LlOi6Gl25Lg?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p>Mich hätten keine zehn Pferde aufs Dach gebracht. Allerdings kam es mir auch absolut lächerlich und absurd vor, sich gegen Raketen mit Plastikplanen zu schützen &#8230;</p>
<p>Die Spannung blieb immer bestehen. Obwohl die ersten paar Raketen alle konventioneller Art waren, war man sich nie sicher, ob das Gas nicht doch noch kommen würde. Gegen die Kurden hatte Saddam ja auch Giftgas eingesetzt – da wird er es gerade gegen Israel unterlassen?<br />
Während der ganzen Kriegstage wurde im Rundfunk kein Wetterbericht gesendet. Man wolle dem Feind keine Informationen über die regionale Wetterlage bieten, hieß es als Begründung. Als ob die israelischen Medien die einzige Informationsquelle dazu wären. Naja.<br />
Die Medien-Berichte über während der Attacken vor Freude tanzende Araber in Israel und den &#8220;Gebieten&#8221; (<em>&#8220;Ja Saddam, ja chabib, udrub udrub Tel-Aviv&#8221;</em> = O Saddam, o Lieber, schlage, schlage Tel-Aviv) versetzten die jüdische Öffentlichkeit in Rage, ja sogar ausgesprochen links Stehende.<br />
Wie in jedem Krieg, so machten auch hier zahlreiche Erzählungen über diverse &#8220;<a href="http://www.benmelech.org/z-def/english/israel-bailey.htm" title="Externer Link zu 'benmelech.org'...">Kriegswunder</a>&#8221; die Runde, ganz besonders natürlich in religiösen Kreisen. </p>
<h4>Gestörte Schabbat-Ruhe</h4>
<p>Freitag Nachmittag, kurz vor Schabbat-Eingang. (An das genaue Datum kann ich mich nicht mehr erinnern.) Die Sirene, die normalerweise den Beginn des Ruhetages anzeigt, ertönte an diesem Tag nicht. Der Sirenenklang könnte die Menschen in unnötige Panik versetzten. Ich drehte unser Transistorradio auf und stellte die sogenannte &#8220;Stille Welle&#8221; ein, einen mit Billigung der maßgeblichen Rabbiner eingerichteten besonderen Sendekanal für religiöse Juden am Schabbat. Wie der Name besagt, herrschte auf dieser Frequenz Funkstille, nur im Alarmfall wurden die notwendigen Warnungen und Durchsagen gesendet.<br />
Schmuel zog seinen Schabbat-Kaftan an und setzte den Hut auf. <em>&#8220;Schmuel, du wirst doch wohl nicht in die Synagoge gehen?&#8221;</em>, meinte ich besorgt. – <em>&#8220;Doch, ich gehe. Es passiert eh nichts.&#8221;</em> Und draußen war er. Die Gasmaske nahm er nicht mit. Er trägt nämlich am Schabbat auf der Straße nicht, obwohl es hier einen &#8220;Eruw&#8221; gibt. (Die halachische Erklärung dafür verstehe ich auch nicht so recht, bitte einen Rabbiner fragen&#8230;) </p>
<p>Da saß ich nun mit den drei kleinen &#8220;G&#8217;schrapperln&#8221;. <em>&#8220;Hoffentlich bleibt alles ruhig&#8221;</em>, dachte ich etwas nervös und blickte auf die Straße. Es blieb nicht. Plötzlich begannen die Sirenen zu heulen. Oh nein!!! Schnell packte ich die Kinder, verbarrikadierte mich mit ihnen im &#8220;Kriegszimmer&#8221; und absolvierte die übliche Gasmasken- und Abdichtungsprozedur, die irgendwie etwas Beruhigendes an sich hatte, weil man sich der Illusion hingeben kann, &#8220;etwas zu tun&#8221;. Danach sagte ich Tehillim (Psalmen).</p>
<p>Mitten im Geheul war ein Rumsen zu vernehmen – aber weniger deutlich als in der ersten Kriegsnacht. Auch die &#8220;Stille Welle&#8221; war mittlerweile zum Leben erwacht, es kamen die üblichen Durchsagen.<br />
Dann waren in einiger Entfernung Sirenen von Einsatzfahrzeugen zu hören, wieder und wieder. Die blieben dann in einiger Entfernung stehen (soweit man das durch bloßes Hören abschätzen kann). Durchsagen aus Lautsprechern schallten durch die dunkle Nacht. Wo ist Schmuel?!<br />
Sodann wurde die Durchsage gesendet, es handle sich wieder um eine konventionelle Scud. Wo genau sie gefallen war, sagte man aber natürlich nicht. Wieder sah ich aus dem Fenster. Ein Igel lief auf der leeren Straße herum. Wo bleibt denn nur mein Mann? Nun, der kam dann auch endlich heim. Ja, auch er hatte die Explosion gehört, anscheinend stärker als ich hier. Er muss also näher dran gewesen sein.</p>
<p>Wie wir später hörten, war die Rakete in Ramat-Gan, unmittelbar an der Grenze zu Bnei-Brak, gefallen und hatte ein Wohnhaus in Schutt und Asche gelegt. Die religiöse Familie, die dort wohnt, war zum Glück nicht zu Hause gewesen. Es hieß, die Leute wollten ursprünglich den Schabbat zu Hause verbringen und hätten auch alle notwendigen Vorbereitungen getroffen. Da hätte plötzlich die Frau darauf gedrängt, zu ihren Eltern nach Bnei-Brak zu gehen, und der Mann hätte sich seufzend gefügt. Nachher muss er sich an Gottes Anweisung an den Erzvater Abraham erinnert haben: </p>
<blockquote><p>Höre auf alles, was deine Frau sagt! </p></blockquote>
<p><cite>Genesis 21,12</cite></p>
<p>Obwohl unser Haus vom Ort des Geschehens nur einige hundert Meter entfernt ist, habe ich die Explosion hier nur relativ schwach gehört, weil zwischen dem betroffenen Haus und unserem ein Hügel liegt. Es war allen klar, was die Iraker eigentlich treffen wollten: eine militärische Einrichtung unweit von hier, in Ramat-Gan. Es gab auch noch weitere Versuche, diese zu treffen, weshalb die Stadt Ramat-Gan auch noch einige weitere Raketen abgekriegt hat.<br />
In der näheren Umgebung der Explosion waren alle Fensterscheiben zu Bruch gegangen, so auch im Haus einer Cousine meiner Schwiegermutter, Piri. Die alte Dame hat einen leichten Schock erlitten, ist aber ansonsten unversehrt geblieben. Den Schaden hat der Staat bezahlt, weil er durch eine feindliche Handlung verursacht worden war. </p>
<h4>Galgenhumor und ein alt-neuer Hit</h4>
<p>Wie unter Juden nicht anders möglich, begannen auch bald verschiedene Witze zu kursieren. [Beispiele?] Im Radio tauchten im Laufe des Krieges neue Lieder auf, darunter auch zahlreiche Spottlieder auf Saddam Hussein. Das bekannteste davon war <em>&#8220;Ja Saddam, ja metumtam&#8221;</em>, das den folgenden Refrain hatte (leider habe ich keine Aufnahme davon bzw. einen Link dazu):</p>
<blockquote><p>Ja Saddam teze mischam<br />
Adon Saddam ja metumtam<br />
Teze mischam teze mischam<br />
Se lo Iran-Amerikan teze mischam<br />
Bum bum bum – Bush!</p>
<p>Übersetzung:<br />
Oh Saddam geh raus von dort<br />
Herr Saddam, oh Depp<br />
Geh raus von dort, geh raus von dort<br />
Das ist nicht Iran-American, geh raus von dort</p></blockquote>
<p>In religiös-jüdischen Kreisen erschienen Cartoons, in denen Saddam mit dem bösen <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Haman" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Haman</a> verglichen wurde.<br />
Im Radio war auch besonders oft die alte Schnulze <em>&#8220;Sugar Bush I love you so&#8221;</em> zu hören, zu Ehren des damaligen amerikanischen Präsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_H._W._Bush" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">George Bush senior</a>. Bis zu diesem Zeitpunkt war derselbe hierzulande als Israel wenig gewogen empfunden worden. Nun änderte sich die Einschätzung schlagartig: Bush wurde als Schützer Israels gepriesen und das obengenannte Lied zur Lobeshymne für ihn umfunktioniert. </p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:420px; height:315px" data="http://www.youtube.com/v/dY74QHDhj50?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dY74QHDhj50?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<h4>Alltag in abnormalen Zeiten</h4>
<p>In Bnei-Brak wurden, wie bereits erwähnt, in diesem Zeitraum die sonst üblichen Sirenen zur Verkündung des Eingangs des Schabbat nicht betätigt, damit die Leute nur ja nicht unnötig in Panik gerieten. Aus demselben Grund unterblieb nach den ersten paar Alarmen die Betätigung des gleichbleibenden Sirenentons zur Entwarnung. </p>
<p>Manche Leute, vornehmlich Frauen, waren so hysterisch, dass sie nicht einmal piepende Armbanduhren, pfeifende Kinderspielzeuge und alles, was sich nur im Entferntesten wie eine Sirene anhörte, hören wollten. Selbst das Geräusch eines fahrenden Autobusses in gewisser Entfernung erweckte unangenehme Assoziationen.</p>
<p>Andere Leute waren da mutiger (oder dümmer?). Viele unterließen das Anlegen von Gasmasken: einige besonders Religiöse aus Gottvertrauen; einige, weil sie überzeugt waren, dass sie im Ernstfall eh nichts nutzen.<br />
Mit fortschreitendem Krieg – das muss ich hier festhalten – wurde meine Reizschwelle offenbar immer höher. Zum Schluss wachte ich in der Nacht von den Sirenen gar nicht mehr auf und legte auch keine Gasmaske mehr an. Irgendwie stumpft man ab und wird gleichgültig, und das ist in gewisser Beziehung ja auch gut so.<br />
Mit Ausbruch des Krieges blieben alle Erziehungseinrichtungen – Schulen und Kindergärten – zunächst einmal geschlossen. Dann wurde verfügt, dass der Betrieb wieder aufzunehmen sei, nur müsse jedes Kind seine Gasmaske mitbringen (und überhaupt sollte jedermann, der aus dem Haus ging, seine Maske überallhin mitnehmen). Und um den Kindern im Notfall beim Anlegen der Gasmasken zu helfen – was ja bei zwei Kindergärtnerinnen nicht schnell genug geht –, mussten 1 – 2 Mütter als Freiwillige im Kindergarten anwesend sein. Einige Male erfüllte ich selbst diese Aufgabe, weil ich ja damals noch nicht arbeiten ging. Ich begleitete also Tamar, die stolz ihre mit buntem Papier beklebte Schachtel mit der Gasmaske trug; Dina, die damals noch nicht in den Kindergarten ging, kam auch mit (mit ihrer Kapuze), und natürlich auch Motti, dessen Zelt ich ebenfalls mitschleppte. Alle Schachteln mit den Masken der Kinder kamen in eine eigens dafür eingerichtete Ecke, und der gewohnte Kindergarten-Alltag nahm seinen Lauf. Tagsüber hatte es ja bisher keine Angriffe gegeben.</p>
<h4>Ein Heidenschreck!</h4>
<p>An einem Freitag holte ich Tamar aus dem Kindergarten ab. Dina und Motti waren bei Schmuel zu Hause geblieben. Ich selbst hatte meine Maske nicht dabei. Zusammen mit Tamar ging ich dann Schoschi, eine ältere Dame und Verwandte meiner Schwiegermutter, besuchen. Das Wetter war nicht besonders, es sah aus, als wolle es regnen.<br />
Wir machten es uns auf dem Sofa gemütlich und begannen, wie gewohnt, über dieses und jenes zu plaudern. Da blitzte und krachte es plötzlich so heftig, dass die hölzernen Rollläden beinahe zerbarsten. Im selben Moment begann eine Sirene zu jaulen, mitten hinein in die jäh entstandene Totenstille. Du liebe Güte, war das ein Schreck! Sofort nestelte ich an Tamars Gasmaske herum und setzte sie ihr auf. Was wird jetzt mit mir, was wird aus Schoschi, die überhaupt keine Maske hat? Aber da hieß es im Radio schon: <em>&#8220;Es handelt sich um einen Blitzschlag, das ist kein Raketenangriff&#8221;</em>. Ich wiederhole: <em>&#8220;Das ist kein Raketenangriff!&#8221;</em><br />
Nachher bin ich mit noch leicht zitternden Knien mit meiner kleinen Tochter nach Hause geschlichen.</p>
<h4>Das Purimwunder</h4>
<p>Und dann war dieser eigenartige Krieg plötzlich zu Ende, passenderweise genau zu Purim. Ich erinnere mich noch an Leute, die jetzt spaßeshalber, quasi als Purim-Verkleidung, mit aufgesetzten Gasmasken herumzogen und lachten. Manche hatten die Masken bemalt oder mit Micky-Maus-Ohren und anderen Accessoires verziert.<br />
Nach israelischen Angaben betrugen die Verluste unter der Bevölkerung insgesamt 74 Zivilisten. Davon starben zwei Personen direkt, vier indirekt durch Erstickung aufgrund von Gasmasken und die Restlichen durch Herzinfarkte.</p>
<p class="tipp">Jetzt zählen wir das Jahr 2012 und wieder wehen im Nahen Osten Kriegswinde. Man hat hier auch wieder Gasmasken an die Bevölkerung verteilt. Ich habe sie inzwischen in der Rumpelkammer verstaut und hoffe stark, dass sie auch in Hinkunft dort verbleiben. Amen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Im Zentrum der Welt</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 08:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher und Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jerusalem]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte sich keinen besseren Ort für dieses Motiv denken: Mitten in Jerusalem, nahe dem Rathaus, findet sich diese für Jerusalem doch recht schmeichelhafte Weltkarte – ausgeführt in Keramik vom Jerusalemer Künstler Arman Darian, nach einem Original des Hannoveraner Theologen Heinrich Bünting aus 1581. Weltkarte von Arman Darian nach dem Original von Heinrich Bünting aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte sich keinen besseren Ort für dieses Motiv denken: Mitten in Jerusalem, nahe dem Rathaus, findet sich diese für Jerusalem doch recht schmeichelhafte Weltkarte – ausgeführt in Keramik vom Jerusalemer Künstler Arman Darian, nach einem <a href=" http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:1581_Bunting_clover_leaf_map.jpg&#038;filetimestamp=20061130054816" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Original</a> des Hannoveraner Theologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_B%C3%Bcnting" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Heinrich Bünting</a> aus 1581.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[080112]" title="Weltkarte von Arman Darian nach dem Original von Heinrich Bünting aus 1581"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/karteJGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/karteJGR.jpg" width="550" height="446" alt="Weltkarte von Arman Darian nach dem Original von Heinrich Bünting aus 1581" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Weltkarte von Arman Darian nach dem Original von Heinrich Bünting aus 1581</p>
<p>Kuriosum am Rande: Büntings eigenwillige Darstellung &#8211; die Welt als Kleeblatt mit Jerusalem im Zentrum &#8211; zielt nicht nur auf besondere Akzentuierung Jerusalems, sondern ist gleichermaßen eine Verneigung vor seiner Heimatstadt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hannover#Wappen" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Hannover</a>, die nämlich das Kleeblatt (andere sagen freilich: eine Marienblume) im <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Coat_of_arms_of_Hannover.svg&#038;filetimestamp=20090822130540" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Wappen</a> führt&#8230; </p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir den instruktiven Aufsatz Karl-Heinz Kohls zu diesen und weiteren Hintergründen der Bünting-Karte: &#8220;<a href="http://edoc.bbaw.de/volltexte/2009/1245/pdf/04_Kohl_print.pdf" title="Externer Link zu 'edoc.bbaw.de...'">Allegorien der drei Erdteile und die Entdeckung Amerikas</a>&#8221; (<acronym>PDF-Datei</acronym>, 5.8 <abbr>MB</abbr>).</em></p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/12/18/bild-der-woche-chanukka-und-ein-abgeschlagener-kopf/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Chanukka und ein abgeschlagener Kopf&#8221;</a>&nbsp;
</div>
</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Verzettelt in Jerusalem</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein Ritual, an dem sich Israel-Reisende verschiedenster Couleur (Prominenz, von Barack Obama bis Benedikt XVI., inklusive) erfreuen: das Schreiben von Gebets-Notizen (jidd. Kwittel), die anschließend in den Ritzen der Jerusalemer Westmauer (hebr. HaKotel HaMa&#8217;arawi; eher problematisch ist das deutsche &#8220;Klagemauer&#8221;) deponiert werden. Wer möchte, kann selber ein &#8220;Kvittelchen&#8221; in die Ritzen der Klagemauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein Ritual, an dem sich Israel-Reisende verschiedenster Couleur (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Placing_notes_in_the_Western_Wall#Notable_persons_who_have_placed_notes_in_the_Wall" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Prominenz</a>, von Barack Obama bis Benedikt XVI., inklusive) erfreuen: das Schreiben von Gebets-Notizen (jidd. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kvitel" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Kwittel</a>), die anschließend in den Ritzen der Jerusalemer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Western_Wall" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Westmauer</a> (hebr. HaKotel HaMa&#8217;arawi; eher problematisch ist das deutsche &#8220;Klagemauer&#8221;) deponiert werden.</p>
<blockquote><p>Wer möchte, kann selber ein &#8220;Kvittelchen&#8221; in die Ritzen der Klagemauer stecken, </p></blockquote>
<p>schlägt etwa der Israel-Baedeker Jerusalem-Besuchern vor (dagegen &#8211; das ist wohl warnend an die Adresse christlicher PilgerInnen  gesagt &#8211; sei etwa das <em>&#8220;Anzünden von Kerzen eher unpassend&#8221;</em> &#8230;;)).<br />
Im Hintergrund steht dabei, grob gesprochen, die (in der jüdischen Traditionsliteratur gut belegte) Idee der vorzüglichen Heiligkeit des Ortes, von dem die Gegenwart Gottes auch nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels nicht gewichen sei.</p>
<p><em>(Zur Heiligkeit und den Ritualen rund um die Westmauer <abbr>vgl.</abbr> ausführlich <abbr>R.</abbr> Mordechai Ha&#8217;cohen: Sanctity, Law and Customs. In: Meir Ben-Dov <abbr>u.a.</abbr>: The Western Wall (HaKotel). Jerusalem 1987. S. 79-97; außerdem <a href="http://books.google.at/books?id=lo4f3iCjizgC&#038;printsec=frontcover&#038;dq=max+k%C3%BCchler+jerusalem&#038;hl=de&#038;ei=dlDiTqimLpDsOcCZgLIE&#038;sa=X&#038;oi=book_result&#038;ct=result&#038;resnum=1&#038;ved=0CDQQ6AEwAA#v=onepage&#038;q=max%20k%C3%BCchler%20jerusalem&#038;f=false" title="Externer Link zu 'books.google.at...'">Max Küchler: Jerusalem. Ein Handbuch und Studienreiseführer zur Heiligen Stadt</a>. Göttingen 2007. <abbr>bes. S.</abbr> 154ff., 168ff.)</em></p>
<div id="mittig2e">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[121211]" title="Die Jerusalemer Westmauer ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel01.jpg" width="250" height="167" alt="Die Jerusalemer Westmauer ..." /></a><br />
Die Jerusalemer Westmauer ..</li>
<li><a rel="lightbox[121211]" title="...samt Kwittelach" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel02.jpg" width="250" height="167" alt="...samt Kwittelach" /></a><br />
&#8230;samt Kwittelach</li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Das Kwittel-Ritual scheint nun so reizvoll zu sein, dass auch christliche PilgerInnen es für sich bzw. ihre heiligen Stätten adaptiert haben. Geschätzte 500 Meter Luftlinie von der Westmauer entfernt nämlich, in der Grabeskirche, werden ebenfalls eifrig Zettel beschrieben, gefaltet und in Ritzen gesteckt &#8211; analoge Frömmigkeitspraxis, andere Religion.<br />
Hier, wo Christinnen und Christen Hinrichtungsstätte und Grab des Jesus von Nazareth verehren, haben also ebenfalls die Gebetszettelchen Einzug gehalten &#8211; und werden in die Ritzen der Grabkapelle geschoben; deren Altersschwäche <abbr>bzw.</abbr> die entsprechenden baulichen Auflösungserscheinungen machen&#8217;s möglich&#8230; </p>
<div id="mittig2d">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[121211]" title="Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche ... " href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel04.jpg" width="250" height="375" alt="Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche ... " /></a><br />
Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche &#8230;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Jerusalem_Holy_Sepulchre_BW_7.JPG&#038;filetimestamp=20090111190206" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121211]" title="...mit den einschlägigen Zettelchen" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel03.jpg" width="250" height="167" alt="...mit den einschlägigen Zettelchen" /></a><br />
&#8230;mit den einschlägigen Zettelchen</li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Ob hier nun tatsächlich eine Art interreligiöser Ritual-Import vorliegt (oder eher eine althergebrachte Analogie in der religiösen Praxis)? Man weiß es nicht. Freund Baedeker jedenfalls kennt/empfiehlt ein derartiges Ritual (noch?) nicht&#8230; ;)</p>
<p>Was wir aber jedenfalls wissen: Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst eine Nachricht an der Westmauer zu hinterlassen, muss nicht auf den nächsten Israel-Besuch warten – <a href="http://twitter.com/TheKotel" title="Externer Link zu 'twitter.com...'">Twitter</a> sei Dank lassen sich Gebete auch online an die Westmauer adressieren, die dann in ausgedruckter Form ebendort deponiert werden; mehr Infos bei &#8220;<a href="http://www.tweetyourprayers.info/" title="Externer Link zu 'tweetyourprayers.info'">Tweet your prayers</a>&#8220;. </p>
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		<title>Ari Rath &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/26/ari-rath-nachlese/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 14:45:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz des Termins am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertages kamen über 100 BesucherInnen, um in der Arbeiterkammer Burgenland in Eisenstadt den langjährigen Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, Ari Rath, zu hören. Wenn ein Weitgereister und Wissender wie Ari Rath spricht, können natürlich 90 Minuten nicht reichen. Doch und trotz der Zeitbeschränkung: Es war ein höchst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz des Termins am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertages kamen über 100 BesucherInnen, um in der Arbeiterkammer Burgenland in Eisenstadt den langjährigen Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/10/23/kopf-und-tipp-der-woche-ari-rath/" title="Interner LInk zum Beitrag vom 23. Oktober 2011">Ari Rath</a>, zu hören.</p>
<p>Wenn ein Weitgereister und Wissender wie Ari Rath spricht, können natürlich 90 Minuten nicht reichen. Doch und trotz der Zeitbeschränkung: Es war ein höchst informativer Abend, ein brillanter Ari Rath faszinierte das Publikum: von der Landesrätin bis zu einer großen Anzahl Jugendlicher sowie BesucherInnen aus Eisenstadt, dem Burgenland und dem angrenzenden Niederösterreich konnten begrüßt werden.</p>
<div id="mittig3d">
<ul id="bildchen5">
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Ari Rath am 25. 10. 2011 in der AK Burgenland"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath01.jpg" width="150" height="150" alt="Ari Rath am 25. 10. in der AK Burgenland" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Etwa 100 BesucherInnen bei der Veranstaltung"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath02.jpg" width="150" height="150" alt="Etwa 100 BesucherInnen bei der Veranstaltung" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[261011]" title="Veranstalter Thomas Lehner (AK) bedankt sich bei Ari Rath"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRath03.jpg" width="150" height="150" alt="Veranstalter Thomas Lehner (AK) bedankt sich bei Ari Rath" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Selbstverständlich wollen wir Sie auch diesmal online ein wenig teilhaben lassen an diesem außergewöhnlichen Abend:</p>
<p>Meine zweite Frage bezog sich auf den bekanntesten und berühmtesten Eisenstädter Juden Alexander (Sandor) Wolf, der – wie Ari Rath – 1938 über Triest nach Haifa geflohen war, wo Wolf am 2. Jänner 1946 starb. Einige Monate vor seinem Tod, im Sommer 1945, ersuchten ihn in Triest lebende Verwandte, doch nach Österreich zurückzukehren. Sandor Wolfs Antwort war: </p>
<blockquote><p>Ich beabsichtige nicht zurückkehren, weil man uns die Heimatliebe ausgebläut hat.</p></blockquote>
<p>Diese Worte Wolfs haben sich in mir nicht nur sehr tief eingeprägt, sondern sie fielen mir wieder ein, als ich las, dass Ari Rath einmal schrieb: </p>
<blockquote><p>Ich konnte nie verstehen, dass ein Teil ehemaliger österreichischer Juden gerne ihre deutsch-österreichische Sprache über all die Jahre weiter pflegte und einen österreichischen Pass annahm.
</p></blockquote>
<p><cite>Ari Rath, Von Wien nach Jerusalem. Lebensstationen, in: Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten, Berlin 2005, S. 39</cite></p>
<p>Ich fragte also Ari Rath, wie es um seine &#8220;Heimatliebe&#8221; steht und wie er seine Beziehung zu Österreich hier und heute sieht?<br />
Ari Raths Antwort war lange, im Kern sehr deutlich und sehr berührend, hören Sie selbst:</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:420px; height:315px" data="http://www.youtube.com/v/aBMaLNNsU6c?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aBMaLNNsU6c?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p>Ich danke sehr herzlich den Veranstaltern, insbesondere dem Initiator des Abends, Thomas Lehner sowie Frau <abbr>Mag.<sup>a</sup></abbr> Claudia Kreiner-Ebinger, dass mir die Ehre zuteil wurde, mit Ari Rath sprechen zu dürfen. Ebenso bedanke ich mich bei Lukas Lehner, dass er sich spontan bereit erklärt hat, uns film- und fototechnisch unter die Arme zu greifen. </p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/10/16/bild-und-kopf-der-woche-ausmal-ben-gurion/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Kopf der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen 'Kopf'">  Kopf der Woche &#8220;Ausmal-Ben-Gurion&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/11/27/koepfe-der-woche-rubinstein-zweig/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Kopf der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten 'Kopf'"> Köpfe der Woche &#8220;Rubinstein / Zweig&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kopf und Tipp der Woche &#8211; Ari Rath</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/23/kopf-und-tipp-der-woche-ari-rath/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/10/23/kopf-und-tipp-der-woche-ari-rath/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 09:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=862</guid>
		<description><![CDATA[Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu Erzählungen eines Zeitzeugen. Ari Rath im Gespräch mit Johannes Reiss Wann: Dienstag, 25. Oktober, 18.00 – 21.00 Uhr Wo: Arbeiterkammer (AK) Burgenland, Wiener Straße 7, 7000 Eisenstadt, Festsaal Die Veranstaltung wurde von der AK Burgenland initiiert, in Kooperation mit unserem Museum, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller &#038; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zu</p>
<p><strong>Erzählungen eines Zeitzeugen. Ari Rath im Gespräch mit Johannes Reiss</strong></p>
<p>Wann: <strong>Dienstag, 25. Oktober, 18.00 – 21.00 Uhr</strong><br />
Wo:  <strong>Arbeiterkammer (AK) Burgenland,<br />
Wiener Straße 7, 7000 Eisenstadt, Festsaal</strong></p>
<p>Die Veranstaltung wurde von der <acronym>AK</acronym> Burgenland initiiert, in Kooperation mit<br />
unserem Museum, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller &#038; KünstlerInnen&#8221;, dem &#8220;Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und Aktiver Antifaschist/Inn/en&#8221;, dem &#8220;Sozialdemokratischen LehrerInnenverein Burgenland&#8221;, der &#8220;Österreichischen Gewerkschaftsjugend Burgenland&#8221; und der &#8220;Sozialistischen Jugend&#8221;.</p>
<p>Ich freue mich außerordentlich mit einem der wohl berühmtesten und weitestgereisten Zeitzeugen sprechen zu dürfen. </p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[231011]" title="Titelbild 'Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten', Berlin, 2005" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRathGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ariRathGR.jpg" width="200" height="162" alt="Titelbild 'Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten', Berlin, 2005" /></a></p>
</div>
<p>Ari Rath wurde 1925 in Wien geboren, besuchte daselbst das Wasa-Gymnasium und wanderte im November 1938 mit der Jugendalija nach Palästina aus. Schon seit Oktober 1958 politischer und diplomatischer Berichterstatter bei der Jerusalem Post, war er von 1975 – 1989 deren Chefredakteur und Herausgeber, berichtete mehrere Jahrzehnte sozusagen aus dem Allerheiligsten der Arbeiterpartei und porträtierte die Großen in Israels Staatsgeschichte: Golda Meir, Moshe Dayan, Shimon Peres und viele andere. Legendär ist sein erster großer journalistischer &#8220;<span lang="en" xml:lang="en">Scoop</span>&#8221; 1960, als es ihm gelang, in <span lang="en" xml:lang="en">New York</span> dem inoffiziellen Treffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer beizuwohnen.<br />
Das große Lebensthema Ari Raths ist die Rolle Israels in der Welt und die Zukunft des jüdischen Staates.</p>
<p><cite>Bildquelle: Titelbild &#8220;Ari Rath, Auf dem Weg zum Frieden. Artikel und Essays aus fünf Jahrzehnten, Berlin, 2005</cite></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Fahrt im Autobus 402 von Bnei-Brak nach Jerusalem</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/20/eine-fahrt-im-autobus-402-von-bnei-brak-nach-jerusalem/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/10/20/eine-fahrt-im-autobus-402-von-bnei-brak-nach-jerusalem/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 08:08:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jerusalem]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=858</guid>
		<description><![CDATA[Claudia/Chaya-Bathya, unsere ständige Gastautorin und Korrespondentin aus Bnei Brak, Israel, nimmt uns in ihrem heutigen Beitrag mit auf eine Busfahrt von Bnei Brak nach Jerusalem – und erklärt dabei Eigenheiten des israelischen Alltags, die so manchem Israel-Urlauber bekannt vorkommen bzw. für künftige Israel-Reisen wissenswert sein könnten. Überdies hat ihr Beitrag einen aktuellen tagespolitischen Nebenaspekt: der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Claudia/Chaya-Bathya, unsere ständige Gastautorin und Korrespondentin aus Bnei Brak, Israel, nimmt uns in ihrem heutigen Beitrag mit auf eine Busfahrt von Bnei Brak nach Jerusalem – und erklärt dabei Eigenheiten des israelischen Alltags, die so manchem Israel-Urlauber bekannt vorkommen bzw. für künftige Israel-Reisen wissenswert sein könnten.<br />
Überdies hat ihr Beitrag einen aktuellen tagespolitischen Nebenaspekt: der Attentäter, der 1989 den im Beitrag angesprochenen Anschlag auf Bus Nr. 405 (Linie Tel Aviv–Jerusalem) verübte, ist nach israelischen <a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/in-shalit-deal-israel-crossed-its-own-red-lines-1.389782" title="Externer Link zu 'haaretz.com...'">Pressemeldungen</a> einer jener palästinensischen Häftlinge, die im Austausch gegen den entführten Soldaten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gilad_Schalit" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Gilad Schalit</a> freigekommen sind (siehe die Liste der freigelassenen Gefangenen auf <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Palestinian_and_Israeli-Arab_prisoners_exchanged_for_Gilad_Shalit" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Wikpedia</a>).</em></p>
<p>Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Im Folgenden möchte ich meine Eindrücke von meiner Reise von Bnei-Brak nach Jerusalem am 29. Juni 2011 wiedergeben. An diesem Tag muss ich arbeitsbedingt nach Jerusalem fahren, und das freut mich sehr, denn ich liebe Autobusfahrten über alles. Etwa 70 km sind es von hier nach Jerusalem. Die Fahrt dauert ca. eineinhalb Stunden.</p>
<p>Ich steige beinahe an der ersten Haltestelle zu, die liegt fast vor unserem Haus. Zu diesem Zeitpunkt ist der Bus noch leer. Das wird sich aber sehr schnell ändern.</p>
<p>Die Autobusroute in der engen und überfüllten Stadt Bnei-Brak windet sich wie Darmschlingen. Die Fahrt in Bnei-Brak allein nimmt fast ein Drittel der gesamten Fahrzeit in Anspruch! (Über Bnei-Brak könnte man Romane schreiben, und wer weiß, ob ich das nicht noch einmal tun werde.) Wie wäre es denn mit der Errichtung einer zentralen Autobushaltestelle für Überlandfahrten, so wie es sie in allen anderen Städten gibt? Jaja, ich weiß: darüber wird hier schon lange Jahre geredet. Geschehen ist nichts. Und so ziemlich alle Stellen, wo man eine solche hätte errichten können, sind inzwischen verbaut.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[191011]" title="Expressbus 402" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/bus402GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/bus402.jpg" width="300" height="253" alt="Expressbus 402" /></a></p>
</div>
<p>Der Autobus füllt sich langsam. Der 402er ist übrigens ein sogenannter <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mehadrin_bus_lines" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Mehadrin-Bus</a>, d. h. hier sitzt man nach Geschlechtern getrennt: Männlein vorne, Weiblein hinten. Nicht alle, auch nicht alle orthodoxen Juden, sind von dieser Einrichtung erbaut. Das Schlimmste sind selbsternannte Ordnungshüter, die ein jegliches weibliches Wesen, selbst wenn es ihre Oma sein könnte, grob anfahren oder gar handgreiflich werden (wie absurd!), wenn dieses im Männerteil Platz genommen hat. Solche Vigilanten sind aber eine eher seltene Erscheinung, zumindest hier in Bnei-Brak. Frauen beklagen sich eher über die Sitzordnung selbst, weil ihnen das Schaukeln im hinteren Teil des Busses nicht wohl bekommt. Sie sagen aber nichts. Wer partout keinen Mehadrin-Bus will, kann von Bnei-Brak auch mit dem Autobus Nr. 400 nach Jerusalem fahren. Der ist &#8220;gemischt&#8221;.</p>
<p>Ich selber sitze sehr gerne hinten, weil es da am meisten hüpft und schaukelt. (In diesem Leben werde ich wohl nie erwachsen.) Außerdem sitze ich liebend gerne am Fenster und sauge die vorüberziehenden Bilder förmlich in mich auf. Wenn ich doch nur eine Kamera bei mir hätte!</p>
<p>Interessiert beobachte ich die umständlichen Reisevorbereitungen mancher männlichen Fahrgäste: Rock bzw. Kaftan ausziehen, fein säuberlich zusammenlegen und ins Gepäckfach unter der Decke des Busses schieben. Der Hut folgt. Der eine tut das rasch und entschlossen, der andere hingegen mit Bedacht. Hie und da wird noch ein Talmudfoliant aus irgendeiner Tasche gezogen, und dann macht man sich&#8217;s auf dem gepolsterten Sitz bequem. Fertig! Andere laben sich an mehr irdischen Genüssen. Raschelnde Papiersackerl mit Gebäck und Süßigkeiten, ein krachender Biss in einen saftigen Apfel.</p>
<p>Neben mir nimmt eine ältere Dame Platz. Das große Plastiksackerl, das sie schleppt, stellt sie zwischen ihre Beine. Drinnen sind, soweit erkennbar, zahlreiche weitere Sackerl. Meine Sitznachbarin ist recht kommunikativ, zeitweise für meinen Geschmack ZU kommunikativ. Sie redet Hebräisch durchmischt mit Jiddisch und einer weiteren Sprache, die ich nicht zu identifizieren vermag. Vielleicht eine kaukasische Sprache? Ab und zu zieht sie eine Eineinhalb-Liter-Cola-Flasche – gut eingehüllt in weiteres Plastiksackerl – aus dem großen Sackerl und nimmt einen Zug.</p>
<p>Bei der Ausfahrt aus der Stadt auf die &#8220;Geha&#8221;-Autobahn fährt der Bus auf einem holprigen Fahrweg mit wenig Asphalt, aber umso mehr Schlaglöchern (skandalös ist das!) an einem heruntergekommen, verwahrlosten Einfamilienhaus vorbei. Über dem Eingang hängt ein Schild: Hachnasat Orchim schel Awraham Awinu, also Gastfreundschaft des Erzvaters Abraham. Und dem guten Vorbild des Letzteren folgt auch der Hausherr: &#8220;Hier kann man kostenlos essen und trinken&#8221;, verheißt ein handbeschriebenes Pappschild an einem der Fenster. Ich hoffe nur, den Gästen kracht die Bruchbude nicht über dem Kopf zusammen.</p>
<p>Heute gibt es, wie sich herausstellt, im Bus auch ein &#8220;Unterhaltungsprogramm&#8221;: Eine ältere Dame teilt an die Frauen und Mädchen Heftchen zum Tehillim[Psalmen]-Sagen aus. Ich lehne dankend ab, weil ich es vorziehe, die schöne Aussicht zu genießen. Bei den Männern teilt ein Chassid Zettel aus – <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Daf_Yomi" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Daf Hajomi</a> [das tägliche Blatt Talmud] vermute ich, genau weiß ich&#8217;s aber nicht, weil ich ja in der &#8220;Frauenabteilung&#8221; sitze. </p>
<p>Plötzlich ein durchdringendes Pfeifen und Knacken! Aus dem Bordlautsprecher ertönt eine Stimme. Der Sprecher – es ist der genannte Chassid – bedankt sich in jovialem Ton beim Fahrer für die Überlassung des Mikrophons und fängt an, einen rabbinischen Vortrag zu halten. Worüber genau, habe ich nicht mitgekriegt.</p>
<p>Die Dame neben mir raunzt und nörgelt in einer Tour vor sich hin. Sie möchte ihre Ruhe haben und ist von der akustischen &#8220;Zwangsbeglückung&#8221; alles andere als entzückt. Die anderen Fahrgäste scheinen teils dasselbe zu denken, reagieren aber nicht. Sie möchten wohl den Tora-Vortrag nicht stören. Die Frauen sind mit Tehillim-Sagen, mit Unterhaltung oder Handy-Gesprächen beschäftigt, einige Männer – so ich sie von meinem Platz aus sehen kann – ebenfalls. Auch der junge Jemenite, der wegen akuten Platzmangels auf den Stufen vor dem Ausgang Platz genommen hat, zieht offenbar sein Handy dem Talmud vor. </p>
<p>Der Vortragende schließt endlich mit einer längeren Serie von Berachot [Segenssprüchen], nicht ohne mindestens fünfmal den heutigen Rettungstag des &#8220;Kaliver Rebben <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Menachem_Mendel_Taub" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'"><em>schlite</em></a>&#8221; [schlita = שליט"א ist eine hebräische Abkürzung mit der Bedeutung: er lebe lange und gute Jahre, Amen!] zu erwähnen. Der charakteristische Tonfall der Segenssprüche allein deutet den Zuhörern schon an, wann sie antworten sollen: Ooo-mejn! [Amen]</p>
<p>Der selbsternannte Entertainer, recte Schiur[Lektion]-Sager, übergibt nun das Mikrophon an einen Rosch Jeschiwe [Haupt einer Jeschiwa]. Der nuschelt halblaut etwas vor sich hin, von dem ich kein einziges Wort verstehe. Und ich bin nicht die Einzige.</p>
<p>Dann wird das Wort einem jüngeren Mann erteilt, der einen Sijum [Abschlußsseier] auf den ganzen Schass [Talmud] feiert, wie der Redner nicht vergisst zu betonen. Der Mann hat also den ganzen Talmud, gewöhnlich in 20 großen Folianten gedruckt, vollständig durchgelernt. Alle Achtung! Dieser Mann spricht laut und klar und fasst sich kurz.</p>
<p>Und ich? Ich habe nur Augen für die wunderbare Aussicht. Das satte Frühlings-Grün hat einem überwiegend gelbbraunen Farbton Platz gemacht. Reife Ähren stehen auf den Äckern, andere Felder sind schon abgemäht. Nur ein paar Strohballen sind übriggeblieben. Auch grüne Flecken gibt es noch: irgendwelches Gemüse und sonstige Blattpflanzen. Die werden bewässert. Ab und zu kugeln &#8220;Bluzer&#8221; von Wassermelonen und Kürbissen kunterbunt herum. Die müssen aber noch ein bisschen wachsen. Auch Obstbaum-Plantagen gibt es. Die weißen Würfel, die hie und da in kleinen Gruppen an Feldrändern platziert sind, sind Bienenkolonien. Übrigens habe ich im Verlauf der Fahrt festgestellt, dass man vermehrt Wein anbaut. Man trägt also dafür Sorge, dass die hiesige Bevölkerung noch &#8220;geist&#8221;-reicher wird.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[191011]" title="Seven Seventy, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/sevensGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/sevens.jpg" width="250" height="188" alt="Seven Seventy, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." /></a><br />
<a href="http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:770_%D7%91%D7%9B%D7%A4%D7%A8_%D7%97%D7%91%22%D7%93.jpg" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Immer wieder sieht man auch verstreute Ortschaften. Die bestehen aus Einfamilienhäusern, viele liegen in herrlich grünen Gartenlandschaften. In einer dieser Siedlungen sticht ein Gebäude durch Höhe und Baustil hervor: es handelt sich um &#8220;Seven Seventy&#8221;, eine genaue Replik des Hauptquartiers der Lubavitscher Chassidim in Crown Heights, New York. Wir sind also schon in Kfar Chabad. In diesem Dorf leben, wie der Name impliziert, ausschließlich Lubavitscher Chassidim. Der zweite Teil des Ortes – hierbei handelt es sich in erster Linie um das große religiöse Mädchengymnasium &#8220;Bejt Rivka&#8221; mit angeschlossenem Internat – liegt übrigens auf der anderen Seite der Autobahn.</p>
<p>Den &#8220;Ben Gurion&#8221;-Flughafen sehe ich von meiner Seite aus nicht. Ich sitze bei der Hinfahrt nämlich rechts, weil auf der linken am Vormittag die Sonne hereinscheint. Ich hasse es, wenn man die Rollos runterzieht, weil ich dann die Aussicht nicht mehr genießen kann. Andererseits will ich aber natürlich auch nicht in der Sonne braten. Auf der Rückfahrt werde ich jedoch, wenn ich wieder auf der rechten Seite sitze, die startenden, landenden und parkenden Flugzeuge bewundern können.</p>
<p>Etliche Reisende sprechen jetzt das Tefillat ha-derech, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tefilat_HaDerech" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Reisegebet</a>. So auch ich.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[191011]" title="Der sogenannte Khan bei der Einfahrt nach Scha'ar Hagaj, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/shharhagieGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/shharhagie.jpg" width="200" height="152" alt="Der sogenannte Khan bei der Einfahrt nach Scha'ar Hagaj, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." /></a><br />
<a href="http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Shharhagie.jpg" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Jetzt sind wir schon in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sha%27ar_HaGai" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Scha&#8217;ar Hagaj</a>, oder auf Arabisch: Bab El-Wad, das &#8220;Tor des Tales&#8221;, 23 km von Jerusalem! Von hier an geht es so richtig aufwärts. Aleppo-Kiefern, Sträucher, Kreidefelsen, Karst. Uff, ich kriege verlegte Ohren! Das passiert mir hier immer.</p>
<p>Der Ort ist landschaftlich wunderschön, aber auch ideal für einen Hinterhalt: die Straße verläuft in einem tiefen Einschnitt zwischen links und rechts aufragenden Felsen, die heute bewaldet sind.<br />
Im Unabhängigkeitskrieg 1948 fanden hier heftige Kämpfe zwischen der Arabischen Legion und israelischen Soldaten statt. Auf halbverwachsenen Pfaden kann man die in der Gegend verstreuten Grabsteine für die 119 gefallenen jüdischen Konvoi-Kämpfer erreichen. </p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[191011]" title="Überreste der bei den Kämpfen ausgebrannten Panzerfahrzeuge, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/Shaar_hagai_armored_vehicle1GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/Shaar_hagai_armored_vehicle1.jpg" width="200" height="133" alt="Überreste der bei den Kämpfen ausgebrannten Panzerfahrzeuge, Quelle: http://he.wikipedia.org/wiki/..." /></a><br />
<a href="http://he.wikipedia.org/wiki/%D7%A7%D7%95%D7%91%D7%A5:Sha%27ar_hagai_armored_vehicle1.JPG" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Die Überreste der bei den Kämpfen ausgebrannten Panzerfahrzeuge, einst rostrot gestrichen und ebenfalls auf dem Gelände verstreut, sind jetzt khakifarben und an einem Platz konzentriert. Man hat auch einen Gedenkort eingerichtet. Schilder erzählen davon, was hier passiert ist. </p>
<p>Bei einer Ausfahrt in der Umgebung steht eine hohe Mobilfunk-Antenne, in die man Äste von Nadelbäumen gesteckt hat, um sie unauffälliger zu machen. Das ist aber nicht wirklich gelungen, der &#8220;Riesen-Besen&#8221; sieht vielmehr recht lächerlich aus.</p>
<p>Aus einer steil abfallenden Felswand vor der Har&#8217;el-Kreuzung wächst, halb hängend und eigenartig geformt, ein Feigenbaum. Verschwiegene Pfade führen ins Unterholz. Ach, wie hätte ich Lust, jetzt auszusteigen und zu wandern! Weit wandern, nur einfach so gehen. Irgendwohin, egal wohin. </p>
<p>Eine sehr schöne Aussicht gibt es bei dem arabischen Dorf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Gosch" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Abu Gosch</a>, bekannt vor allem für seine Restaurants, aber auch für musikalische Veranstaltungen. Jährlich zu Schawuot und Sukkot finden die &#8220;Abu Gosh Voice Festivals&#8221; statt, in der Auferstehungskirche sowie in der modernen Kirche &#8220;Notre Dame Arche D’Alliance&#8221; (Unsere Liebe Frau von der Bundeslade) finden zahlreiche weitere Konzerte statt. </p>
<p>Ganz in der Nähe liegt das Städtchen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kiryat_Ye%27arim" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Kirjat Je&#8217;arim</a>, umgangssprachlich &#8220;Tels-Stone&#8221; genannt. Es ist fast ausschließlich von orthodoxen Juden bewohnt und hat durch den Selbstmordanschlag auf den Autobus Nr. 405 (Tel Aviv–Jerusalem) traurige Berühmtheit erlangt. Am 6. Juli 1989 stürzte sich ein arabischer Fahrgast – ein Mitglied des &#8220;Islamischen Dschihad&#8221;, wie sich später herausstellte –  auf den Busfahrer, bemächtigte sich des Lenkrads und steuerte den Bus in den Abgrund. 16 Fahrgäste starben, 27 (darunter der Attentäter) wurden verletzt. Seitdem ist in israelischen Überlandbussen vor dem Fahrersitz eine Barriere installiert. Von den zumeist orthodoxen Freiwilligen, die mithalfen, die Verletzten und Leichen zu bergen, wurde später die Organisation <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ZAKA" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">ZAKA</a> zur Identifizierung von Unfallopfern gegründet.</p>
<p>Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaddisch" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Kaddisch</a> de-rabbanan [Gebet nach dem Torastudium] reißt mich aus meinen Gedanken. Die Tora-Lektionen sind beendet. Einige Männer erheben sich, setzen den Hut auf und antworten vorschriftsmäßig auf das Kaddisch-Gebet. Die meisten anderen entledigen sich sitzend ihrer Pflicht. So auch ich. Es ist hier absolut kein Platz zum Aufstehen.</p>
<p>Die Frau, die die Tehillim verteilt hat, sucht nun all ihre Heftchen wieder zusammen: &#8220;Entschuldigen Sie, haben Sie ihr Heft schon zurückgegeben?&#8221;</p>
<p>Und dann sind wir auch schon in Jerusalem. An der ersten Station steige ich aus. In etwa hundert Metern Entfernung ragt der Pfeiler der charakteristischen und weithin sichtbaren <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jerusalem_Chords_Bridge" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Hängebrücke</a> in den Himmel, auf der gerade eine Garnitur der neuerrichteten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Jerusalem" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Jerusalemer Straßenbahn</a> eine Probefahrt unternimmt. (Anmerkung: Inzwischen hat sie den regulären Betrieb aufgenommen.)</p>
<p>Ach, es ist doch immer schön, in Jerusalem zu sein! </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bild und Kopf der Woche &#8211; Ausmal-Ben-Gurion</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/10/16/bild-und-kopf-der-woche-ausmal-ben-gurion/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 08:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Kopf der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man jüngeren (und jüngsten) Museumsbesucherinnen und -besuchern Historie schmackhaft machen kann, ist eine ebenso wichtige wie knifflige Frage. Klassisch-charmant ist die diesbezügliche Strategie des &#8220;Ben-Gurion-Hauses&#8221; in Tel Aviv: Dort nämlich lädt man die jüngsten Gäste ein, sich via Mal-Vorlage (buchstäblich) ihr eigenes Bild vom &#8220;Vater der Nation&#8221; zu machen – Museumspädagogik 1.0 gewissermaßen&#8230; Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man jüngeren (und jüngsten) Museumsbesucherinnen und -besuchern Historie schmackhaft machen kann, ist eine ebenso wichtige wie knifflige Frage. Klassisch-charmant ist die diesbezügliche Strategie des &#8220;<a href="http://ben-gurion-house.org.il.preview21.livedns.co.il/html/indexEnglish.html" title="Externer Link zu 'ben-gurion-house.org.il...'">Ben-Gurion-Hauses</a>&#8221; in Tel Aviv: Dort nämlich lädt man die jüngsten Gäste ein, sich via Mal-Vorlage (buchstäblich) ihr eigenes Bild vom &#8220;Vater der Nation&#8221; zu machen – Museumspädagogik 1.0 gewissermaßen&#8230;</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/benGurion.jpg" width="550" height="776" alt="Schachspielender Ben-Gurion zum Ausmalen" class="centered" /></p>
<p class="centered">Ein schachspielender Ben-Gurion zum Ausmalen – gesehen im &#8220;Ben-Gurion-Haus&#8221;, Tel Aviv </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Ben-Gurion" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">David Ben-Gurion</a> (1886-1973), als David Grün im polnischen Płońsk geboren, emigrierte 1906 nach Palästina; er war der erste Premierminister des Staates Israel, von der Staatsgründung 1948 bis 1953, und nochmals von 1955 bis 1963. </p>
<p>Weit anschaulicher als diese nackten biographischen Fakten ist allerdings die wunderbar plastische  (und obendrein um politische Korrektheit völlig unbekümmerte) Beschreibung, die Amos Oz in seiner &#8220;Geschichte von Liebe und Finsternis&#8221; von Ben-Gurion gibt: Oz, damals gerade in seinen frühen 20ern, hatte sich 1961 auf eine publizistische Kontroverse mit dem Premierminister eingelassen – und wurde von Ben-Gurion prompt zum persönlichen Gespräch geladen&#8230;</p>
<blockquote><p>Zwischen den Wänden dieses spartanischen Büros [gemeint ist das Büro Ben-Gurions in Tel Aviv; Anm.] ging mit schnellen kleinen Schritten, die Arme auf dem Rücken verschränkt, die Augen zu Boden gerichtet, den großen Kopf geneigt und energisch vorgeschoben, ein Mann auf und ab, der genau wie Ben Gurion aussah, aber auf keinen Fall Ben Gurion sein konnte: Jedes Kind im Land, schon im Kindergarten, wusste damals sogar im Schlaf, wie Ben Gurion aussah. Aber da es noch kein Fernsehen gab, meinte ich selbstverständlich, der Vater der Nation sei ein Riese, dessen Haupt in die Wolken rage. Und dieses Double nun war ein kleiner, untersetzter und rundlicher Mann, keine ein Meter sechzig groß (&#8230;), teils unbeugsamer Bergbauerngroßvater, teils uralter, energischer Zwerg (&#8230;). Er hatte eine silbrige Prophetenmähne, die wie ein Amphitheater seine Glatze umgab. Unterhalb der mächtigen Stirn ragten dicke, buschige weiße Brauen hervor, und darunter durchbohrten kleine blaugraue Augen mit messerscharfem Blick die Luft. Seine Nase war breit, dick und derb, eine vollkommen schamlose, geradezu pornographische Nase, wie die Nase der Juden auf antisemitischen Karikaturen. Dagegen waren die Lippen schmal wie eine Schnur (&#8230;). Die Gesichtshaut war rau und rot, als wäre da gar keine Haut mehr, sondern rohes Fleisch (&#8230;).<br />
Die ersten Worte, die die Stille im Raum durchschnitten, erklangen in der durchdringenden blechernen Stimme, die wir damals alle fast täglich im Radio hörten. Sogar in unseren Träumen hörten wir sie. Der Allmächtige warf mir einen grimmigen Blick zu und sagte: &#8216;Nu! Warum setzen Sie sich nicht?! Setzen Sie sich doch!&#8217;</p></blockquote>
<p><cite>Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis. Frankfurt a.M. 2008. S. 686f.</cite></p>
<p>Niemals, so schreibt Oz in der Rückschau auf jene Begegnung, habe ihn ein Mensch </p>
<blockquote><p>so durch seine physische Präsenz und seine elektrisierende Willenskraft beeindruckt</p></blockquote>
<p>wie damals Ben-Gurion <cite>(ebd. S. 692)</cite>.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[161011]" title="Ben-Gurions Haus in Tel Aviv, Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Ben_gurion0007.JPG" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/benGurion02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/benGurion02.jpg" width="300" height="225" alt="Ben-Gurions Haus in Tel Aviv, Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Ben_gurion0007.JPG" /></a></p>
</div>
<p>Ben-Gurions Haus in Tel Aviv (&#8220;Beit Ben-Gurion&#8221;) ist heute der Öffentlichkeit zugänglich – und der Besuch schon aufgrund der erhaltenen Original-Ausstattung und Ben-Gurions beeindruckender Bibliothek (20.000 Bände!) in jedem Fall lohnenswert!  </p>
<p class="tipp3"><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Ben_gurion0007.JPG" title="Externer Link zu 'upload.wikimedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
<p><br class="clear" /></p>
<p class="centered"><strong>David Ben-Gurions Geburtstag jährt sich am heutigen Sonntag, dem 16. Oktober, zum 125. Mal.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tipp der Woche &#8211; Sommerpause!</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/07/17/tipp-der-woche-sommerpause/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 11:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher und Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=822</guid>
		<description><![CDATA[Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne, und ich drehe mich im Bett herum und denke: &#8216;Reisen &#8230;&#8217; Tucholsky &#8211; Die fünf Sinne (zit. n. H. Hartung: Mit Dichtern reisen. 2. Aufl. München 1967. S. 30) &#8220;Reisen &#8230;&#8221; &#8211; ein Sommer-Reisebild: Sonnenaufgang am See Genesareth Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir gönnen uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen,<br />
sehnsüchtig schreit die Ferne, und ich<br />
drehe mich im Bett herum und denke: &#8216;Reisen &#8230;&#8217;
</p></blockquote>
<p><cite>Tucholsky &#8211; Die fünf Sinne<br />
(<abbr>zit. n. H.</abbr> Hartung: Mit Dichtern reisen. 2. <abbr>Aufl.</abbr> München 1967.  <abbr>S.</abbr> 30)</cite></p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/sommerGR.jpg" width="550" height="367" alt="Sonnenaufgang am See Genesareth" class="centered" /></p>
<p class="centered">&#8220;Reisen &#8230;&#8221; &#8211; ein Sommer-Reisebild: Sonnenaufgang am See Genesareth </p>
<p>Liebe Leserinnen, liebe Leser,</p>
<p>wir gönnen uns ein paar Tage Online-Pause, genießen die Sonne, machen die eine oder andere Reise &#8211; und melden uns Anfang August, ziemlich genau zum zweiten Geburtstag der &#8220;Koscheren Melange&#8221;, mit neuer Kraft zurück.</p>
<p>Wir wünschen auch Ihnen einen schönen Sommer, hoffen, dass Sie ein paar Urlaubstage genießen können &#8211; und: gute Reise! :)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Makkabiade &#8211; einst und jetzt</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/07/04/makkabiade-einst-und-jetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 08:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[mattersburg]]></category>
		<category><![CDATA[sport]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=792</guid>
		<description><![CDATA[Vom morgigen 5. bis 13. Juli finden in Wien die 13. Europäischen Makkabi-Spiele statt &#8211; gewissermaßen die jüdische Antwort auf Olympia. Erwartet werden mehr als 2000 Sportler aus über 40 Nationen, die sich auf/in/an diversen Courts, Hallen, Becken, Tischen (Schach!) etc. messen werden. Erstmals ausgetragen wurde die Makkabiade 1932 im noch jungen Tel Aviv &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom morgigen 5. bis 13. Juli finden in Wien die 13. Europäischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Makkabiade" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Makkabi-Spiele</a> statt &#8211; gewissermaßen die jüdische Antwort auf Olympia. </p>
<p>Erwartet werden mehr als 2000 Sportler aus über 40 Nationen, die sich auf/in/an diversen Courts, Hallen, Becken, Tischen (Schach!) etc. messen werden.</p>
<p>Erstmals ausgetragen wurde die Makkabiade 1932 im noch jungen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Maccabiah_Games#History" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Tel Aviv</a> &#8211; sportlich sicherlich hochwertig, PR-technisch vielleicht noch etwas unterentwickelt (wie der Vergleich zeigt) &#8230; ;)     </p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:345px" data="http://www.youtube.com/v/6vD0gBZbp-Q?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6vD0gBZbp-Q?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered">Die erste Makkabiade – Tel Aviv 1932</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:259px" data="http://www.youtube.com/v/KmPPoqDPQ_g?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KmPPoqDPQ_g?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered">Die aktuelle Makkabiade – Wien 2011 (Vorschau)</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hedyBienenfeld.jpg" width="301" height="172" alt="Hedy Bienenfeld-Wertheimer, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hedy_Bienenfeld" /><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedy_Bienenfeld" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Schon seinerzeit war übrigens auch eine österreichische Delegation vertreten, und zwar durchaus erfolgreich:<br />
So etwa konnten die heimischen jüdischen Zeitungen, geradezu euphorisch bezüglich des &#8220;glänzenden Verlaufs&#8221; der Spiele, österreichische Erfolge in den Box- und Schwimmbewerben (u.a. durch die damalige Spitzenschwimmerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hedy_Bienenfeld" title="Externer Link zu 'de.wikipedia'">Hedy Bienenfeld-Wertheimer</a>) vermelden &#8230;</p>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[040711]" title="'Die Makkabiah' - in: Die Stimme, Wien, 7. April 1932"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/stimmeGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/stimmeGR.jpg" width="550" height="557" alt="'Die Makkabiah' - in: Die Stimme, Wien, 7. April 1932" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8220;Die Makkabiah&#8221; &#8211; in: Die Stimme, Wien, 7. April 1932, <abbr>S.</abbr> 3 (entnommen aus dem Online-Archiv &#8220;<a href="http://www.compactmemory.de/" title="Externer Link zu 'compactmemory.de">Compact Memory</a>&#8221; &#8211; Die Stimme, <abbr>Jg.</abbr> 1932. <abbr>H.</abbr> 222, 5) </p>
<p>Man beachte &#8211; so nebenbei &#8211; auf derselben Seite auch das großartige, ja geradezu künstlerisch wertvolle Inserat für das &#8220;100% reine Kokosnussfett&#8221; Kunerol, hergestellt &#8220;unter ständiger Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S[amuel] Ehrenfeld zu Mattersburg&#8221; (!), das/der hier auch schon bei anderer Gelegenheit <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/27/bild-der-woche-kunerol/" title="Interner Link zum 'Bild der Woche - Kunerol'">Thema</a> war &#8230;</p>
<p>Weitere Infos zum sportlichen und Rahmen-Programm der aktuellen Wiener Makkabiade auf: </p>
<p class="centered"><a href="http://www.emg2011.eu/home" title="Externer Link">emg2011.eu</a></p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir &#8211; aus der breiten Presse-Berichterstattung zum Thema &#8211; die Interviews mit Makkabiade-Organisator und <acronym>IKG</acronym>-Vizepräsidenten <a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/sport/mehr_sport/26186_Rekord-Teilnahme-ist-fix.html" title="Externer Link zu 'wienerzeitung.at...'">Oskar Deutsch</a> und Wiens Bürgermeister <a href="http://derstandard.at/1308680206537/Standard-Interview-Unser-Verhaeltnis-ist-noch-immer-ambivalent" title="Externer Link zu 'derstandard.at...'">Michael Häupl</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unbekannte &#8216;Ikone&#8217;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/06/23/unbekannte-ikone/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2011/06/23/unbekannte-ikone/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 08:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=781</guid>
		<description><![CDATA[Eine Notiz zu Lea Goldberg Frage: Was ist das sicherste Zeichen dafür, dass ein Schriftsteller es (posthum) zu Ruhm und Ehre gebracht hat? Antwort: Sein/Ihr Porträt ziert a.) Briefmarken und/oder b.) Geldscheine Für die israelische Schriftstellerin Lea Goldberg (1911-1970), die im Mai ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, gilt genau dies. Nicht nur findet sich ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Notiz zu Lea Goldberg</h3>
<p><strong>Frage:</strong><br />
Was ist das sicherste Zeichen dafür, dass ein Schriftsteller es (posthum) zu Ruhm und Ehre gebracht hat?</p>
<p><strong>Antwort:</strong><br />
Sein/Ihr Porträt ziert a.) Briefmarken und/oder b.) Geldscheine</p>
<p>Für die israelische Schriftstellerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leah_Goldberg" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Lea Goldberg</a> (1911-1970), die im Mai ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, gilt genau dies. Nicht nur findet sich ihr Porträt auf einer israelischen Briefmarke &#8230;</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/leaGoldbergGR.jpg" width="550" height="608" alt="Briefmarke Lea Goldberg" class="centered" /></p>
<p><cite><a href="http://www-personal.umich.edu/~szwetch/Stamps.of.Israel/31.html" title="Externer Link zu 'personsl.umich.edu...'">Quelle</a></cite></p>
<p>&#8230; &#8211; Goldberg soll ebenso auf dem neuen <a href="http://www.bankisrael.gov.il/press/eng/110504/110504n.htm" title="Externer Link zu 'bankisrael.gov.il...'">100-Schekel-Schein</a> verewigt werden (dabei rangiert sie wert-mäßig übrigens zwischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_Alterman" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Nathan Alterman</a>, der für den 200-Schekel-Schein vorgesehen ist, und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shaul_Tchernichovsky" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Tchernichovsky</a> auf dem neuen 50er &#8230;;) ).</p>
<p>Und tatsächlich: Goldberg, geboren in Königsberg und 1935 (nach ihrem Studium u.a. in Berlin und Bonn) nach Palästina/Israel emigriert, </p>
<blockquote><p>ist eine neuhebräische Ikone…In Zeiten der Entwicklung und Verbreitung des Iwrit als Sprache der alltäglichen Kommunikation im vorstaatlichen Jischuw wie auch in den ersten Jahrzehnten des Staates Israel hatte Lea Goldberg mit ihrem Werk großen Anteil an der Erneuerung des Hebräischen als Sprache der Literatur. Dies macht sie zu einer Literatin des Übergangs und des Übertritts – von Europa und seinen Zungen weg nach Palästina bzw. Israel hinein.
</p></blockquote>
<p><cite>Dan Diner, im Vorwort zu: Yfaat Weiss: Lea Goldberg. Lehrjahre in Deutschland 1930-1933. [toldot. Bd. 9.] Göttingen 2010. S. 7.</cite></p>
<p>Umso erstaunlicher, dass Lea Goldberg dem deutschsprachigen Publikum bis heute beinahe unbekannt ist (vgl. hierzu auch Weiss a.a.O. S. 9ff.); in deutscher Sprache sind (unseres Wissens) einzig Goldbergs &#8220;Briefe von einer imaginären Reise&#8221; (<a href="http://www.suhrkamp.de/autoren/lea_goldberg_1529.html" title="Externer Link zu 'suhrkamp.de...'">Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag</a>. Frankfurt a.M. 2003) greifbar &#8211; ein Briefroman, im Original 1936/37 (in hebräischer Sprache) veröffentlicht, in dem Goldbergs Protagonistin Ruth sich auf eine fiktive Europa-Reise macht und in (eben: &#8220;imaginierten&#8221;) Briefen an ihren Geliebten Immanuel melancholische Selbst-, Reise- und Städtebilder zeichnet:</p>
<blockquote><p>Im Nebenabteil saßen drei Männer. Ich trat hinaus in den Gang. Sie sprachen über Frauen -<br />
&#8230; Es ist eigenartig, ich habe es einige Male bemerkt &#8211; Ihr, die Männer, wenn Ihr unter Euch seid, könnt dieses seltsame Bedürfnis nicht bezwingen, über Frauen zu sprechen – wie Antisemiten über Juden.<br />
Doch das nur nebenbei. Viel wichtiger waren diese Schienen unter mir, die ich in der Nacht nicht sehen konnte. Es war nur merkwürdig klar: Wenn man das Herz eines Menschen aus seiner Brust schneidet, es an der Lokomotive festbindet und über die Schienen davonführt, wird dieses Herz, das inniglich an sein &#8220;Dort&#8221; gebunden ist, sich doch überhaupt nicht von der Stelle bewegen. Wenn dem so ist, weshalb fährt dann der &#8220;ganze Mensch&#8221;, aus Fleisch und Blut, mit seinem törichten, ironischen Verstand und seinem schweren Herzen, das an das &#8220;Dort&#8221; gebunden ist, an dem Du bist, überhaupt fort?
</p></blockquote>
<p><cite>Lea Goldberg: Briefe von einer imaginären Reise. Aus dem Hebr. von L. Böhmer. Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag. Frankfurt a.M. 2003. S. 38.</cite></p>
<p>Doch war Goldberg auch Lyrikerin, Übersetzerin &#8211; und: Verfasserin von zahlreichen klassischen israelischen Kinderbüchern.<br />
Wer letztere für sich entdecken möchte, hat ab Herbst endlich die Gelegenheit: Lea Goldbergs Kinderbuch &#8220;<a href="http://www.ariella-verlag.de/index.html" title="Externer Link zu 'ariella-verlag.de'">Zimmer frei im Haus der Tiere</a>&#8221; erscheint im Oktober 2011 in einer illustrierten deutschen Fassung (in der Übersetzung von <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/20/bild-der-woche-mirjam-pressler/" title="Interner Link zum Beitrag 'Bild der Woche - Mirjam Pressler'">Mirjam Pressler</a>).</p>
<p><strong>Wir danken Stamm-Leser und -Kommentator Meir Deutsch herzlich für den Hinweis auf Lea Goldbergs 100. Geburtstag!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lag Ba-Omer</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/05/22/lag-ba-omer/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 May 2011 09:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[meron]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 33. Tag der Omer-Zählung, heuer heute am 22. Mai, wird in Israel ein Volksfest besonderer Art gefeiert: Lag Ba-Omer. An diesem Tag ist vor ca. 2000 Jahren Rabbi Schimon (Simon) Bar Jochai, ein Schüler des Tannaiten Rabbi Akiva und vehementer Gegner der Römer im großen Aufstand, in ein besseres Jenseits eingegangen. Im Heiligen Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[220511]" title="Lag-Ba-Omer-Lagerfeuer, Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lagbaomerFGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lagbaomerF.jpg" width="250" height="333" alt="Lag-Ba-Omer-Lagerfeuer, Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" /></a><br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Am 33. Tag der Omer-Zählung, heuer heute am 22. Mai, wird in Israel ein Volksfest besonderer Art gefeiert: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lag_baOmer" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Lag Ba-Omer</a>. An diesem Tag ist vor ca. 2000 Jahren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schimon_ben_Jochai" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Rabbi Schimon (Simon) Bar Jochai</a>, ein Schüler des Tannaiten Rabbi Akiva und vehementer Gegner der Römer im großen Aufstand, in ein besseres Jenseits eingegangen. Im Heiligen Land wird dieses Ereignis schon mindestens seit dem 19. Jahrhundert mit dem Entzünden eines Feuers in Meron in Galiläa begangen.</p>
<p>Der hauptsächliche Festakt findet noch immer an diesem Ort, neben Rabbi Schimons Grabbau, statt. Der Moschaw Meron ist eine kleine landwirtschaftliche Siedlung, die vor allem von der Zimmervermietung an religiöse Sommerfrischler und auch vom Lag-Ba-Omer-Tourismus lebt.</p>
<p>Im Laufe der Jahre hat sich der Brauch des Feuerzündens im ganzen Land verbreitet und wahrhaft epidemische Ausmaße angenommen.</p>
<p>Schon längere Zeit vor dem Festtag sind die lieben Kleinen – hauptsächlich Buben natürlich – eifrig dabei, Äste, Bretter und dergleichen als Brennmaterial zu finden. Alles, was aus Holz und nicht niet- und nagelfest ist, ist dazu bestimmt, auf dem &#8220;Scheiterhaufen&#8221; zu landen. Die Kinder formieren sich zur Materialsuche in Gruppen. Der &#8220;Wettkampf&#8221; mit anderen Gruppen gehört da natürlich auch zu den Vorbereitungen. </p>
<p>Leider zählen in den Augen der Kinder auch die Holzplattformen von Gabelstaplern zum Brennmaterial. Diese Dinge werden dann oft mit eigens dazu &#8220;ausgeliehenen&#8221; Supermarkt-Wägen zum Ort des Geschehens verbracht. Natürlich erlaubt die Tora einen solchen Diebstahl nicht. Aber vergeblich zetern Eltern und Rabbiner dagegen. Die Kinder bringen einen wahren FEUEReifer bei diesen Fest-Vorbereitungen zu Ehren des Rabbi Schimon Bar Jochai auf – einen Eifer, den sie zum Leidwesen ihrer Erzieher beim Lernen allzu oft vermissen lassen.</p>
<p>Und wenn dann überall die Feuer brennen, dann sind die Eltern damit beschäftigt, hinter ihrem Nachwuchs herzurennen, damit sie den Flammen nicht zu nahe kommen. Bei der hier üblichen Anzahl von Kindern pro Familie ist das gar nicht einfach.</p>
<p>Leider verbrennen die Kinder nicht nur Holz oder Papier. Der Anblick der züngelnden Flammen macht zahlreiche Menschen anscheinend zu Pyromanen. Da wird dann alles in das Feuer geworfen, was nur so herumliegt. Leider auch Plastik. Und besonders attraktiv für schlimme Buben sind natürlich Spraydosen. Die explodieren nämlich so schön! </p>
<p>Früher, als es hier noch zahlreiche freie Plätze zwischen den Häusern gab, war die Stadt (Bnei-Brak) voller Feuer. Inzwischen ist fast alles verbaut, und so hat sich die Anzahl der &#8220;Scheiterhaufen&#8221; zwangsläufig drastisch vermindert.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[220511]" title="Grab von R. Simon bar Jochai in Meron, Foto: Jonathan Stein, http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabRSimonbJGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabRSimonbJ.jpg" width="250" height="188" alt="Grab von R. Simon bar Jochai in Meron, Foto: Jonathan Stein, http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" /></a><br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lag_BaOmer" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></p>
</div>
<p>Aber auch heute ist es ratsam, vor Lag Ba-Omer die Wäsche von der Leine zu nehmen, damit sie nicht geräuchert wird. Das G&#8217;rucherl bringt man dann nur mehr schwer weg. Und jedes Mal vor dem Fest bete ich, dass das Wetter klar ist und der Wind weht. Ich erinnere mich mit Schrecken an einen bestimmten Lag-Ba-Omer-Tag, an dem Inversionswetterlage herrschte. Der Brandgeruch lastete schwer auf der Stadt und verursachte mir Kopfweh. Noch ein, zwei Tage später hat er sich kaum verzogen. Wie haben das die Asthmatiker nur aushalten können?</p>
<p>Es heißt, die Kinder würden um die Feuer tanzen und singen. In dem Vierteljahrhundert, in dem ich hier lebe, habe ich das aber selten gesehen. Das geschieht nur bei den offiziellen Feiern, an denen Rabbiner teilnehmen. Die Kinder grillen lieber Kartoffeln und Würstel, und so wird der Akt der Verbrennung von einem rein spirituellen auch zu einem irdisch-kulinarischen. Und so sitzt dann die junge Generation schließlich einträchtig zusammen und verzehrt halb rohe, halb verkohlte Erdäpfel. Zu dem Zeitpunkt sind die Kinder schon von oben bis unten mit einer dicken Schweiß- und Rußschicht bedeckt und riechen, als seien sie selbst gegrillt worden. Die Mütter werden bei ihrem Heimkommen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und den Nachwuchs gleich in die Badewanne stecken. </p>
<p>Wenn dann, spät in der Nacht, die Feuer erloschen sind und die sich im Dauereinsatz befindenden Feuerwehrleute auch die letzten glimmenden Kohlen ausmachen, dann sprechen die Eltern aus dankbarem Herzen ein Gebet, dass alles – Gott und Rabbi Schimon sei Dank! – gut verlaufen ist.</p>
<p class="tipp"><a href="http://www.kikarhashabat.co.il/%D7%9E%D7%99%D7%A8%D7%95%D7%9F-23.html" title="Externer Link zu 'kikarhashabbat.co.il...'">Hier das diesjährige Anzünden des Feuers in Meron durch den Bojaner Rebben.</a> Dem jeweiligen Bojaner Rebbs, Nachkommen des Rabbi Israel von Ruzhin aus Sadagora, ist dieses Privileg vorbehalten!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Wenn die Obstbäume blühen &#8230;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2011/04/27/bild-der-woche-wenn-die-obstbaeume-bluehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 08:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[tel aviv]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=746</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; wird im Monat Nisan der &#8220;Birkat Ha-ilanot&#8221;, der &#8220;Segensspruch über blühende Obstbäume&#8221; gesprochen. Blühender Grapefruit-Baum. Schade, dass der wunderbare Duft nicht übertragbar ist ;) Fotografiert zu Pesach 2010 im Yarkon-Park (Tel Aviv) ברוך אתה ה&#8217;, אלקינו מלך העולם, שלא חיסר בעולמו (דבר) כלום, וברא בו בריות טובות ואילנות טובות (טובים) ונאות , (כדי) להנות [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wird im Monat Nisan der <strong>&#8220;Birkat Ha-ilanot&#8221;</strong>, der <strong>&#8220;Segensspruch über blühende Obstbäume&#8221;</strong> gesprochen. </p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[270411]" title="Blühender Grapefruit-Baum, fotografiert Pesach 2010 im Yarkon-Park von Tel Aviv"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grapefruitGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grapefruitGR.jpg" width="550" height="413" alt="Blühender Grapefruit-Baum, fotografiert Pesach 2010 im Yarkon-Park von Tel Aviv" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Blühender Grapefruit-Baum. Schade, dass der wunderbare Duft nicht übertragbar ist ;)<br />
Fotografiert zu Pesach 2010 im <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/09/19/bilder-der-woche-ausspannen-am-yarkon/" title="Interner Link zum Beitrag 'Ausspannen am Yarkon'">Yarkon-Park</a> (Tel Aviv)</p>
<blockquote><p>
<span class="hebr" dir="rtl">ברוך אתה ה&#8217;, אלקינו מלך העולם, שלא חיסר בעולמו (דבר) כלום, וברא בו בריות טובות ואילנות טובות (טובים) ונאות , (כדי) להנות בהן בני אדם</span></p>
<p>Gelobt seist du, Gott, König der Welt, der es in seiner Welt an nichts fehlen lässt, und der darin gute Geschöpfe und gute Bäume geschaffen hat, um den Menschen dadurch Genuss zu verschaffen</p></blockquote>
<p>Der Segen wird immer im Monat Nisan über mindestens 2 Obstbäume gesprochen.<br />
<a href="http://www.ladaat.net/article.php?do=viewarticle&#038;articleid=11181" title="Externer Link zu 'ladaat.net...'">Hier rezitiert den Segensspruch (auf einen blühenden Orangenbaum) der angesehene und einflussreiche Jerusalemer Rabbiner Josef Schalom Eljaschiw, der vor kurzem seinen 101. Geburtstag gefeiert hat.</a></p>
<div class="pagenavi">
<div class="page-nav">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/04/14/bilder-der-woche-die-vogelkopf-haggada/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bilder der Woche &#8220;Die Vogelkopf-Haggada&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/06/05/bild-der-woche-die-beruehmte-kette/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Die berühmte Kette&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bilder der Woche &#8211; Herodes</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/12/22/bilder-der-woche-herodes/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/12/22/bilder-der-woche-herodes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 08:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=674</guid>
		<description><![CDATA[Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums, in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen]. (Mt 2,16) Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) Kindermords erscheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herodes_der_Gro%C3%9Fe" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Herodes der Große</a> (<abbr>ca.</abbr> 73-4 <abbr>v.d.Z.</abbr>), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums, </p>
<blockquote><p>in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen].</p></blockquote>
<p><cite>(Mt 2,16)</cite></p>
<p>Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betlehemitischer_Kindermord" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Betlehemitischer_Kindermord'">Kindermords</a> erscheint der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Idum%C3%A4er" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">idumäisch-stämmige</a> König von Roms Gnaden als eher zweifelhafter Zeitgenosse:</p>
<blockquote><p>Wie kaum ein anderer war er nach außen hin vom Glücke begünstigt</p></blockquote>
<p>so fasst der jüdische Historiker Flavius Josephus <em>(Geschichte des Jüdischen Krieges. I, 33, 8. <abbr>Übers. v. H.</abbr> Clementz)</em> die herodianische Herrschaft zusammen, immerhin </p>
<blockquote><p>war er in den Besitz eines Königreiches gelangt und konnte es nach langjähriger Regierung eigenen Kindern hinterlassen; nur in seinem Familienleben traf ihn Unglück über Unglück</p></blockquote>
<p>- familieninterne Hinrichtungen von Gattin und Söhnen inklusive, nicht zu reden von allerlei politischen und religiösen Querelen.<br />
Fairerweise muss allerdings gesagt werden: Mindestens ebenso dauerhaft wie sein schlechter Leumund sind die prächtigen Bauwerke des Herodes <abbr>bzw.</abbr> ihre Überreste, die &#8211; Kindermord hin oder her &#8211; bis heute Massen an schaulustigen Besuchern anziehen: von der &#8230;</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Bergfestung Masada am Toten Meer"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/masadaGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/masadaGR.jpg" width="550" height="366" alt="Bergfestung Masada am Toten Meer" /></a></p>
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<p class="centered">&#8230; Bergfestung Masada am Toten Meer über &#8230;</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotelGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotelGR.jpg" width="550" height="366" alt="Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels" /></a></p>
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<p class="centered">&#8230; die Umfassungsmauer (&#8220;Westmauer&#8221;) des Jerusalemer Tempels, &#8230;</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebronGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebronGR.jpg" width="550" height="366" alt="Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron" /></a></p>
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<p class="centered">&#8230; den Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron und die &#8230;</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Hafenstadt Caesarea"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/caesareaGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/caesareaGR.jpg" width="550" height="366" alt="Hafenstadt Caesarea" /></a></p>
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<p class="centered">&#8230; Hafenstadt Caesarea &#8230;</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Herodionspalast mit Grab des Herodes"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/herodionGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/herodionGR.jpg" width="550" height="366" alt="Herodionspalast mit Grab des Herodes" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; bis zum Herodionspalast (<abbr>ca.</abbr> 12 km südlich von Jerusalem), wo sich auch das (erst vor wenigen Jahren aufgespürte) Grab des Herodes befindet.</p>
<p>Mit dieser jüdisch-christlichen Sightseeing-Tour gehen wir für die verbleibenden Tage des alten Jahres in eine kleine Online-Pause -</p>
<p class="centered"><strong>Wir wünschen unseren christlichen Leserinnen &#038; Lesern ein schönes Weihnachtsfest,<br />
danken ganz herzlich allen leibhaftigen und virtuellen Besuchern unseres Museums im Jahr 2010, Lesern, Kommentatoren, Facebook-Freunden und Twitter-Followers,<br />
außerdem all jenen, die zum Erfolg unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/tag/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Schlagwort-Archiv 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott</a>&#8221; beigetragen haben, Referenten, Teilnehmern und Gastautoren (und selbstverständlich auch allen -innen ;) ),<br />
und wünschen uns allen einen guten Start ins Jahr 2011!<br />
</strong></p>
<p class="tipp">PS: Wer punkto jüdisch-christlicher Beiträge zur Weihnachtszeit auf den Geschmack gekommen ist, dem sei nochmals unser letztjähriger Artikel &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2009/12/20/ueber-ochs-esel/" title="Interner Link zum Artikel vom 20. 12. 2009">Über Ochs &#038; Esel</a>&#8221; ans Herz gelegt &#8230; </p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/12/19/bild-der-woche-max-brod/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Max Brod&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/02/06/bild-der-woche-martin-buber-geburtshaus/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Martin-Buber-Geburtshaus&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Jitzchak Rabin</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/31/bild-der-woche-jitzchak-rabin/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 08:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Abend war für Rabin einer der glücklichsten Abende seit sehr langer Zeit. Er war so glücklich, man konnte es sehen, er strahlte, denn es war so lange her, dass hunderttausend Israelis ihn bejubelt hatten, nicht gegen ihn demonstrierten, nicht gewalttätig, sondern friedlich, erregt von der Aussicht auf Frieden. Das war die größte Freude, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dieser Abend war für Rabin einer der glücklichsten Abende seit sehr langer Zeit. Er war so glücklich, man konnte es sehen, er strahlte, denn es war so lange her, dass hunderttausend Israelis ihn bejubelt hatten, nicht gegen ihn demonstrierten, nicht gewalttätig, sondern friedlich, erregt von der Aussicht auf Frieden. Das war die größte Freude, die ihm seit langer Zeit zuteil wurde. Wenn es einen positiven Aspekt an dieser Geschichte gibt, dann ist es der Gedanke, dass Rabin als glücklicher Mann starb. Aber auch wenn er als glücklicher Mann starb, ist das kein Grund für uns, glücklich zu sein &#8230; Es ist ein sehr, sehr trauriger Tag.
</p></blockquote>
<p><cite>Ehud Sprinzak, Rede am Tag nach der Ermordung Jitzchak Rabins, in: <a href="http://www.zeit.de/1995/46/Mit_Gott_gegen_den_Frieden" title="Externer Link zu 'zeit.de...'">Die Zeit 46/1995</a></cite></p>
<p>Am kommenden Donnerstag, dem 4. November, jährt sich zum 15. Mal der Tag der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jitzchak_Rabin" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Jitzchak Rabin</a> (Jitzchak Rabin wurde zu Ausgang Schabbat, 12. Cheschwan 5756 = Samstag Abend, 4. November 1995, ermordet; heuer war der 12. Cheschwan der 19./20. Oktober).</p>
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<p class="thumbn"><a rel="lightbox[311010]" title="Rabin-Denkmal am Ort der Ermordung, dem Tel Aviver Rathausplatz (heute: Rabin-Platz)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/rabinGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/rabinGR2.jpg" width="550" height="366" alt="Rabin-Denkmal am Ort der Ermordung, dem Tel Aviver Rathausplatz (heute: Rabin-Platz)" /></a></p>
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<p class="centered">Rabin-Denkmal am Ort der Ermordung, dem Tel Aviver Rathausplatz (heute: Rabin-Platz)</p>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/11/14/bild-der-woche-die-gedenktafel/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Die Gedenktafel&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Hoher Besuch</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/13/bild-der-woche-hoher-besuch/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/10/13/bild-der-woche-hoher-besuch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 10:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich eines Besuchs beim Landeshauptmann des Burgenlandes besuchte gestern der Botschafter des Staates Israels in Wien, Aviv Shir-On, unser Museum. Es war dies auch sein erster offizieller Besuch des Burgenlandes. Aviv Shir-On, seit 1978 im diplomatischen Dienst Israels, ist seit 2009 als Botschafter für Österreich (und Slowenien) akkreditiert. Besonders gefreut haben wir uns über sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich eines Besuchs beim Landeshauptmann des Burgenlandes besuchte gestern der Botschafter des Staates Israels in Wien, Aviv Shir-On, unser Museum. Es war dies auch sein erster offizieller Besuch des Burgenlandes.</p>
<p>Aviv Shir-On, seit 1978 im diplomatischen Dienst Israels, ist seit 2009 als Botschafter für Österreich (und Slowenien) akkreditiert.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/avivShirOnGR.jpg" width="550" height="733" alt="Botschafter des Staates Israel in Wien, Aviv Shir-On, in der Wertheimer-Synagoge" class="centered" /></p>
<p>Besonders gefreut haben wir uns über sein großes Interesse an unserem Haus, seinen so freundlichen (und langen) Gästebucheintrag und dass er sogar &#8211; außer Protokoll und per pedes (!) &#8211; den älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt besuchte.</p>
<p><a href="http://www.israelischebotschaft.at/" title="Externer Link zu 'israelischebotschaft.at'">Israelische Botschaft in Wien</a></p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/bild-der-woche-aufraeumen-bei-gott/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Aufräumen bei Gott&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/17/bild-der-woche-direktorinnen-direktorentreffen/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Direktorinnen-/Direktorentreffen&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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