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	<title>Koschere Melange &#187; wiener neustadt</title>
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	<description>Das Blog des Österreichischen Jüdischen Museums</description>
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		<title>Web-Tipp der Woche &#8211; Jüdische Gemeinde Wiener Neustadt</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 08:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tipp der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Jude soll über Nacht hier bleiben &#8230; Bild-&#169; Wenn das Zitat auch aus den Jahren 1544/45 stammt, als der Stadtrat von Wiener Neustadt das von Ferdinand I. verhängte Aufenthaltsverbot für Juden erneuert hatte, darf es hier doch auch für die neueste Zeit stehen: Hatte Wr. Neustadt nicht nur im Mittelalter zu den ältesten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote class="abstandU"><p>Kein Jude soll über Nacht hier bleiben &#8230;
</p></blockquote>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[180911]" title="Zerstörungen in der Synagoge zum Novemberpogrom 1938"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/tippWNGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/tippWN.jpg" width="200" height="354" alt="Zerstörungen in der Synagoge zum Novemberpogrom 1938" /></a></p>
<p class="center"><a href="http://juedische-gemeinde-wn.at/Pages/Gemeinde/Geschichte.aspx" title="Externer Link zu 'juedische-gemeinde-wn.at...'">Bild-&copy;</a></p>
</div>
<p>Wenn das <a href="http://juedische-gemeinde-wn.at/Pages/Gemeinde/Geschichte.aspx" title="Exerner Link zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Wr. Neustadts">Zitat</a> auch aus den Jahren 1544/45 stammt, als der Stadtrat von Wiener Neustadt das von Ferdinand I. verhängte Aufenthaltsverbot für Juden erneuert hatte, darf es hier doch auch für die neueste Zeit stehen: Hatte Wr. Neustadt nicht nur im Mittelalter zu den ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden Österreichs, sondern auch in den 1920er und 1930er Jahren zu den größten Kultusgemeinden gezählt, erfolgte nach 1945 keine Neugründung. Alle jüdischen Gebäude (mit Ausnahme des Friedhofs) bestehen nicht mehr, in Wiener Neustadt gibt es heute keine jüdische Gemeinde.</p>
<p>Treue LeserInnen unserer &#8220;Koscheren Melange&#8221; wissen, dass wir immer wieder hier über die <a href="http://www.ojm.at/blog/tag/wiener-neustadt/" title="Interner Link zum Schlagwort 'wiener-neustadt'">jüdische Gemeinde von Wiener Neustadt</a> berichteten. Gerne begleiteten wir die schon 2007 von Dr. Werner Sulzgruber ins Leben gerufene &#8220;Initiative  <acronym class="hilfe" title="Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof">AKJF</acronym> und Lern- und Gedenkstätte Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt&#8221; und waren unmittelbar beteiligt sowohl an der Aufarbeitung der hebräischen Inschriften am jüdischen Friedhof in Wr. Neustadt als auch insbesondere natürlich an der Aufarbeitung der <a href="http://www.ojm.at/blog/tag/grabsteine-mittelalter/" title="Interner Link zum Schlagwort 'grabsteine-mittelalter'">fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine</a>, die am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt zu sehen sind.</p>
<p class="tipp">Nun ging eine sowohl sehr liebevoll und schön gestaltete als auch ausgesprochen informative Website über die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt online, die wir Ihnen hiermit &#8211; als unseren Web-Tipp der Woche &#8211; sehr ans Herz legen möchten:</p>
<p class="centeredGR"><a href="http://juedische-gemeinde-wn.at/"  title="Externer Link zu 'juedische-gemeinde-wn.at'">juedische-gemeinde-wn.at</a></p>
<p>.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a href="http://juedische-gemeinde-wn.at/" title="Externer Link zu 'juedische-gemeinde-wn.at...'"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/tippWN01GR.jpg" width="550" height="336" alt="Einstiegsseite 'juedische-gemeinde-wn.at'" /></a></p>
</div>
<p class="tipp">Zu finden sind auf der Website nicht nur viele Informationen über die Geschichte der jüdischen Gemeinde, sondern <abbr>u.a.</abbr> auch alle Daten zum jüdischen Friedhof (inklusive einer sehr bedienungsfreundlichen Datenbank zu den dort Begrabenen) sowie &#8211; besonders erwähnenswert &#8211; eine Fülle an kostenlos zur Verfügung gestelltem Lernmaterial für SchülerInnen.</p>
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		</item>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Der Bischof</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/10/25/bild-der-woche-der-bischof/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2010 11:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[buchkunst]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit berichteten wir hier anlässlich der Eröffnung, dass im Stadtmuseum von Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt&#8221; zu sehen ist. In der Ausstellung zu sehen ist auch ein Bildnis des berühmten Bischofs Kollonitsch, das unwillkürlich einige Assoziationen in mir hervorrief: Denn in einer Pesach-Haggada, die 1740 in Altona [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit berichteten wir <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/" title="Interner Link zum Beitrag 'Bild der Woche - Judensau'">hier</a> anlässlich der Eröffnung, dass im Stadtmuseum von Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt&#8221; zu sehen ist.<br />
In der Ausstellung zu sehen ist auch ein Bildnis des berühmten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Karl_von_Kollonitsch" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Bischofs Kollonitsch</a>, das unwillkürlich einige Assoziationen in mir hervorrief:<br />
Denn in einer Pesach-Haggada, die 1740 in Altona (Hamburg) von Joseph ben David aus Leipnik geschrieben und illustriert wurde, finden wir eine Darstellung, wie Abraham die Götzenstatuen seines Vaters Terach zerstört. </p>
<p>Das Bild ist eine Illustration zum Text &#8220;Anfangs waren unsere Vorväter Götzendiener &#8230;&#8221;. Im Vordergrund liegen zerbrochene Teile von zwei Götzenstatuen. Abraham ist gerade damit beschäftigt, eine dritte zu zerschlagen. Hinter einem Fluss, über den eine Brücke führt, sehen wir eine ummauerte Stadt und dahinter auf vier Bergen Götzenstatuen. Ganz links Poseidon mit seinem Dreizack, weiter rechts Zeus mit Waage und Donnerkeil (?) &#8211; und dazwischen eine Figur, die wie ein katholischer Bischof aussieht!</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[171010]" title="Pesach-Haggada v. Joseph ben David aus Leipnik, Altona 1740"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/abrahamGRR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/abrahamGR.jpg" width="550" height="782" alt="Pesach-Haggada v. Joseph ben David aus Leipnik, Altona 1740" /></a></p>
</div>
<p class="centered">Pesach-Haggada, Schreiber: Joseph ben David aus Leipnik (Mähren). Geschrieben und illustriert 1740 in Altona/Hamburg, 40 fols, 350 x 260. London, British Library, Sloane 3173, 7v.
</p>
<p>Ein katholischer Bischof in Hamburg, das protestantisch dominiert war und ist? Und was hat das Ganze mit Wiener Neustadt zu tun?<br />
Nun, erwähnter Maler Joseph ben David kam aus Leipnik in Mähren und nach Mähren flohen viele Juden, nachdem sie 1670/71 von Leopold I. aus Wien vertrieben worden waren. Wir kennen viele Erklärungen für diese Vertreibung, ganz wesentlich aber waren sicher die aggressiven judenfeindlichen Reden von Bischof Leopold Karl von Kollonitsch, der 1670 Bischof von Wiener Neustadt geworden war.</p>
<p>Und so ist vielleicht wirklich mit der Darstellung des katholischen Bischofs als Götze, 70 Jahre nach der Vertreibung der Juden aus Wien, niemand anderer als Bischof Leopold Kollonitsch aus Wiener Neustadt gemeint (an ihn erinnert heute <abbr>u.a.</abbr> die den Bahnhof mit der Innenstadt verbindende Kollonitschgasse) &#8230;</p>
<p>Joseph ben David wurde übrigens der Begründer der jüdischen &#8220;Hamburger Malschule&#8221;. In Wien selbst lebten (nach 1670) wohlhabende &#8220;Hofjuden&#8221;, die meistens ein Stadtpalais bewohnten und oft für ihre Privatsynagogen illustrierte und illuminierte Handschriften bei den Schreibern/Miniaturisten in Mähren bestellten.</p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/17/bild-der-woche-direktorinnen-direktorentreffen/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Direktorinnen-/Direktorentreffen&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/31/bild-der-woche-jitzchak-rabin/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Jitzchak Rabin&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; &#8216;Judensau&#8217;</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/09/26/bild-der-woche-judensau/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 08:42:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[bildende kunst]]></category>
		<category><![CDATA[jüdisch-christlich]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag wurde im Stadtmuseum in Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt&#8221; eröffnet. Zu den wertvollsten und zweifellos beachtenswertesten Objekten der Ausstellung gehört das Kalksandsteinrelief der sogenannten Judensau aus dem 15. Jahrhundert (?), das sich auf dem Haus Hauptplatz 16 befand. An den Zitzen einer großen Sau saugen vier Juden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag wurde im Stadtmuseum in Wiener Neustadt die Ausstellung &#8220;<a href="http://www.stadtmuseum.wrn.at/ausstellung.asp?m=2" title="Externer Link zu 'stadtmuseum.wrn.at'">Schicksalswege. Die jüdische Gemeinde in Wiener Neustadt</a>&#8221; eröffnet.<br />
Zu den wertvollsten und zweifellos beachtenswertesten Objekten der Ausstellung gehört das Kalksandsteinrelief der sogenannten Judensau aus dem 15. Jahrhundert (?), das sich auf dem Haus Hauptplatz 16 befand.</p>
<div class="mittig1BdW">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[260910]" title="'Judensau', Stadtmuseum Wiener Neustadt"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/judensauGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/judensau.jpg" width="550" height="476" alt="'Judensau', Stadtmuseum Wiener Neustadt" /></a></p>
</div>
<p>An den Zitzen einer großen Sau saugen vier Juden, ein fünfter befindet sich am Boden und ein sechster klammert sich an den Schwanz. </p>
<p>Im Mittelalter galt die Sau als Symbol für Ausschweifung und Schlemmerei, sie repräsentierte also Sünder, die in jeder Hinsicht ausschweifend lebten. Bereits der Fuldaer Abt und Mainzer Erzbischof <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rabanus_Maurus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Rabanus_Maurus'">Rabanus Maurus</a> (780 &#8211; 856) stellt die Verbindung zwischen der Sau und den Juden her. Dadurch sollten die Juden als unrein und als Sünder abqualifiziert werden. </p>
<p>Die ältesten Belege von &#8220;Judensau&#8221;-Darstellungen in Deutschland stammen aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts. Das Thema &#8220;Judensau&#8221; wurde auch mit dem Thema <a href="http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/kultur/symbole/ecclesia.htm" title="Externer Link zu 'zum.de...'">&#8220;Ecclesia und Synagoga&#8221;</a> (&#8220;Kirche und Synagoge&#8221; &#8211; das Motiv entsteht im 9. Jahrhundert) verbunden. So reitet auf dem Chorgestühl des Erfurter Doms die Synagoge, dargestellt durch einen Mann mit Judenhut, auf einer Sau in das Turnier gegen die auf einem edlen Pferd reitende Kirche.</p>
<p>Die Sau spielte auch bei der Prozedur des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judeneid" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Judeneid'">Judeneides</a> eine große Rolle. Nach dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwabenspiegel" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Schwabenspiegel'">Schwabenspiegel</a> (13. Jahrhundert) musste der schwörende Jude barfuß auf einer blutigen Schweinshaut stehen. Diese Haut musste von einer Sau stammen, die in den vergangenen 14 Tagen Junge gehabt hatte, und sie musste entlang des Rückens aufgeschnitten sein. Die Zitzen, auf denen der Jude zu stehen hatte, mussten sichtbar sein.</p>
<p><em>Mehr Informationen zum Motiv der &#8220;Judensau&#8221; und Literatur: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judensau" title="Externer Link">de.wikipedia.org/wiki/Judensau</a>.</em></p>
<p class="tipp"><strong>Tipp</strong>: Die Ausstellung im Stadtmuseum Wiener Neustadt können Sie bis 29. Mai 2011 besichtigen!</p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/09/19/bilder-der-woche-ausspannen-am-yarkon/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild">  Bild der Woche &#8220;Ausspannen am Yarkon&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/10/03/bild-der-woche-aufraeumen-bei-gott/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Aufräumen bei Gott&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Blauglockenbaum</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 May 2010 12:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[eisenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt! Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer Paulownia (Paulownia tomentosa oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia01.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></p>
</div>
<p>Die mit Abstand von Besucherinnen/Besuchern am häufigsten gestellte Frage in unserem Museum ist &#8211; und das mag überraschen &#8211; keine zur jüdischen Religion oder zur jüdischen Geschichte, sondern, um welchen Baum es sich im Hof des Wertheimerhauses handelt!</p>
<p>Denn dieser viereckige Hof wird tatsächlich von einem wahrlich beeindruckenden Baum dominiert: einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulownien" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Paulownien'">Paulownia</a> (Paulownia tomentosa oder Blauglockenbaum). </p>
<p>Und da sehr oft nach dem Baum gefragt wird (freilich gibt es auch genügend botanisch sattelfeste BesucherInnen, die nicht fragen, sondern den Anblick nur genießen), sind wir mittlerweile nicht um einigermaßen erschöpfende Antworten verlegen &#8230; Antworten, die wir Ihnen nun auch hier im Blog nicht vorenthalten wollen ;)</p>
<p>Auch der Zeitpunkt für diesen Blogbeitrag ist bewusst gewählt, denn der Blauglockenbaum blüht in seiner ganzen Pracht nur wenige Tage Ende April/Anfang Mai.</p>
<div id="mittig3a">
<ul id="bildchen4">
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia02.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia03.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[090510]" title="Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/paulownia04.jpg" width="150" height="150" alt="Blühende Paulownia tomentosa (Blauglockenbaum) im Hof des jüdischen Museums" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Der Blauglockenbaum ist in seinem lateinischen Namen nach der russischen Zarentochter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Anna_Pawlowna'">Anna Pawlowna</a> (1795 &#8211; 1865) benannt. </p>
<p>Damit wären auch schon die notwendigsten Informationen zum Baum gegeben, denen ein  Facebookeintrag oder Bild-der-Woche-Beitrag gerecht werden würde – wenn mit der Namensnennung von Anna Pawlowna nicht doch auch einige Assoziationen verknüpft wären, die sich aufdrängen und im Blog eines jüdischen Museums durchaus ihren Platz finden dürfen:</p>
<h3>Anna Pawlowna und die Geschichte der Juden im Russischen Reich</h3>
<p>Denn Anna Pawlowna, Tochter des russischen Zaren Paul I., war die Schwester der Zaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Alexander_I._%28Russland%29'">Alexander I.</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_I._%28Russland%29'">Nikolaus I.</a> von Russland. Gleich nach der Thronbesteigung Alexanders I. wurde eine Sonderkommission eingesetzt, die sich mit der Frage der Stellung der Juden beschäftigte und 1804 zum ersten &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland'">Jüdischen Statut</a>&#8221; führte. Ein Statut, das  Maßnahmen zur &#8220;Verbesserung&#8221; der Juden vorsah mit dem erklärten Ziel, die Einwohner des Reiches vor den &#8220;nachteiligen&#8221; Aktivitäten der Juden zu schützen. Hatte Zar Alexander I. als probatestes Mittel, die Juden in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Bekehrung zum Christentum gesehen, bildete die Regierungszeit seines Bruders und Nachfolgers Nikolaus I. eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte des russischen Judentums. Der entschlossene und hartnäckige Widerstand der Juden jedoch ließ die seit 1840 bestehende &#8220;Kommission für die Juden&#8221; zur Einsicht gelangen, dass keine der drastisch verschärften &#8220;Verbesserungsmaßnahmen&#8221; (Erziehung durch staatlichen Zwang, Besteuerung der traditionellen Tracht <abbr>usw.</abbr>) ihr Ziel erreicht hatte. </p>
<h3>Ein russischer Jüngling in Wiener Neustadt</h3>
<p>Erst vor wenigen Wochen wurde ich zufällig in die erwähnte Zeit gleichsam zurückversetzt, und zwar durch einen (zumindest für mich) ausgesprochen bemerkenswerten Grabstein auf dem jüdischen <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/18/bild-der-woche-aussendienst/" title="Interner Link zum Beitrag 'Außendienst' vom 18. Oktober 2009" >Friedhof in Wiener Neustadt</a>:</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[090510]" title="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlinGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/berlin.jpg" width="250" height="395" alt="Grabstein von Jakob Berlin, 1908, jüdischer Friedhof Wiener Neustadt" /></a>
</div>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p>H(ier liegt) g(eborgen) <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:] </strong></p>
<p>der frisch Verheiratete, Edle und Untadelige.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:] </strong></p>
<p>Er verbrachte Nächte wie Tage<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:] </strong></p>
<p>über den Worten der Weisen,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>Jakob Berlin,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>Nachkomme der Geonim aus Wolozyn.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>Im Alter von 21 Jahren ging er zur ewigen Ruhe ein.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>Seine Eltern in Dwinsk ließ er in Trauer zurück.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>9. Zeile: </strong></p>
<p>Am 4. Cheschwan 669 (= Donnerstag, 29. Oktober 1908).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">פ&#8221;נ</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הא ברך היקר והתמים,</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">שם לילות כימים,</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">על דברי חכמים,</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">יעקב ברלין,</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">נכד הגאונים מוואלאזין,</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בן כ&#8221;א שנה הלך למנוחות.</span></p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">את הוריו בדווינסק עזב לאנחות</span></p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ד&#8221; חשון שנת ת&#8221;ר&#8221;ס&#8221;ט.&#8221;</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p><strong>2. Zeile</strong>:<br />
Siehe Kommentar von <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/05/09/der-blauglockenbaum/#comment-338" title="Interner Link zu den Kommentaren">Yoav unten</a>.</p>
<p><strong>3. Zeile</strong>:<br />
<abbr>Vgl.</abbr> (babylonischer Talmud) Moed Qatan 25b (נשים/משים לילות כימים).</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Gaon, Plural: Geonim; Titel, der sich in den Lehrakademien im babylonischen Exil (586/7-539 <abbr>v.d.Z.</abbr>) entwickelte und zwischen 589 <abbr>n.d.Z.</abbr> und 1034 der Amtstitel des Leiters einer hohen rabbinischen Schule war. Insbesondere im Umfeld des Rabbi Elia von Wilna (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Gaon_von_Wilna'">Gaon von Wilna</a>, 1720-1797) wird der Titel auch noch später für besondere Gelehrte verwendet.</p>
<div class="bildlinks">
<p class="thumbn"><a rel="lightbox[090510]" title="Die berühmte Jeschiva von Volozhin"  href="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshivaGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/Volozhin_yeshiva.jpg" width="150" height="150" alt="Jeschiva von Volozhin, Foto: Wikipedia" /></a>
</p>
<p class="center">Jeschiva von Volozhin<br />
Foto: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/File:Volozhin_yeshiva.jpg'">Wikipedia</a></p>
</div>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Valozhyn'">Valozhin</a> (Volozhin), Wolozyn (polnisch), Stadt in Weißrussland, 75 km nordwestlich von Minsk. Berühmtheit erlangte vor allem die Jeschiva, also die traditionelle jüdische Schule von Volozhin, die 1803 von Rabbi Chaim ben Isaac Volozhin (1749 &#8211; 1821), einem Schüler des Gaon von Vilna, gegründet wurde. 1854 übernahm <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin" title="Externer Link zu 'en.wikipedia.org/wiki/Naftali_Zvi_Yehuda_Berlin'">Naftali Zvi Jehuda Berlin</a> die Leitung der Jeschiva und schloss selbige im Jahr 1892. Mütterlicherseits ist Naftali Berlin ein direkter Nachfahre des ersten Rabbiners von Eisenstadt, <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/08/31/hebraeischkurs-2009/#rm" title="Interner Link zum Beitrag 'Hebräischkurs 2009'">Rabbi Meir Eisenstadt</a> (A&#8221;SCH; gestorben 1744).</p>
<p>Der in Wiener Neustadt begrabene Jakob Berlin ist zwar offensichtlich ein sehr naher Verwandter von Naftali Zvi Jehuda Berlin, trotzdem konnte eine direkte Verwandtschaft leider nicht nachgewiesen werden. Wahrscheinlich ist Jakob der Sohn oder Enkelsohn eines Bruders von Naftali Zvi Jehuda Berlin.</p>
<p><strong>8. Zeile</strong>:<br />
<a href="http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=540&#038;letter=D" title="Externer Link zu 'jewishencyclopedia.com...'">Dvinsk</a>, im jüdischen Kontext manchmal auch &#8220;Dawinsk&#8221;, heutiges Daugavpils, die zweitgrößte Stadt Lettlands, etwa 230 km südöstlich der lettischen Hauptstadt Riga. Dvinsk war der Name der Stadt in der Zeit von 1893 &#8211; 1920, als sie Teil des Russischen Reiches war. Auf Deutsch ist die Stadt unter dem historischen Namen &#8220;Dünaburg/Dinaburg&#8221; bekannt. In der Stadt leben heute knapp 500 Juden. </p>
<p>In Dvinsk konnte kein Familienangehöriger der Berlins gefunden werden. Zudem ist noch fraglich, ob das hebräische Wort הורים (oben übersetzt mit &#8220;Eltern&#8221;) wie meist im engsten Sinn des Wortes, nämlich als leibliche Eltern, oder im weiteren Sinn verstanden wird und etwa seine Toralehrer <abbr>o.Ä.</abbr> meint.</p>
<p class="tipp"><span lang="lt" xml:lang="lt">P.S.</span>: Sehe grad, dass es mir offensichtlich nicht möglich ist, einen Beitrag zu schreiben ohne zumindest 1 Grabstein zu erwähnen ;)</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir schon jetzt das Buch &#8220;Das jüdische Wiener Neustadt&#8221; von <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine vom 22. November 2009'">Werner Sulzgruber</a>, das im September 2010 erscheinen wird! Ich freue mich sehr, dass ich dazu die Transkriptionen/Übersetzungen der hebräischen Grabinschriften beisteuern durfte. Wir werden natürlich berichten &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter V</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/29/grabstein-mittelalter-v/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/29/grabstein-mittelalter-v/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 12:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Grabstein ist der fünfte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen. Der Grabstein war wahrscheinlich ein Doppelgrabstein. Die linke Hälfte, von der nur mehr ein kleiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Grabstein ist der fünfte von links der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Der Grabstein war wahrscheinlich ein Doppelgrabstein. Die linke Hälfte, von der nur mehr ein kleiner Rest vorhanden ist, wird unten im Anschluss an die rechte Hälfte transkribiert (und übersetzt).</p>
<p class="centered"><strong>Rachel, Tochter des Zvi Hirsch, 03. Marcheschvan (5)445 = (Mittwoch,) 12. Oktober 1684?</strong></p>
<div id="mittig2f">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[291109]" title="Grabstein von Rachel?, Tochter von Zvi Hirsch?, 1684?" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG05GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG05.jpg" width="250" height="216" alt="5. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[291109]" title="Grabstein von Rachel?, Tochter von Zvi Hirsch?, 1684?" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG05aGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG05a.jpg" width="250" height="216" alt="5. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p class="centered"><strong>Rechte Hälfte des Grabsteins:</strong></p>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>[Ihre See]le? ging hinweg<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>2. Zeile: </strong></p>
<p>Frau? Rachel N.N.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>3. Zeile: </strong></p>
<p>Tochter? d(es Herrn) Z(vi) H(irsch)?, Gatti(n) des?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>4. Zeile: </strong></p>
<p>e(hrbaren) H(errn) Chaj(im)? Dieses ist<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>ihr Grabm(al).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>(Sie verstarb am) 3.? Marcheschvan 445? (= 1684)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>[I(hre)] S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens). A(men), A(men), S(ela)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[נפש]ה יצתה</span></p>
<p><strong>2. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[.]מר רחל במו[ד]</span></p>
<p><strong>3. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בת ר צה רעיית[ו]</span></p>
<p><strong>4. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">חי ה וזאת</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[מ]צבת קבורתה</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[ג] מרחשון מתה</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[ת]נצבה א א ס</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p class="centered"><strong>Linke Hälfte des Grabsteins:</strong></p>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>Das Leben &#8230;?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>2. Zeile: </strong></p>
<p>Spross <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>3. Zeile: </strong></p>
<p>er unterstützte?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>4. Zeile: </strong></p>
<p>im/bei Mensch(en)?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>nach?/fremden?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>S([eine Seele möge eingebunden sein im Bund des Lebens)]?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>A[men]?<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">חיית</span></p>
<p><strong>2. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">צמח</span></p>
<p><strong>3. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">וירפד</span></p>
<p><strong>4. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">באד[מ]</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">אחר</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[ת]נצבה</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">א[מן]</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p>Die Inschrift bzw. beide Inschriften sind sehr schlecht zu lesen, sowohl Transkription als auch der Übersetzungsversuch (inklusive Datierung) sind mit vielen Fragezeichen zu versehen.</p>
<p><strong>Rechte Hälfte des Grabsteins:</strong></p>
<p><strong>2. Zeile</strong>:<br />
Das מר (könnte auch מת sein) ist unsicher, demzufolge auch der Vorname Rachel. Das letzte Wort der Zeile könnte ein zweiter Vorname sein? Oder בת מורנו &#8220;Tochter unseres Lehrers&#8221;? Dann sollte danach allerdings der Name des Vaters stehen. Wenn am Beginn der Zeile מת gelesen wird, sollte nachher der Name eines Mannes stehen, also &#8220;Herr Ch(ajim)? N.&#8221;? Jedenfalls müssten dann in beiden Fällen die 3. und 4. Zeile anders gelesen werden als oben vorgeschlagen.</p>
<p><strong>3. und 4. Zeile</strong>:<br />
Auf den ersten Blick könnte תרצה, Tirza, als ein weiblicher hebräischer Vorname, gelesen werden. Mit dem vorangestellten ב könnte etwa &#8220;Tochter der Tirza&#8221; übersetzt werden? Allerdings wäre der Name der Mutter an dieser Stelle in der Inschrift eher ungewöhnlich.<br />
Oben bevorzugt wurde &#8220;Tochter des Herrn Zvi Hirsch&#8221;, was jedoch voraussetzt, dass beide Namen des Vaters der Verstorbenen abgekürzt angegeben wären. Sowohl dafür als auch für das letzte Wort der Zeile &#8220;Gattin&#8221;, hebräisch רעייה, fehlen mir Belege, die diese Lesung bestätigen könnten. Insbesondere, weil auch die Datierung des Steins sehr unsicher ist. Außerdem ist unklar, was am Beginn der 4. Zeile steht. Es sollte, wenn vorher &#8220;Gattin des&#8221; gelesen wird, der Name des Gatten stehen.</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Die Lesung des Monatsnamen &#8220;Marcheschvan&#8221; (Oktober/November) ist naheliegend, davor könnte das Datum stehen. Das ג, also &#8220;3.&#8221; ist nicht eindeutig zu lesen, es kommen selbstverständlich auch יג, כג o.Ä. (also &#8220;13.&#8221;, &#8220;23. <abbr>o.Ä.</abbr>) in Frage. Platz hätten jedenfalls ein ב + ג oder auch ב + יג etc., also &#8220;am 3., 13. &#8230;&#8221;.<br />
Das letzte Wort dieser Zeile sieht wie מתת aus, was aber weder als Wort gelesen einen Sinn ergibt (Geschenk?) noch als Jahreszahl (Zahlenwert 840). Stimmt die Lesung der Wörter davor, ist an dieser Stelle die Jahreszahl zu erwarten.<br />
Oben vorgeschlagen wurde die Lesung מתה (&#8220;sie verstarb&#8221;) und, dass der Zahlenwert des hebräischen Wortes (445) zur Angabe des Sterbejahres dient. </p>
<p>Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass auch gelesen werden könnte: מדד, מדה oder מהד &#8211; was die Zahlenwerte 48 oder 49 (1288 oder 1289) ergeben würde. Da der Monat Marcheschvan im Herbst liegt, würde das Sterbejahr 1287 oder 1288 sein. Eine Frühdatierung dieses Grabsteins ins Ende des 13. Jahrhunderts halte ich aber schon aus sprachlichen Gründen für eher unwahrscheinlich.<br />
Ebenso gelesen werden könnte מרר, מרד oder מדר, was die Zahlenwerte 244 <abbr>bzw.</abbr> 440 ergeben würde. Das wären umgerechnet die Jahre 1484 <abbr>bzw.</abbr> 1680, wegen des Herbstmonats also 1483 <abbr>bzw.</abbr> 1679. Da die Buchstaben aber als Wort gelesen, zumindest im Kontext, kaum oder keinen Sinn machen, ist nicht erklärlich, warum bei der Angabe der Jahreszahl nicht mit der Hunderterzahl, in diesem Fall also mit dem ר, begonnen wird (200). Als Wort gelesen werden müsste מרר &#8220;bitter&#8221;, also der &#8220;bittere Marcheschvan&#8221; (weil kein Feiertag in diesem Monat).</p>
<p> <strong>Linke Hälfte des Grabsteins:</strong></p>
<p>Ausführlichere Anmerkungen zur Inschrift auf der linken Hälfte des Grabsteins sind müßig, da jede Zeile mit Fragezeichen zu versehen ist.<br />
Es kann nicht einmal mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich beim Verstorbenen tatsächlich um einen Mann handelt.</p>
<p><strong>1. und 3. Zeile</strong>:<br />
In der 1. Zeile wird ein Substantiv bevorzugt, weil die Lesung als Verb, 2. Person &#8220;du lebtest&#8221;  einen doch unwahrscheinlichen Wechsel der Person &#8211; in der 3. Zeile: &#8220;er&#8221; &#8211; zur Folge hätte.</p>
<p><strong>Wenig erfreuliche Schlussbemerkung: </strong><br />
Die Jahreszahl 1483 würde &#8211; rein historisch gesehen &#8211; Sinn machen, weil die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt bis 1496 bestand. Da es im 17. Jahrhundert weder Gemeinde noch Friedhof gab, passt die Datierung nicht zu den vorhandenen historischen Belegen. Sozusagen leider, weil der Textbefund (meines Erachtens) doch eher 1684 nahelegt. Das Problem der historischen Dissonanz kennen wir auch schon vom <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/25/grabstein-mittelalter-iv/" title="Interner Link zum Beitrag 'Grabstein Mittelalter IV'">Grabstein IV</a>.<br />
Das umgerechnete Datum für 1483 wäre Samstag, 13. Oktober 1483. Allerdings ist auch die Jahreszahl 1483, genausowenig wie 1679 und 1684, in der Literatur ausgewiesen.</p>
<p>Ich sage Frau <abbr>Dr.</abbr> Tirza Lemberger herzlichen Dank, dass sie sich Zeit genommen hat, mich bei der Lesung dieser Inschrift zu unterstützen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter IV</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/25/grabstein-mittelalter-iv/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 13:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Grabstein ist der vierte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Die Punkte über den hebräischen Buchstaben (die man heute leider nicht mehr sieht, siehe unten) werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. Kela, Tochter des Jehuda, 5. Schvat (5)311 = (Montag,) 22. Jänner 1551 [1. Zeile:] [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Grabstein ist der vierte von links der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Die Punkte über den hebräischen Buchstaben (die man heute leider nicht mehr sieht, siehe unten) werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered"><strong>Kela, Tochter des Jehuda, 5. Schvat (5)311 = (Montag,) 22. Jänner 1551</strong></p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[261109]" title="Grabstein von Frau Kela, Tochter des Jehuda, aus dem Jahr 1551? auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG04.jpg" width="300" height="349" alt="Grabstein von Frau Kela, Tochter des Jehuda, aus dem Jahr 1551? auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a>
</div>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p>[Ich stimme die Totenklage an]<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:] </strong></p>
<p>[über die bedeutende und angesehene<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:] </strong></p>
<p>[Frau. All ihre Taten]<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:] </strong></p>
<p>[vollbrachte sie im Glauben. Sie war eine t(üchige und)]<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>[g(ottes)f(ürchtige) Frau),] Frau [Kela, Tochter des]<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>[H(errn)] Jehuda. Sie wurde begrab(en)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>am 5. Schvat 311? (= 1551)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung). I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>9. Zeile: </strong></p>
<p>Amen, Amen<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>10. Zeile: </strong></p>
<p>Sela, Sela<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>[1. Zeile:] </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[אשא קינה]</span></p>
<p><strong>[2. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[על אשה חשובה]</span></p>
<p><strong>[3. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[והגונה וכל מעשיה]</span></p>
<p><strong>[4. Zeile:]</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[היתה באמונה אשת]</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[ח' י'א'] מרת [קילה בת]</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">[ר'] יהודה ונקבר[ה]</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ביום ה&#8217; שנת ש&#8217;ב&#8217;ט</span></p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">לפרט ת&#8217;נ&#8217;צ&#8217;ב&#8217;ה</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">אמן אמן</span></p>
<p><strong>10. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">סלה סלה</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p>Die Inschrift ist nur teilweise deutlich lesbar. Im Bereich von Zeile 5 ist der Stein (nach 1927) abgebrochen. Max Pollak kannte offensichtlich noch den ganzen Stein und transkribierte daher die Inschrift von Zeile 1 an (Max Pollak &#8220;Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 112). Der Text dieser ersten vier Zeilen und der Großteil von Zeile 5 stehen demzufolge oben in eckigen Klammern.</p>
<p><strong>4./5. Zeile</strong>:<br />
אשת ח&#8217; י&#8217;א&#8217; ist aufzulösen in: אשת חיל יראת אלהים. Der erste Teil in Anlehnung an Sprüche 31,10 &#8220;Eine tüchtige Frau, wer findet sie?&#8221;</p>
<p><strong>7. Zeile</strong>: </p>
<blockquote><p>Das Datum ist hier nur mit Vorbehalt angesetzt, da für das Jahr 1551 das Vorhandensein eines jüdischen Friedhofes in Wiener Neustadt nicht bezeugt erscheint.
</p></blockquote>
<p><cite>Max Pollak, a.a.O., S. 112</cite></p>
<p>Ich folge Pollak und lese ebenfalls 311. Da die Jahreszahl mit dem Wort Schvat, also dem Monatsnamen, dargestellt wird (eine sehr elegante Lösung), haben wir wenig Spielraum für andere Interpretationen. Wörtlich gelesen also etwa: &#8220;Am 5. des Jahres Schvat&#8221;.</p>
<p>ביום ה&#8217; könnte auch &#8220;am Donnerstag&#8221; bedeuten, in diesem Fall würde aber das Tagesdatum fehlen. Lesen wir statt Schvat תבט, ergäbe der Zahlenwert das Jahr 411, umgerechnet 1651. Bei dieser Lesung würde aber die Monatsangabe fehlen und außerdem ist für 1651 auch kein jüdischer Friedhof für Wiener Neustadt belegt. </p>
<p>Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum den 12. Jänner 1511 (?) an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 5. Schvat der 22. Jänner 1551.</p>
<blockquote><p>Der Stil der Inschrift ist bis auf die Schlussformel ähnlich dem in neuerer Zeit (17. bis 18. Jahrhundert) gebräuchlichen und wäre wohl geeignet, die Herkunft des Grabsteines aus einer Übergangszeit zwischen zwei Stilgattungen, zwischen dem 13. bis 15. Jahrhundert einerseits, und dem 17. Jahrhundert andererseits zu bestätigen.</p></blockquote>
<p><cite>Max Pollak, a.a.O., S. 112</cite></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter III</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/25/grabstein-mittelalter-iii/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 06:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Grabstein ist der dritte von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen. Die Schwalben über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. Simcha, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Grabstein ist der dritte von links der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten (auch zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen), um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Die Schwalben über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered"><strong>Simcha, Sohn des Eljakim, Sonntag, 25. Kislew (5)107 = 18. Dezember 1346</strong></p>
<div id="mittig2e">
<ul id="bildchen9">
<li><a rel="lightbox[251109]" title="Grabstein von Simcha, Sohn des Eljakim, 1346" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG03.jpg" width="250" height="274" alt="3. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[251109]" title="Grabstein von Simcha, Sohn des Eljakim, 1346" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG03aGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG03a.jpg" width="250" height="274" alt="3. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>Das ist der Stein, den<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>2. Zeile: </strong></p>
<p>ich setzte als Grabmal zu Häupten <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>3. Zeile: </strong></p>
<p>d(es Herrn) Simcha, S(ohn) d(es Herrn) Eljakim,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>4. Zeile: </strong></p>
<p>der erschlagen wurde, weil er nicht frevelte<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>mit seinen Händen, und begraben wurde am Sonntag, dem 25.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>Kislew im Jahr 107<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>n(ach) d(er) k(leinen) Z(eitrechnung). G(ott) möge ihm sein Blut rä(chen)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>bald in unseren Tagen. S(eine) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens).<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">האבן הזאת אשר</span></p>
<p><strong>2. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">שמתי מצבה לראש</span></p>
<p><strong>3. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ר&#8217; שמחה ב&#8217;ר&#8217; אליקים</span></p>
<p><strong>4. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הנהרג על לא חמס</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בכפיו ונקבר ביו&#8217;א&#8217; כ&#8217;ה&#8217;</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">לכסליו בשנת ו&#8217;י&#8217;צ&#8217;א&#8217;</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">לפרט והש&#8217; ינקו&#8217; דמו</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">במהרה בימינו ו&#8217;ת&#8217;נ&#8217;צ&#8217;ב&#8217;ה</span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p>Die Inschrift ist sehr gut lesbar.</p>
<p><strong>4. und 5. Zeile</strong>:<br />
Herr Simcha dürfte ein (frühes) Opfer der Verfolgungen der Juden in der Zeit des Schwarzen Todes gewesen sein. לא חמס בכפיו &#8220;Er frevelte nicht mit seinen Händen&#8221; bedeutet, dass er seinem Glauben nicht abtrünnig geworden ist.<br />
Der letzte Buchstabe in Zeile 5 sieht aus wie ein ד (Zahlenwert 4), am Stein selbst ist aber noch schwach ein ה zu erkennen. Da auch der Wochentag, Sonntag, angegeben ist, liegt der 25. Kislew nahe.</p>
<p><strong>6. Zeile</strong>:<br />
Die Inschrift (hebräische Transkription und kurzen Anmerkungen zu den Zeilen 4, 5, 7 und 8) wurde schon von Max Pollak aufgenommen in: Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 111f.<br />
Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum Sonntag, den 10. Dezember 1346 an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 25. Kislev der 18. Dezember 1346.</p>
<p>Die Jahreszahl 107 wird mit dem Wort ויצא dar- und damit eine bewusste Assoziation mit dem euphemistischen Ausdruck für &#8220;sterben&#8221; יצאה נפשה/נשמה &#8220;Seine Seele schied&#8221; hergestellt (wörtlich also etwa: &#8220;im Jahr, in dem seine Seele schied&#8221; = 107).</p>
<p><strong>7. und 8. Zeile</strong>:<br />
&#8220;In einer auf Grabinschriften wohl selten anzutreffenden Leidenschaftlichkeit wird denn auch hier dem Wunsche, dass &#8216;bald, in unseren Tagen&#8217; sein Blut gerächt werde, Ausdruck gegeben&#8221;, schreibt Pollak auf Seite 112.<br />
Anzumerken ist, dass zur Vorstellung, dass der ungerecht erlittene Tod sühnende Kraft hat, als ihre Ergänzung der Glaube an die Vergeltung gehört. Aus Deuteronomium (5. Buch Mose) 32, 43b &#8220;ונקם ישיב לצריו וכפר אדמתו עמו&#8221; &#8220;Denn er erzwingt die Strafe für das Blut seiner Söhne und entsühnt das Land seines Volks&#8221; wird häufig eine Euphemie für Märtyrer und Opfer der Gewalt. Oft auch in Verbindung mit dem Epitheton הקודש &#8220;der Heilige&#8221; als eine Art Ehrentitel.<br />
<abbr>Vgl.</abbr> dazu Dr. Zunz, Geschichte und Literatur, Erster Band, Berlin 1845, 334f.<br />
Obowhl Herr Simcha den Ehrentitel &#8220;der Heilige&#8221; nicht erhält, muss er aber selbstredend als Märtyrer bezeichnet werden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter II</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/24/grabstein-mittelalter-ii/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/24/grabstein-mittelalter-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 07:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Grabstein ist der zweite von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. N. N., Tochter des Jakob, Gattin des Herrn Rachem, Dienstag, 20. Ijjar (5)101 = 16. Mai 1341 1. Zeile: [...] 2. Zeile: Tochter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Grabstein ist der zweite von links der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered"><strong><abbr class="hilfe" title="nomen nescio">N. N.</abbr>, Tochter des Jakob, Gattin des Herrn Rachem, Dienstag, 20. Ijjar (5)101 = 16. Mai 1341</strong></p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[241109]" title="Grabstein aus dem Jahr 1341 auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG02.jpg" width="300" height="325" alt="Mittelalterlicher Grabstein am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, 1341" /></a>
</div>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>[...]</p>
<p><strong>2. Zeile: </strong></p>
<p>Tochter d(es) f(rommen) H(errn) Jakob, Gatt[in] <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>3. Zeile: </strong></p>
<p>d(es) f(rommen) H(errn) Rachem, die hinwegging,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>4. Zeile: </strong></p>
<p>in ihre Welt am 20. Ijjar<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>101 (= 1341) n(ach der) k(leinen) Z(eitrechnung), am Dienstag.<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>I(hre) S(eele) m(öge eingebunden sein) i(m Bund) d(es Lebens), A(men), A(men), A(men), S(ela), S(ela), S(ela)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>[...]</p>
<p><strong>2. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בת הח&#8217;ר&#8217; יעקב אש[ת]</span></p>
<p><strong>3. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הח&#8217;ר&#8217; רחם שהלכה</span></p>
<p><strong>4. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">לעולמה כ&#8217; לאייר</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ק&#8217;א&#8217; לפרט ביו&#8217; ג&#8217;</span><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ות&#8217;נצ&#8217;ב&#8217;ה&#8217; א&#8217;א&#8217;א&#8217;ס&#8217;ס&#8217;ס&#8217; </span></p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p>Die Inschrift ist deutlich lesbar. Leider fehlt der Name der Verstorbenen, den wir wohl in der ersten, nicht mehr lesbaren Zeile, vermuten dürfen.</p>
<p><strong>2. und 3. Zeile</strong>:<br />
In beiden Zeilen ist die Lesung החר nicht ganz sicher, es könnte auch ההר sein.<br />
Lesen wir als zweiten Buchstaben ein ח, wäre es ausgeschrieben האיש החסיד רב (der fromme Mann; das ח kann natürlich auch als Abkürzung für חכם &#8220;weise&#8221; gelesen werden, also dann &#8220;der weise Mann&#8221; <abbr>o.Ä.</abbr>).<br />
Lesen wir als zweiten Buchstaben ein ה, wäre es ausgeschrieben האיש הנכבד oder האיש היקר (der geehrte oder teure Herr) <abbr>o.Ä.</abbr></p>
<p>Die Inschrift (nur hebräische Transkription) wurde schon von Max Pollak aufgenommen in: Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich”, Wien 1927, Seite 111.<br />
Pollak gibt als (umgerechnetes) Sterbedatum Dienstag, den 08. Mai 1341 an. Das ist auch das korrekte Datum nach dem damals (vor 1582) gültigen Julianischen Kalender. Nach dem Gregorianischen Kalender ist der 20. Ijjar der 16. Mai 1341.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grabstein Mittelalter I</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/23/grabstein-mittelalter-i/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/23/grabstein-mittelalter-i/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=81</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Grabstein ist der erste von links der Installation der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt. Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten, um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen. Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. Joschua, Sohn des Jakob, 12. Adar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Grabstein ist der erste von links der <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/" title="Interner Link zum Beitrag 'Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine'">Installation</a> der fünf mittelalterlichen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt.</p>
<p>Untenstehend zwei Fotos des Grabsteines mit unterschiedlichen Qualitäten, um eine möglichst korrekte Lesung der Inschrift zu ermöglichen.<br />
Die Punkte über den hebräischen Buchstaben werden in der Transkription mit einfachen Anführungszeichen angedeutet. </p>
<p class="centered"><strong>Joschua, Sohn des Jakob, 12. Adar (50)28 = (Dienstag,) 06. März 1268?</strong></p>
<div id="mittig2d">
<ul id="bildchen8">
<li><a rel="lightbox[231109]" title="Grabstein von Joschua, Sohn des Jakob, 1268?" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG01.jpg" width="255" height="333" alt="1. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[231109]" title="Grabstein von Joschua, Sohn des Jakob, 1268?" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG01aGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAG01a.jpg" width="255" height="333" alt="1. Grabstein (von links) der Installation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt'" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<div class="category">
<div class="centeredHeb">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p>Dieses Grabmal<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>2. Zeile: </strong></p>
<p>(steht) zu Häupt(en) <span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>3. Zeile: </strong></p>
<p>d(es Herrn) Joschua,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>4. Zeile: </strong></p>
<p>S(ohn), d(es Herrn) Jakob,<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>5. Zeile: </strong></p>
<p>der hinwegging<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>6. Zeile: </strong></p>
<p>in seine Welt<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>7. Zeile: </strong></p>
<p>am 12. Adar<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>8. Zeile: </strong></p>
<p>d(es Jahres) 28 (= 1268)<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p>[...]<span class="hebr">&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
<div class="archives">
<div class="centered">
<p><strong>1. Zeile: </strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ציון</span></p>
<p><strong>2. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">הלז לרא&#8217; </span></p>
<p><strong>3. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ר&#8217; ישוע</span></p>
<p><strong>4. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בר&#8217; יעקב</span></p>
<p><strong>5. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">שהלך</span></p>
<p><strong>6. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">לעולמו</span></p>
<p><strong>7. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">בי&#8217;ב&#8217; לאד&#8217;ר</span></p>
<p><strong>8. Zeile:</strong></p>
<p><span class="hebr" dir="rtl">ש&#8217; כח&#8217;</span></p>
<p><strong>9. Zeile:</strong></p>
<p>[...]</p>
</div>
</div>
<p><br class="clearboth" /></p>
<p>Die Inschrift ist bis inklusive Zeile 6 deutlich lesbar.</p>
<p><strong>7. Zeile</strong>:<br />
Wird der erste Buchstabe als ב gelesen, bietet sich an, die beiden Buchstaben mit den Punkten, י und ב, als Zahl, nämlich 12, zu lesen.<br />
Beim 2. Wort dieser Zeile ist nicht ganz klar, warum sich über dem ד ein Punkt befindet. Möglich wäre, dass der Monatsname Adar ursprünglich nur mit &#8216;אד geschrieben wurde und der Punkt über dem ד das fehlende ר andeutet. Dann hätten wir eine Parallele zur 2. Zeile, in der das א im Wort ראש einen Punkt erhält, um das fehlende ש anzudeuten. Das ר von אדר könnte später geschrieben worden sein?</p>
<p><strong>8. Zeile</strong><br />
Stimmt die Lesung &#8220;12. Adar&#8221; in der 7. Zeile, können wir nun die Jahreszahl erwarten. Da das ש mit deutlichem Abstand zu den nächsten beiden Buchstaben כ und ח geschrieben wurde, neige ich dazu, das ש als שנת (im Jahr) zu lesen. Der erste nicht mehr indentifizierbare Buchstabe der Zeile könnte ein ב gewesen sein, also בש&#8217; (im Jahr &#8230;). Die Buchstaben כ und ח haben den Zahlenwert 28. Das jüdische Jahr 5028 ist umgerechnet 1268.<br />
Alternativen: Wird das ש zusammen mit כ und ח gelesen, erhalten wir das jüdische Jahr 328 (umgerechnet 1568).<br />
&#8220;28&#8243; als Altersangabe zu lesen &#8211; wie es manche tun &#8211; scheint mir unwahrscheinlich, weil dann das ש kaum erklärbar wäre und außerdem die Altersangabe wohl auch nicht zwischen Monat und Jahr stehen würde.</p>
<p><strong>7. und 8. Zeile</strong>: Nur der Vollständigkeit sei angemerkt: Würde man die Zahlenwerte jener Buchstaben, über denen sich Punkte befinden, zusammenzählen, ד = 4, ש = 300 und ח = 8, erhält man (die Jahreszahl) 312 (umgerechnet 1552). Diese Lesung halte ich allerdings für eher unwahrscheinlich, auch, wenn mir die Punktsetzung nicht restlos erklärlich ist.</p>
<p><strong>9. Zeile</strong>: Diese Zeile ist vollkommen unlesbar. Allerdings halte ich aufgrund der sichtbaren Buchstabenreste etwa ein לאלף ששי (im 6. Jahrtausend, also nach 1240) für möglich. Die Schlusseulogie תנצבה (Seine Seele möge eingebunden sein im Bund des Lebens) hingegen scheint mir unwahrscheinlich.</p>
<p>Bleibt abschließend festzuhalten, dass ich bei der Datierung zum Jahr 1268 neige, im Bewusstsein, dass das Jahr 1568 ebenfalls im Frage kommt (leider satte drei Jahrhunderte Unterschied).</p>
<p><strong>Die Gründe für die Datierung 1268 (wenn das Datum stimmt &#8211; leider vermissen wir noch Quellen, die diese Datierung unterstützen -, wäre dieser Grabstein jedenfalls der zweitälteste in Wiener Neustadt und einer der ältesten in Europa):</strong></p>
<ul>
<li>Die sprachliche Stil der Inschrift spricht für das 13. Jahrhundert, nicht aber für das 16. Jahrhundert.</li>
<li>Ebenso lassen die handwerkliche Ausführung der Gravur sowie die Form der Buchstaben auf ein frühes Datum schließen.</li>
<li>Zwar kein Beweis, aber ein weiteres Indiz für eine Frühdatierung ist, dass wir keine Angabe des Wochentages (Montag, Dienstag <abbr>etc.</abbr>) vorfinden. In Frankfurt/Main etwa stammt der älteste Stein mit der Angabe des Wochentages aus dem Jahr 1283, in Wiener Neustadt aus dem Jahr 1286 (an der Stadtmauer).</li>
<li>An der Stadtmauer in Wiener Neustadt befindet sich ein Grabstein aus dem Jahr 1252, der diesem hier &#8211; in Form und Inhalt &#8211; auffällig ähnlich ist (siehe Bild unten).</li>
</ul>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[231109]" title="Der älteste mittelalterliche Grabstein in Wiener Neustadt, 1252" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAS01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAS01.jpg" width="280" height="373" alt="Mittelalterlicher Grabstein an der Stadtmauer in Wiener Neustadt, 1252" /></a>
</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Präsentation der mittelalterlichen Grabsteine</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/praesentation-der-mittelalterlichen-grabsteine/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 10:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=82</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag wurden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt fünf mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit präsentiert. Obwohl der Termin am Vormittag nicht von der Zeit, aber dafür vom Wetter begünstigt schien – es war ein klarer und sonniger Tag –, konnten ca. 50 Interessierte begrüßt werden. Die Grabsteine wurden im Rahmen des Projekts AKJF, &#8220;Aktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Donnerstag wurden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt fünf mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/10/wiederentdeckung-eines-kulturschatzes/" title="Interner Link zum Beitrag 'Wiederentdeckung eines Kulturschatzes'">präsentiert</a>. Obwohl der Termin am Vormittag nicht von der Zeit, aber dafür vom Wetter begünstigt schien – es war ein klarer und sonniger Tag –, konnten <abbr>ca.</abbr> 50 Interessierte begrüßt werden.<br />
Die Grabsteine wurden im Rahmen des Projekts AKJF, &#8220;Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof&#8221; von <abbr>Dr.</abbr> Werner Sulzgruber 2007 auf dem jüdischen Friedhof Wiener Neustadt (wieder)entdeckt.</p>
<div id="mittig3b1">
<ul id="bildchen6">
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, Foto knapp vor der Präsentation" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, Foto am vergangenen Freitag in der Dämmerung" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02aGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02a.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, Foto am vergangenen Freitag in der Dämmerung" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02bGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA02b.jpg" width="150" height="150" alt="Installation der fünf mittelalterlichen jüdischen Grabsteine am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Max Pollak beschreibt in seinem Standardwerk &#8220;Die Juden in Wiener Neustadt. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Österreich&#8221;, Wien 1927, Seite 11<abbr>f.</abbr>, vier mittelalterliche Grabsteine, die sich zu seiner Zeit bereits am jüdischen Friedhof befunden haben. Der jüdische Friedhof Wiener Neustadt wurde 1888/1889 angelegt, die Steine also nach dieser Zeit dorthin gebracht. Drei der von Pollak beschriebenen Steine konnten nun wiederentdeckt werden, ein von Pollak beschriebener Stein gilt nach wie vor als verschollen und zwei der fünf präsentierten Grabsteine tauchen bisher in der Literatur nirgends auf.</p>
<p>In den Ansprachen wurde selbstverständlich auch darauf hingewiesen, dass sich an der Stadtmauer in Wiener Neustadt bereits sechs mittelalterliche Grabsteine befinden, die &#8211; wie die nun präsentierten &#8211; zu den ältesten jüdischen Grabsteinen Europas gehören.</p>
<div class="mittig1F">
<a rel="lightbox[211109]" title="Mittelalterliche jüdische Grabsteine an der Stadtmauer in Wiener Neustadt; Nachtfoto, um die Keramiktafeln mit den Übersetzungen besser sichtbar zu machen" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA01.jpg" width="320" height="240" alt="Mittelalterliche jüdische Grabsteine an der Stadtmauer in Wiener Neustadt" /></a>
</div>
<p class="abstand">Die mittelalterliche jüdische Gemeinde Wiener Neustadt war eine der ältesten und bedeutendsten Österreichs und weit über die Grenzen hinaus bekannt und berühmt. Unter Rabbi <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Israel_Isserlein" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Israel_Isserlein'">Israel ben Patachia Isserlein</a> (geboren 1390 in Regensburg, verstorben 1460 in Wiener Neustadt), dem bedeutendsten deutschen Rabbiner des 15. Jahrhunderts, wurde die Stadt zu einem Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit. </p>
<p>Sowohl die mittelalterlichen Grabsteine an der Stadtmauer als auch die nun präsentierten sind jedoch zum Teil deutlich älter und lassen sich ins 13. und 14. Jahrhundert datieren.</p>
<p>Das von <abbr>Dr.</abbr> Sulzgruber initiierte Projekt kann nur nochmals als vorbildliches Projekt bezeichnet werden. Ihm, seinen Schülern und Schülerinnen, die auf freiwilliger Basis mitarbeiteten, muss gedankt werden. Zu danken ist aber auch den Verantwortlichen von Stadt Wiener Neustadt, Israelitischer Kultusgemeinde und Bundesdenkmalamt, ohne deren Kooperation es nicht möglich gewesen wäre, die fünf mittelalterlichen Grabsteine zu <a href="http://www.ateliergurtner.at/" title="Externer Link zu 'ateliergurtner.at'">restaurieren</a> und in würdevollem Rahmen – am jüdischen Friedhof &#8211; geschützt und sicher aufzustellen.</p>
<p>Mit der Analyse <abbr>bzw.</abbr> Transkription der Inschriften sowie der Datierung der Steine wurde unser Museum betraut.</p>
<p>So wie das Lesen der Inschriften stets auch ein Gedenken der Toten ist, war die &#8220;Präsentation&#8221; am Donnerstag – in sehr konkreter Weise &#8211; auch eine Gedenkveranstaltung. </p>
<p>Wir werden in den nächsten Tagen hier im Blog alle fünf Grabsteine einzeln &#8220;vorstellen&#8221; und sowohl Inschriften als auch Datierungen besprechen. </p>
<div id="mittig3d">
<ul id="bildchen7">
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Ca. 50 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA03.jpg" width="150" height="150" alt="Besucherinnen und Besucher der Präsentation" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Stadträtin Isabella Siedl nimmt die Begrüßung vor" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA04.jpg" width="150" height="150" alt="Stadträtin Isabella Siedl" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Bürgermeister Bernhard Müller betont die Wichtigkeit des Projekts für die Stadt Wiener Neustadt" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA05GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA05.jpg" width="150" height="150" alt="Bürgermeister Bernhard Müller" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Generalsekretär der IKG, Raimund Fastenbauer, unterstrich die Vorbildlichkeit des Projekts" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA06GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA06.jpg" width="150" height="150" alt="Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Raimund Fastenbauer" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Der Autor dieser Zeilen spricht über die Arbeit am Friedhof sowie über die hebräischen Inschriften" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA07GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA07.jpg" width="150" height="150" alt="Johannes Reiss" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[211109]" title="Werner Sulgruber skizziert das Projekt, gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Juden in Wiener Neustadt und dankt den Beteiligten" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA08GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA08.jpg" width="150" height="150" alt="Dr. Werner Sulzgruber" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Alle Beiträge zu den mittelalterlichen Grabsteinen in Wiener Neustadt werden/wurden zum leichteren Auffinden zusätzlich unter dem Schlagwort &#8220;<a href="http://www.ojm.at/blog/tag/grabsteine-mittelalter/" title="Interner Link zum Schlagwort-Archiv 'grabsteine mittelalter'">grabsteine mittelalter</a>&#8221; archiviert.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir die Lektüre des Beitrags &#8220;<a href="http://www.grave-pictures.at/forum/wiener-neustadt/65-wiederentdeckung-eines-kulturschatzes.html" title="Externer Link zu 'grave-pictures.at...'">Wiederentdeckung eines Kulturschatzes</a>&#8221; auf dem so engagiert geführten und großartigen Webportal <span lang="en" xml:lang="en">Grave Pictures</span>.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bild der Woche &#8211; Kulturschatz</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/15/bild-der-woche-kulturschatz/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/15/bild-der-woche-kulturschatz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die 2007 am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt wiederentdeckten fünf mittelalterlichen Grabsteine wurden vollständig restauriert und werden nun der Öffentlichkeit präsentiert. Vorbildliches Beispiel eines restaurierten Grabsteins: &#8220;Märtyrer Simcha, Sohn des Eljakim&#8221;, 25. Kislev 107 (10. Dezember 1346) Wir laden Sie nochmals herzlich zur Präsentation der Grabsteine ein: Donnerstag, 19. November, 09.30 Uhr am jüdischen Friedhof Wiener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die 2007 am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt wiederentdeckten fünf mittelalterlichen Grabsteine wurden vollständig restauriert und werden nun der Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/eljakimGR.jpg" width="550" height="733" alt="Restaurierter mittelalterlicher Grabstein" class="centered" /></p>
<p class="centered">Vorbildliches Beispiel eines restaurierten Grabsteins:<br />
&#8220;Märtyrer Simcha, Sohn des Eljakim&#8221;, 25. Kislev 107 (10. Dezember 1346)</p>
<p class="centered"><strong>Wir laden Sie nochmals herzlich zur Präsentation der Grabsteine ein</strong>:<br />
<a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/10/wiederentdeckung-eines-kulturschatzes/" title="Interner Link zum Beitrag 'Wiederentdeckung eines Kulturschatzes'">Donnerstag, 19. November, 09.30 Uhr am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt</a></p>
<div class="pagenavi">
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/bild-der-woche-birnbaums-moses/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild"> Bild der Woche &#8220;Birnbaums &#8216;Moses&#8217;&#8221;</a>&nbsp;
</div>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/11/22/bild-der-woche-versoehnungsstangerl/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Versöhnungsstangerl&#8221;</a> &raquo;
</div>
</div>
</div>
<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wiederentdeckung eines Kulturschatzes</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/10/wiederentdeckung-eines-kulturschatzes/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 09:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[grabsteine mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=75</guid>
		<description><![CDATA[Einladung zur Präsentation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine Am 19. November 2009, um 09.30 Uhr, werden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, Wiener Straße 95, 2700 Wiener Neustadt fünf wiederentdeckte mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit präsentiert. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Es sprechen: Bernhard Müller, Bürgermeister von Wiener Neustadt Raimund Fastenbauer, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Johannes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Einladung zur Präsentation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine</h3>
<p class="centered"><strong>Am 19. November 2009, um 09.30 Uhr,</strong> </p>
<p class="centered"><strong>werden am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, Wiener Straße 95, 2700 Wiener Neustadt</strong></p>
<p class="centered"><strong>fünf wiederentdeckte mittelalterliche jüdische Grabsteine der Öffentlichkeit präsentiert.</strong></p>
<p class="centered"><strong>Wir laden Sie herzlich dazu ein.</strong></p>
<p>Es sprechen:</p>
<p><strong>Bernhard Müller</strong>, Bürgermeister von Wiener Neustadt<br />
<strong>Raimund Fastenbauer</strong>, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien<br />
<strong>Johannes Reiss</strong>, Direktor des Österreichischen Jüdischen Museums, Eisenstadt<br />
<strong>Werner Sulzgruber</strong>, Initiator <acronym class="hilfe" title="Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof">AKJF</acronym> und Lern- und Gedenkstätte Jüdischer Friedhof Wiener Neustadt</p>
<div id="mittig1E">
<a rel="lightbox[101109]" title="Einladung zur Präsentation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine" href="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMAGR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnMA.jpg" width="320" height="197" alt="Einladung zur Präsentation mittelalterlicher jüdischer Grabsteine" /></a>
</div>
<p class="abstand">Die <acronym>AKJF</acronym>, &#8220;Aktion Kulturdenkmal Jüdischer Friedhof&#8221; ist eine von <abbr>Dr.</abbr> Werner Sulzgruber 2007 ins Leben gerufene Initiative mit dem Ziel, den jüdischen Friedhof von Wiener Neustadt als &#8220;Lern- und Gedächtnisort&#8221; zu etablieren.</p>
<p>2007 machte <abbr>Dr.</abbr> Sulzgruber auch die sensationelle Entdeckung: Bei der laufenden Bestandsaufnahme des jüdischen Friedhofs waren dem Historiker zunächst zwei, und nach intensiver weiterer Suche insgesamt fünf mittelalterliche jüdische Grabsteine aufgefallen. </p>
<p>Das Österreichische Jüdische Museum hatte die Ehre, fast seit Beginn der Arbeiten das Projekt begleiten zu dürfen, zwei der Grabsteine datiere ich in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.</p>
<p>Selbstverständlich werden wir hier im Blog weiter über dieses vorbildliche Projekt berichten.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir &#8211; wie könnte es anders sein &#8211; am 19. November 2009 eine Fahrt nach Wiener Neustadt &#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ojm.at/blog/2009/11/10/wiederentdeckung-eines-kulturschatzes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Am jüdischen Friedhof I</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/am-juedischen-friedhof-i/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/11/08/am-juedischen-friedhof-i/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 14:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burgenland]]></category>
		<category><![CDATA[Leben und Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[hebräisch]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=73</guid>
		<description><![CDATA[Wie hebräische Grabinschriften der Anonymität entrissen werden: Grundsätzliches &#8211; Ausrüstung &#8211; Hilfsmittel Einerseits gehört das Aufarbeiten von jüdischen Friedhöfen zu den Schwerpunktarbeiten des Museums, andererseits erreichen uns immer wieder (individuelle) Anfragen mit der Bitte um Übersetzung von hebräischen Grabinschriften. Eine Besonderheit aller jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes (mit einer einzigen Ausnahme, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Wie hebräische Grabinschriften der Anonymität entrissen werden:<br />
Grundsätzliches &#8211; Ausrüstung &#8211; Hilfsmittel</h3>
<p>Einerseits gehört das Aufarbeiten von jüdischen Friedhöfen zu den Schwerpunktarbeiten des Museums, andererseits erreichen uns immer wieder (individuelle) Anfragen mit der Bitte um Übersetzung von hebräischen Grabinschriften. </p>
<p>Eine Besonderheit aller jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes (mit einer einzigen Ausnahme, dem jungen jüdischen Friedhof in <a href="http://www.ojm.at/gemeinden/schlaining/#oberwart" title="Interner Link zur Gemeinde Oberwart auf unserer statischen Website">Oberwart</a>) ist, dass wir ausschließlich Gräber mit hebräischen Grabinschriften finden. Nur sehr selten werden Eigennamen der Verstorbenen zusätzlich mit lateinischen Buchstaben <abbr>bzw.</abbr> Todesdaten in nicht-hebräischer Schreibweise (also <abbr>z.B.</abbr> &#8217;1859&#8242;) angegeben. </p>
<p>Nicht nur, aber besonders hier im Burgenland sind Grabsteine oft wirklich die letzten Zeugen jahrhundertelangen jüdischen Lebens in der Region, die (vielfach sehr textintensiven) Inschriften eine Primärquelle erster Güte zur Erforschung der (inner)jüdischen Geschichte.</p>
<p>Deshalb also hier der erste Teil einer kleinen Serie zum Thema jüdische Friedhöfe, hebräische Grabinschriften und ihre Aufarbeitung.</p>
<p>Das Folgende ist nicht der Bericht eines Restaurators, sondern ein grober Erfahrungsbericht über die praktische Arbeit auf jüdischen Friedhöfen und bezieht sich auf das Lesbarmachen hebräischer  Inschriften. Vielleicht kann er Ihnen im Alltag eine kleine Hilfestellung sein beim Lesen von Inschriften.</p>
<p>Es muss wohl nicht vorausgeschickt werden, dass für die Aufarbeitung von jüdischen Friedhöfen (Texttranskription <abbr>bzw.</abbr> Übersetzung) kaum je eine fachgerechte Restaurierung der Steine möglich ist, das Lesbarmachen der Inschriften daher meist mit sehr einfachen Mitteln bewerkstelligt werden muss. </p>
<p>Zunächst ist zu unterscheiden zwischen dem Lesen der Inschrift vor Ort, also am Friedhof, und dem Lesen auf einem Foto. Grundsätzlich rate ich dringend zu beidem, da außer bei sehr einfachen und sehr klaren hebräischen Inschriften Fotos immer hilfreich oder gar gute Korrektive sein können (siehe unten).</p>
<p>In jedem Fall sollten Sie für die Arbeit am Friedhof einiges an Ausrüstung mit dabei haben (auch wenn Ihnen manches lächerlich vorkommt, ohne Liste vergesse zumindest ich immer etwas):</p>
<p>Kopfbedeckung (für Männer), Kleidungsschutz oder Kleidung, die nachher eventuell entsorgt werden kann (weil von Dornen und spitzen Steinen zerrissen), viel Kreide (für eine Inschrift rechnen Sie am besten mit mindestens zwei bis drei Kreiden, siehe unten), kleine Umhängetasche für die Kreide (um die Kleidung zu schonen, falls Sie diese nicht entsorgen wollen), Wasser (Kübel/Eimer und Wasser am besten in Flaschen oder Kanistern mitnehmen), Bartwisch/Handfeger mit sehr weichem Haar (am besten solche, mit denen man etwa Schnee vom Auto kehren kann), mehrere sehr weiche Tücher (keine Tücher, die fusseln), stabile Schreibunterlage, gute Stifte, viel Papier, Klammern, mit denen das Papier an der Unterlage befestigbar ist (kalte Finger, Wind), in der kälteren Jahreszeit Handschuhe (<abbr>z.B.</abbr> dünne, aber wirksame Laufhandschuhe, die das Schreiben ermöglichen), Fotoapparat. </p>
<h4>Lesen vor Ort und/versus Lesen auf dem Foto</h4>
<ol>
<li>Befunde sollten nie ausschließlich aufgrund eines Fotos gemacht werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte unbedingt die Inschrift auch vor Ort (also am Friedhof) gelesen werden, um einen sichereren Befund zu erhalten. </li>
<li>Befunde vor Ort sollten aber – außer bei sehr klaren (und einfachen) Inschriften – immer auch noch anhand eines oder mehrerer Fotos der Inschrift überprüft werden. Meist ermöglicht zwar das Lesen der Inschrift vor Ort den aufschlussreicheren Befund, es kommt aber immer wieder vor, dass Fotos bei Problemen, die vor Ort nicht gelöst werden können, zumindest eine neue Sicht <abbr>bzw.</abbr> neue Ideen ermöglichen und im besten Fall beim nochmaligen Abgleich vor Ort zu einem sichereren Ergebnis führen.</li>
<li>Selbstverständlich führen bessere Fotos zu besseren Ergebnissen. Trotzdem sollte, was das Lesbarmachen betrifft, die Bedeutung der Professionalität des Fotos nicht überschätzt werden. Wichtiger ist es &#8211; wie für das Lesen vor Ort –, auch beim Fotografieren Wetterlage und Sonnenstand zu berücksichtigen. In der Praxis bedeutet dies etwa, dass auf Blitzlicht meist verzichtet werden sollte (auch ein Seitenblitz bringt meist nicht bessere Ergebnisse). </li>
<li>Salopp formuliert kann man sagen, dass manche Inschriften morgens, manche mittags, manche abends, manche nach dem Regen, manche bei direkter Sonnenbestrahlung besser lesbar sind, jeweils abhängig von Schrift, Gravur, Tiefe der Gravur, Steinart, Beschaffenheit und Zustand des Steines <abbr>usw.</abbr> In der Praxis bedeutet dies, dass es meist notwendig ist, schwer zu lesende Inschriften zu verschiedenen Tageszeiten (oft sogar zu verschiedenen Jahreszeiten) und vor allem bei verschiedenen Wetterbedingungen zu lesen. Dasselbe gilt auch für die Anfertigung von Fotos.</li>
<li>In den seltensten Fällen konnte ich mit der Nachbearbeitung von Fotos (auch mit guten Kenntnissen und professioneller Software) deutlich aussagekräftigere Ergebnisse erzielen. Den Versuch ist es zwar immer wert, es sollte nur nicht zu viel erwartet werden.</li>
<li>Kommt Kreide oder Wasser zum Einsatz, müssen auch Fotos von den Inschriften mit aufgetragener Kreide <abbr>bzw.</abbr> unmittelbar nach dem Waschen mit Wasser gemacht werden.</li>
</ol>
<h4>Wasser</h4>
<p>Bevor eine schwer lesbare Inschrift mit Kreide bearbeitet wird, sollte versucht werden, die Inschrift mit Wasser zu reinigen. Der Reinigungsvorgang muss äußerst vorsichtig durchgeführt werden, das Wasser sollte mit dem Besen mit weichem Haar gleichmäßig verteilt werden. Oft werden Inschriften schon alleine durch die sanfte Reinigung besser lesbar und weitere Maßnahmen (Kreide) sind sogar unnötig. Mit Wasser kann man übrigens auch manchmal sehr erfolgreich arbeiten, wenn es sich um Inschriften handelt, die einmal nachgezogen wurden, die nachgezogene Spur aber im Laufe der Jahre zerflossen ist.</p>
<h4>Kreide</h4>
<p>Das &#8220;Allerweltsmittel&#8221; zum Lesbarmachen vieler Inschriften ist weiße Kreide. Hier ziehe ich eckige Kreiden den runden und die gewöhnliche Schul- der Straßen-/Kindermalkreide eindeutig vor. Mit der Kreide muss ausgesprochen vorsichtig umgegangen werden: Sie darf fast immer nur leicht aufgesetzt werden, <abbr>v.a.</abbr> um den Stein nicht zu beschädigen, und die Kreide muss mit der Breitseite immer exakt vertikal zum hebräischen Buchstaben geführt werden (also <abbr>z.B.</abbr> bei einer Bogeninschrift am Beginn von rechts nach links <abbr>usw.</abbr>), da sonst die Buchstaben noch weniger lesbar sind. Selbstverständlich sind nicht alle Steinarten mit Kreide gleich gut oder sogar nicht bearbeitbar. Während Kreide etwa auf Granit, Syenit, Diorit oder Gabbro meist recht gut anwendbar ist, ist die Anwendung bei vielen Marmor-, aber auch Kunststeinen problematisch, bei Sandstein sollte auf Kreide meist überhaupt verzichtet werden. Ein stärkeres Auftragen von Kreide ist nur bei sehr glatten Steinarten in sehr gutem Zustand möglich und hilfreich.</p>
<p>Führt das Auftragen von Kreide zwar zu besserem, aber noch nicht befriedigendem Ergebnis, kann versucht werden, die Kreide mit einem weichen Tuch sanft zu verwischen. Hilft auch das nicht, muss die Kreide (mit <abbr>o.g.</abbr> Besen) vorsichtig abgewaschen und eventuell neuerlich (sanfter oder stärker, weniger intensiv <abbr>etc.</abbr>) aufgetragen werden.</p>
<p>Hier ein konkretes Beispiel eines Grabsteins am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt, wie eine auf den ersten Blick unlesbare Inschrift lesbar gemacht werden konnte:</p>
<div id="mittig1C">
<p><a rel="lightbox[081109]" title="Das Foto gibt den realen Ersteindruck sehr gut wieder, Schrift ist so gut wie nicht erkennbar. Ich vermutete, dass die Inschrift nicht mehr eruierbar sein würde." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein01GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein01.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Erstansicht" /></a></p>
</div>
<div id="mittig3b">
<ul id="bildchen2">
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Sanft nachbearbeitetes Foto, die Lesbarkeit wird aber nicht erhöht." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein02GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein02.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Foto nachbearbeitet" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Detail-Frontalansicht. Auch bei veschiedenen Lichtverhältnissen wird die Schrift (in natura) nicht einmal im Ansatz erkennbar." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein03GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein03.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Foto Detailansicht" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Der Versuch, eine erste Kreideschicht aufzutragen, erhöht die Chancen auf Lesbarkeit dramatisch. Außerdem ist nun auch der Name in lateinischen Buchstaben deutlich erkennbar." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein04GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein04.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht mit Kreidebearbeitung" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Da die Lesbarkeit noch immer ein wenig unbefriedigend ist, ein weiterer Versuch, sie zu erhöhen, indem die Kreideschicht sanft verwischt wird. Die Inschrift wird aber dadurch nicht wirklich besser lesbar." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein05GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein05.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Detailansicht, Kreide verwischt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Zum Vergleich: halber Stein mit Kreideschicht, halber Stein mit verwischter Kreide." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein06GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein06.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht, halb Kreide, halb Kreide verwischt" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[081109]" title="Nach dem Abwaschen (und Reinigen) der Inschrift ist diese jedenfalls auch ohne Kreide besser lesbar als vor der 'Bearbeitung'. Das Ergebnis war ziemlich erfreulich: Die gesamte hebräische Inschrift konnte eindeutig gelesen werden, die zweite Zeile des deutschen Textes war leider nicht eruierbar." href="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein07GR.jpg"><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/grabstein07.jpg" width="150" height="150" alt="Grabstein am jüdischen Friedhof Wr. Neustadt, Gesamtansicht, Kreide abgewaschen" /></a></li>
</ul>
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<p><br class="clear" /></p>
<p>Die Ausführungen erheben selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, es sind lediglich einige Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe. Für ganze Friedhofsprojekte ist natürlich noch wesentlich mehr zu berücksichtigen, hier sollten bloß einige Hilfestellungen für das Lesen eines oder einiger weniger Steine gegeben werden.</p>
<p class="tipp">In der nächsten Folge dieser Serie: <del datetime="2010-01-10T10:04:44+00:00">Wie Sie auch ohne großartige Hebräischkenntnisse Namen und Todesdatum in hebräischen Inschriften finden und übersetzen können</del> &#8211; aus gegebenem Anlass &#8211; über die Einigung, 20 Millionen Euro für die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe bereitzustellen.</p>
<p class="tipp"><em>Als Beilage zu unserer heutigen Melange empfehlen wir die <a href="http://www.ikg-wien.at/static/unter/html/re/l_friedh.html" title="Externer Link zu 'ikg-wien.at...'">Liste der jüdischen Friedhöfe in Österreich</a>, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, wie viele jüdische Friedhöfe in Österreich existieren.</em></p>
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/01/10/am-juedischen-friedhof-ii/" title="Bl&auml;ttern Sie zum 2. Beitrag der Serie 'Am jüdischen Friedhof'"> Am jüdischen Friedhof II</a> &raquo;
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]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Außendienst</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/10/18/bild-der-woche-aussendienst/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/10/18/bild-der-woche-aussendienst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 10:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=60</guid>
		<description><![CDATA[Seit 1991 gehört die Archivierung hebräischer Grabinschriften zu den wichtigsten Arbeitsfeldern des Museums. Die Aufarbeitung der jüdischen Friedhöfe bedeutet Arbeit vor Ort, also gewissermaßen &#8220;Feldarbeit&#8221;. Denn viele Inschriften sind am Morgen, viele am Abend, viele bei Sonnenbestrahlung, viele nach dem Regen besser lesbar – also ein Allwetterjob, sooft die Zeit dafür bleibt &#8230; &#8220;Au&#223;endienst&#8221; am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1991 gehört die Archivierung hebräischer Grabinschriften zu den wichtigsten Arbeitsfeldern des Museums.<br />
Die Aufarbeitung der jüdischen Friedhöfe bedeutet Arbeit vor Ort, also gewissermaßen &#8220;Feldarbeit&#8221;. Denn viele Inschriften sind am Morgen, viele am Abend, viele bei Sonnenbestrahlung, viele nach dem Regen besser lesbar – also ein Allwetter<span lang="en" xml:lang="en">job</span>, sooft die Zeit dafür bleibt &#8230;</p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/friedhofBGR.jpg" width="550" height="413" alt="J&uuml;discher Friedhof Wiener Neustadt" class="centered" /></p>
<p class="centered">&#8220;Au&szlig;endienst&#8221; am j&uuml;dischen Friedhof Wiener Neustadt</p>
<p>Derzeit arbeiten wir an zwei größeren Projekten: dem jüdischen Friedhof in Wiener Neustadt und jenem in Mattersburg. Darüber werden wir hier im Blog bald mehr schreiben &#8230;</p>
<p><span lang="en" xml:lang="en">Update</span> vom 04. Mai 2010:<br />
<a href="http://www.ojm.at/blog/thema/friedhof-mattersburg/" title="Interner Link zum Thema 'Friedhof-Mattersburg'">Zur Datenbank &#8220;Jüdischer Friedhof Mattersburg&#8221;  (<span lang="en" xml:lang="en">work in progress</span>) &#8230;</a> </p>
<p><a href="http://www.ojm.at/blog/tag/grabsteine-mittelalter/" title="Interner Link zum Schlagwort 'grabsteine-mittelalter'">Zu den mittelalterlichen Grabsteinen am jüdischen Friedhof Wiener Neustadt &#8230;</a></p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/11/bild-der-woche-vergaser/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild"> Bild der Woche &#8220;Vergaser&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/10/25/bild-der-woche-am-israel-chai/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Am Israel Chai&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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		</item>
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		<title>Bild der Woche &#8211; Friedhofsevent?</title>
		<link>http://www.ojm.at/blog/2009/09/06/bild-der-woche-friedhofsevent/</link>
		<comments>http://www.ojm.at/blog/2009/09/06/bild-der-woche-friedhofsevent/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 09:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild der Woche]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[wiener neustadt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ojm.at/blog/?p=37</guid>
		<description><![CDATA[Frage: Was haben der jüdische Friedhof in Wiener Neustadt, eine Wiener &#8220;Clubdisco&#8221; und der &#8220;Altausseer Kiritag&#8221; gemeinsam? Alle drei finden sich im &#8220;Eventkalender&#8221; eines österreichischen Privatfernsehsenders. Dort steht u.a. das Folgende zu lesen: Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt ist deine Lieblingslocation? Hier findest du alle Fotos, Videos, Events, Veranstaltungstipps und Gleichgesinnte! Wer da auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage: Was haben der jüdische Friedhof in Wiener Neustadt, eine Wiener &#8220;Clubdisco&#8221; und der &#8220;Altausseer Kiritag&#8221; gemeinsam?</p>
<p>Alle drei finden sich im &#8220;<span lang="en" xml:lang="en">Event</span>kalender&#8221; eines österreichischen Privatfernsehsenders. </p>
<p><img src="http://www.ojm.at/blog/bilder/wnJFGR.jpg" width="550" height="589" alt="Screenshot Puls4 Jüdischer Friedhof Eventdatenbank" class="centered" /></p>
<p>Dort steht <abbr>u.a.</abbr> das <a href="http://www.puls4.com/Juedischer-Friedhof/Wiener-Neustadt/community_/location/veranstaltungsort/7177" title="Externer Link zu 'puls4.com/Juedischer-Friedhof...'">Folgende</a> zu lesen:</p>
<blockquote><p>Jüdischer Friedhof in Wiener Neustadt ist deine Lieblings<span lang="en" xml:lang="en">location</span>? Hier findest du alle Fotos, Videos, <span lang="en" xml:lang="en">Events</span>, Veranstaltungstipps und Gleichgesinnte!
</p></blockquote>
<p>Wer da auf den Geschmack gekommen ist, kann sich auch gleich als &#8220;Fan&#8221; seiner/ihrer &#8220;Lieblings<span lang="en" xml:lang="en">location&#8221; outen</span> (diesbezüglich haben Clubdisco, Kiritag &#038; Co unseren Friedhof allerdings längst abgehängt – &#8220;Es gibt noch keine Fans zu dieser <span lang="en" xml:lang="en">Location</span>&#8220;). </p>
<p>Wenn wir uns auch für die Werbung für unser Haus auf nämlicher <span lang="en" xml:lang="en">Website</span> herzlich bedanken (und auch wissen, dass solche Inhalte mehr oder minder automatisch generiert werden), so scheinen uns doch &#8220;Lieblings<span lang="en" xml:lang="en">location&#8221;, &#8220;Event</span>&#8221; <abbr>etc.</abbr> in Zusammenhang mit einem (jüdischen) Friedhof von einer gehörigen Sprach- <abbr>bzw.</abbr> Geschmacksver(w)irrung zu zeugen &#8230;</p>
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&laquo; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/08/30/bild-der-woche-wertheimer-grab/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie zur&uuml;ck zum vorherigen Bild"> Bild der Woche &#8220;Wertheimer-Grab&#8221;</a>&nbsp;
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&nbsp; <a href="http://www.ojm.at/blog/2009/09/13/bild-der-woche-yehudi-menuhin/" title="Bl&auml;ttern Sie in der 'Bild der Woche'-Galerie vor zum n&auml;chsten Bild"> Bild der Woche &#8220;Yehudi Menuhin&#8221;</a> &raquo;
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<p class="tipp"><em>Schicken Sie uns Ihr <a href="http://www.ojm.at/blog/ueber-das-blog/#bw" title="Interner Link zu Seite 'Über das Blog'">Bild der Woche</a> &#8230;</em></p>
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