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	<title>Koschere Melange &#187; jüdisch-christlich</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>Verzettelt in Jerusalem</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein Ritual, an dem sich Israel-Reisende verschiedenster Couleur (Prominenz, von Barack Obama bis Benedikt XVI., inklusive) erfreuen: das Schreiben von Gebets-Notizen (jidd. Kwittel), die anschließend in den Ritzen der Jerusalemer Westmauer (hebr. HaKotel HaMa&#8217;arawi; eher problematisch ist das deutsche &#8220;Klagemauer&#8221;) deponiert werden. Wer möchte, kann selber ein &#8220;Kvittelchen&#8221; in die Ritzen der Klagemauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein Ritual, an dem sich Israel-Reisende verschiedenster Couleur (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Placing_notes_in_the_Western_Wall#Notable_persons_who_have_placed_notes_in_the_Wall" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Prominenz</a>, von Barack Obama bis Benedikt XVI., inklusive) erfreuen: das Schreiben von Gebets-Notizen (jidd. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kvitel" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Kwittel</a>), die anschließend in den Ritzen der Jerusalemer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Western_Wall" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org...'">Westmauer</a> (hebr. HaKotel HaMa&#8217;arawi; eher problematisch ist das deutsche &#8220;Klagemauer&#8221;) deponiert werden.</p>
<blockquote><p>Wer möchte, kann selber ein &#8220;Kvittelchen&#8221; in die Ritzen der Klagemauer stecken, </p></blockquote>
<p>schlägt etwa der Israel-Baedeker Jerusalem-Besuchern vor (dagegen &#8211; das ist wohl warnend an die Adresse christlicher PilgerInnen  gesagt &#8211; sei etwa das <em>&#8220;Anzünden von Kerzen eher unpassend&#8221;</em> &#8230;;)).<br />
Im Hintergrund steht dabei, grob gesprochen, die (in der jüdischen Traditionsliteratur gut belegte) Idee der vorzüglichen Heiligkeit des Ortes, von dem die Gegenwart Gottes auch nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels nicht gewichen sei.</p>
<p><em>(Zur Heiligkeit und den Ritualen rund um die Westmauer <abbr>vgl.</abbr> ausführlich <abbr>R.</abbr> Mordechai Ha&#8217;cohen: Sanctity, Law and Customs. In: Meir Ben-Dov <abbr>u.a.</abbr>: The Western Wall (HaKotel). Jerusalem 1987. S. 79-97; außerdem <a href="http://books.google.at/books?id=lo4f3iCjizgC&#038;printsec=frontcover&#038;dq=max+k%C3%BCchler+jerusalem&#038;hl=de&#038;ei=dlDiTqimLpDsOcCZgLIE&#038;sa=X&#038;oi=book_result&#038;ct=result&#038;resnum=1&#038;ved=0CDQQ6AEwAA#v=onepage&#038;q=max%20k%C3%BCchler%20jerusalem&#038;f=false" title="Externer Link zu 'books.google.at...'">Max Küchler: Jerusalem. Ein Handbuch und Studienreiseführer zur Heiligen Stadt</a>. Göttingen 2007. <abbr>bes. S.</abbr> 154ff., 168ff.)</em></p>
<div id="mittig2e">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[121211]" title="Die Jerusalemer Westmauer ..." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel01.jpg" width="250" height="167" alt="Die Jerusalemer Westmauer ..." /></a><br />
Die Jerusalemer Westmauer ..</li>
<li><a rel="lightbox[121211]" title="...samt Kwittelach" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel02.jpg" width="250" height="167" alt="...samt Kwittelach" /></a><br />
&#8230;samt Kwittelach</li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Das Kwittel-Ritual scheint nun so reizvoll zu sein, dass auch christliche PilgerInnen es für sich bzw. ihre heiligen Stätten adaptiert haben. Geschätzte 500 Meter Luftlinie von der Westmauer entfernt nämlich, in der Grabeskirche, werden ebenfalls eifrig Zettel beschrieben, gefaltet und in Ritzen gesteckt &#8211; analoge Frömmigkeitspraxis, andere Religion.<br />
Hier, wo Christinnen und Christen Hinrichtungsstätte und Grab des Jesus von Nazareth verehren, haben also ebenfalls die Gebetszettelchen Einzug gehalten &#8211; und werden in die Ritzen der Grabkapelle geschoben; deren Altersschwäche <abbr>bzw.</abbr> die entsprechenden baulichen Auflösungserscheinungen machen&#8217;s möglich&#8230; </p>
<div id="mittig2d">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[121211]" title="Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche ... " href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel04.jpg" width="250" height="375" alt="Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche ... " /></a><br />
Die Grabkapelle im Inneren der Grabeskirche &#8230;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Jerusalem_Holy_Sepulchre_BW_7.JPG&#038;filetimestamp=20090111190206" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"> <img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/faviconW.gif" alt="Wikipedia" width="16" height="16" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[121211]" title="...mit den einschlägigen Zettelchen" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotel03.jpg" width="250" height="167" alt="...mit den einschlägigen Zettelchen" /></a><br />
&#8230;mit den einschlägigen Zettelchen</li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Ob hier nun tatsächlich eine Art interreligiöser Ritual-Import vorliegt (oder eher eine althergebrachte Analogie in der religiösen Praxis)? Man weiß es nicht. Freund Baedeker jedenfalls kennt/empfiehlt ein derartiges Ritual (noch?) nicht&#8230; ;)</p>
<p>Was wir aber jedenfalls wissen: Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst eine Nachricht an der Westmauer zu hinterlassen, muss nicht auf den nächsten Israel-Besuch warten – <a href="http://twitter.com/TheKotel" title="Externer Link zu 'twitter.com...'">Twitter</a> sei Dank lassen sich Gebete auch online an die Westmauer adressieren, die dann in ausgedruckter Form ebendort deponiert werden; mehr Infos bei &#8220;<a href="http://www.tweetyourprayers.info/" title="Externer Link zu 'tweetyourprayers.info'">Tweet your prayers</a>&#8220;. </p>
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		<item>
		<title>Bilder der Woche &#8211; Herodes</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/12/22/bilder-der-woche-herodes/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/12/22/bilder-der-woche-herodes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 08:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums, in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen]. (Mt 2,16) Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) Kindermords erscheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herodes_der_Gro%C3%9Fe" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Herodes der Große</a> (<abbr>ca.</abbr> 73-4 <abbr>v.d.Z.</abbr>), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums, </p>
<blockquote><p>in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen].</p></blockquote>
<p><cite>(Mt 2,16)</cite></p>
<p>Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betlehemitischer_Kindermord" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Betlehemitischer_Kindermord'">Kindermords</a> erscheint der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Idum%C3%A4er" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">idumäisch-stämmige</a> König von Roms Gnaden als eher zweifelhafter Zeitgenosse:</p>
<blockquote><p>Wie kaum ein anderer war er nach außen hin vom Glücke begünstigt</p></blockquote>
<p>so fasst der jüdische Historiker Flavius Josephus <em>(Geschichte des Jüdischen Krieges. I, 33, 8. <abbr>Übers. v. H.</abbr> Clementz)</em> die herodianische Herrschaft zusammen, immerhin </p>
<blockquote><p>war er in den Besitz eines Königreiches gelangt und konnte es nach langjähriger Regierung eigenen Kindern hinterlassen; nur in seinem Familienleben traf ihn Unglück über Unglück</p></blockquote>
<p>- familieninterne Hinrichtungen von Gattin und Söhnen inklusive, nicht zu reden von allerlei politischen und religiösen Querelen.<br />
Fairerweise muss allerdings gesagt werden: Mindestens ebenso dauerhaft wie sein schlechter Leumund sind die prächtigen Bauwerke des Herodes <abbr>bzw.</abbr> ihre Überreste, die &#8211; Kindermord hin oder her &#8211; bis heute Massen an schaulustigen Besuchern anziehen: von der &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Bergfestung Masada am Toten Meer"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/masadaGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/masadaGR.jpg" width="550" height="366" alt="Bergfestung Masada am Toten Meer" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; Bergfestung Masada am Toten Meer über &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotelGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kotelGR.jpg" width="550" height="366" alt="Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; die Umfassungsmauer (&#8220;Westmauer&#8221;) des Jerusalemer Tempels, &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebronGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/hebronGR.jpg" width="550" height="366" alt="Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; den Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron und die &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Hafenstadt Caesarea"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/caesareaGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/caesareaGR.jpg" width="550" height="366" alt="Hafenstadt Caesarea" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; Hafenstadt Caesarea &#8230;</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[221210]" title="Herodionspalast mit Grab des Herodes"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/herodionGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/herodionGR.jpg" width="550" height="366" alt="Herodionspalast mit Grab des Herodes" /></a></p>
</div>
<p class="centered">&#8230; bis zum Herodionspalast (<abbr>ca.</abbr> 12 km südlich von Jerusalem), wo sich auch das (erst vor wenigen Jahren aufgespürte) Grab des Herodes befindet.</p>
<p>Mit dieser jüdisch-christlichen Sightseeing-Tour gehen wir für die verbleibenden Tage des alten Jahres in eine kleine Online-Pause -</p>
<p class="centered"><strong>Wir wünschen unseren christlichen Leserinnen &#038; Lesern ein schönes Weihnachtsfest,<br />
danken ganz herzlich allen leibhaftigen und virtuellen Besuchern unseres Museums im Jahr 2010, Lesern, Kommentatoren, Facebook-Freunden und Twitter-Followers,<br />
außerdem all jenen, die zum Erfolg unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/tag/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Schlagwort-Archiv 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott</a>&#8221; beigetragen haben, Referenten, Teilnehmern und Gastautoren (und selbstverständlich auch allen -innen ;) ),<br />
und wünschen uns allen einen guten Start ins Jahr 2011!<br />
</strong></p>
<p class="tipp">PS: Wer punkto jüdisch-christlicher Beiträge zur Weihnachtszeit auf den Geschmack gekommen ist, dem sei nochmals unser letztjähriger Artikel &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2009/12/20/ueber-ochs-esel/" title="Interner Link zum Artikel vom 20. 12. 2009">Über Ochs &#038; Esel</a>&#8221; ans Herz gelegt &#8230; </p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/12/19/bild-der-woche-max-brod/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Max Brod&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2011/02/06/bild-der-woche-martin-buber-geburtshaus/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Martin-Buber-Geburtshaus&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
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		<title>Wer isst Was &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/11/08/wer-isst-was-nachlese/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/11/08/wer-isst-was-nachlese/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 07:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[koscher]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute fand unter regem Publikumsinteresse &#8211; ca. 70 BesucherInnen waren gekommen &#8211; die Finalveranstaltung &#8220;WER isst WAS&#8221; unserer Vortragsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; statt. Tatsächlich stand der Vormittag dann doch (nur) unter dem Motto &#8220;Schalom &#8211; Grüß Gott&#8221;, denn der muslimische Referent fehlte leider. Alle Anwesenden fanden das sehr schade, nutzten dann aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute fand unter regem Publikumsinteresse &#8211; ca. 70 BesucherInnen waren gekommen &#8211; die Finalveranstaltung &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/" title="Interner Link zum Beitrag vom 27. Oktober 2010">WER isst WAS</a>&#8221; unserer Vortragsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; statt.<br />
Tatsächlich stand der Vormittag dann doch (nur) unter dem Motto &#8220;Schalom &#8211; Grüß Gott&#8221;, denn der muslimische Referent fehlte leider. Alle Anwesenden fanden das sehr schade, nutzten dann aber die Zeit, um entsprechend ausführlicher über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Grundregeln des Essens und Trinkens in Judentum und Christentum zu sprechen.</p>
<p>Und wenn wir auch den theoretischen Überbau vermissten, beim anschließenden großen Buffet gab es neben &#8220;kosher-style&#8221;- natürlich auch genügend halal-Köstlichkeiten!</p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Volles Auditorium bei der Finalveranstaltung 'WER isst WAS'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg504GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg504.jpg" width="150" height="150" alt="Volles Auditorium bei der Finalveranstaltung 'WER isst WAS'" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Universitätslektorin Dr.in Tirza Lemberger, Wien"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg505GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg505.jpg" width="150" height="150" alt="Universitätslektorin Dr.in Tirza Lemberger, Wien" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche A.B. in Österreich"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg506GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg506.jpg" width="150" height="150" alt="Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche A.B. in Österreich" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Die 'halal-Abteilung' beim Buffet"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg501GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg501.jpg" width="150" height="150" alt="Die 'halal-Abteilung' beim Buffet" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Kosher-Style ..."  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg502GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg502.jpg" width="150" height="150" alt="Kosher-Style ..." /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081010]" title="Vor der heißen Schlacht am kalten Buffet ;)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg503GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg503.jpg" width="150" height="150" alt="Vor der heißen Schlacht am kalten Buffet ;)" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<blockquote><p>Die Kaschrut hat absolut nichts mit Gesundheit zu tun &#8230; sonst hätten wir auch gewisse Pilzarten auf der Liste, die man nicht essen darf. Aber es steht nirgends, dass der Fliegenpilz nicht zum Essen erlaubt ist, wenn ich es auch nicht raten möchte &#8230; ;)</p></blockquote>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/NkcAUAnfxjE?hl=de&#038;fs=1"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NkcAUAnfxjE?hl=de&#038;fs=1" /></object>
</div>
<p class="centered"><abbr>Univ.-Lektorin Dr.<sup>in</sup></abbr> Tirza Lemberger</p>
<blockquote><p>&#8230; wenn Adam und Eva in Vietnam gelebt hätten, hätten sie nicht den Apfel gegessen, sondern die Schlange &#8230; und es wäre uns vielleicht einiges erspart geblieben &#8230; ;)</p></blockquote>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/kh7YON7Vqok?hl=de&#038;fs=1"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kh7YON7Vqok?hl=de&#038;fs=1" /></object>
</div>
<p class="centered"><abbr>Hon.-Prof. Dr.</abbr> Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche <acronym>A.B.</acronym> in Österreich</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>WER isst WAS</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/10/27/wer-isst-was/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 09:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: WER isst WAS &#8211; Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam Wann: Sonntag, 07. November 2010, 11.00 Uhr Wo: Österreichisches Jüdisches Museum, 7000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>WER isst WAS &#8211; Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam</strong></p>
<p>Wann: <strong>Sonntag, 07. November 2010, 11.00 Uhr</strong><br />
Wo: <strong>Österreichisches Jüdisches Museum</strong>,<br />
7000 Eisenstadt, Unterbergstraße 6</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<ul>
<li>Ist Cola eigentlich koscher?</li>
<li>Warum untersagt der Islam Alkoholgenuss? </li>
<li>Und: Gibt es koschere und halal-Varianten von Schnitzel und Apfelstrudel?</li>
</ul>
<p class="tipp">Diesen und weiteren kulinarischen Fragen widmet sich der letzte Teil unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: in drei Vorträgen über die Grundregeln des Essens und Trinkens in Judentum, Christentum und Islam und ihre Anwendung im religiösen Alltag &#8211; mit Praxis-Teil am koscheren und halal-Buffet! </p>
<p class="tipp">Es referieren:</p>
<ul>
<li><abbr>Univ.-Lektorin Dr.<sup>in</sup></abbr> <strong>Tirza Lemberger</strong>, Institut für Judaistik, Wien</li>
<li><abbr>Hon.-Prof. Dr.</abbr> <strong>Michael Bünker</strong>, Bischof der Evangelischen Kirche <abbr>A.B.</abbr> in Österreich </li>
<li><strong>Halid Akpinar</strong> <abbr>M.A.</abbr>, Assistent am Institut für Bildungswissenschaft/Islamische Religionspädagogik, Wien</li>
</ul>
<p>Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Eine Anmeldung wird erbeten:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lange Nacht der Museen 2010 &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/lange-nacht-der-museen-2010-nachlese/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/lange-nacht-der-museen-2010-nachlese/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 12:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die &#8220;Lange Nacht&#8221; stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8220;. Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/14/lange-nacht-der-museen-absage/" title="Interner Link zum Beitrag 'Lange Nacht der Museen - Absage'">pausierte</a>, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die &#8220;Lange Nacht&#8221; stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Übersichtsbeitrag">Schalom – Salam – Grüß Gott</a>&#8220;.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010; schon um 18h, als die Lange Nacht begann, kamen die ersten Kinder zu uns"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201001GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201001.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></p>
</div>
<p>Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel führte die Kleinen durch die 3 monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und unsere Mitarbeiterinnen Kati und Anja freuten sich nicht nur über das Engagement der Kinder beim Spiel, sondern waren auch erstaunt über das teils große Wissen der Kinder über die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen. </p>
<p>Selbstverständlich gewannen alle Kinder auch Preise und wir werden das von uns eigens für die &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; kreierte Spiel sicher hinkünftig gelegentlich bei Schulklassen verwenden.</p>
<div id="mittig3a">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201002GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201002.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201003GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201003.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[031010]" title="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201005GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201005.jpg" width="150" height="150" alt="Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201006GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201006.jpg" width="150" height="150" alt="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'" /></a></p>
</div>
<p>Während die ersten beiden Stunden der &#8220;Langen Nacht&#8221; bei uns eher gemächlich begannen, herrschte kurz vor 20 Uhr ein regelrechter BesucherInnen-Ansturm auf unser Museum und binnen weniger Minuten war das Auditorium zum Bersten gefüllt. Unser Programmhighlight &#8220;Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt&#8221; sollte gleich beginnen. <a href="http://www.maerchenerzaehler.at/" title="Externer Link zu 'maerchenerzaehler.at'">Helmut Wittmann</a>, <a href="http://www.saltiel.at/" title="Externer Link zu 'saltiel.at'">Aron Saltiel</a> und David Raphael Katz boten dann 2 Stunden lang ein wirklich sensationelles Programm:</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[031010]" title="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201007GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/lndm201007.jpg" width="150" height="150" alt="Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'" /></a></p>
</div>
<p>Tatsächlich, schon die erste Geschichte war wirklich total verrückt! Wir erfuhren nämlich, wie Jesus und Petrus  durchs Mühlviertel marschierten, Hunger bekamen und bei einer Bäuerin 3 (!) Krapfen erhielten. Petrus wollte daraufhin den Herrn Jesus reinlegen, was ihm freilich nicht gelang &#8230;<br />
Jedenfalls, nur so viel sei hier verraten, wissen wir jetzt, dass und wie Jesus die Eierschwammerl erschaffen hat ;).</p>
<p>Und die BesucherInnen bekamen sogar, passend zur Geschichte, ein Stück warmen Krapfen!</p>
<p>Warum das Programm übrigens <strong>&#8220;Aufräumen bei Gott!&#8221;</strong> hieß, erfuhren wir dann ganz am Schluss (<em>der 2. Teil, nach einer kurzen Pause, endete um 22 Uhr</em>) und möchten Ihnen die sehr eindrucks- und humorvolle Erklärung nicht vorenthalten:</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:425px; height:344px" data="http://www.youtube.com/v/gAKRLrxHW-E?hl=de&#038;fs=1"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/gAKRLrxHW-E?hl=de&#038;fs=1" /></object>
</div>
<p>Um 22.30h führte Kollege Christopher noch durch die Synagoge und durfte mehr als 30 begeisterte (!) Interessierte (<em>und das bei einer Schwerpunktführung, die sich mit dem für eine &#8220;Lange Nacht der Museen&#8221; vielleicht etwas schwierigen Thema der Heiligkeit von Synagoge, Kirche und Moschee auseinandersetzte!</em>) begrüßen :).</p>
<p>Für unser Museum ging um 01h nachts eine großartige &#8220;Lange Nacht der Museen 2010&#8243; zu Ende. Knapp 600 BesucherInnen, viele neue Gesichter, aber auch viele unserer &#8220;StammbesucherInnen&#8221;, nahmen unsere Angebote wahr. </p>
<p>Nach der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; ist vor der &#8220;Langen Nacht der Museen&#8221; – die Überlegungen beginnen schon jetzt und wir versprechen, auch 2011 wieder weniger neuen Besucherrekorden nachzujagen, sondern uns wirklich zu bemühen, auch nächstes Jahr ein attraktives und zu unserem Haus passendes Programm zu bieten &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der &#8216;Ritualmordprozess von Tisza Eszlar&#8217; und der &#8216;Kaufmann von Venedig&#8217;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/09/29/ritualmord-tisza-eszlar-kaufmann-von-venedig/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/09/29/ritualmord-tisza-eszlar-kaufmann-von-venedig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 07:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia Chaya-Bathya</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[literatur]]></category>
		<category><![CDATA[ungarn]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere ständige Gastautorin und Korrespondentin aus Bnei Brak, Israel, Claudia/Chaya-Bathya, gibt uns die Möglichkeit zu einem kleinen Update, und zwar sowohl zu unserem letzten Blogbeitrag über die &#8220;Judensau&#8221; als auch zu Shakespears &#8220;Kaufmann von Venedig&#8221;, der vor 2 Tagen nachts vom ORF gesendet und von meinem Kollegen Christopher in einem Tweet kommentiert wurde. Der Ritualmordprozess [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Unsere ständige Gastautorin und Korrespondentin aus Bnei Brak, Israel, <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#wer">Claudia/Chaya-Bathya</a>, gibt uns die Möglichkeit zu einem kleinen <span lang="en" xml:lang="en">Update</span>, und zwar sowohl zu unserem letzten <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/" title="Interner Link zu 'Bild der Woche - Judensau'">Blogbeitrag über die &#8220;Judensau&#8221;</a> als auch zu <span lang="en" xml:lang="en">Shakespears</span> &#8220;Kaufmann von Venedig&#8221;, der vor 2 Tagen nachts vom ORF gesendet und von meinem Kollegen Christopher in einem <a href="http://twitter.com/JewishMuseumAT/status/25772143669">Tweet kommentiert wurde</a>.<br />
Der Ritualmordprozess von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aff%C3%A4re_von_Tiszaeszl%C3%A1r" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Tisza Eszlar</a> (1882/83) gilt als klassisches Beispiel für den religiös motivierten Antisemitismus der neueren Zeit. Der Freispruch der jüdischen Angeklagten führte zu massiven antijüdischen Agitationen und begründete den modernen politischen Antisemitismus in Ungarn. Auslöser war das spurlose Verschwinden des vierzehnjährigen christlichen Bauernmädchens Eszter Solymosi am 01. April 1882.</em></p>
<p><em><strong>Die folgende Predigt (wir bringen einen Ausschnitt) wurde von Rabbiner Emanuel (Menachem) Grünwald, Ödenburg [Sopron], zum Schabbat Hagadol 1883 gehalten. Der Schabbat Hagadol (&#8220;großer Schabbat&#8221;) ist der Schabbat vor dem Pesachfest und fiel im Jahr 1883 auf den 14. Nisan, der auch gleichzeitig Erev Pesach war (21. April). Die Predigt ist in Deutsch mit hebräischen Buchstaben geschrieben, die untenstehende Fassung von Claudia gibt den Ausschnitt wortgetreu wieder.</strong></em></p>
<h3>Die Predigt (Ausschnitt)</h3>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/eszterSolymosi.jpg" width="269" height="471" alt="Eszter Solymosi, Quelle: http://www.yivoencyclopedia.org/article.aspx/Tiszaeszlar_Blood_Libel" /></p>
<p class="center">Bild: Eszter Solymosi<br />
Quelle: <a href="http://www.yivoencyclopedia.org/article.aspx/Tiszaeszlar_Blood_Libel" title="Externer Link zu 'yivoencyclopedia.org'">yivoencyclopedia</a>.</p>
</div>
<p>Erlebnisse haben wir in unserer kultivierten Zeit erlebt [gemeint ist die Blutbeschuldigung von Tisza Eszlar 1882], von denen wir zwar keine Ahnung mehr hatten, denn selbst in unserer Zeit wird uns zum Vorwurfe gemacht, von den Judenfeinden, dass wir Blut zu unseren Zeremonien brauchen. Uns, denen selbst das Blut des Tieres verboten ist, werden solche lügenhaften Erdichtungen zum Vorwurfe gemacht! Dies erinnert mich an einen berühmten, hochberühmten Dichter [Shakespeare], der vor mehreren Jahrhunderten gelebt [hat]. Unter dessen Dichtungen findet sich auch eine [Kaufmann von Venedig], deren Held ein Jude ist:<br />
Ein jüdischer Kaufmann, der seinem Schuldner für ein Pfund Gold, das er ihm geborgt, und das dieser aber später nicht zurückzahlen kann, ein Pfund Blut abzapfen will. Ein Pfund Blut für ein Pfund Gold! </p>
<p>Und diese Dichtung ward nicht geschrieben, etwa bloß für den gelehrten Leser in seiner einsamen Stube. Nein, sie ward geschrieben fürs Volk, für die große Menge. Ein Jude fordert von seinem Schuldner ein Pfund Fleisch aus dessen Herzen für ein Pfund Gold! Wie? Ein Jude, dem selbst das Blut des Tieres heilig ist, verlangt für sein Gold Menschenblut? Wie gehörte nicht eine hirnverbrannte Phantasie dazu, um solch eine Dichtung zu schaffen?! Doch nein, es war eben keine Dichtung, sondern Wahrheit, geschichtliche Tatsache, die ganz in der Wirklichkeit vor Jahrhunderten in einer Stadt sich zugetragen hat. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass im wirklichen Vorgange der Jude nicht der Gläubiger, sondern der Schuldner [war]. Der Jude war es, der in seiner tiefen Not und Bedrängnis einem harten, bösen Mann für ein Pfund Gold ein Pfund seines Herzblutes verschreiben musste. Derartige Lügen werden erdichtet, um Zwiespalt und Zwietracht zwischen der einen und anderen Konfession [zu säen]. </p>
<p>Hat sich aber unser Zeitalter gebessert seitdem? Unsere Zeit hat gezeigt, dass der alte eingefleischte Judenhass noch immer nicht aufgehört hat, um Verdächtigungen, böse Anklage zu erheben.</p>
<h4>Zum Verfasser der Predigt</h4>
<p>Rabbiner Emanuel (Menachem <abbr>b.</abbr> Pinchas) Grünwald wurde <abbr>ca.</abbr> 1844 in Cece (Ungarn) geboren. Unter seinen Lehrern finden sich die Rabbiner Arje Lichter (Cece), Abraham Karpeles (Görböpincehely), Joel Ungar und Elieser Sussmann Sofer (Paks) sowie Samuel Wolf Schreiber (Abraham Benjamin Schmuel Sofer) in Preßburg, der Sohn und Nachfolger des Chatam Sofer. <abbr>R.</abbr> Menachem war der Schwiegersohn des Dajjan <abbr>R.</abbr> David Neumann in Preßburg. Nach seiner Hochzeit wohnte er bei seinem Schwiegervater, wurde dort selbst Dajjan und schließlich Rabbiner in Ödenburg (Sopron). In zweiter Ehe war er mit einer Tochter von <abbr>R.</abbr> Jizchak Kramer, Rabbiner in Neuhäusel (Nove Zamky, Slovakei) und Wien, verheiratet. Seine drei Söhne (Jehuda, Schmuel und Jehoschua) waren ebenfalls Rabbiner, desgleichen sein Schwiegersohn <abbr>R.</abbr> Katriel Blum aus Nagykaroly (Carei Mare, Rumänien). <abbr>R.</abbr> Menachem starb am 25. Tischri 5690 (September/Oktober 1929).<br />
<cite>Kinstlicher, משה אלכסנדר זושא קינסטליכר, ה&#8217;חתם סופר&#8217; ותלמידיו, בני-ברק: מכון &#8216;זכרון&#8217;, תשס&#8221;ה, S. 516.</cite></p>
<p>Ein weiterer Sohn von <abbr>R.</abbr> Menachem Gruenwald war übrigens <a href="http://he.wikipedia.org/wiki/" title="Externer Link zu 'he.wikipedia.org'">Malkiel Gruenwald</a> (1882-1968), der zur Zeit der Affäre von Tisza Eszlar geboren wurde und später gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Kasztner" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Kastner</a> gekämpft hat.</p>
<p class="tipp"><strong>Ein paar Monate nach der erwähnten Predigt berichtet die &#8220;Jüdische Presse (Berlin)&#8221; 5 (1884), <abbr>S.</abbr> 46 in einer Korrespondenz vom 25. Jänner über antisemitische Vorfälle in Ödenburg. Unter anderem wurden die Fenster des Rabbiners und jene der beiden Synagogen zertrümmert.<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; &#8216;Judensau&#8217;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 08:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[bildende kunst]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag wurde im Stadtmuseum in Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt&#8221; eröffnet. Zu den wertvollsten und zweifellos beachtenswertesten Objekten der Ausstellung gehört das Kalksandsteinrelief der sogenannten Judensau aus dem 15. Jahrhundert (?), das sich auf dem Haus Hauptplatz 16 befand. An den Zitzen einer großen Sau saugen vier Juden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag wurde im Stadtmuseum in Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.stadtmuseum.wrn.at/ausstellung.asp?m=2" title="Externer Link zu 'stadtmuseum.wrn.at'">Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt</a>&#8221; eröffnet.<br />
Zu den wertvollsten und zweifellos beachtenswertesten Objekten der Ausstellung gehört das Kalksandsteinrelief der sogenannten Judensau aus dem 15. Jahrhundert (?), das sich auf dem Haus Hauptplatz 16 befand.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[260910]" title="'Judensau', Stadtmuseum Wiener Neustadt"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/judensauGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/judensau.jpg" width="550" height="476" alt="'Judensau', Stadtmuseum Wiener Neustadt" /></a></p>
</div>
<p>An den Zitzen einer großen Sau saugen vier Juden, ein fünfter befindet sich am Boden und ein sechster klammert sich an den Schwanz. </p>
<p>Im Mittelalter galt die Sau als Symbol für Ausschweifung und Schlemmerei, sie repräsentierte also Sünder, die in jeder Hinsicht ausschweifend lebten. Bereits der Fuldaer Abt und Mainzer Erzbischof <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rabanus_Maurus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Rabanus_Maurus'">Rabanus Maurus</a> (780 &#8211; 856) stellt die Verbindung zwischen der Sau und den Juden her. Dadurch sollten die Juden als unrein und als Sünder abqualifiziert werden. </p>
<p>Die ältesten Belege von &#8220;Judensau&#8221;-Darstellungen in Deutschland stammen aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Das Thema &#8220;Judensau&#8221; wurde auch mit dem Thema <a href="http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/symbole/ecclesia.htm" title="Externer Link zu 'zum.de...'">&#8220;Ecclesia und Synagoga&#8221;</a> (&#8220;Kirche und Synagoge&#8221; &#8211; das Motiv entsteht im 9. Jahrhundert) verbunden. So reitet auf dem Chorgestühl des Erfurter Doms die Synagoge, dargestellt durch einen Mann mit Judenhut, auf einer Sau in das Turnier gegen die auf einem edlen Pferd reitende Kirche.</p>
<p>Die Sau spielte auch bei der Prozedur des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judeneid" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Judeneid'">Judeneides</a> eine große Rolle. Nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenspiegel" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Schwabenspiegel'">Schwabenspiegel</a> (13. Jahrhundert) musste der schwörende Jude barfuß auf einer blutigen Schweinshaut stehen. Diese Haut musste von einer Sau stammen, die in den vergangenen 14 Tagen Junge gehabt hatte, und sie musste entlang des Rückens aufgeschnitten sein. Die Zitzen, auf denen der Jude zu stehen hatte, mussten sichtbar sein.</p>
<p><em>Mehr Informationen zum Motiv der &#8220;Judensau&#8221; und Literatur: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judensau" title="Externer Link">de.wikipedia.org/wiki/Judensau</a>.</em></p>
<p class="tipp"><strong>Tipp</strong>: Die Ausstellung im Stadtmuseum Wiener Neustadt können Sie bis 29. Mai 2011 besichtigen!</p>
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</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/bild-der-woche-aufraeumen-bei-gott/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Aufräumen bei Gott&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eisenstadt x 3 &#8211; Nachlese</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/09/01/eisenstadt-x-3-nachlese/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 10:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=592</guid>
		<description><![CDATA[Am Sonntag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; der 3. Teil &#8220;Eisenstadt x 3&#8243; statt, ein interreligiöser Stadtrundgang zum Martinsdom, der Auferstehungskirche und der ehemaligen privaten Synagoge im jüdischen Museum. Unseren Rundgang begannen wir bei einem Wahrzeichen Eisenstadts, dem Martinsdom, wo uns Frau Dr. Clara Prickler nicht nur die Baugeschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Übersichtsbeitrag vom 14. März 2010">&#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</a> der 3. Teil &#8220;Eisenstadt x 3&#8243; statt, ein interreligiöser Stadtrundgang zum Martinsdom, der Auferstehungskirche und der ehemaligen privaten Synagoge im jüdischen Museum.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[010910]" title="Eines der prachtvollen modernen Glasfenster im Martinsdom"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/dom02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/dom02.jpg" width="150" height="150" alt="Eines der prachtvollen modernen Glasfenster im Martinsdom" /></a></p>
</div>
<p>Unseren Rundgang begannen wir bei einem Wahrzeichen Eisenstadts, dem Martinsdom, wo uns Frau <abbr>Dr.</abbr> Clara Prickler nicht nur die Baugeschichte skizzierte und die wichtigsten Kunstwerke zeigte, sondern sich für den Schluss ihrer Führung noch einen besonderen Höhepunkt aufhob: In der Krypta des Doms befindet sich nämlich eine der eindrucksvollsten und <abbr>v.a.</abbr> außergewöhnlichsten <a href="http://dompfarre.ingkarallkg.at/Dom_Rundgang.php#K17" title="Externer Link zu 'dompfarre.ingkarallkg.at...'">Pieta-Gruppen</a>, gestaltet von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Hanak" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Anton Hanak</a>, in den Jahren vor 1925. Außergewöhnlich <abbr>v.a.</abbr> deshalb, weil Maria ihren Kopf vom toten Jesus abwendet (möglicherweise von Hanak so inszeniert unter dem Eindruck der Kriegsgeschehnisse des 1. Weltkriegs).</p>
<p>Einzig das anfangs trübe Wetter verhinderte den optimalen Genuss des Farbenspiels der prachtvollen modernen Glasfenster des Doms.</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:450px; height:271px" data="http://www.youtube.com/v/NqpOuFs1DwQ?fs=1&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NqpOuFs1DwQ?fs=1&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered">Führung im Martinsdom mit Frau <abbr>Dr.</abbr> Clara Prickler</p>
<p class="tipp">Die Regenschirme wurden wider Erwarten glücklicherweise auch nach der Führung nicht benötigt und wir machten uns auf den Weg zur evangelischen Pfarrkirche.</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[010910]" title="Evangelische Auferstehungskirche in Eisenstadt"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/evang01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/evang01.jpg" width="150" height="150" alt="Evangelische Auferstehungskirche in Eisenstadt" /></a></p>
</div>
<p>Die 1935 erbaute Auferstehungskirche, in einem einzigartigen Ensemble mit dem Pfarrhaus erbaut, ist sehr schlicht gehalten, einziger &#8220;Schmuck&#8221; ist ein wandfüllendes und raumgreifendes Fresko mit biblischen (neutestamentlichen) Szenen, das &#8211; sieht man genau hin &#8211; sehr deutlich die Zeichen der Zeit zeigt (Frauen mit Dirndln <abbr>usw.</abbr>) und hier nicht weiter kommentiert werden muss &#8230;</p>
<p>Frau Professor Grabenhofer gelang in 35 kurzweiligen Minuten der Spagat zwischen Kirchenführung, einem kurzen Abriss der überaus bewegten Geschichte der Protestanten im Burgenland und dem evangelischen Gemeindeleben heute. </p>
<div class="centered">
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</div>
<p class="centered">Führung in der evangelischen Auferstehungskirche mit Frau <abbr>Prof.</abbr> Christa Grabenhofer</p>
<p>Wenn Englein reisen &#8230; tatsächlich erreichten wir danach bei fast strahlendem Sonnenschein das jüdische Museum (einer der Vorteile einer überschaubaren kleinen Stadt ist die Möglichkeit derlei Reisen zu Fuß zu absolvieren). Nach der Führung durch die Synagoge gab es tatsächlich &#8211; wir waren mittlerweile gute 3 Stunden unterwegs &#8211; noch viele Interessierte, die sich zum Rundgang durch das jüdische Viertel und zu beiden jüdischen Friedhöfen entschließen konnten!</p>
<p>Und &#8220;Ausklang im jüdischen Museum&#8221; bedeutete noch längeres &#8220;Get-together&#8221; bei einem oder mehreren Gläsern koscheren Weins. ;)</p>
<p>(Über die Führung in der Synagoge gibt es hier keine Bilder und kein Video, dafür gibt&#8217;s aber bald eine kleine Überraschung ;) )</p>
<p class="tipp">Wir können gar nicht genug danken:</p>
<ul>
<li>Unseren beiden Führerinnen, Frau <abbr>Dr.</abbr> Prickler und Frau <abbr>Prof.</abbr> Grabenhofer, die uns nicht nur die Führungen nicht verrechneten, sondern es auch tatsächlich schafften, uns in jeweils 35 Minuten einen wirklich spannenden Einblick in ihre Kirchen zu geben.</li>
<li>Und unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern &#8211; die nicht nur aus Eisenstadt kamen, sondern extra auch aus dem Nordburgenland, aus Wien und aus Niederösterreich angereist waren. Ihnen gebührt schon unsere Bewunderung für ihre Marathonqualitäten. ;)</li>
</ul>
<p class="tipp"> <strong>Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; in der &#8220;Langen Nacht der Museen 2010&#8243;, am 02. Oktober:</strong></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[130410]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p>Eine verspielte, märchen-hafte &#038; musikalische &#8220;lange Nacht&#8221; &#8211; mit interreligiösem Erzähl- und Musikabend, gestaltet von Märchenerzähler Helmut Wittmann &#038; Freunden, und einem Programm im Zeichen des spielerischen Kennenlernens von Judentum, Christentum und Islam für unsere jungen BesucherInnen. </p>
<p>Was: Interreligiöses Kinder-Programm und Erzähl-/Musikabend<br />
Wann: Samstag, 02. Oktober 2010, 18 &#8211; 01 Uhr<br />
Wo: Eisenstadt<br />
Eintritt mit dem &#8220;Lange Nacht&#8221;-Ticket</p>
<p>In Bälde hier mehr Informationen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eisenstadt x 3</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/08/11/eisenstadt-x-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 07:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein interreligiöser Stadtspaziergang – im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Fortsetzung der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: Eisenstadt x 3 &#8211; Ein interreligiöser Stadtspaziergang Wann: Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr Wo: Eisenstadt &#8211; Treffpunkt: Vorplatz des Martinsdoms Ein Rundgang auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ein interreligiöser Stadtspaziergang – im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zur Fortsetzung der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>Eisenstadt x 3 &#8211; Ein interreligiöser Stadtspaziergang</strong></p>
<p>Wann: <strong>Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr</strong><br />
Wo: <strong>Eisenstadt &#8211; Treffpunkt: Vorplatz des Martinsdoms</strong></p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[110810]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">Ein Rundgang auf den Spuren religiöser Vielfalt in Eisenstadt steht auf dem Programm des dritten Teils unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; &#8211; mit Besuch und sachkundiger Führung durch den <a href="http://dompfarre.ingkarallkg.at/Dom_Historie.php" title="Externer Link zu 'dompfarre.ingkarallkg.at...'">Martinsdom</a>, die historisch einzigartige <a href="http://www.evangelische-burgenland.at/eisenstadt.htm" title="Externer Link zu 'evangelische-burgenland.at...'">evangelische Auferstehungskirche</a> sowie die <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/17/rosch-haschana-5770-wertheimersche-schul/" title="Interner Link zum Beitrag 'Rosch Haschana 5770 - Wertheimersche Schul'">Wertheimer-Synagoge</a> (bei Interesse auch mit Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel samt Friedhof); Ausklang im jüdischen Museum.</p>
<p>Durch den Martinsdom führt <abbr>Dr.</abbr> Clara Prickler, durch die Auferstehungskirche <abbr>Prof. Mag.<sup>a</sup></abbr> Christa Grabenhofer, durch die Wertheimer-Synagoge (und das jüdische Viertel) Christopher Meiller und Johannes Reiss.</p>
<p><strong>Eintritte und Führungen sind frei!</strong></p>
<p>Eine Anmeldung wird erbeten:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=361803730962&#038;index=1" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltung &#8216;Eisenstadt x 3&#8242;)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
<p>Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; finden Sie in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Beitrag 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Übersichtsartikel</a>.  </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hehre Ziele, steinige Wege?</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/08/01/hehre-ziele-steinige-wege/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 18:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

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		<description><![CDATA[Christlich-katholische Perspektiven auf die Begegnung von Juden, Christen &#038; Muslimen Ein Beitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Vorbemerkung: Folgender Beitrag bietet eine Sammlung ausgewählter christlich-katholischer Perspektiven auf die Beziehung &#038; Begegnung von Juden, Christen und Muslimen &#8211; auf Basis offizieller kirchlicher Positionsbestimmungen sowie theologischer Vorüberlegungen sollen christliches Selbstverständnis und -positionierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Christlich-katholische Perspektiven auf die Begegnung von Juden, Christen &#038; Muslimen<br />
Ein Beitrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[160610]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp"><em>Vorbemerkung: Folgender Beitrag bietet eine Sammlung ausgewählter christlich-katholischer Perspektiven auf die Beziehung &#038; Begegnung von Juden, Christen und Muslimen &#8211; auf Basis offizieller kirchlicher Positionsbestimmungen sowie theologischer Vorüberlegungen sollen christliches Selbstverständnis und -positionierung <abbr>v.a.</abbr> in der Begegnung mit Judentum und Islam überblicksmäßig und annäherungsweise bestimmt und einige &#8220;dialogische&#8221; Grundlinien gezogen werden. </em></p>
<h4>Selbstverständnis &#038; Ziele: Theologische &#038; lehramtliche Grundlagen</h4>
<ul>
<li>Das Selbstverständnis des Christentums in der Begegnung mit anderen Religionen ist, vor allen Ansprüchen an den religiös Anderen, geprägt von einer fundamentalen Selbstverpflichtung: An sich selbst adressiert das Christentum einen (keineswegs mit missionarischen Bemühungen gleichzusetzenden) <strong>Imperativ der Dialogizität</strong> und des brüderlichen Umgangs –<br />
<blockquote><p>Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt</p>
</blockquote>
<p><cite>1 Petrus 3,15; <abbr>vgl.</abbr> auch Unsere Hoffnung. <abbr>OG</abbr> I. <abbr>S.</abbr> 85; Nostra Aetate 1, 2, 5</cite>.</p>
</li>
<li>Bei allen (nicht zu überspielenden) theologischen Differenzen und angesichts einer (nicht zu verharmlosenden) beträchtlichen Konflikt-Geschichte &#038; -Gegenwart weiß sich das Christentum mit Judentum und Islam doch <strong>verbunden im monotheistischen Fundamentalbekenntnis</strong>:<br />
<blockquote><p>Der &#8216;Gott unserer Hoffnung&#8217; (<em>vgl. Röm 15,13</em>) ist &#8216;der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs&#8217; (<em>Ex 3,6; Mt 22,32</em>), &#8216;der Himmel und Erde<br />
geschaffen hat&#8217; (<em>Ps 121,2</em>) und den wir mit dem jüdischen Volk und auch mit der Religion des Islam öffentlich bekennen &#8230;
</p></blockquote>
<p><cite>Unsere Hoffnung. <abbr>OG</abbr> I. <abbr>S.</abbr> 87</cite>.</p>
</li>
<li>Mit erklärter &#8220;Hochachtung&#8221; begegnet das katholische Christentum dem <strong>Islam</strong>, um &#8211; mit nüchternem Blick für christlich-islamische Gemeinsamkeiten wie (<abbr>z.B.</abbr> christologische) Differenzen &#8211; die konfliktträchtige Beziehungsgeschichte der beiden Religionen umzuwenden in eine von Verständigung und gemeinsamem Engagement geprägte Gegenwart und Zukunft, <abbr>d.i.</abbr><br />
<blockquote><p>sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen</p></blockquote>
<p><cite>Zweites Vatikanisches Konzil: Nostra Aetate 3</cite>.</p>
</li>
<li>Mit dem <strong>Judentum</strong> weiß sich das Christentum wurzelhaft verbunden (&#8220;genährt &#8230; von der Wurzel des guten Ölbaums&#8221;; <em><abbr>vgl. Röm</abbr> 11, 17-24</em>), versteht beide Religionen als Träger eines &#8220;gemeinsame[n] geistliche[n] Erbe[s]&#8221; und bekennt sich, in Distanzierung von antijudaistischen Traditionslinien und die entsprechende christliche Schuld-Geschichte vor Augen, zur Förderung der &#8220;gegenseitige[n] Kenntnis und Achtung&#8221; (<em>Nostra Aetate 4</em>). Die einzigartige Rückbindung christlicher Identität an das Judentum verbindet sich in christlich-katholischer Auffassung mit dem Anspruch der Verständigung und des geschwisterlichen Umgangs:<br />
<blockquote><p>Christen und Juden haben großenteils ein gemeinsames geistliches Erbe, sie beten zum selben Herrn, haben die gleichen Wurzeln, kennen sich aber oft gegenseitig viel zu wenig. Es liegt also an uns, als Antwort auf den Ruf Gottes dafür zu arbeiten, dass der Raum des Dialogs, des gegenseitigen Respekts, des Wachsens in der Freundschaft, des gemeinsamen Zeugnisses angesichts der Herausforderungen unserer Zeit immer offen bleibt; sie fordern uns dazu auf, für das Wohl der Menschheit zusammenzuarbeiten &#8230;</p></blockquote>
<p><cite>Benedikt XVI., Ansprache in der römischen Synagoge 2010, 9</cite>.</p>
</li>
</ul>
<h4>Der Weg: Dialogische Grundhaltung</h4>
<ul>
<li>Den Weg zu diesen anspruchsvollen Zielen eröffnet eine dialogische Grundhaltung, <abbr>d.i.</abbr> die basale Bereitschaft, &#8220;<em>dem anderen zuzuhören und seine Religion zu verstehen – in der Hoffnung, Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu finden</em>&#8220;; <strong>vorurteilsfreies &#8220;Hören&#8221;</strong> des religiös Anderen  &#038; &#8220;authentisch&#8221;-<strong>&#8220;aktives Sich-Einbringen&#8221;</strong> sind die wechselseitig vorauszusetzenden Grund-Bereitschaften für fruchtbare dialogische Begegnungen (<em>Francis Arinze, ehemaliger Präsident des Päpstliches Rats für den Interreligiösen Dialog; Arinze 1999. <abbr>S.</abbr> 10, 37</em>).</li>
<li>Damit sind mittelbar auch die <strong>Außengrenzen</strong> des dialogischen Geschehens markiert:<br />
Vom distanzierten religionswissenschaftlichen Vergleich unterscheidet die dialogische Begegnung das explizite subjektiv-religiöse Engagement der Beteiligten, von der Bekehrungspredigt der Ausfall jeder (auch unterschwelligen) missionarischen Intention, von der theologischen Debatte der Verzicht darauf, die eigene (religiöse) Überzeugung als &#8220;richtige&#8221; auf Kosten der &#8220;falschen&#8221; Überzeugungen der Anderen etablieren zu wollen (<em>Arinze 1999. <abbr>S.</abbr> 9<abbr>f.</abbr></em>).<br />
Gleichfalls kann sich echt dialogisches Bewusstsein nicht an einem pseudo-dialogischen und im schlechtesten Fall tendenziösen &#8220;Reden-über&#8221; (den religiös Anderen) genügen lassen, sondern wird eine fortgesetzte Offenheit für Selbstverständnis(se) und -darstellung(en) der religiös Anderen zu bewahren suchen, jenseits eingeschliffener Stereotype und eines pauschal-starren &#8220;Bescheid-Wissens&#8221;.</li>
<li>Freilich: Ein solcher Dialog meint nicht &#8220;Verzicht auf Wahrheit&#8221; oder Marginalisierung des eigenen religiösen Selbstverständnisses um einer erkünstelten Harmonie willen, sondern ist <strong>differenz-bewusste Begegnung</strong>, in der das bleibende Anders-Sein des religiös Anderen respektiert wird und in der auf das Zugeständnis des bleibenden religiösen Eigen-Seins vonseiten der Dialogpartner gerechnet wird &#8211; und die zugleich getragen ist von der<br />
<blockquote><p>Ehrfurcht vor dem Glauben des anderen und d[er] Bereitschaft, in dem, was mir als das Fremde begegnet, Wahrheit zu suchen, die mich angeht und die mich korrigieren, mich weiterführen kann
</p></blockquote>
<p><cite>Ratzinger 1998. <abbr>S.</abbr> 117<abbr>f.</abbr>; <abbr>vgl.</abbr> auch Arinze 1999. <abbr>S.</abbr> 37<abbr>ff</abbr></cite>.</p>
</li>
<li>Dialogisches Geschehen wird sich, schon um dem Gegenstand des dialogischen Interesses annäherungsweise adäquat zu sein, <strong>so wenig eindimensional und uniform</strong> präsentieren (dürfen) wie die Religionen selbst – soll heißen: Intellektuelle Auseinandersetzung ersetzt nicht lebenspraktische Beziehungen, akademischer Austausch nicht religiöse Erfahrungen oder gemeinsames Engagement etc. (<em>vgl. Arinze 1999. <abbr>S.</abbr> 11-14</em>). </li>
<li>Noch eins: Dialog ist <strong>lebendige Begegnung</strong> &#8211; und entsprechend gefährdet, durch religiöse Profilierungssucht nicht weniger als durch chronisches wechselseitiges Schulterklopfen.</li>
</ul>
<h4>Literatur</h4>
<ul>
<li>Benedikt XVI.: Ansprache aus Anlass des Besuches der Synagoge zu Rom (17. Januar 2010).<br />
Online: <a href="http://ojm.at/benediktxvi" title="Externer Link zu 'vatican.va...'">http://ojm.at/benediktxvi</a></li>
<li>Francis Arinze: Begegnung mit Menschen anderen Glaubens. Den interreligiösen Dialog verstehen und gestalten. München <abbr>u.a.</abbr>: Neue Stadt 1999.</li>
<li>Joseph Kardinal Ratzinger: Die Vielfalt der Religionen und der Eine Bund. Hagen: Urfeld 1998. </li>
<li>NOSTRA AETATE. Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen.<br />
Online: <a href="http://ojm.at/nostraaetate" title="Externer Link zu 'vatican.va...'">http://ojm.at/nostraaetate</a></li>
<li>UNSERE HOFFNUNG. Beschluss der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland.<br />
Online: <a href="http://ojm.at/unserehoffnung" title="Externer Link zu 'dbk.de...'">http://ojm.at/unserehoffnung</a> (PDF!)</li>
</ul>
<p class="tipp"><em><strong><a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#wer" title="Interner Link zu 'Über das Blog'">Christopher</a> ist <abbr>u.a.</abbr> katholischer Theologe &#038; seit 2004 im jüdischen Museum &#8211; und bloggt hier &#8230;</strong></em></p>
<p class="tipp">Dieser Beitrag ist Teil einer Blog-Mini-Serie, die unsere aktuelle Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://ojm.at/ssgg" title="Interner Link zur Übersichtsseite der Veranstaltungsreihe">Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott</a>&#8221; begleiten und ergänzen soll: Jüdische, christliche und muslimischen Autoren wurden gebeten, &#8220;eine Handreichung für interreligiöse Begegnungen aus jüdischer/christlicher/muslimischer Perspektive&#8221; anzufertigen, die, &#8220;quasi als interreligiöser Survival Kit, (&#8230;) Orientierung in der interreligiösen Begegnung verbessern und Unsicherheiten mindern&#8221; kann. </p>
<p>Bereits erschienen sind der &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/16/islam-knigge/" title="Interner Link zum Beitrag von Hussein Hamdan vom 16. Juni 2010">Islam-Knigge</a>&#8221; von Hussein Hamdan sowie &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/07/14/schwierige-freundschaft/" title="Interner Link zum Beitrag von Chajm Guski vom 17. Juli 2010">Schwierige Freundschaft</a>&#8221; von Chajm Guski, weitere Beiträge folgen in den kommenden Wochen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Religion vor Ort</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/06/06/bild-der-woche-religion-vor-ort/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/06/06/bild-der-woche-religion-vor-ort/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 11:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=330</guid>
		<description><![CDATA[Am Donnerstag besuchten wir im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; die Synagoge in der Seitenstettengasse in Wien, den sogenannten &#8220;Wiener Stadttempel&#8221;. Dass uns Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg persönlich durch &#8220;seine Synagoge&#8221; führte, war für uns alle eine ganz besondere Ehre! Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im &#8216;Wiener Stadttempel&#8217; Siehe unseren Beitrag &#8220;Religion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag besuchten wir im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Übersichtsbeitrag">&#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</a> die Synagoge in der Seitenstettengasse in Wien, den sogenannten &#8220;Wiener Stadttempel&#8221;. </p>
<p>Dass uns Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg persönlich durch &#8220;seine Synagoge&#8221; führte, war für uns alle eine ganz besondere Ehre!</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/eisenbergGR.jpg" width="550" height="413" alt="Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im 'Wiener Stadttempel'" class="centered" /></p>
<p class="centered">Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im &#8216;Wiener Stadttempel&#8217;</p>
<p><strong>Siehe unseren Beitrag <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/06/06/religion-vor-ort-nachlese/" title="Interner Link zum Beitrag vom 06. Juni 2010">&#8220;Religion vor Ort &#8211; Nachlese&#8221;</a>.</strong></p>
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</div>
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</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		<title>Religion vor Ort &#8211; Nachlese</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 11:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schalom-salam-grüß-gott]]></category>
		<category><![CDATA[synagoge]]></category>
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		<description><![CDATA[Museum &#8220;on tour&#8221; &#8211; das erste Mal für ein Museum wie unseres, das ein wenig abseits der Großstadt liegt, in einem Bundesland, in dem es so gut wie keine Juden mehr gibt, in einer Stadt, die keine muslimische Infrastruktur hat. Am Donnerstag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; der 2. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Museum &#8220;on tour&#8221; &#8211; das erste Mal für ein Museum wie unseres, das ein wenig abseits der Großstadt liegt, in einem Bundesland, in dem es so gut wie keine Juden mehr gibt, in einer Stadt, die keine muslimische Infrastruktur hat.</p>
<p>Am Donnerstag fand im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Übersichtsbeitrag vom 14. März 2010">&#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</a> der 2. Teil &#8220;Religion vor Ort&#8221; statt, die Exkursion nach Wien, zu Orten gelebter Religiosität, in den Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums.</p>
<p>Da wir als jüdisches Museum die religiöse &#8220;Blütenlese&#8221; naturgemäß von der jüdischen Tradition und von jüdischem Boden ausgehend betrachten wollen, lag es nahe, auch als erste Station in Wien den Stadttempel zu wählen, die Synagoge in der Seitenstettengasse.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[060610]" title="Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im 'Wiener Stadttempel'"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/synagogeExGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/synagogeEx.jpg" width="150" height="150" alt="Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg im 'Wiener Stadttempel'" /></a></p>
</div>
<p>Der &#8220;Chef&#8221; persönlich, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, führte uns durch &#8220;seine&#8221; Synagoge, wobei er besonders auch auf die zur Bauzeit (1825/26) geltende Vorschrift, nichtkatholische Gotteshäuser verborgen zu bauen, einging. Nach der Führung ließ er genügend Raum für Fragen der über 40 ExkursionsteilnehmerInnen aus Eisenstadt, Niederösterreich und Wien (Umgebung). Wenn das Programm an diesem Nachmittag &#8211; ganz bewusst &#8211; nicht so dicht gedrängt gewesen wäre, hätten wohl alle noch lange in der Synagoge verweilen wollen, manche der Fragen wären abendfüllend gewesen ;). Am Schluss wies der Oberrabbiner noch auf die in der unmittelbaren Nachbarschaft gelegene Ruprechtskirche hin, der die Synagoge auch &#8220;verdankt&#8221;, in der sogenannten Reichskristallnacht nicht in Brand gesetzt worden zu sein &#8211; um die Kirche nicht zu gefährden &#8230;</p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:450px; height:271px" data="http://www.youtube.com/v/E0-mwx30LSg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/E0-mwx30LSg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
<p class="centered">Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg</p>
<div class="bildrechts">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[060610]" title="Sr. Mag.a Ruth Pucher MSC führt uns in der Ruprechtskirche"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/kircheExGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/kircheEx.jpg" width="150" height="150" alt="Sr. Mag.a Ruth Pucher MSC führt uns in der Ruprechtskirche" /></a></p>
</div>
<p>In der ältesten Kirche Wiens erwartete uns <abbr>Sr. Mag.<sup>a</sup></abbr> Ruth Pucher <abbr>MSC</abbr>, die nicht nur auf anschauliche Weise (mit farbigen Bauklötzchen!) die Bauchgeschichte der Kirche skizzierte und uns im beeindruckenden Innenraum der kleinen Kirche führte, sondern auch grundsätzliche theologische Themenstellungen der christlichen Religion &#8211; aus katholischer Perspektive &#8211; ansprach. <abbr>Sr.</abbr> Pucher wies ebenfalls auf die nachbarliche Synagoge hin und darauf, dass sich die Kirchengemeinde ihrer Nähe zur Synagoge auf der einen Seite und der Nähe zum ehemaligen Hauptquartier der Gestapo auf der anderen Seite sehr bewusst ist und daran in einer jährlichen Gedenkfeier immer wieder erinnert. Aber auch drei der modernen Glasfenster von <abbr>St.</abbr> Ruprecht rufen eindrucksvoll zur Besinnung auf die jüdischen Wurzeln des Christentums auf.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[060610]" title="Die große Moschee im Islamischen Zentrum, Wien"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/moscheeExGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/moscheeEx.jpg" width="150" height="150" alt="Die große Moschee im Islamischen Zentrum, Wien" /></a></p>
</div>
<p>Mit dem Bus ging es anschließend aus dem Stadtzentrum Wiens hinaus zum Islamischen Zentrum, wo uns <abbr>Mag.</abbr> Aiman Morad ebenfalls sehr freundlich empfing. Nach der Führung durch die beeindruckende große Moschee hatten wir die Möglichkeit zum Gespräch mit Herrn Morad in der schönen Bibliothek des Zentrums. Dabei gab er uns eine kurze Einführung in den Islam und beantwortete dann offen und geduldig alle Fragen. Die Themen reichten von der Rolle der biblischen Propheten im Islam, dem muslimischen Verständnis des Eingottglaubens und den fünf Säulen des Islam bis hin zu tagesaktuellen und sehr praktischen Problemen und Fragestellungen. Ein nicht eingeplanter kleiner Höhepunkt für uns alle war sicher der gegen Schluss auf einmal zu hörende und mit einer ausgesprochen schönen Stimme ausgeführte Ruf zum Gebet &#8230;</p>
<p>Wir haben in nicht einmal 4 Stunden (exklusive Hin- und Rückfahrt Eisenstadt) unmittelbar hintereinander 3 Gotteshäuser der drei monotheistischen Religionen erlebt, die Eindrücke waren viele und tief.</p>
<p>Ganz herzlichen Dank noch einmal von hier aus an alle Referenten/Referentinnen für die freundliche Aufnahme und danke an alle TeilnehmerInnen, die unser Angebot angenommen und den intensiven Nachmittag so geduldig mitgemacht und mitgestaltet haben.</p>
<p>Vor der Heimfahrt nach Eisenstadt baten wir zwei TeilnehmerInnen noch um ein kurzes Interview (Stegreif):</p>
<p><em>Wir bitten um Entschuldigung für die anfangs schlechte Tonqualität des Videos. Nach vielen Tagen Dauerregen hatten wir den ganzen Nachmittag Glück mit dem Wetter, just beim Interview setzte dann aber leider doch starker Wind und Regen ein.</em></p>
<div class="centered">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:450px; height:271px" data="http://www.youtube.com/v/BMoZAi9LP84&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BMoZAi9LP84&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
<p class="centered">Elisabeth Penzias, Wien, und <abbr>Mag.</abbr> Bernhard Dobrowsky, Eisenstadt</p>
<p class="tipp"> <strong>Nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: Eisenstadt x 3 &#8211; Ein interreligiöser Stadtspaziergang, am 29. August:</strong></p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[130410]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p>Ein Rundgang auf den Spuren religiöser Vielfalt in Eisenstadt – mit Besuch des Martinsdoms und der evangelischen Auferstehungskirche sowie einem Spaziergang durch das ehemalige jüdische Viertel samt Friedhof und Synagoge.<br />
Was: Stadtrundgang mit Besichtigungen<br />
Wann: Sonntag, 29. August 2010, 15.30 Uhr<br />
Wo: Eisenstadt<br />
Führung &#038; Eintritte frei, Anmeldung erbeten, aber nicht notwendig<br />
In Bälde hier mehr Informationen!<br />
<br class="clear" /><br />
Mehr Informationen finden Sie auf der Überblicksseite der Veranstaltungsreihe &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum gleichnamigen Beitrag im Blog">Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott</a>&#8220;.</p>
<p>Anmeldungen:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
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		<item>
		<title>Die 10 Gebote II</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/26/die-10-gebote-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 08:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Schwierigkeit, bis 10 zu zählen Judentum und Christentum sind, wie im ersten Teil dieses Beitrags erläutert, uneins in der Zählung der 10 Gebote. In der bildlichen Darstellung der Gebotstafeln setzt sich die jüdisch-christliche Differenz im Umgang mit dem Zehnwort fort: Während in jüdischer Darstellung die Gebote 1 bis 5 auf der ersten Tafel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Über die Schwierigkeit, bis 10 zu zählen</h3>
<p>Judentum und Christentum sind, wie im <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/19/die-10-gebote-i/" title="Interner Link zu 'Die 10 Gebote I'">ersten Teil dieses Beitrags</a> erläutert, uneins in der Zählung der 10 Gebote.</p>
<p>In der bildlichen Darstellung der Gebotstafeln setzt sich die jüdisch-christliche Differenz im Umgang mit dem Zehnwort fort: Während in jüdischer Darstellung die Gebote 1 bis 5 auf der ersten Tafel, die Gebote 6 bis 10 auf der zweiten Tafel zu stehen kommen, finden sich in christlicher <abbr>bzw.</abbr> katholischer und lutherischer Darstellung auf der ersten Tafel die Gebote 1 bis 3 (nach jüdischer Zählung sind dies die Gebote 2 bis 4, also: Fremdgötter-/Bilderverbot, Verbot des Missbrauchs des göttlichen Namens und Schabbatgebot), auf der zweiten Tafel die Gebote 4 bis 10 (nach jüdischer Zählung: 5 bis 10; <em><abbr>vgl.</abbr> Köckert 2007. S. 26-35</em>).  </p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[260510]" title="Toraschild, Wertheimersynagoge (5 + 5)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/toraschildGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/toraschild.jpg" width="300" height="450" alt="Darstellung der 10 Gebote auf den 2 Gesetzestafeln auf einem Toraschild der Wertheimersynagoge" /></a>
</div>
<p class="tipp">Verblüffenderweise nun nehmen Juden und Christen für diese ungleiche Praxis ein gerade übereinstimmendes Erklärungsmuster in Anspruch: </p>
<p>&#8220;[N]ach allgemeine[r] Auffassung&#8221;, so erläutert Schalom Ben-Chorin im Blick auf die jüdische Anordnung der Gebote, &#8220;[regeln] die ersten fünf Gebote die Beziehung des Menschen zu Gott (&#8230;)&#8221;, die Gebote 6 bis 10 betreffen &#8220;die Beziehungen zwischen dem Menschen und seinem Nebenmenschen&#8221; <em>(Die Tafeln des Bundes. Tübingen: Mohr 1979. <abbr>S.</abbr> 34)</em>. Das Christentum weist ganz analog die Gebote der ersten Tafel, <abbr>d.h.</abbr> die Gebote 1 bis 3 nach katholischer <abbr>bzw.</abbr> lutherischer Zählung, dem &#8220;Verhältnis zu Gott&#8221; zu, die Gebote der zweiten Tafel dem &#8220;Verhältnis zum Mitmenschen&#8221; (so der christliche Theologe <em><abbr>H. G.</abbr> Pöhlmann: Pöhlmann/Stern 2000. <abbr>S.</abbr> 19</em>).</p>
<p>Diese Bestimmung der Gebote der ersten Tafel als das Verhältnis von Mensch und Gott betreffend ist unmittelbar einsichtig für die Gebote 2 bis 4 der jüdischen bzw. 1 bis 3 der christlichen (katholischen und lutherischen) Zählung, also für das Fremdgötter- und Bilderverbot, das Verbot des Missbrauchs des göttlichen Namens und das Schabbatgebot, die von jüdischer und christlicher Seite übereinstimmend auf der ersten Tafel gelistet werden, außerdem auch für die Selbstvorstellung Gottes, also das erste Gebot nach jüdischer Zählung (das in der katholischen und lutherischen Zählung ausfällt).</p>
<p>Erklärungsbedürftig ist allenfalls, warum nach jüdischer Anordnung auch noch das Gebot der Eltern-Ehrung auf der ersten Tafel zu stehen kommt, wogegen es nach katholischer und lutherischer Anordnung auf die zweite Tafel verwiesen wird. &#8220;Für uns Juden&#8221;, so erklärt Rabbiner Marc Stern, &#8220;ist das Elterngebot ein Gebot, das sich auf Gott bezieht, denn Gott ist bei der Zeugung eines Kindes dabei, und wenn ein Kind geboren wird, ist er der dritte Partner neben Vater und Mutter&#8221; <em>(Pöhlmann/Stern 2000. <abbr>S.</abbr> 19)</em>; Schalom Ben-Chorin ergänzt: Die Eltern stünden für das unmündige Kind &#8220;an Stelle Gottes&#8221;, freilich: nur sofern sie dem Kind tatsächlich „Gottes Wort und Wille (…) vermitteln“ <em>(Ben-Chorin 1979. <abbr>S.</abbr> 97<abbr>ff.</abbr>)</em> &#8211; entsprechend eben kommt das Gebot der Eltern-Ehrung, als fünftes Gebot nach der Selbstvorstellung Gottes, dem Fremdgötter-/Bilderverbot, dem Missbrauchsverbot und dem Schabbatgebot, auf der ersten Tafel zu stehen, die der Gottesbeziehung gewidmet ist. Christlicherseits wird dagegen das Gebot der Eltern-Ehrung dem zwischenmenschlichen Bereich zugerechnet <em>(vgl. Pöhlmann/Stern 2000. <abbr>S.</abbr> 19)</em> &#8211; und hat seinen Ort entsprechend auf der zweiten Gebotstafel, wogegen sich die erste Tafel eben auf die drei Gebote der Gottesbeziehung: Fremdgötter-/Bilderverbot, Missbrauchsverbot und Schabbatgebot, beschränkt.</p>
<p class="centered"><strong>Kurz also: 5 + 5 = 10 = 3 + 7</strong>.</p>
<p class="tipp"><em>In der vergangenen Woche, am 19./20. Mai <abbr>bzw.</abbr> am 6./7. Siwan, wurde Schawuot, das Wochenfest, gefeiert, das <abbr>u.a.</abbr> die Gabe des Zehnworts bzw. der Tora an das Volk Israel zum Inhalt hat. Als (verspätete)Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir <a href="http://buecher.hagalil.com/sonstiges/kochen.htm" title="Externer Link zu 'buecher.hagalil.com...'">schawuot-typischen Topfenkuchen</a> &#8230;;)</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die 10 Gebote I</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/19/die-10-gebote-i/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/05/19/die-10-gebote-i/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 08:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[schawuot]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Schwierigkeit, bis 10 zu zählen 5 + 5 = 10 = 3 + 7 &#8211; was hier als mathematische Gleichung daherkommt, ist tatsächlich die Kurzfassung einer religiösen Meinungsverschiedenheit, auf die uns aufmerksame Museums- bzw. Synagogenbesucher regelmäßig hinweisen: Judentum und Christentum sind uneins in der Anordnung der Zehn Gebote, hebräisch &#8220;Aseret ha-Diwrot&#8221;, &#8220;die zehn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Über die Schwierigkeit, bis 10 zu zählen</h3>
<p><strong>5 + 5 = 10 = 3 + 7</strong> &#8211; was hier als mathematische Gleichung daherkommt, ist tatsächlich die Kurzfassung einer religiösen Meinungsverschiedenheit, auf die uns aufmerksame Museums- <abbr>bzw.</abbr> Synagogenbesucher regelmäßig hinweisen: Judentum und Christentum sind uneins in der Anordnung der Zehn Gebote, hebräisch &#8220;Aseret ha-Diwrot&#8221;, &#8220;die zehn Worte&#8221;, die nach biblischer Auskunft Israel am Sinai auf zwei Tafeln übergeben wurden (und die übrigens in der Tora zweifach überliefert sind: in 2. Mose 20 sowie in 5. Mose 5). Während sich nämlich das Zehnwort in jüdischen Darstellungen, <abbr>z.B.</abbr> auf dem Toraschrein unserer Synagoge, gleichmäßig auf die beiden Gebotstafeln verteilt: 5 Gebote auf der ersten, 5 Gebote auf der zweiten Tafel, listen christliche (<abbr>bzw.</abbr> genauer: katholische und lutherische) Darstellungen auf der ersten Tafel 3, auf der zweiten 7 Gebote.</p>
<div id="mittig2d">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[190510]" title="Gebotstafeln - christliche (katholische) Anordnung; Hochaltar der Malteserkirche, Wien (Detail)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/geboteCGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/geboteC.jpg" width="250" height="411" alt="Gebotstafeln - christliche (katholische) Anordnung; Hochaltar der Malteserkirche, Wien (Detail)<br />
" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[190510]" title="Gebotstafeln - jüdische Anordnung; Toraschrein der Wertheimersynagoge, Eisenstadt (Detail)" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/geboteJGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/geboteJ.jpg" width="250" height="261" alt="Gebotstafeln - jüdische Anordnung; Toraschrein der Wertheimersynagoge, Eisenstadt (Detail)" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Um diese Differenz in der Gebotsverteilung aufzuklären, müssen wir uns in einem ersten Schritt der einigermaßen verwickelten Frage der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote#Einteilung_und_Z.C3.A4hlung" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Gebotszählung</a> zuwenden.</p>
<p>Hier zunächst der Text des Zehnworts samt der jüdischerseits üblichen Gebotszählung:</p>
<blockquote><p><strong>[1. Gebot:]</strong> Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.</p>
<p><strong>[2. Gebot:]</strong> Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.<br />
Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld. </p>
<p><strong>[3. Gebot:]</strong> Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.</p>
<p><strong>[4. Gebot:]</strong> Gedenke des Sabbats, dass du ihn heiligst! Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt.</p>
<p><strong>[5. Gebot:]</strong> Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.</p>
<p><strong>[6. Gebot:]</strong> Du sollst nicht töten.</p>
<p><strong>[7. Gebot:]</strong> Du sollst nicht die Ehe brechen.</p>
<p><strong>[8. Gebot:]</strong> Du sollst nicht stehlen.</p>
<p><strong>[9. Gebot:]</strong> Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.</p>
<p><strong>[10. Gebot:]</strong> Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.
</p></blockquote>
<p>2. Mose 20, 2-17 (der Text folgt, mit einigen an Rabbiner Marc Stern orientierten Abweichungen, der <a href="http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/ex20.html" title="Externer Link zu 'uibk.ac.at...'">Einheitsübersetzung</a>; nach Marc Stern wurde auch die Gebotszählung ergänzt: Horst Georg Pöhlmann/Marc Stern: Die Zehn Gebote im jüdisch-christlichen Dialog. Frankfurt <abbr>a.M.</abbr>: Otto Lembeck 2000. <abbr>S.</abbr> 18<abbr>f.</abbr>)</p>
<p>Das Christentum nun hat, zusammen mit der gesamten hebräischen Bibel, auch das Zehnwort übernommen, geht allerdings, was die Gliederung anlangt, eigene Wege &#8211; wobei inner-christlich wiederum konfessionelle Differenzen in der Zählung der Gebote auftreten.</p>
<blockquote><p>Man kann eben auf sehr verschiedene Weise bis zehn zählen,</p></blockquote>
<p> erklärt lapidar der Berliner Alttestamentler Matthias Köckert &#8211; und unterscheidet im Ganzen drei Grundtypen der Gebotszählung: </p>
<blockquote><p>Man reduziert am Anfang, indem man (a) entweder Fremdgötter- und Bilderverbot zusammenzieht oder (b) die Selbstvorstellung Gottes als Präambel aus der Zählung herausnimmt oder (c) das Bilderverbot als bereits im Fremdgötterverbot enthalten streicht. Je nachdem muss man am Ende die Verbote des Begehrens in ein einziges zusammenziehen oder auf zwei verteilen</p></blockquote>
<p><cite>Die Zehn Gebote. München: <abbr>C.H.</abbr> Beck 2007. <abbr>S.</abbr> 27<abbr>f.</abbr> </cite></p>
<p>Heißt vereinfacht gesagt: Wer am Anfang einspart, hat zum Ende hin noch Reserven.</p>
<p>Diesem Prinzip folgen sowohl der Katholizismus wie die lutherischen Kirchen, wenn sie die Selbstvorstellung Gottes als 1. Gebot eliminieren, womit das Fremdgötter- und Bilderverbot an die erste Stelle aufrückt (bei Luther: nur das Fremdgötterverbot); diese Einsparung erlaubt es, an späterer Stelle ein weiteres Gebot einzuführen, das durch Aufspaltung des 10. Gebots (nach jüdischer Zählung) gewonnen wird: Das Verlangen &#8220;nach der Frau deines Nächsten&#8221; wird nach katholischer und lutherischer Zählung im 9. Gebot verhandelt, das Verlangen nach dessen Besitz im 10. Anders wiederum verfahren die reformierten und orthodoxen Kirchen, die nämlich das 2. Gebot der jüdischen Zählung aufspalten und das Fremdgötterverbot als 1. Gebot, das Bilderverbot als 2. Gebot auffassen, im Weiteren aber der jüdischen Zählung folgen (<abbr>vgl.</abbr> eben Köckert 2007. <abbr>S.</abbr> 28-35). </p>
<p>Wie sich die jüdisch-christliche Differenz im Umgang mit dem Zehnwort in der bildlichen Darstellung der Gebotstafeln fortsetzt, lesen Sie im &#8211; nach Schawuot erscheinenden &#8211; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/26/die-10-gebote-ii/" title="Interner Link zu 'Die 10 Gebote I'">zweiten Teil dieses Beitrags</a>.</p>
<p class="tipp"><em>Am 19./20. Mai <abbr>bzw.</abbr> am 6./7. Siwan wird Schawuot, das Wochenfest, gefeiert, das <abbr>u.a.</abbr> die Gabe des Zehnworts <abbr>bzw.</abbr> der Tora an das Volk Israel zum Inhalt hat. Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir die <a href="http://www.talmud.de/cms/Schawuot.174.0.html" title="Externer Link zu 'talmud.de...'">Einführung zu Schawuot von Michael Rosenkranz</a>.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Religion vor Ort</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/religion-vor-ort/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/05/02/religion-vor-ort/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Exkursion in den Wiener Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Exkursion in den Wiener Stadttempel, die Ruprechtskirche und die Moschee des Islamischen Zentrums &#8211; im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;</h3>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221;: </p>
<p><strong>Religion vor Ort: Zu Gast im Wiener Stadttempel, in der Ruprechtskirche und im Islamischen Zentrum</strong></p>
<p>Wann: <strong>Donnerstag, 03. Juni 2010</strong><br />
Wo: <strong>Wien</strong><br />
Es besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Bus-Anreise aus Eisenstadt &#8211; Abfahrt vor dem Österreichischen Jüdischen Museum, 12.45 Uhr.<br />
Treffpunkt in Wien ist der Eingang zum Stadttempel (Seitenstettengasse 4, 1010 Wien), 13.50 Uhr.</p>
<div class="mittig1F">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[140310]" title="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssggGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg.jpg" width="150" height="150" alt="Schalom - Salam - Grüß Gott (Logo)" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">3 Religionen, 3 Orte religiöser Praxis: Synagoge, Kirche und Moschee sind Orte gelebter jüdischer, christlicher und muslimischer Religiosität. Der zweite Teil der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom – Salam – Grüß Gott&#8221; begibt sich auf die Spur von Eigenheiten und Ähnlichkeiten dieser religiösen Räume und lädt ein zu einer Begegnung mit Religion vor Ort:</p>
<p>Besucht werden der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadttempel" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Stadttempel'">Wiener Stadttempel</a> und seine ungleiche Nachbarin, die (wohl) älteste Kirche Wiens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruprechtskirche_(Wien)" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Ruprechtskirche_(Wien)'"><abbr>St.</abbr> Ruprecht</a> sowie die Moschee des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Wien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Zentrum_Wien'">Islamischen Zentrums</a> in Wien-Floridsdorf.</p>
<p>Durch den Stadttempel führt Oberrabbiner <strong>Paul Chaim Eisenberg</strong>, durch die Ruprechtskirche <abbr>Mag.<sup>a</sup></abbr> <strong>Ruth Pucher</strong> <abbr>MC</abbr> (Kunsthistorikerin, Kirchenführerin und Gemeindemitglied von <abbr>St.</abbr> Ruprecht), durch die Moschee des Islamischen Zentrums <abbr>Mag.</abbr> <strong>Aiman Morad</strong>.
</p>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Wiener 'Stadttempel' in der Seitenstettengasse" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg203GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg203.jpg" width="150" height="150" alt="Wiener 'Stadttempel' in der Seitenstettengasse" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Ruprechtskirche, Wien" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg202GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg202.jpg" width="150" height="150" alt="Wiener 'Ruprechtskirche, Wien" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[030510]" title="Moschee des Islamischen Zentrums, Wien" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg201GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/ssgg201.jpg" width="150" height="150" alt="Moschee des Islamischen Zentrums, Wien" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Bitte beachten Sie:<br />
Die maximale TeilnehmerInnen-Zahl (in Rücksicht auf die Sicherheitsbestimmungen im Stadttempel) von maximal 40 Personen ist fast erreicht. Nach jetzigem Stand <del datetime="2010-05-02T13:03:58+00:00">ist nur mehr 1 Platz  frei</del> <strong>ist kein Platz mehr frei</strong>! (<span lang="en" xml:lang="en">Update</span>, 15h) <del datetime="2010-05-02T13:03:58+00:00">Wir ersuchen Sie deshalb, sich möglichst schnell anzumelden.</del><br />
Allerdings &#8220;wackeln&#8221; einige wenige Plätze, daher gibt es eine <strong>Warteliste</strong>. Wenn Sie Interesse haben an der Exkursion teilzunehmen, ersuchen wir um Anmeldung und verständigen Sie umgehendst bei Freiwerden eines Platzes (in der Reihenfolge der Anmeldungen).</p>
<p>Eine Anmeldung ist möglich:</p>
<ul>
<li>über unsere <a href="http://www.facebook.com/ojmEisenstadt?v=app_2344061033" title="Externer Link zu 'facebook.com/ojmEisenstadt ...">Facebook-Seite (Veranstaltungen)</a></li>
<li>per <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>: <a href="mailto:ssgg@ojm.at">ssgg@ojm.at</a></li>
<li>telefonisch: +43 (0)2682 65145 </li>
</ul>
<p>Bitte beachten Sie weiters:<br />
Der <strong>Unkostenbeitrag</strong> für Busfahrt (Eisenstadt &#8211; Wien &#8211; Eisenstadt) und Eintritte/Führungen beträgt Euro 9, für Eintritte/Führungen (exklusive Busfahrt) Euro 5.</p>
<p>Bitte Ausweis mitnehmen!</p>
<p>Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe &#8220;Schalom &#8211; Salam &#8211; Grüß Gott&#8221; finden Sie in unserem <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/03/14/schalom-salam-gruess-gott/" title="Interner Link zum Beitrag 'Schalom-Salam-Grüß Gott'">Übersichtsartikel</a>.  </p>
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