Koschere Melange

Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums - ISSN 2410-6380

Schlagwort: jüdisch-christlich

Bilder der Woche – Herodes

… Bergfestung Masada am Toten Meer … Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge…

… Bergfestung Masada am Toten Meer …


Er ist der Bösewicht und Kinderschreck der christlichen Weihnachtsgeschichte: Herodes der Große (ca. 73-4 v.d.Z.), dem das Matthäusevangelium nachsagt, er habe, in Sorge um den Fortbestand seines Königtums,

in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten [lassen].

(Mt 2,16)

Auch abseits des (historisch ohnehin sehr fragwürdigen) Kindermords erscheint der idumäisch-stämmige König von Roms Gnaden als eher zweifelhafter Zeitgenosse:

Wie kaum ein anderer war er nach außen hin vom Glücke begünstigt

so fasst der jüdische Historiker Flavius Josephus (Geschichte des Jüdischen Krieges. I, 33, 8. Übers. v. H. Clementz) die herodianische Herrschaft zusammen, immerhin

war er in den Besitz eines Königreiches gelangt und konnte es nach langjähriger Regierung eigenen Kindern hinterlassen; nur in seinem Familienleben traf ihn Unglück über Unglück

– familieninterne Hinrichtungen von Gattin und Söhnen inklusive, nicht zu reden von allerlei politischen und religiösen Querelen.
Fairerweise muss allerdings gesagt werden: Mindestens ebenso dauerhaft wie sein schlechter Leumund sind die prächtigen Bauwerke des Herodes bzw. ihre Überreste, die – Kindermord hin oder her – bis heute Massen an schaulustigen Besuchern anziehen: von der …

Umfassungsmauer ('Westmauer') des Jerusalemer Tempels

… die Umfassungsmauer („Westmauer“) des Jerusalemer Tempels, …

Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron

… den Monumentalbau über den Patriarchengräbern in Hebron und die …

Hafenstadt Caesarea

… Hafenstadt Caesarea …

Herodionspalast mit Grab des Herodes

… bis zum Herodionspalast (ca. 12 km südlich von Jerusalem), wo sich auch das (erst vor wenigen Jahren aufgespürte) Grab des Herodes befindet.

Mit dieser jüdisch-christlichen Sightseeing-Tour gehen wir für die verbleibenden Tage des alten Jahres in eine kleine Online-Pause –

Wir wünschen unseren christlichen Leserinnen & Lesern ein schönes Weihnachtsfest,
danken ganz herzlich allen leibhaftigen und virtuellen Besuchern unseres Museums im Jahr 2010, Lesern, Kommentatoren, Facebook-Freunden und Twitter-Followers,
außerdem all jenen, die zum Erfolg unserer diesjährigen Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ beigetragen haben, Referenten, Teilnehmern und Gastautoren (und selbstverständlich auch allen -innen ;) ),
und wünschen uns allen einen guten Start ins Jahr 2011!

PS: Wer punkto jüdisch-christlicher Beiträge zur Weihnachtszeit auf den Geschmack gekommen ist, dem sei nochmals unser letztjähriger Artikel „Über Ochs & Esel“ ans Herz gelegt …



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1 Kommentar zu Bilder der Woche – Herodes

Wer isst Was – Nachlese

Heute fand unter regem Publikumsinteresse – ca. 70 BesucherInnen waren gekommen – die Finalveranstaltung „WER isst WAS“ unserer Vortragsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ statt. Tatsächlich stand der Vormittag…

Heute fand unter regem Publikumsinteresse – ca. 70 BesucherInnen waren gekommen – die Finalveranstaltung „WER isst WAS“ unserer Vortragsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ statt.
Tatsächlich stand der Vormittag dann doch (nur) unter dem Motto „Schalom – Grüß Gott“, denn der muslimische Referent fehlte leider. Alle Anwesenden fanden das sehr schade, nutzten dann aber die Zeit, um entsprechend ausführlicher über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Grundregeln des Essens und Trinkens in Judentum und Christentum zu sprechen.

Und wenn wir auch den theoretischen Überbau vermissten, beim anschließenden großen Buffet gab es neben „kosher-style“- natürlich auch genügend halal-Köstlichkeiten!

  • Volles Auditorium bei der Finalveranstaltung 'WER isst WAS'
  • Universitätslektorin Dr.in Tirza Lemberger, Wien
  • Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche A.B. in Österreich
  • Die 'halal-Abteilung' beim Buffet
  • Kosher-Style ...
  • Vor der heißen Schlacht am kalten Buffet ;)


Die Kaschrut hat absolut nichts mit Gesundheit zu tun … sonst hätten wir auch gewisse Pilzarten auf der Liste, die man nicht essen darf. Aber es steht nirgends, dass der Fliegenpilz nicht zum Essen erlaubt ist, wenn ich es auch nicht raten möchte … ;)


Univ.-Lektorin Dr.in Tirza Lemberger


… wenn Adam und Eva in Vietnam gelebt hätten, hätten sie nicht den Apfel gegessen, sondern die Schlange … und es wäre uns vielleicht einiges erspart geblieben … ;)


Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der evangelischen Kirche A.B. in Österreich


3 Kommentare zu Wer isst Was – Nachlese

WER isst WAS

Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee – im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“ Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß…

Eine kulinarisch-religiöse Sonntagsmatinee – im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“

Das Österreichische Jüdische Museum lädt herzlich ein zum Finale der Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“:

WER isst WAS – Eine kulinarisch-religiöse Einführung in Judentum, Christentum und Islam

Wann: Sonntag, 07. November 2010, 11.00 Uhr
Wo: Österreichisches Jüdisches Museum,
7000 Eisenstadt, Unterbergstraße 6

  • Ist Cola eigentlich koscher?
  • Warum untersagt der Islam Alkoholgenuss?
  • Und: Gibt es koschere und halal-Varianten von Schnitzel und Apfelstrudel?

Diesen und weiteren kulinarischen Fragen widmet sich der letzte Teil unserer Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott“: in drei Vorträgen über die Grundregeln des Essens und Trinkens in Judentum, Christentum und Islam und ihre Anwendung im religiösen Alltag – mit Praxis-Teil am koscheren und halal-Buffet!

Es referieren:

  • Univ.-Lektorin Dr.in Tirza Lemberger, Institut für Judaistik, Wien
  • Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich
  • Halid Akpinar M.A., Assistent am Institut für Bildungswissenschaft/Islamische Religionspädagogik, Wien

Der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung wird erbeten:


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Lange Nacht der Museen 2010 – Nachlese

Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die „Lange Nacht“ stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter…

Nachdem unser Museum vergangenes Jahr in der Langen Nacht der Museen pausierte, ließen wir uns heuer etwas ganz Besonderes einfallen. Die „Lange Nacht“ stand in unserem Museum selbstverständlich auch unter dem Jahresmotto und im Zeichen unserer Veranstaltungsreihe „Schalom – Salam – Grüß Gott„.

Für die Kinder begann die lange Nacht naturgemäß sehr früh. Ein Spiel führte die Kleinen durch die 3 monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und unsere Mitarbeiterinnen Kati und Anja freuten sich nicht nur über das Engagement der Kinder beim Spiel, sondern waren auch erstaunt über das teils große Wissen der Kinder über die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten der drei Religionen.

Selbstverständlich gewannen alle Kinder auch Preise und wir werden das von uns eigens für die „Lange Nacht der Museen“ kreierte Spiel sicher hinkünftig gelegentlich bei Schulklassen verwenden.

  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010
  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010
  • Kinderprogramm in der Langen Nacht der Museen 2010


Während die ersten beiden Stunden der „Langen Nacht“ bei uns eher gemächlich begannen, herrschte kurz vor 20 Uhr ein regelrechter BesucherInnen-Ansturm auf unser Museum und binnen weniger Minuten war das Auditorium zum Bersten gefüllt. Unser Programmhighlight „Aufräumen bei Gott! Verrückte Geschichten über Gott und die Welt“ sollte gleich beginnen. Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz boten dann 2 Stunden lang ein wirklich sensationelles Programm:

Helmut Wittmann, Aron Saltiel und David Raphael Katz beim Programm 'Aufräumen bei Gott!'

Tatsächlich, schon die erste Geschichte war wirklich total verrückt! Wir erfuhren nämlich, wie Jesus und Petrus durchs Mühlviertel marschierten, Hunger bekamen und bei einer Bäuerin 3 (!) Krapfen erhielten. Petrus wollte daraufhin den Herrn Jesus reinlegen, was ihm freilich nicht gelang …
Jedenfalls, nur so viel sei hier verraten, wissen wir jetzt, dass und wie Jesus die Eierschwammerl erschaffen hat ;).

Und die BesucherInnen bekamen sogar, passend zur Geschichte, ein Stück warmen Krapfen!

Warum das Programm übrigens „Aufräumen bei Gott!“ hieß, erfuhren wir dann ganz am Schluss (der 2. Teil, nach einer kurzen Pause, endete um 22 Uhr) und möchten Ihnen die sehr eindrucks- und humorvolle Erklärung nicht vorenthalten:


Um 22.30h führte Kollege Christopher noch durch die Synagoge und durfte mehr als 30 begeisterte (!) Interessierte (und das bei einer Schwerpunktführung, die sich mit dem für eine „Lange Nacht der Museen“ vielleicht etwas schwierigen Thema der Heiligkeit von Synagoge, Kirche und Moschee auseinandersetzte!) begrüßen :).

Für unser Museum ging um 01h nachts eine großartige „Lange Nacht der Museen 2010“ zu Ende. Knapp 600 BesucherInnen, viele neue Gesichter, aber auch viele unserer „StammbesucherInnen“, nahmen unsere Angebote wahr.

Nach der „Langen Nacht der Museen“ ist vor der „Langen Nacht der Museen“ – die Überlegungen beginnen schon jetzt und wir versprechen, auch 2011 wieder weniger neuen Besucherrekorden nachzujagen, sondern uns wirklich zu bemühen, auch nächstes Jahr ein attraktives und zu unserem Haus passendes Programm zu bieten …


2 Kommentare zu Lange Nacht der Museen 2010 – Nachlese

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