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Mit Schülerinnen & Schülern durchs jüdische Museum

LehrerInnen & SchülerInnen aus allen Teilen Österreichs zählen zu den wichtigsten und treuesten Besuchern unseres Hauses. Zahlreiche Schulen und LehrerInnen, v.a. aus der Region, also aus dem Burgenland, Niederösterreich auch aus Wien, sind zu regelrechten Stammkunden geworden und kommen regelmäßig zu Führungen ins Museum.

Wir freuen uns, dass unser Führungsangebot so gut angenommen wird – und auch über so manches Lehrer- und Schüler-Lob (zuletzt z.B. von den Schülerinnen & Schülern des Wiener Gymnasiums Albertgasse auf unserer Facebook-Pinnwand

3. Klasse VS Größhöflein im jüdischen Museum (beim Modell d. jüd. Viertels)

Unser Angebot richtet sich an Lehrerinnen & Lehrer bzw. Schülerinnen & Schüler aller Schultypen, von der 3. bis zur 13. Schulstufe, also: vom Volksschüler bis zu Maturantin. Im Rahmen eines Rundganges durch die Synagoge und die Schauräume des Museums wollen unsere Führungen einen breit angelegten Einblick in die Grundlagen jüdischen Lebens und Glaubens geben & für die reiche jüdische Vergangenheit des Burgenlandes sensibilisieren.

Um auch zukünftigen Besucherinnen & Besuchern eine Idee vom Ablauf solcher Führungen mit Schulklassen zu geben, hier einige kurze Video-Einblicke in eine Führung durch unser Museum mit Kindern im Volksschulalter.

Synagoge – Purim-Spiel – Bar Mitzwa/Toralesung – Tanz

Herzlichen Dank an Religionslehrerin Herta Wagentristl und die 3. Klasse der Volksschule Großhöflein, die wir mit der Kamera begleiten durften!

Leben und Glaube

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Bild der Woche – Schulzeugnis 1906

Auch ohne fundierte Kenntnisse des Ungarischen ist klar zu erkennen, dass József Deutsch ein Musterschüler war :)
Insbesondere in den Hebräischfächern (Lektüre, Schrift, Biblische Geschichte etc.) erhielt er die Bestnote “Hervorragend”!

Schulzeugnis József Deutsch, 1906

Ein interessantes und wertvolles historisches Dokument:
Schulzeugnis von József Deutsch, in der 5. Klasse der jüdischen (Grund)Schule in Mattersdorf (heute Mattersburg), 1906.
Mattersdorf war damals noch ungarisch und hieß Nagymarton.

Already at the time of Maria Theresa, (1717-1780) there was a Jewish school in Mattersdorf. As there was no school building, the classes were held in the synagogue and later in private houses. Only in 1883 was a Jewish school building built.

In 1873 the Jewish school had 130 pupils, aged six to twelve in three classes. Out of these 130 pupils – 76 were boys and 54 girls. Three teachers taught these students, therefore, proportionally, each teacher taught 43 pupils, as against one teacher for every 93 pupils in the Christian school. It is not difficult to calculate which of the two schools gave a better education.

Besides these pupils there were also eleven boys and six girls aged 12 to 15 in the Jewish school. Although the Mattersdorf Jewish community was an Orthodox community, the syllabus included general studies. We can also see that already in the 19th century it was customary in Mattersdorf to educate girls and send them to school just as they sent the boys.

Meir Deutsch, Yalde Shabat, Jerusalem 2008, S. 45f.

Vielen Dank an Meir Deutsch, Israel, für die Zusendung des Zeugnisses seines Vaters sowie für die Zurverfügungstellung des erklärenden Textes!


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Leben und Glaube

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Bild der Woche – Gedenkstein Mattersburg

Heute gibt es im Burgenland keine jüdischen Gemeinden mehr, 1938 bedeutete das endgültige Aus einer mehr als 300-jährigen Geschichte der Juden in dieser ehemals westungarischen Region.

Außer der Privatsynagoge von Samson Wertheimer in unserem Museum existieren heute nur mehr das Gebäude der Synagoge von Stadtschlaining (in dem die Bibliothek der Friedensuniversität untergebracht ist) sowie die baufällige Synagoge in Kobersdorf. Im Unterschied zu anderen Orten, in denen es einst blühende jüdische Gemeinden gab, finden wir in Mattersburg seit einigen Jahren einen Gedenkstein, der an die Synagoge erinnert.

Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in Mattersburg

Vergangene Woche besuchte uns die 2. Klasse des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg und die Schülerinnen und Schüler boten spontan an, diesen Gedenkstein zu fotografieren und uns als “Bild der Woche” zu schicken.

Es ist das erste “Bild der Woche” einer Schulklasse und wir hoffen, es folgen bald weitere Schulklassen diesem Beispiel. ;)

Herzlichen Dank an die Lehrerin Mag.a Gertraud Tometich sowie an alle Schülerinnen und Schüler des Polytechnischen Lehrgangs Mattersburg!


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Leben und Glaube

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