Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: israel

Bild der Woche – Wenn die Obstbäume blühen …

Blühender Grapefruit-Baum. Schade, dass der wunderbare Duft nicht übertragbar ist ;) Fotografiert zu Pesach 2010 im Yarkon-Park (Tel Aviv) … wird im Monat Nisan der „Birkat Ha-ilanot“, der „Segensspruch über…

Blühender Grapefruit-Baum. Schade, dass der wunderbare Duft nicht übertragbar ist ;)
Fotografiert zu Pesach 2010 im Yarkon-Park (Tel Aviv)


… wird im Monat Nisan der „Birkat Ha-ilanot“, der „Segensspruch über blühende Obstbäume“ gesprochen.

ברוך אתה ה‘, אלקינו מלך העולם, שלא חיסר בעולמו (דבר) כלום, וברא בו בריות טובות ואילנות טובות (טובים) ונאות , (כדי) להנות בהן בני אדם

Gelobt seist du, Gott, König der Welt, der es in seiner Welt an nichts fehlen lässt, und der darin gute Geschöpfe und gute Bäume geschaffen hat, um den Menschen dadurch Genuss zu verschaffen

Der Segen wird immer im Monat Nisan über mindestens 2 Obstbäume gesprochen.
Hier rezitiert den Segensspruch (auf einen blühenden Orangenbaum) der angesehene und einflussreiche Jerusalemer Rabbiner Josef Schalom Eljaschiw, der vor kurzem seinen 101. Geburtstag gefeiert hat.



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Bilder der Woche – Herodes

… Bergfestung Masada am Toten Meer … Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge…

… Bergfestung Masada am Toten Meer …


Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums,

in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen].

(Mt 2,16)

Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) Kindermords erscheint der idumäisch-stämmige König von Roms Gnaden als eher zweifelhafter Zeitgenosse:

Wie kaum ein anderer war er nach außen hin vom Glücke begünstigt

so fasst der jüdische Historiker Flavius Josephus (Geschichte des Jüdischen Krieges. I, 33, 8. Übers. v. H. Clementz) die herodianische Herrschaft zusammen, immerhin

war er in den Besitz eines Königreiches gelangt und konnte es nach langjähriger Regierung eigenen Kindern hinterlassen; nur in seinem Familienleben traf ihn Unglück über Unglück

– familieninterne Hinrichtungen von Gattin und Söhnen inklusive, nicht zu reden von allerlei politischen und religiösen Querelen.
Fairerweise muss allerdings gesagt werden: Mindestens ebenso dauerhaft wie sein schlechter Leumund sind die prächtigen Bauwerke des Herodes bzw. ihre Überreste, die – Kindermord hin oder her – bis heute Massen an schaulustigen Besuchern anziehen: von der …

Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels

… die Umfassungsmauer („Westmauer“) des Jerusalemer Tempels, …

Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron

… den Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron und die …

Hafenstadt Caesarea

… Hafenstadt Caesarea …

Herodionspalast mit Grab des Herodes

… bis zum Herodionspalast (ca. 12 km südlich von Jerusalem), wo sich auch das (erst vor wenigen Jahren aufgespürte) Grab des Herodes befindet.

Mit dieser jüdisch-christlichen Sightseeing-Tour gehen wir für die verbleibenden Tage des alten Jahres in eine kleine Online-Pause –

Wir wünschen unseren christlichen Leserinnen & Lesern ein schönes Weihnachtsfest,
danken ganz herzlich allen leibhaftigen und virtuellen Besuchern unseres Museums im Jahr 2010, Lesern, Kommentatoren, Facebook-Freunden und Twitter-Followers,
außerdem all jenen, die zum Erfolg unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ beigetragen haben, Referenten, Teilnehmern und Gastautoren (und selbstverständlich auch allen -innen ;) ),
und wünschen uns allen einen guten Start ins Jahr 2011!

PS: Wer punkto jüdisch-christlicher Beiträge zur Weihnachtszeit auf den Geschmack gekommen ist, dem sei nochmals unser letztjähriger Artikel „Über Ochs & Esel“ ans Herz gelegt …



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Bild der Woche – Jitzchak Rabin

Dieser Abend war für Rabin einer der glücklichsten Abende seit sehr langer Zeit. Er war so glücklich, man konnte es sehen, er strahlte, denn es war so lange her, dass…

Dieser Abend war für Rabin einer der glücklichsten Abende seit sehr langer Zeit. Er war so glücklich, man konnte es sehen, er strahlte, denn es war so lange her, dass hunderttausend Israelis ihn bejubelt hatten, nicht gegen ihn demonstrierten, nicht gewalttätig, sondern friedlich, erregt von der Aussicht auf Frieden. Das war die größte Freude, die ihm seit langer Zeit zuteil wurde. Wenn es einen positiven Aspekt an dieser Geschichte gibt, dann ist es der Gedanke, dass Rabin als glücklicher Mann starb. Aber auch wenn er als glücklicher Mann starb, ist das kein Grund für uns, glücklich zu sein … Es ist ein sehr, sehr trauriger Tag.

Ehud Sprinzak, Rede am Tag nach der Ermordung Jitzchak Rabins, in: Die Zeit 46/1995

Am kommenden Donnerstag, dem 4. November, jährt sich zum 15. Mal der Tag der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin (Jitzchak Rabin wurde zu Ausgang Schabbat, 12. Cheschwan 5756 = Samstag Abend, 4. November 1995, ermordet; heuer war der 12. Cheschwan der 19./20. Oktober).

Rabin-Denkmal am Ort der Ermordung, dem Tel Aviver Rathausplatz (heute: Rabin-Platz)

Rabin-Denkmal am Ort der Ermordung, dem Tel Aviver Rathausplatz (heute: Rabin-Platz)



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Bild der Woche – Hoher Besuch

Anlässlich eines Besuchs beim Landeshauptmann des Burgenlandes besuchte gestern der Botschafter des Staates Israels in Wien, Aviv Shir-On, unser Museum. Es war dies auch sein erster offizieller Besuch des Burgenlandes….

Anlässlich eines Besuchs beim Landeshauptmann des Burgenlandes besuchte gestern der Botschafter des Staates Israels in Wien, Aviv Shir-On, unser Museum. Es war dies auch sein erster offizieller Besuch des Burgenlandes.

Aviv Shir-On, seit 1978 im diplomatischen Dienst Israels, ist seit 2009 als Botschafter für Österreich (und Slowenien) akkreditiert.

Besonders gefreut haben wir uns über sein großes Interesse an unserem Haus, seinen so freundlichen (und langen) Gästebucheintrag und dass er sogar – außer Protokoll und per pedes (!) – den älteren jüdischen Friedhof von Eisenstadt besuchte.

Israelische Botschaft in Wien


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